Angespielt – Habitat: A Thousand Generations In Orbit

Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer eines zusammengebastelten Schrotthaufens bestehend aus dem bewaffneten Kopf der Freiheitsstatue,  feuerspeienden T-Rex Köpfen und allen anderen möglichen Arten von Schrott, die nach einem Angriff auf die Erde durch Nano-Wolken im Orbit herumtreiben. Die Erde soll evakuiert werden, also ist es die Aufgabe des Spielers ein möglichst großes Habitat im Weltraum aufzubauen und dieses natürlich gegen die fiesen Nano-Wolken und andere Gefahren zu vertreidigen.

Das war es auch schon zum größten Teil was die Story angeht in Habitat: A thousand Generations in Orbit und sie steht auch nicht im Mittelpunkt des Spiels. Es geht einzig und allein darum ein funktionierendes fliegendes Habitat zu erschaffen und dazu stehen dem Spieler unzählige Objekte zu Verfügung und der Entwickler 4gency bringt ständig neue Updates mit neuen durchgeknallten Bauteilen heraus.

Zu Beginn schwebt man lediglich mit einem Raumschiff inkl. zwei Booster-Raketen im Orbit der Erde, aber um dieses Schiff herum finden sich bereits unzählige Trümmer und Objekte zum Anbauen. Je größer unser Habitat ist, desto mehr Ressourcen und Astronauten stehen und zur Verfügung. Und diese Objekte sind teilweise mehr als seltsam: wer hätte damit gerechnet im Orbit der Erde Panzer aus dem zweiten Weltkrieg, Fast-Food Läden, Riesenräder und sogar ganze Kreuzfahrtschiffe zu finden? Die Wahl fällt schwer, denn viele der Objekte besitzen Funktionen wie Waffen, lassen das Habitat bei Aktivierung rotieren oder dienen einfach als Bindeglied mit mehren Ankerpunkten.

Expierimentieren und Tüfteln: Habitat: A Thousand Generations In Orbit

Die erste Aufgabe besteht also darin erstmal einen groben Plan des Habitats anzulegen im Kopf und sich danach in der Umgebung umzusehen nach verwendbaren Objekten. Habitat: A Thousand Generations In Orbit verfügt über eine rudimentäre Physik-Simulation. Die unterschiedlichen, angebauten Objekte wirken sich auf die gesamte Stabilität des kompletten Habitats aus. Wer also nicht die Stabilität achtet kann sehr schnell das halbe Konstrukt in mehrere Teile reißen. Dementsprechend muss man also darauf achten, in welche Richtung die Booster-Raketen oder sich rotierende Objekte wie das Riesenrad zeigen – dies beeinflusst besonders bei aktivierten Triebwerken die „Flugbahn“, welche sich halbwegs realistisch verhält. Das Aktivieren von Bauteilen oder das Zünden der Booster-Raketen frisst Ressourcen – darauf muss man also stets ein Auge haben. Wem der Treibstoff ausgeht treibt unter Umständen direkt ins Desaster in Form von Minen oder Asteroiden.

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Als wäre der Bau des Habitats nicht schon anspruchsvoll genug muss man sich auch noch gegen allerlei fiese Fallen und Gegner wehren. Gefühlte 99% der Waffen sind nicht mehr drehbar, sobald sie an das Habitat angeschlossen worden sind. Man sollte sich also genau überlegen, wie man die Waffen ausrichtet. 360°Grad Rundumsicherung oder das Schiff einfach mit Booster-Raketen ausrichten und so die Waffen arretieren? Gerade letztes wird bei zunehmender Größe des Schiffs schwierig. Das Ganze erinnert dabei im Kampf gegen die fiesen Nano-Wolken dann ein wenig an die alten Seeschlachten der Linienschiffe – ausrichten und volle Breitseite. Werden die Waffen erstmal abgefeuert erlebt man ein befriedigendes Effektfeuerwerk. Aber nur allzu oft wird das Habitat beim Versuch sich zu drehen in Stücke gerissen – oder vom Gegner zerschossen. Und schon ist die Rettung der Menschheit wieder einmal verloren.

Irgendwann ist das Trümmefeld aufgebraucht, also muss man das Habitat zum nächsten Trümmerfeld mit all den seltsamen Objekten. Blöd dabei ist nur, dass man auf dem Weg dorthin unter Garantie Asteroiden oder Minenfeldern durchqueren muss. Wehe dem, der seine Waffen nicht sinnvoll angebaut hat. Ein Auge auf die Ressourcen sollte man dabei auch haben.

Fazit vom ersten Eindruck

Habitat: A Thousand Generations In Orbit hat einen ganz eigenen Charme und kann unglaublich motivierend sein. Man fühlt sich regelrecht schuldig, wenn eine wackelige Konstruktion einfach den ersten Stresstests der Bewegung nicht stand hielt. Aber irgendwie packt einem direkt wieder die Motivation ein neues Habitat zu basteln – Tüftler werden Freude daran haben. Auch die vielen schrägen Objekte wie Laswerwaffen und dazugehörige überdimensionale Spiegel, ein bewaffneter Eiffelturm und die ganzen anderen Bauteile sind spaßig und wecken die Freude am Experimentieren. Und genau hier greift der Entdeckertrieb, denn man möchte ständig irgend ein neues Objekt finden und testen.

Auch die Physik des Spiels lädt zum Experimentieren ein. Kleiner Tipp: das Riesenrad eignet sich bestens für abgefahrenes Chaos, wenn richtig angewendet.

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Aber was ist das Spielziel? Aliens töten mit all den verrückten Waffen? Oder einfach nur das perfekt ausbalancierte Habitat erschaffen? So wirklich erschließt es sich mir nicht, aber die ich denke der Mittelweg wäre in Ordnung für den Spielspaß. Wer also Spaß am Tüfteln hat sollte sich Habitat: A Thousand Generations In Orbit auf jeden Fall einmal anschauen. Zwar gibt es noch einige Bugs und vieles ist noch unfertig, aber dafür ist es auch „nur“ eine Early Access Version. Mich jedenfalls hat das Spiel für einige Stunden unterhalten und ich denke die Entwickler von 4gency sind auf dem richtigen Weg. Ich bin jedenfalls gespannt, was sie noch aus dem Spiel machen. Ich denke das Habitat: A Thousand Generations in Orbit auf einem guten Weg ist.

Hoffentlich kommt noch ein Mutliplayer-Modus hinzu, denn ich könnte mir wirklich vorstellen, dass dies zu zweit mit einem Freund eine Menge Spaß machen könnte – miteinander und gegeneinander.

Besonders hervorzuheben hierbei sei, dass sich die Entwickler 4gency sehr bemühen auf das Feedback der Spieler einzugehen und dies auch im Spiel umzusetzen. Sehr lobenswert!

Habitat: A Thousand Generations In Orbit ist derzeit als Early Access Version auf Steam erhältlich. Die finale Version kann sich unter Umständen also von der von mir gespielten Version unterscheiden und spiegelt nicht die finale Qualität wieder.

Geschrieben von : Sebastian

29 Jahre alt mit großer Leidenschaft für Videospiele, gebürtiger Mittelhesse und Träumer. Fan von virtuellen Abenteuern seit frühster Kindheit und unverbesserlicher Optimist.Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will findet Gründe!Fragen? Anregungen? Sonstiges? Kontakt: redaktion@karasugames.de

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