Patch 0.49 bringt Neuerungen in DayZ und behebt einige Probleme

Sehr bald schon soll der Patch 0.49 für DayZ erscheinen und bringt einige Neuerungen und viele Verbesserungen für das äußerst beliebte Survival Game mit. Eigentlich sollte der Patch bereits vor 2 Wochen erscheinen, jedoch wurde die Veröffentlichung 2 mal verschoben. Grund dafür war schlicht und ergreifend die umfangreiche Qualitätssicherung – der Patch kam nicht durch die Prüfung wegen diverser Fehler und ähnlichen Dingen.

Nun ist es aber bald so weit und die Fans von DayZ können sich demnächst über neue Inhalte freuen.  Jedoch sollte man sich von seinem Charakter schon mal verabschieden, denn mit dem umfangreichen Patch wird es einen Hive-Reset geben – die Charaktere werden gelöscht und man darf von vorne anfangen.

Gartenbau und die Selbstständigkeit in der Wildnis

Die wohl größte Neuerung an dem Patch ist das neue Gartenbausystem. Allerdings steht noch nicht ganz fest, welche Möglichkeiten mit dem Patch 0.49 diesbezüglich bereits zugänglich sind.  Man wird dies wohl erst herausfinden, wenn der Patch live geht. Sonderlich viele Infos gibt es dazu jedenfalls noch nicht. Wie der Lead-Designer von DayZ etwas näher auf dieses Feature ein.

Seine Vision ist es, dass die Spieler sich selbst versorgen können und somit Städte und Ansiedlungen meiden können. Durch den Gartenbau sollen sich Spieler selbst Nahrung beschaffen können. Aber man soll auch eigene Kleidung aus Leder und Wolle herstellen können. Rucksäcke und Bögen samt Pfeilen kann bereits selbst herstellen. Ein autarkes Leben abseits der Städte klingt jedenfalls interessant und bietet Raum für neue Spielansätze.

Auch die Tier-KI soll überarbeitet worden sein und etwas realistischer agieren. Außerdem wurden die Animationen der tierischen Einwohner von Chenarus überarbeitet und verbessert. Es wird aber auch einige neue Animationen für die Spieler-Charaktere geben samt Verbesserungen bzw. Bugfixes. Einige neue Kleidungsstücke finden ebenfalls den Weg ins Spiel mit dem Patch 0.49

Nahkampf, Wetter und die Türen

Das bisherige Nahkampf-System in DayZ war eher schlecht gestaltet, aber laut dem Lead-Designer soll sich auch dies nun ändern. Man erhalte nun besseres Feedback und auch das Verfehlen sei quasi nicht mehr möglich – es sei denn man ist zu weit vom Ziel entfernt oder haut wirklich komplett daneben. Die Treffer-Erkennung soll deutlich überarbeitet worden sein. Somit sollte nun hoffentlich das Abwehren von Zombie-Angriffen einfacher ausfallen und nicht mehr so holprig sein.

Das Wettersystem findet ebenfalls Einzug in DayZ mit dem Patch. Das Wetter hat Auswirkungen auf den Spiel-Charakter und führt somit zu Erkrankungen unter Umständen. Fortan muss man darauf bedacht sein, den Charakter warm und vor allem trocken zu halten. Wer erstmal krank wird bekommt schnell Probleme, da medizinische Vorräte knapp bemessen sind. Im Chatfenster erhält man fortan Meldungen über den Zustand des Charakter (Hitze und Kälte).

Türen über mehrere Stockwerke hinweg öffnen und schließen zu können wird mit dem Patch 0.49 auch der Vergangenheit angehören. Man habe sich dieser Problematik angenommen und kann nach dem Patch Türen nur noch auf der selben Etage öffnen / schließen. Die ewige  Fummelei in Häusern mit mehreren Stockwerken sollte nun also der Vergangenheit angehören.

Ausblick auf die Zukunft und Tools für die Entwickler

Im Hintergrund gibt es für die Entwickler selbst auch einige Fortschritte, da sie nun Zugang zu erweiterten Statistiken bezüglich Item-Spawn und Spieldaten erhalten. Diese Daten fließen wohl in die Änderungen an der zentralen Loot-Ökonomie ein.

Es gab allerdings auch schon einen kleinen Ausblick auf die kommenden Patches. Neben neuen Waffen wie beispielsweise der Rossi R92 und der Mp133 (beide bereits fast fertiggestellt) wird man auch weiterhin an Fahrzeugen und austauschbaren Objekten fortgeführt werden. Auch die Zombies sollen durch neue Zombies (KI) ersetzt werden im Laufe der Zeit, da die bisherigen unzureichend agieren wohl.

 

Quelle: dayz.com

Wenn aus ARMA 2 und 3 ernst wird

ARMA (Armed Assault) 2 und 3 sind den meisten Spielern ein Begriff, basiert doch das mehr als nur erfolgreiche DayZ auf dem Grundgerüst von ARMA 2. Der Militär-Simulator war die letzten beiden Jahre ständig in den Top 20 von Steam vertreten und der Vorgänger Operation Flashpoint war vor über 10 Jahren ebenfalls ein bahnbrechender Erfolg. In den Singleplayer Kampagnen der diversen Ableger ging es stets um fiktive Konflikte zwischen NATO und russischen Verbänden und man kam verhältnismäßig realistische Kämpfe zu sehen. Armed Assault ist quasi der einzige Vertreter dieses Genres.

Hinter dem spielerischem Vergnügen steckt aber mehr als man denkt. Denn mit der Engine bzw. dem stark modifizierten Gerüst von ARMA werden in einigen Ländern Soldaten ausgebildet für spezielle Kampfsituationen – und das ist sogar von der NATO zertifiziert. Bezeichnet wird dieses Programm logischerweise nicht als Armed Assault, sondern trägt den martialischen Titel Virtual Battlespace 3. Eingesetzt wird das Trainingsprogramm unter anderem in den USA, Norwegen, Polen und Frankreich. Auch deutsche Soldaten trainieren am französischen Simulator. Entwickelt wird Virtual Battlespace von einem Ableger von Bohemia Interactive – nämlich von Bohemia Interactive Simulations. Beide Studios haben ihren Hauptsitz in Prag.

Des einen Freud, ist des anderen Simulator

Es ist schon ein wenig erschreckend, wenn man bedenkt wie nahe sich Realität und Spielvergnügen hier kommen. Während man abends mit Freunden am PC sitzt und gemütlich eine Runde ARMA 3 spielt, werden irgendwo anders zu selben Zeit Soldaten mit dem selben „Spiel“ ausgebildet. Die USA verwenden das Programm schon seit Anfang der 2000er Jahre.

Beeindruckend ist die Simulatorentechnik jedoch schon und wahrscheinlich wird sich der ein oder andere Gamer ein derartiges System auch für das heimische Wohnzimmer wünschen. Denn die Soldaten trainieren auf einer 4×2,2 Meter breiten, gebogenen Leinwand die eine 180°C Darstellung ermöglicht. Kombiniert mit der Helmkamera ergeben sich 360° Rundumsicht. Im gezeigten Video trainieren Soldaten beispielsweise den Umgang mit Laserzielgeräten während ihrer FAC-Ausbildung (Forward Air Controller) – der Simulator selbst wird als SIMFAC bezeichnet.

Leicht abstrakt wird das gezeigte Video schon, da man ähnliche Szenen auch aus den Einzelspielermissionen von ARMA 2 und 3 kennt. Das Sprichwort „Wenn aus Spaß ernst wird“ trifft hier wohl zu. Mich jedenfalls beschlich ein seltsames Gefühl beim Betrachten, da ich bereits öfter die Ableger der Serie spielte, auch wenn es sich dabei eigentlich um zwei unterschiedliche Produkte handelt, die lediglich das selbe Gerüst haben. Sonderlich pazifistisch wird man allerdings sowieso nicht eingestellt sein, wenn man die Spiele der ARMA Serie spielt.