No Man’s Sky – überraschende und interessante Neuvorstellung

Vorgestellt während der VGX (Spike Video Game Awards) zauberte No Man’s Sky viele Fragezeichen auf die Gesichter vieler Menschen, aber gleichzeitig wurde auch die Neugier entfacht. Man wusste bei dem relativ simplen Trailer nicht, um was für eine Art Spiel es sich denn nun dabei handelt. Weltraum-Action? Exploration? Vielleicht nur eine Grafikdemo? Die Entwickler haben die Zuschauer erstmal im Dunkeln gelassen, denn der Trailer warf mehr Fragen auf als er beantwortete.

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„We want the future to be cool again“ David Reem, Creative Director (Hello Games)

In den letzten Jahren war SciFi in Videospielen vor allem eins: düster. Der Trend zur dunklen, dystopischen Zukunft. Das Team störte sich ein wenig daran, das man oftmals nur finstere SciFi Settings vor sich hatte, die oftmals nur graue und feindliche Welten zeigten voller zerstörten Städten und Welten. Auf Anhieb könnte ich da sicherlich einige Titel nennen, die wunderbar in genau dieses Schema passen würden und wenn man genauer darüber nachdenkt ist diese Art von Umgebung oder Story wirklich schon sehr oft zum Einsatz kam. Erinnert mich tatsächlich ein wenig an das ausgelutschte zweiter Weltkrieg Thema bei den Ego-Shootern vor einigen Jahren.

Hello Games verfolgt mit No Man’s Sky tatsächlich einen ganze anderen Ansatz – wie auch so viele andere Entwickler auch merken sie an, dass ihr Projekt in keine Kategorie passt. Und das ist es vielleicht sogar auch nahe an der Wahrheit in diesem Fall. Man verschreibt sich hier der anderen Art von Science Fiction: die freundlichere Zukunft, die einen dazu einlädt all die Wunder des Universums zu erkunden und nicht durch irgendwelche zerstörten und dunklen Städte wandern. Es Art Entdeckungsreise quer durch fantastische Landschaften und den Weltraum. Klingt jedenfalls schon einmal sehr interessant.

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Exploration? Crafting? Viele Fragen, aber nur wenige Antworten

Gegenüber dem Magazin RPS äußerte sich der Creative Director darüber, was denn nun No Man’s Land genau sei und tatsächlich fällt die Einordnung wohl schwer. Der Entwickler bezeichnet das Spiel als eine Mischung aus Minecraft, Dark Souls stellenweise und sogar DayZ und Journey. Als ungefähres Ziel des Spiels benannte er die Reise vom Ende der Galaxie zum Zentrum selbiger. Dabei sollen die Planeten und die Umgebung immer seltsamer (mutierter) und gefährlicher werden. Der im Trailer gezeigte Ausschnitt zeigt dabei einen Planeten, der sich am Rande der Galaxie befindet und erdähnlich sei (abgesehen vom roten Gras natürlich). Man wählte diesen bewusst für das Video, da die Umgebung und die dortigen Tiere bzw. Fische kein allzu fremdartiges Gefühl aufkommen gelassen haben.

Allerdings legt David Reem (Creative Director) großen Wert darauf, dass man sein Projekt nicht einfach „Minecraft in Space“ nennen würde. Laut dem Entwickler Team ist jedes einzelne, virtuelle Atom prozedural erstellt werden.  Sperriger Begriff, bedeutet aber im Grunde, dass alles quasi per Zufall vom Spiel berechnet wird. Allerdings wurde dem Programm vorher „beigebracht“, wie eine Landschaft / Planet oder Objekte aussehen können. Mit diesem Baukasten erstellt das Programm danach selbstständig eigene Welten, die dabei auch noch sinnvolles Gelände und mehr bieten sollen. Laut dem Team bestehend aus 4 Köpfen kann jeder Planet verändert werden, was auch für andere Spieler sichtbar und vor allem überdauern soll (Keine Resets). Jedes mal, wenn ein Spieler einen neuen Planeten durch seine Anwesenheit erschafft, wird dieser auch für alle anderen Spieler erstellt. Interessanter Aspekt.

Raum- / Bodenkampf und Release

Viele Infos zum Thema Raum- und Bodenkampf in No Man’s Sky gab es allerdings nicht. Man bestätigte allerdings, dass es Teil des Spiels sein wird. Aber wie genau es aussehen wird bleibt weiterhin ein Geheimnis. Jedenfalls konnte man im Video Raumjäger in Aktion erleben.Ob man tatsächlich einfach vom Planeten abheben kann und ins All fliegen ohne Ladebildschirm bleibt ebenfalls unklar.

Auch zum Release und den Plattformen schwieg man sich mehr oder weniger aus. Ein simples „on Next Gen“ kam nur als Anwort, aber sicherlich wird der PC ebenfalls bedient werden.

Jedenfalls macht das bisher gezeigte Lust auf mehr und ich denke man sollte No Man’s Sky im Auge behalten.

Und wie es das Video schon direkt am Anfang sagt: Jeder Planet ist einzigartig – Jeder Planet ist unentdeckt. Ich hoffe, dass es auch Spaß macht diese Planeten zu entdecken.

Geschrieben von : Sebastian

29 Jahre alt mit großer Leidenschaft für Videospiele, gebürtiger Mittelhesse und Träumer. Fan von virtuellen Abenteuern seit frühster Kindheit und unverbesserlicher Optimist.Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will findet Gründe!Fragen? Anregungen? Sonstiges? Kontakt: redaktion@karasugames.de

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