Tacens Mars Gaming MM1 Maus im Test

Gamer greifen oft und gern sehr tief in die Tasche für passende Gaming-Peripherie. Gerade bei Mäusen oder Tastaturen gehen die Preise für hochwertige Produkte teilweise über 100 Euro. Ein teurer Spaß also und längst nicht jeder ist dazu bereit so viel Geld in derartige Geräte zu investieren. Genau deswegen hat sich mittlerweile eine Nische im niedrigeren Preisbereich entwickelt. Vor kurzem trudelte ein Testmuster der Mars Gaming MM1 Maus bei uns ein und wir haben einmal getestet, ob günstig direkt auch minderwertig bedeutet. In unserem Test versuchen wir zu klären was der günstige Nager leistet und ob er zum Spielen geeignet ist und ob eine Maus mit einem Preis von unter 30 Euro überzeugen kann.

Mars Gaming MM1

Ausstattung

Wie eingangs erwähnt ist die Tacens Mars Gaming MM1 für unter 30 Euro erhältlich, man sollte also seine Erwartungen von Anfang an nicht zu hoch stecken. Neben der Maus selbst gibt es keinerlei Zubehör oder Dokumentationen für die Maus, was auch gar nicht nötig ist. Treiber benötigt die Gaming Maus nicht und auch die Installation ist denkbar einfach: USB-Kabel verbinden uns schon wird die Maus direkt von jedem Windows- / Linux PC und Mac erkannt.

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Beschreibungen und ähnliches sucht man vergebens, was aber wie gesagt letztendlich egal ist. Sonderlich viel mehr Ausstattung liegt anderen Mäusen aus nicht bei. Alle wichtigen Informationen stehen ohnehin auf der Rückseite der Verpackung.

Es soll ja Leute geben, die die Verpackungen gerne ins Regal stellen und aufbewahren. Die Verpackung der MM1 Maus kann sich dort auf jeden Fall sehen lassen.

Optik, Ergonomie und Materialien

Auf den ersten Blick erinnerte mich die Maus ein wenig an den aktuellen Lamborghini Aventador und folgt damit dem Mantra anderer Gaming-Mäuße – aggressive Optik. Das Design ist Mars Gaming auf jeden Fall gelungen meiner Meinung nach, wobei dies natürlich pure Geschmackssache ist. Jedoch würde man auf den ersten Blick nicht vermuten, dass es sich hierbei um eine günstige Gaming Maus handelt.

Die Mars Gaming MM1 Maus besteht natürlich äußerlich komplett aus diversen Plastikmaterialien. Der komplette Rücken der Maus inkl. rechter und linker Maustaste besteht dabei aus einem Plastik, dass an eine Art Gummi erinnert. Es fühlt sich relativ hochwertig an und man hat das Gefühl, man habe die Maus gut im Griff.

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Ausgestattet ist die Maus mit 6 Tasten: Mausrad, 2 Seitentasten, linke und rechte Maustaste und einen DPI-Umschalter. Die Druckpunkte aller Tasten sind in Ordnung, jedoch ist die Maus beim Klicken verhältnismäßig laut – aber das ist Meckern auf hohen Niveau. Das drehen des Mausrad gibt ein gutes Feedback, allerdings ist das Mausrad meiner Meinung nach nicht sonderlich hochwertig verarbeitet und es lässt sich schwer einschätzen, wie lange es durchhalten wird.

Das geflochtene  USB-Kabel mit vergoldetem Stecker ist 2 Meter lang und somit lang genug für (fast) jeden Schreibtisch. Wie sich das Kabel auf lange Zeit schlägt ist schwer abzuschätzen, aber die geflochtene Verarbeitung des Kabels sorgt normalerweise für Langlebigkeit und Schutz vor Abrieb.

Auf der Unterseite der Maus befinden sich 4 Teflon-Füße. Getestet habe ich die Maus dabei auf einem Mauspad und einem Holztisch. Beim Bewegen der Maus spürt man zumindest auf dem Mauspad einen Widerstand – sie gleitet gefühlt etwas schwerfällig. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn das Handling der Maus ist durchaus in Ordnung. Das Gewicht mit ca. 100g ist auch in Ordnung – die Maus ist nicht zu schwer und nicht zu leicht.

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Unterhalb des Mausrads befindet sich ein Knopf zum Umschalten des DPI-Wertes. Abhängig vom ausgewählten Wert verändert sich die Beleuchtung des Mausrades und des Knopfes selbst. Auf dem Rücken der Maus befindet sich ein beleuchteter Schriftzug des Mars Logos. Auch das hat mich wiederum überrascht, da ich derartige optische Eyecatcher nur von den teuren Mäusen gewöhnt bin.

Aber einen Kritikpunkt gibt es dann doch. An den Seiten wird eine Art angerautes Plastik verwendet. Zwar ist dies griffig und verhindert das Abrutschen mit dem Daumen, aber es wirkt halbwegs billig. Dennoch erfüllt es seinen Zweck, dann man hat die Maus gut im Griff. Auch die beiden Tasten an der Seite sind relativ gut erreichbar.

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Durch die symmetrische Bauweise der Mars Gaming MM1 Maus ist das Eingabegerät auch für Linkshänder geeignet, jedoch sind dann die Seitentasten nur noch bedingt bedienbar über die linke Hand. Für Rechtshänder sind aber alle Tasten gut erreichbar.

An den Seiten befinden sich kleine Kanten, auf denen man theoretisch den Daumen und den kleinen Finger ablegen bzw. stützen kann. Ein kleiner Kniff der dafür sorgt, dass die Hand auch bei längerem Spielen nicht ermüdet.

Meine Hand ist klein bis mittelgroß, aber ich denke das auch Menschen mit großen Händen wunderbar mit der Maus zurecht kommen würden.

 

Technik

In der Mars Gaming MM1 Maus ist ein optischer Sensor verbaut und arbeitet mit Abtastrate von 400 bis maximal 3200 DPI bei einer 1000Hz Polling-Rate. Durch Knopfdruck kann man hierbei umschalten zwischen 400 / 800 / 1600 und 3200 DPI während des Spielens. Derartige Funktionen sind äußerst nützlich, gerade wenn man Ego-Shooter spielt. In der Praxis funktionierte das Umschalten reibungslos. Da das Mausrad und der DPI Knopf selbst beleuchtet ist bekommt man sogar ein optisches Feedback für den jeweiligen DPI Modus. Hat man sich erstmal eingeprägt für welchen DPI-Wert die Farben jeweils stehen erkennt man auf einen Blick in welchem Modus man sich befindet.

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Bei optischen Mäusen wird oftmals die Lift-Off-Distance bemängelt. Hierbei handelt es sich um einen Effekt, der mit dem optischen Laser verbunden ist. Hebt man die Maus vom Schreibtisch ab registrieren die Mäuse dennoch die Bewegung. Daraus resultiert, dass beispielsweise beim Umsetzen der Maus beim Scrollen und dem damit verbundenem Anheben der Cursor leicht verzieht. Meistens verzieht der Cursor dabei nach oben hin weg. Gerade bei billigeren Mäusen ist es oftmals ein Problem, da die Lift-Off-Distance recht hoch ist und der Mauszeiger dabei total verzieht. Bei der Mars Gaming MM1 hatte ich dieses Problem nicht, denn es war kaum auffällig. Die Distanz zwischen Sensor und Oberfläche betrug dabei rund 5mm – durchschnittlich.

Auch das Abtasten selbst funktionierte auf beiden Oberflächen (Holztisch und Mauspad) ohne Probleme. Die Maus lässt sich gut bedienen und arbeitet präzise.

Treiber benötigt die Maus keine. Von der technischen Seite gibt es bei der Mars Gaming MM1 nichts zu meckern, auch wenn teurere Mäuse noch eine Spur präziser arbeiten. Aber für den Preis ist das mehr als angemessen, was Mars Gaming hier bietet.

Mein Fazit zur Mars Gaming MM1 Maus

Rein subjektiv gesehen habe ich mich mit dem Test zur Mars Gaming MM1 Maus etwas schwer getan. Das liegt aber einfach daran, dass ich eben die Eingabegeräte aus der höheren Preiskategorie gewöhnt bin und privat nutze. Also musste die Maus des spanischen Herstellers Tacens erstmal einige Barrieren bei mir überwinden.

Optisch gesehen sagte mir die Maus jedoch auf den ersten Blick zu, da man sich beim Design wirklich Mühe gegeben hat. Die verwendeten Materialien schwanken dabei zwischen hochwertig und günstig. Dennoch ist die Maus gut verarbeitet und wirkt auf keinen Fall billig. Man hat jedenfalls nicht das Gefühl eine billige Maus in der Hand zu halten.

Beim Handling überraschte mich die Mars Gaming MM1 Maus dann doch sehr, da die Maus tatsächlich sehr präzise reagierte und gerade in den Ego-Shootern eine gute Form machte. Auch hier muss man stellenweise Abstriche bei der Performance machen, diese fallen aber kaum ins Gewicht.

Die Ergonomie der Maus fällt ebenfalls gut aus – selbst nach längeren Sessions hatte ich keine großartigen Ermüdungserscheinungen meiner Hand festgestellt.

Bedenkt man nun den geringen Preis der Maus ist die Mars Gaming MM1 Maus auf jeden Fall eine Überraschung. In der Praxis schlägt sie sich viel besser als erwartet und sieht nicht billig aus.

Deswegen lautet mein Fazit: Wer nicht viel für eine Maus ausgeben möchte könnte mit der MM1 auf jeden Fall glücklich werden, wenn man die Abstriche beim verwendeten Material verschmerzen kann. In der unteren Preisklasse wird man nur schwer eine bessere Maus finden. Gegenüber der oberen Preisklasse zieht die Mars Gaming MM1 jedoch den kürzeren.

Sparfüchse können hier bedenkenlos zuschlagen, denn die Maus ist auf jeden Fall fürs Gaming geeignet.

 

Datenblatt:

  • Optischer Sensor mit bis zu 3200 DPI
  • 1000Hz Polling-Rate
  • 2 Meter geflochtenes USB-Kabel (vergoldet)
  • 6 Tasten
  • Mausrad und DPI Knopf beleuchtet
  • 4 Teflon Gleitfüße
  • Lift Off Distance ca. 5mm
  • Maße: ca. 11x7cm (Länge x Breite)
  • Gewicht: ca. 100g

 

Die Maus wurde uns freundlicherweise von www.field-store.de zur Verfügung gestellt. 

 

Geschrieben von : Sebastian

29 Jahre alt mit großer Leidenschaft für Videospiele, gebürtiger Mittelhesse und Träumer. Fan von virtuellen Abenteuern seit frühster Kindheit und unverbesserlicher Optimist.Wer etwas will, findet Wege! Wer etwas nicht will findet Gründe!Fragen? Anregungen? Sonstiges? Kontakt: redaktion@karasugames.de

2 Kommentare vorhanden

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  1. Christos 5. August 2014 | Antworten

    Toller Beitrag! Vor allem deine Bilder gefallen mir sehr.
    Ich habe gestern/vorgestern auch einen Beitrag über die TACENS Gaming Maus, bzw. das Gaming Headset veröffentlicht. Ich würde mich sehr über dein Feedback zum Beitrag, bzw. Video freuen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Christos von Webswitch

  2. Pingback: Tacens Mars Gaming MH1 Headset im Test « KarasuGames 7. September 2014

    […] einigen Tagen haben wir bereits die Tacens Mars Gamging MM1 Maus getestet. Nun folgt der Test zum ebenfalls aus Europa kommendem Tacens Mars Gamging MH1 Headset. […]

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