Sim City – Offline Modus kommt endlich

Sim City legte wahrlich keinen Start hin beim Release vor einigen Monaten – unzählige Bugs, Online-Zwang und dann auch noch eine dubiose DLC Politik. Gerade der Online-Zwang erzürnte viele Spieler, die einfach nur in Ruhe vor sich hinbauen wollten. Verstärkt wurde dieser Kritikpunkt dann auch noch, als sogar Tage nach dem Release die Login-Server schlicht nicht erreichbar waren. Man konnte nur mit Glück zum Spielen kommen, selbst wenn man nur allein für sich bauen wollte.

Nun wurden die Gebete der Spieler doch endlich erhöht. Es ist offiziell: mit dem kostenlosen Update 10 erhält Sim City einen Offline Modus. In seinem Beitrag zu dem Thema ging  Patrick Buechner (General Manager des Maxis Emeryville Studio) dabei genauer darauf ein, was die Spieler erwarten wird. Derzeit sei das Feature noch in der Testphase und werde auf Herz und Nieren geprüft und würde erst veröffentlicht werden, sobald es reibungslos funktioniere. Das Update fügt Sim City einen Offline-Modus bzw. Einzelspielermodus hinzu, bei dem alle Daten lokal gespeichert werden und frei geladen und gesichert werden können. Man wolle den Modus demnächst in einem weiteren Beitrag genauer vorstellen. Der Online-Modus bleibt dabei unberührt.

Mit der Einzelspieler öffnet Maxis auch zeitgleich die Tore für Modder, die nun eigene Inhalte entwickeln können ohne dabei die Integrität des Spiels zu stören (im Online-Modus). Dies sind generell gute Neuigkeiten, aber ich frage mich da wieso das erst jetzt nach fast einem Jahr kommt? Ich denke das es ein wenig zu spät dafür ist mittlerweile.

Sim City gewinnt Anti-Award

Der Release von Sim City vor einigen Monaten wird vielen Gamern noch in Erinnerung sein und wohl auch bleiben. Die Veröffentlichung des Spiels ist grandios gescheitert, da der nerviger Always-On Schutz gekoppelt mit überlasteten Login-Servern dazu führte, dass (fast) niemand spielen konnte die ersten Tage. Trotz diverser Stress-Tests vorab gelang es EA und dem Team von Sim City nicht, für den Erscheinungstag genug Kapazitäten zu schaffen. Dies führte zu massiven Kritik gegenüber dem Always-On Kopierschutz, der äußerst unbeliebt ist bei vielen Spielen.

Nachdem Sim City genug Spott über sich ergehen lassen musste wird nochmal nach getreten – in Form eines Anti-Awards. Sim City ist nun auch noch „stolzer“ Träger des sogenannten Shonky Awards, der jährlich von CHOICE.com vergeben wird. Der australische Flügel von CHOICE ist dabei diesmal Träger des Preises.  Shonky bedeutet auf deutsch übersetzt ungefähr so viel wie fragwürdig, dubios oder schäbig. Gewonnen hat EA in der Kategorie unfaire Geschäftspraktiken, was direkt mit dem äußert misslungenen Start von Sim City vor einigen Monaten zusammenhängt. Allerdings ging es dabei weniger um die Probleme mit den Servern an sich, sondern um den Support.

Support Down Under – unterdurchschnittlicher Kundensupport?

Die Verbraucherorganisation Choice prangert nämlich die Support Hotline von EA für Sim City an. Viele der Kunden nutzen bei den aufgetretenen Problem beim Start des Spiels nämlich den technischen Kundendienst. Allerdings kostete dort ein Anruf in Australien für nur eine Minute umgerechnet 1,70 Euro und das bei einem Spiel was 60-70 Euro gekostet hat. So etwas geht natürlich einfach nicht und deswegen erhielt EA erneut einen Anti-Award, wie schon einige mal zuvor.

Ich denke die Firma braucht sich nicht über ihr schlechtes Image wundern, wenn ständig solche Geschäftspraktiken ans Tageslicht kommen. Man sollte da vielleicht die Strategie überdenken. Die Produkte von EA mögen zwar qualitativ hochwertig sein, aber solche Benachteiligungen von Kunden sind nicht okay meiner Meinung nach. Der Konkurrenz bei Ubisoft hat dies verstanden und versucht in den letzten Monaten das Unternehmen kundenfreundlicher auszurichten – mit Erfolg wie es scheint.