Die Drosselkom und mein Nutzungsverhalten

Vor rund einem Monat verkündete die Telekom, dass man die reinrassigen Flatrates abschaffen werde und die Geschwindigkeit der Kunden bei Überschreitung eines bestimmten Volumens drosseln möchte. Dies wurde auch schon mehrfach hitzig diskutiert und entwickelt sich langsam zu einem PR Super-Gau für das Unternehmen. Besser demontieren kann man das eigene Image wohl nicht.

Jedenfalls bin ich vor kurzem über einen interessanten Aufruf auf einem Blog gestolpert, den ich recht interessant finde. Bei dieser Blogparade (es ist meine erste, an der ich teilnehme) geht es nämlich darum einmal das Nutzungsverhalten unter die Lupe zu nehmen und mal zu überprüfen, wie denn die Pläne der Telekom sich auswirken würden als Nutzer. Ich selbst finde, dass dies ein interessantes Thema ist und man durch die anderen Teilnehmer der Blogparade eine interessante Übersicht bekommen kann und man vielleicht auch sieht, dass eben nicht einfach nur 3% der Kunden von dieser Drosselung betroffen wären, wie der Chef der Telekom (René Obermann) erklärte.

Ich orientiere mich hierbei einfach an den Leitfragen, die vorgegeben worden sind.

 

Was für ein Internet-Paket hast du aktuell? Wie zufrieden bist du damit? Erreichst du auch die Leistung? (speedtest.net)

speedtest

 

Leider bin ich derzeit Kunde bei der Telekom und habe dort das Entertain Comfort Paket mit VDSL 25Mbit/s gewählt. Gerade das Fernsehen über Internet fand ich ziemlich interessant und läuft auch von Anfang an stabil bei mir. Man hatte uns dieses Paket damals mehr oder weniger aufgezwungen, aber auch einige Vergünstigungen angeboten, da wir schon langjährige Bestandskunden der Telekom sind.

Was das Internet selbst angeht bin ich eigentlich auch sehr zufrieden, da die versprochenen Leistungen größtenteils auch gehalten werden. Nur zu Stoßzeiten kommt es hin und wieder vor, dass ich nicht die 25Mb/s erreiche. Es unterschreitet aber nur sehr selten die Grenze von 23Mb/s, weswegen ich auch hier recht zufrieden bin.

Technisch hatten wir auch noch nie wirklich Probleme mit unserem Anschluss, außer höchstens mal ein defekter Router. Aber selbst hier wurde uns ziemlich kulant und vor allem schnell geholfen. Ich weiß zwar, dass viele Leute Probleme mit den Mitarbeitern der Telekom hatten, aber wir hatten da nie wirklich Probleme. Meistens lief alles reibungslos und auch immer zu unseren Gunsten ab.

Was den Upload angeht kann ich nicht so sonderlich viel dazu sagen, da ich schlicht sehr selten mal größere Daten verschicke oder hochlade. Aber negativ ist mir da nichts aufgefallen bisher. Wechseln würde ich also nicht wollen, aber sollte die Telekom an ihrerem Regulierungswahn festhalten, werde ich wohl oder übel einen neuen Anbieter suchen müssen. Die Begründung dafür folgt im nächsten Abschnitt.

Wie ist dein Netzverhalten? Welche Dienste nutzt du? Was verursacht bei dir viel Traffic? Wie viel Gigabyte verbrauchst du im Monat?

Wie man zweifelsohne schon am Namen meines Blogs sehen kann, sind Games ein großes Hobby von mir und wird wohl auch mit Abstand den meisten Traffic bei mir verursachen. Ich habe es zwar nicht direkt bei mir gemessen, aber diverse Online-Spiele wie beispielsweise World of Warcraft verursachen laut einigen Aussagen im Internet durchaus zwischen 15 und 70 Megabyte Traffic pro Stunde. Hier mausert sich dann am Ende des Monats schon durchaus ein hoher Wert zusammen und außerdem gibt es für Spiele häufig Patches, die mehrere Hundert Megabyte umfassen können – oder wie im Falle von Planetside 2 auch schon mal 2 Gigabyte. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die digitale Distribution von Spielen mittlerweile schon fast den normalen Handel abgelöst hat, muss man oftmals zwangsläufig Spiele aus dem Internet herunterladen von diversen Plattformen wie beispielsweise Steam.

Große Downloads bei Spielen
Große Downloads bei Spielen

Und das würde einem Telekom-Kunden auch schon ziemlich das Genick brechen, was die Drosselung angeht. Ich habe diese Woche meinen PC mal wieder neu aufgespielt und musste natürlich auch einige Spiele inkl. Patches herunterladen. Guild Wars 2 und World of Warcraft haben zusammen 39 Gigabyte Traffic verursacht, weil ich sie herunterladen musste. Damit wäre fast schon die Hälfte des Volumens verbraucht gewesen, wenn es die Drosselung bereits geben würde.

Neben dem Spielen nutze ich das Internet wie die meisten anderen jungen Menschen auch. Ich nutze Webradios oder kostenpflichtige Musikdienste wie Wimp  ziemlich häufig. Musik läuft also meistens bei mir im Hintergrund und das verursacht auf Dauer ebenfalls eine Menge Traffic.

Da ich gerne auf dem laufenden bleibe was Hardware, Spiele und ähnliches angeht, bin ich sehr häufig auf einschlägig bekannten Videoplattformen und Internetauftritten von Magazinen unterwegs. Hin und wieder schaut man sich dann auch noch Livestreams in HD Qualität an.

Ich brauche jetzt auch gar nicht erst meinen genauen Traffic im Router ablesen, da ich unter Garantie über 100-150 Gigabyte verbrauche jeden Monat. Manchmal sogar eher mehr, deswegen gehöre ich wohl zu diesen ominösen 3%, die der nette Herr Obermann von der Telekom nun in die Schranken weisen möchte.

Wie stehst du zum Thema Telekom und Drosselung? Findest du es ist ein richtiger Schritt und fair?

Eigentlich kann man mich ja als treuen Anhänger der Telekom bezeichnen, oder besser gesagt konnte. Für mich ist dies einfach ein Schritt in Richtung Steinzeit des Mittelalters und ich frage mich, wann denn die Minuten-Abrechnungen wieder zurück kommt. Da ich Kunde bei dem Verein mit dem großen T bin, habe ich mich natürlich sehr mit dem Thema beschäftigt.

Ich denke nicht, dass dies ein fairer oder richtiger Schritt seitens der Telekom ist, gerade wenn man sich Meinungen von Internet-Experten mal näher anschaut. Die Telekom begründet nämlich die Pläne der Regulierung damit, dass man eine konstant gute Geschwindigkeit für alle Nutzer gewährleisten möchte, und die „Vielnutzer“ auch dementsprechend mehr zahlen sollen, weil sie ja die Leitungen auch mehr zum Glühen bringen würden. Sicherlich steigt die Nachfrage für Dienste wie Youtube, Spotify und co. immer mehr, aber ich habe auch schon oft genug gelesen, dass unsere Netze eben doch noch mehr als genug Kapazitäten offen haben. Ob das jetzt stimmt, sei mal dahin gestellt. Aber 10 oder 20 Euro für ein Drosselungsfreies Vergnügen auf die ohnehin schon happigen monatlichen Kosten zu schlagen, ist meiner Meinung nach schon fast Halsabschneiderei.

Ein anderes Zauberwort, was da oft fällt ist ja auch die Netzneutralität. Die Telekom schafft hier nämlich ein Zwei-Klassen-Internet, sowohl für Kunden als auch für Dienstanbieter. Die Telekom will nämlich nicht nur von ihren Kunden kassieren, sondern auch noch Geld für eine Datendurchleitung von Anbietern abkassieren. Die eigenen Dienste wie zB. das Entertain TV-Programm der Telekom wird nämlich nicht auf das Datenvolumen angerechnet. Geht es nach dem Willen des Kommunikationsunternehmens, sollen nämlich andere Anbieter dafür bezahlen, dass ihre Dienste nicht auf die Datenvolumen der Kunden angerechnet werden – man möchte also doppelt abkassieren.

Sicherlich ist es schon fair, wenn Vielnutzer auch mehr zahlen, aber einen solchen Regulierungswahn empfinde ich persönlich einfach nur als dreist und als Abzocke, gerade wenn man nach der Drosselung auch noch 10 oder 20 Euro extra für normales Internet zahlen soll. Ich könnte ja noch halbwegs damit leben, wenn die Geschwindigkeit auf die Hälfte gesenkt wird nach Überschreitung des Vollumens, aber eine Drosselung auf 385 Kilobit ist einfach nur Steinzeit. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Zeiten, wo man manchmal 5 Minuten warten musste bis eine Seite im Internet geladen hat – das ist über 10-15 Jahre her. Back to the roots quasi. 

Der Ausbau des Netzes in Deutschland kostet Unsummen, aber ich denke das dies der falsche Weg ist um es zu finanzieren. Ich stehe dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber und sollte das wirklich mit der Drosselung kommen (man rudert mittlerweile bei der Telekom schon wieder etwas zurück und berufe sich darauf, dynamisch auf den Markt zu reagieren) wird die Telekom mich als Kunden definitiv verlieren.

GTA V Casting

Die GTA-Serie ist ja schon von Anfang an für seinen schrägen Humor und die latente Sozialkritik bekannt. Gerade GTA IV hat nicht an scharfem Humor gegenüber der gegenwärtigen amerikanischen Kultur gespart.

Diesmal nimmt das im September erscheinende Spiel anscheinend Sekten wie Scientology und die Mormonen aufs Korn und bietet Spielern einen Weg, sich im Spiel zu verewigen. Rockstar Games gibt nämlich einigen Spielern die Chance im Spiel aufzutauchen und hat eigens dazu eine fiktive Website der Religion ins Netz gestellt. Neben einigen Informationen über die Epsilonism-Religion (natürlich alles fiktiv und stark gezeichnet von dem typischen Rockstar Humor) gibt es auch die Möglichkeit sich für das Casting zu bewerben. Man hat noch Zeit sich bis zum 27.Mai einzutragen. Und nicht vergessen: die Welt ist erst 157 Jahre alt – Fact!

GTA V wird im September für Playstation 3, xbox 360 und später wahrscheinlich für die Next-Gen Konsolen und den PC erscheinen.

http://youtu.be/K-xuQNQ1SLI

Wii U – Hacks, Zelda und Preissenkung

Eigentlich sollte die Wii U ja Nintendo ins Zeitalter der NextGeneration Konsolen bringen und besonders innovativ sein – ähnlich der Wii. Klappen wollte das irgendwie nicht so Recht und die Konsole ist auch alles andere als innovativ diesmal. Was nicht heißt, dass die Wii U eine schlechte Konsole wäre. Im Gegenteil, es ist eine solide Konsole die auch qualitativ überzeugen kann. Aber leider zeigte sie auch, das Nintendo den anderen beiden großen Konsolenherstellern einfach hinterher hinkt.

Den Multiplayer-Part bzw. die Fähigkeit dazu wurde nämlich von Nintendo die letzten Jahre einfach ignoriert. Zwar ging man jetzt auch diesen Weg, aber man merkt es der Konsole einfach an, dass es Neuland ist für das Unternehmen.

Analysten zeichneten schon unlängst Nintendos Untergang an, da die Konsole sich immer noch schleppend verkauft. Das mag etwas weit hergeholt sein meiner Meinung nach, aber momentan läuft es alles andere als gut für den Hersteller. Die Prognosen der Verkäufe werden ständig nach unten geschraubt und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Mittlerweile wurden sogar die Preise der Konsole bei den Händlern teilweise um 20% gesunken – und das obwohl die Konsole erst vor wenigen Monaten erschien.

Wii U Hack und Offensive

Nintendo geht derweil in die Offensive und versucht laut Branchen-Insidern nun Smartphone-Entwickler für Spiele ins Boot zu holen. Das macht ja auch durchaus Sinn, bietet es sich dank des Gamecontroller mit Touchpad durchaus an. Bestätigt wurde dies zwar noch nicht seitens Nintendo, aber es wurde wohl schon mit der Modifizierung der Software begonnen, um sie kompatibel mit den Smartphone App Techniken zu machen.

Eine weiter bittere Nachricht für das Unternehmen ist auch, dass die Wii U anscheinend mittlerweile komplett gehackt worden ist und die Verschlüsselungen umgangen werden konnte.  Die Macher des Wii-Modchips verkündeten dies vor kurzem im Internet. Außerdem sei es der Gruppe Venom gelungen, die erste ISO von  Marvel Avengers: Battle for Earth im Netz zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, das die Wii U nun Opfer von Software-Piraterie werden wird. Dies wird vielleicht die Verkäufe der Konsole ankurbeln, aber für Spieleentwickler wird die Wii U damit nochmal unattraktiver. Sobald der Kopierschutz erstmal wirksam umgangen wird, wird das Netz mit spielbaren Kopien der Spiele geflutet werden.

Für die Wii U hat man sich auf die Fahnen geschrieben, weg von der „Familienfreundlichen Nische“ zu kommen und diesmal auch Core-Gamer anzusprechen. Durchaus eine gute Idee, aber es gibt schlicht und einfach keine anständigen Spiele. Nichts was Core-Gamer dazu bringen könnte, sich eine Wii U zuzulegen und von den anderen Konsolen bzw. dem PC wegzulocken. Hier besteht dringender Nachholbedarf. Laut Shelly Pearce (PR-Director Nintendo UK) soll in der 2. Jahreshälfte 2013 eine Produkt-Offensive beginnen, da man mehrere Spiele in der Pipeline hat und diese massiv bewerben will.

Das ist alles schön und gut, aber Nintendo sollte sich lieber darauf konzentrieren die großen Nintendo Zugpferde ins Rennen zu schicken. Es gibt immer noch kein Zelda, Metorid Prime oder Mario Kart. Oder ein neues und innovatives Super Mario Spiel. Zwar war Super Mario Bros. für die Wii U ganz ordentlich, aber mehr auch nicht. Es war einfach ein typisches Mario Spiel ohne irgendwelche Innovationen oder große Aha-Effekte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein geniales Zelda eine Menge Leute dazu bringen könnten, sich eine Wii U zu holen. Andere Konsolen hatten auch sehr starke Launchtitel zum Release. Hier hat Nintendo gepatzt und das Spielangebot ist nach fast einem halben Jahr immer noch mehr als mau.

Es wäre wirklich mehr als schade, wenn Nintendo die Wii U wirklich vollends gegen die Wand fahren würde.

Update: Eurogamer hat gemeldet, dass 15 EA Spiele nicht für die Wii U erscheinen werden, darunter Mass Effect 4, Dragon Age 3: Inquistion, Need for Speed 2013 und die kürzlich angekündigten Star Wars Spiele. Grund hierfür sei laut des DICE Technical Directors Johan Andersson, dass die Tests mit der älteren Frostbite 2 Engine nicht gut liefen und die Frostbite 3 Engine gar nicht erst auf der Wii U laufen würde. Die Wii U kommt einfach nicht auf den Negativschlagzeilen heraus, obwohl sie wirklich dringend gute Spiele braucht.

Electronic Arts sichert sich Star Wars Lizenz

Nach dem Verkauf seiner Rechte an Star Wars an Disney und dem Schließen des legendären Spielentwicklers LucasArts war es nur eine Frage der Zeit, bis die Lizenzen für Star Wars Spiele an andere Entwickler verkauft werden. Den Zuschlag dafür sicherte sich nun Electronic Arts, der Publisher der zur schlechtesten Firma Amerikas gewählt worden ist vor kurzem. Gamer sind deswegen momentan ziemlich skeptisch gegenüber dieser Neuigkeit. So stand doch EA vor wenigen Wochen massiv unter Kritik wegen des missglückten Starts von SimCity und dem übertriebenen Gebrauch von DLC-Content für die großen Spiele (Stichwort Dead Space 3 mit seinen 11 DLC direkt am Verkaufstag). Sicherlich werden diese Spiele qualitativ hochwertige Produkte sein, da EA fast nur Triple A Titel auf den Markt bring, aber sonderlich kundenfreundlich ist das Unternehmen durch massive Einschränkungen durch Online-Kopierschutz und der DLC-Politik.

Namhafte Entwickler mit Entwicklung für neue Star Wars Spiele beauftragt

Was viele Spiele wahrscheinlich freuen wird ist, dass DICE unter anderem mit der Entwicklung eines Star Wars Spiels begonnen hat. DICE ist bekannt für die Battlefield-Serie, welche für geniale Multiplayer Shooter steht und sich durch herausragende Grafik-Engines auszeichnet. Eine Neuauflage der beliebten Battlefront Ableger wären also durchaus möglich und von vielen auch gewünscht. Details dazu gaben die Unternehmen leider noch nicht bekannt. Man sollte aber davon ausgehen können, dass dort ein Mulitplayer Shooter entwickelt werden wird. Bestätigt wurde allerdings, dass das Spiel auf der von DICE entworfenen Frostbite 3.0 Engine basieren wird. Eine Star Wars Schlacht mit der Grafik von Battlefield 3 wird vielen Fans wahrscheinlich das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.

Bestätigt wurde außerdem, dass Visceral Games ebenfalls mit der Entwiclkung eines Spiels auf Basis der Forstbite 3.0 Engine begonnen haben. Visceral Games sind unter anderem für die Dead Space Serie verantwortlich und vielleicht könnten sie ein Spiel im Stil von Jedi Knight entwickeln. Auch dies wird sich von vielen Fans sehnlichst herbei gewünscht, da der letzte Teil der Jedi Knight Reihe vor fast genau 10 Jahren erschienen ist.

Laut EA werden sich beide Spiele an Filmen bedienen, aber neue Geschichten und neue Gesichter im Fokus haben. Also wird es wohl kein Wiedersehen mit Kyle Kartan aus Jedi Knight geben und man wird wohl auch nicht in die Rolle von Luke Skywalker und Co. schlüpfen können.

Zu erwähnen sei außerdem, dass Bioware auch Teil des EA Imperiums ist. Bioware entwickelte damals das legendäre Knights of the old Republic, was von vielen immer noch als eines der besten Rollenspiele überhaupt angesehen wird. Star Wars Jünger wünschten sich schon seit Jahren einen weiteren Kotor Titel, welcher aber nie erschien. Bioware entwickelte stattdessen Star Wars: The old Republic. Vielleicht werden ja die Wünsche der Fans nun erhört.

Ich jedenfalls würde mich über Neuauflagen der Serien freuen, da sie für mich zu den besten Spielen überhaupt gehören. Auch trotz angestaubter Grafik.

Metacritic – einflussreiches Wertungsportal analysiert

Metacritic ist die unangefochtene Nummer 1, wenn es um Vergleiche und Durchschnittswertungen von diversen Spielemagazinen geht. Wer bei Steam ein Spiel kauft entdeckt sehr oft die Metacritic-Wertung auf der Shop-Seite. Auch viele Spieler schauen vor dem Kauf eines Spiels bei Metacritic vorbei und informieren sich über die globalen Wertungen und die Durchschnittswertungen von Spielen. Allerdings handelt es sich bei diesem Wert um keine durchschnittliche Wertung, sondern um einen gewichteten Durchschnitt – manche Magazine haben einen größeren Einfluss bzw. Gewicht, als andere. Und genau über diesen Einfluss machen die Betreiber der Seite seit jeher ein Geheimnis.

Nun aber hat sich eine Studentengruppe rund um Adams Greenwood-Ericksen von der amerikanischen Full Sail University in Florida damit einige Monaten beschäftigt. Laut gamasutra.com habe das Team mit Hilfe von statistischen Methoden versucht, die Gewichten rückwärts zu ermitteln. Dabei erwies sich das Modell auf Basis von 188 erfassten Magazinen fast immer als korrekt erwiesen bei späteren Wertungen. 

Die New York Times, Wired und IGN seien die Magazine mit dem höchsten Einfluss, dennoch ist immer noch nicht klar wie und weshalb die diversen Magazine eingestuft werden. Teilweise werden lokalisierte Testmagazine höher eingestuft, obwohl es sich nur um Tochter-Unternehmen von internationalen Magazinen sind.

Einfluss auf Boni und Verkäufe

Es ist außerdem bekannt, das manche Spiele-Entwickler und Publisher Boni-Zahlungen von einer Metacritic-Wertungen abhängig machen. Außerdem stellte die Gruppe um Adams Greenwood-Ericksenfest, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen Werungen und dem Absatz des Spiels auf dem Markt gebe. Produkte mit einer Wertung über 83%  würden deutlich bessere Verkaufszahlen erzielen. Allerdings betont das Team, dass es sich hier um eine Korrelation handele (0,72).

In der Branche ist es nicht unüblich, das gewisse Magazine von den Entwicklern bevorzugt werden, während andere mit Embargos belegt werden oder erst gar nicht mit Rezensionsexemplaren versorgt werden. Der Sinn dahinter ist oft, dass zuerst positive Wertungen in Umlauf kommen, was den Herstellern natürlich zu gute kommt. Einen weiteren Faktor den die Analysten in dem Zusammenhang entdeckten ist, dass die initialen Wertungen die folgenden Tests durchaus beeinflussen würden – stehen erstmal einige Wertungen, würden sich die anderen daran orientieren und sich die Wertungen nur noch geringfügig in dem gesetzten Spektrum bewegen.

 

Antwort von Metacritic

Metacritic hat mittlerweile ein offizielles Statement dazu veröffentlicht und erwartungsgemäß die Studie als unsinnig abgetan. Viele Magazine wären unter- oder überbewertet und außerdem würde es nicht so große Differenzen bei den Gewichtungen zwischen höchster und niedrigster Gewichtung geben. Laut der Analyse des Team liegt der maximale Unterschied bei dem Faktor 6, was aber laut Metacritic absurd sei und schlicht falsch / unwahr. Außerdem würde Metacritic die Einstufungen regelmäßig anpassen am Qualitätstrend der diversen Magazine.

Meiner Meinung nach besitzt Metacritic mittlerweile zu viel Einfluss auf die gesamte Branche und die Käufer und sollte deswegen mit offeneren Karten spielen. Ich erwischte mich auch oft dabei, dass ich vor dem Kauf auf Metacritic die diversen Rezensionen anschaute und mich auch an der Durchschnittswertung orientierte. Ein wenig mehr Transparenz wäre hier definitiv nicht schlecht, da erst vor kurzem die gesamte Spieletest-Branche in einer „Korruptions-Krise“ steckte – Hersteller beeinflussten Magazine und Redakteure sehr stark durch Geschenke und andere Vorteile. Da Spiele immer noch 50-70 Euro bei Erscheinen kosten, wäre ich als zahlender Kunde für ein wenig mehr Transparenz und unabhängige Tests sehr dankbar.

Dark Souls Go beyond Death – Untertitel veröffentlicht

Dark Souls ist ein Titel, den man gleichermaßen lieben und hassen kann. Mit den beiden Titel der Dark Souls Serie trauten sich die Entwickler, ein wirklich extrem schweres Spiel zu veröffentlichten. Gerade in der heutigen Zeit sind Spiele vor allem eins: easy. Man wird an die Hand genommen und in Watte gepackt, um ein möglichst angenehmes Spielerlebnis zu garantieren. Einen anderen Weg ging hier Dark Souls, denn es ist einer der Titel, bei dem man oftmals einfach nur in die Tischkante beißen könnte. Aber gerade dies ist total motivierend, da jeder Fortschritt oder Erfolg auch wirklich „verdient“ war – ungemein befriedigend.

Nun wurde vor kurzem der dritte Teil der Serie angekündigt und seit Heute ist auch der Untertitel bekannt geworden: Dark Souls – Go beyond Death.

Es ist immer noch nicht bekannt, ob das Spiel auf Playstation 3 / Xbox 360 erscheint, oder ob es für die nächste Konsolengeneration erscheinen wird. Diesmal wurde auch von Anfang an eine PC Version angekündigt.

Wer die beiden Vorgänge Demon Souls und Dark Souls (Prepare to die Editon – PC) noch nicht angezockt hat, sollte durchaus mal ein Auge darauf werfen. Beide Titel erhielten durchaus sehr positive Bewertungen von der Fachpresse. Allerdings braucht man für diese Spiele eine Menge Ausdauer und ein stabiles Gamepad.