World of Tanks Test

Von on on

World of Tanks Test

Free2Play ist auf dem Vormarsch und selbst die großen Puplisher springen auf den Zug auf. Einer der Pioniere in diesem Berreich ist das mittlerweile 2 Jahre alte World of Tanks, was dank mehreren Patches mittlerweile stark an Umfang und Präsentation zugelegt hat. Da der erfolgreiche Titel immer noch Zuwachs an Spielern erhält, nehme ich nun mal die aktuelle Version des Spiels unter die Lupe. Let’s roll out.

Worum geht es eigentlich?

Wie der Titel des Spiels schon verrät, geht es bei World of Tanks um Panzer. Genauer gesagt um Panzer des zweiten Weltkriegs hauptsächlich, aber es gibt auch einige Modele der 50er und 60er Jahre. Die meisten Fahrzeuge kamen auch in Orginal zum Einsatz bzw. gingen in Serienproduktion, aber man kann auch einige Prototypen auswählen wie die legendäre Maus. Jede Nation hat eigene Panzer und Forschungsbäume (mehr dazu später). Derzeit kann man deutsche, britische, französische, chinesische, US-amerikanische und russische Panzer spielen. Hat man sich für eine Nation und seinen ersten Panzer entschieden zieht man auch sogleich ins Gefecht. 30 Spieler treten in 2 Team gegeneinander an, also handelt es sich um ein klassisches PVP-Spiel. Gewinnen kann man, indem man entweder alle Panzer des Gegners zerstört oder ihre Basis einnimmt. Im Angriff / Verteidigung Spiel muss ein Team angreifen und das andere nur Verteidgen, auch hier gewinnt wieder wer alle Gegner auslöscht bzw. die Basis einnimmt, oder wer das Zeitlimit überlebt im Falle des Verteidigers.

Für jedes Spiel bekommt man Credits und Erfahrung / Forschungspunkte. Jede Nation verfügt über einen Forschungsbaum, über den neue Panzer erforscht werden oder neue Bauteile für einzelne Panzer. So startet man anfangs mit einem sehr schwachen Panzer, für den man mit den ersten Forschungspunkten zum Beispiel eine durchschlagskräftigere Kanone erforschen kann, die man dann für Credits kauft und einbaut. Hat man dann irgendwann genug Forschungspunkte und Credits, schaltet man den nächstbesten Panzer frei. Der Forschungsbaum der Panzer ist dabei verzeigt, so das man verschiedene Wege erforschen kann.

Unterschiedliche Panzer

Die Panzer unter sich werden nämlich in verschiedene Typen aufgeteilt. Leichte Panzer, mittlere Panzer, schwere Panzer, Artillerie und Jagdpanzer. Jeder nimmt eine unterschiedliche Rolle ein im Spiel. Leichte Panzer zum Beispiel sind in erster Linie Aufklärer und versuchen die gegnerische Artillerie zu finden und auszuschalten. Mittlere Panzer sind zwar nicht gut gepanzert, dafür gut bewaffnet und schnell. Schwere Panzer dagegen sind die Frontkämpfer, den sie haben eine extrem starke Panzerung und gute Kanonen. Jagdpanzer stehen meistens versteckt hinter der Frontlinie und knipsen verfügen über die durchschlagkräftigsten Kanonen in der Regel. Und die Artillerie bietet die größte Feuerkraft und steht meistens sehr weit hinten. Alle Typen spielen sich unterschiedlich und nehmen wie man sieht andere Rollen ein.WoT2

Wahren Panzerfans schlägt das Herz höher, denn die recht detailierten Panzer wurden von den Leistungsdaten recht akurat umgesetzt im Spiel. Die Mannschaft des Panzers erhählt übrigens auch Erfahrung und wird besser. (Schnelleres Zielen und Nachladen, schnellere Drehung und Beschleunigung, höhere Sichtweite). Sobald sie 100% erreicht hat, kann jedem einzelnen Mitglied noch eine Sonderfähigkeit beigebracht werden. So kann man sich relativ gut auf etwas spezialisieren.

Pay 2 Win?

In der aktuellen Version 8.4 stehen mittlerweile unzählige Karten und Panzer zur Verfügung und auch das Physiksystem wurde überarbeitet. Mehr dazu später.

Zuerst suche ich mir einen Panzer aus und rüste ihn auf. Dabei lege ich fest, wieviel Munition ich mitnehme. Es gibt dabei 3 Unterschiedliche Muntionstypen: Panzerbrechend, Hochexplosiv und Hartkern. Und hier ist auch der einzige Pay2win Vorwurf, den sich World of Tanks gefallen lassen muss: die besonders effektive Hartkern-Munition kann man nur gegen Gold erwerben, welches man nur durch harte Euro kaufen kann. Diese Muntion hat den Vorteil, dass sie Panzerungen leichter durchschlägt und somit mehr Schaden verursacht. Meistens aber wird diese Muntion in den normalen Matches nur sehr selten von Spielern benutzt.

Auf Wunsch kann man sein Konto in ein Premiumkonto umwandeln, auch wieder gegen Gold. Das Premiumkonto hat den Vorteil, dass man mehr Credits und Erfahrung bekommt. Aber das kann man eher als Luxus betrachten, den auf die Kämpfe hat dies keinerlei Einfluss. Wer will kann auch gegen Gold diverse Panzer kaufen, die allerdings mit 30-50 Euro wert sind, aber auch diese Panzer sind nicht besser als die normal erforschbaren Fahrzeuge.Wot3

Der Rest den man mit Gold erwerben kann dreht sich nur um die Optik, denn man kann sich ein schickes Tarnmuster auf seinen Panzer lackieren lassen oder einen Schriftzug auf die Seite malen. Einen kleinen Vorteil hat das dann aber doch, da mit einer Tarnlackierung die tatsächliche Tarnung im Spiel um 5% erhöht wird. Aber das hat eher geringen Einfluss auf das Spiel.

Alles in allem ist das Spiel fair und gibt zahlenden Kunden nicht wirklich Vorteile gegenüber normalen Spielern. Allerdings ist ein Premiumkonto gerade gegen Ende der Forschungsbäume fast schon Pflicht, da man wirklich gewaltig viele Erfahrungspunkte braucht für die Panzer.

Auf geht’s in den Kampf

Hat man seinen Panzer ausgewählt startet man ein Gefecht und landet in der Wartschlange (auf Wunsch auch zu zweit mit einem Freund). Meistens wartet man nie länger als 1 Minute und dann geht es auch schon los. Spielmodi gibt es 3 an der Zahl: Angriff (Ein Team verteidigt eine Basis, während das andere Team angreift), Begnungsgefecht (es gibt eine Basis in der Mitte) und Standardgefecht (beide Teams haben eine Basis). Bei allen 3 Modi gewinnt, wer die (gegnerische) Basis eingenommen hat oder alle feindlichen Panzer zerstört hat.WoT1

Vor dem Kampf kann man seinen Panzer auch noch mit Gadgets ausrüsten, wie beispielsweise Getränke. Diese erhöhen die Leistung der Crew um einen gewissen Prozentsatz. Oder das Tarnnetz, welches bei stehendem Panzer die Tarnung erhöht und man damit schlechter sichtbar für den Gegner ist.

Die verschiedenen Panzertypen spielen sich dabei sehr unterschiedlich, Ein Aufklärer beispielsweise rast mit hoher Geschwindigkeit über die hübsch gestalteten Karten, aber überlebt meist nicht mehr als 2 oder 3 Treffer. Die schweren Panzer dagegen wälzen sich gemächlich dem Gegner entgegen, aber halten teilweise sehr viele Treffer aus und können auch anständig austeilen.  Bei der Artillerie parkt man meistens nahe der eigenen Basis und wechselt auf eine Art Satellitenkarten nach Tastendruck. Damit erfasst man dann weit entfernte, vom eigenen Team aufgeklärte, Fahrzeuge und nimmt sie unter Feuer. Da sie die höchste Feuerkraft haben, sind Treffer meistens verheerend, aber das Nachladen dauert eine halbe Ewigkeit und sie sind im Nahkampf beinahe wehrlos.

Die Kämpfe dauern meistens nicht länger als 10 Minuten, jedoch maximal 15 Minuten. Nach dem Kampf bekommt man noch unter Umständen Medaille für Leistungen.

Mein Fazit

World of Tanks spiele ich mittlerweile schon seit der Beta vor rund 2 Jahren, natürlich mit längeren Unterbrechungen. Mir hat das schnelle Spielprinzip sehr gefallen, da die Runden meistens sehr schnell und intensiv sind. Das Erforschen neuer Panzer weckt ein wenig den Sammeltrieb, den man teilweise aus Spielen wie Diablo kennt. Mit der Zeit wird man auch ein richtiger Experte was Panzer angeht, denn das Spiel simuliert halbwegs realistisch Aufprallwinkel und Durchschlagskraft der Geschosse. So muss man gerade auf der höheren Stufe schon genau wissen, wo man seinen Gegner am besten treffen muss.

Auch was die Balance angeht bin ich eigentlich recht zufrieden, da der Entwickler ständig daran schraubt und es ausbessert. Das Spiel wird auch ständig mit neuem Inhalt versorgt, wie beispielsweise neuen Panzern oder sogar neuen Nationen. So hat man stehts etwas Neues, was man sich erspielen kann. Die Grafik an sich ist zwar nicht das beste auf dem Markt, aber sie sieht dennoch hübsch aus. Die Panzermodelle sind mittlerweile sehr schön detailreich. Außerdem werden auch ständig neue Gameplay Features hinzugefügt, wie zum Beispiel neue Karten oder eine Überarbeitung der Physik.

Wenn man eine Vorliebe für die alten Panzer hat, ist man in diesem Spiel auf jeden Fall richtig aufgehoben, auch wenn es keine knallharte Simulation ist, sondern eher ein Arcarde-Spiel. Alle anderen sollten vielleicht auch mal einen Blick darauf werfen, da die PVP-Gefechte meiner Meinung nach sehr spaßig sind.

Anschauen lohnt sich, vor allem da es komplett kostenlos ist. Vielleicht sieht man sich ja demnächst auf dem Schlachtfeld? 😉

 

Geschrieben von : Sebastian

29 Jahre alt mit großer Leidenschaft für Videospiele, gebürtiger Mittelhesse und Träumer. Fan von virtuellen Abenteuern seit frühster Kindheit und unverbesserlicher Optimist.Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will findet Gründe!Fragen? Anregungen? Sonstiges? Kontakt: redaktion@karasugames.de

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