Counter-Strike – Handel und Wetten mit Skins ein Milliardengeschäft

Vor rund 16 Jahren veröffentliche eine recht kleine Hobby-Entwickler Gruppe die Modifikation Counter-Strike für Half Life. Dass diese kleine unscheinbare Mod so populär werden würde hätte wohl damals niemals gedacht. Jedoch gehört Counter-Strike zu den Spielen, die das eSport Zeitalter einläuteten und zu den populärsten Spielen überhaupt zählen. Events und Tuniere schaffen es mittlerweile ganze Stadien mit Fans zu füllen und die Stars der Szene verdienen beinahe so viel wie Fußball Stars. Sogar die ProSiebenSat1 Gruppe springt nun auf den Zug auf und wird zukünftig den eSport ins Programm aufnehmen, wenn auch nur auf einem der kleineren Kanäle.

Bei einer derartig großen Beliebtheit war es natürlich nur eine Frage der Zeit bis Wetten auf Turniere und Spieler ebenfalls populär werden. Manche schließen Sportwetten auf Fußball ab, andere spielen Eurojackpot und nun wettet man eben auch auf Counter-Strike Spiele. Neben dem üblichen Wetten via gängigen Währungen bietet der Handelsplatz von Steam auch noch eine weitere Möglichkeit zu wetten – und zwar mit den sogenannten Skins für Waffen.

Illegale Sportwetten?

Bei den Skins handelt es sich um nichts anderes als Texturen für die im Spiel vorhandenen Ballermänner, welche man aus speziellen Lootboxen innerhalb des Spiels erlangen kann (gekoppelt mit dem Erwerb von dazugehörigen Schlüsseln, die man via Steam Marktplatz gegen Geld erwerben kann). Je seltener das Skin ist desto mehr Geld ist es auf dem Marktplatz wert. Somit besitzen diese Skins einen tatsächlichen Wert und eigenen sich für Wetten.

csgo

Skins haben teilweise sehr hohe Preise

Natürlich dauerte es nicht lang bis die ersten Plattformen im Netz auftauchten, die Wetten mit Skins ermöglichten. Laut einem Bericht von Bloomberg.com wurden im Jahr 2015 Waffenskins im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar als Wette eingesetzt. Problematisch daran ist, dass sich diese Wettsysteme jeglichen stattlichen Kontrolle und sind für minderjährige frei zugänglich. Somit wäre der Stafbestand der illegalen Sportwetten in mehreren Ländern theoretisch erfüllt.

Valve (die Firma hinter Steam und Counter-Strike) unternehmen jedoch keinerlei Schritte dem Einhalt zu gebieten oder dieses System in geregelte Bahnen zu lenken. Verständlich, denn bei Käufen auf den Steam Handelsplatz kassiert Valve 15% vom Verkauf und verdient somit daran mit. Valve selbst bietet allerdings keine Sportwetten an und ist somit nicht direkt daran beteiligt.

Geschrieben von : Sebastian

29 Jahre alt mit großer Leidenschaft für Videospiele, gebürtiger Mittelhesse und Träumer. Fan von virtuellen Abenteuern seit frühster Kindheit und unverbesserlicher Optimist.Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will findet Gründe!Fragen? Anregungen? Sonstiges? Kontakt: redaktion@karasugames.de

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