Maniac Mansion: Original-Designdokumente veröffentlicht

Leider war ich zum Erscheinen von Maniac Mansion 1987 leider noch zu klein, um das Spiel zu spielen oder gar zu verstehen. Anno 1987 erschien das Spiel für den legendären C64 und war ein riesiger Meilenstein seines Genres – und war zeitgleich ein Innovationsmotor in Sachen Bedienung von Videospielen. Der schräge Humor und die freakigen Charaktere verhalfen dem Spiel damals schon sehr schnell einen unerreichten Kultstatus. In den „die guten, alten Zeiten“ Gesprächen über Videospiele fällt immer und immer wieder der Begriff Maniac Mansion.

Das Genre der Point-and-Click Adventures erlebt derzeit eine kleine Renaissance und wird wieder viel häufiger von Entwicklern bedient – hier stechen vor allem die deutschen Entwickler positiv hervor. Hinter Maniac Mansion steckt die Entwickler Ikone Ron Gilbert, welcher unter anderem auch für die Monkey Island Serie verantwortlich ist.

Nun wurden die Orignal-Designdokumente veröffentlich – quasi eine Art Zeitgeschichte der modernen Videospielgeschichte. Wer möchte, kann sich die Dokumente HIER ansehen und vielleicht ein wenig in Nostalgie schwelgen.

Zwar ist Maniac Mansion beinahe 30 Jahre alt, aber in Sachen Humor und Charaktere immer noch oftmals unerreicht.

Space Invaders – Der Fim. Ernsthaft?

Wenn man sich ein wenig mit Videospielen und vor allem dessen Kultur beschäftigt runzelt man des öfteren die Stirn. Man wird Zeuge von äußerst schrägen Aktionen, trifft auf sonderbare Menschen und man ist oft erstaunt, wie viel Einfluss Videospiele auf unsere heutige Kultur haben. Kaum ein anderes Medium hat einen derart rasanten Start hingelegt, wie damals die Videospiele.

Was sich aber in der Vergangenheit so gut wie nie bewährt hat ist, Filme und Videospiele zu kombinieren. Man denke da nur an die sehr schlechten Versuche des Regisseurs Uwe Boll diverse Videospiel Hits auf die große Leinwand zu bringen – immerhin schaffte er es damit einen Kultstatus zu erreichen, wenn auch nicht gerade im positivem Sinne. Umgekehrt sind Videospiele zu Filmen in der Regel auch leider nur Lizenzgurken, die oftmals einfach nur durchschnittliche Kost bieten. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

Space Invaders ist in der Pop Kultur der Videospiele fest verankert und dessen Symbolik findet immer noch sehr oft Verwendung in Videospielen und Magazinen. Das Spiel  ist beinahe jedem ein Begriff, selbst wenn er mit Spielen nichts zu tun hat.

space-invaders

Warner Bros. sicherte sich nun die Rechte an einem Film zu Space Invaders. Ein Film zu einem Spiel bei dem es schlicht darum geht, in Reihen den Bildschirm runter rutschende Aliens mit einer Kanone in den virtuellen Tod zu schicken – ganz ohne Story. Nun soll der Arcarde Klassiker den Weg ins Kino finden und es wurde kein geringerer als Akiva Goldsman damit beauftragt. Goldsman ist ein US-Amerikanischer Drehbuchautor und Filmproduzent und wurde bereits mit dem Golden Globe und dem Oscar ausgezeichnet. Er ist unter anderem für I am Legend und I, Robot verantwortlich.

Was da auf uns zukommt bleibt abzuwarten. Mit einem derartigen Produzenten im Gepäck dürfte der Film wohl ein Blockbuster werden und wird sicherlich nur sehr entfernt mit dem Videospiel etwas gemeinsam haben. Zum Schmunzeln brachte mich diese Ankündigung dennoch.

Space Invaders erhält nun also einen Ritterschlag nach so vielen Jahren und landet im Kino.

Faces of Skyrim – interessante Impressionen

The Elder Scrolls Skyrim ist nun seit beinahe 3 Jahren auf dem Markt und sitzt immer noch unangefochten auf dem Thron der Singleplayer Rollenspiele und daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern. Das Skyrim selbst in 2014 noch atemberaubend aussehen kann ist ja bereits bekannt – es gibt unzählige Mods, die die Grafik des Premium Rollenspiels nochmals gehörig aufmotzen und ständig gibt es neue Objekte oder Spielinhalte, welche von Fans entworfen werden. Es bleiben also beinahe keine Wünsche offen: Herr der Ringe Waffen, neue Reittiere, neue Zauber, neue Quests, Verbesserungen der Grafik – man findet beinahe zu jedem Thema eine Mod.

Was man mit einer voll aufgemotzten Version von Skyrim alles anstellen kann zeigte nun der Spieler und Flickr Nutzer Andrew Cull. Seine spezielle Sammlung an Porträtfotografien verbreitet sich derzeit mit rasender Geschwindigkeit im von Spielern besetzten Internet. Seine Serie „Faces of Skyrim“ zeigt Nahaufnahmen von Figuren in Skyrim, welche dank Mods einfach fantastisch aussehen. Teilweise basieren diese Figuren auf von Spielern erstellten Content, so dass man diese auch herunterladen und in seinem eigenen Skyrim Spiel nutzen kann. Passende Links dazu gibt es in den Bildbeschreibungen. Alternativ findet man unzählige Mods auf der Steamworks Seite von Skyrim.

Die Sammlung umfasst derzeit rund 18 recht beeindruckende Bilder und soll nun stetig erweitert werden. Cullen und seine Freunde erlauben es anderen Nutzern ebenfalls Bilder hinzuzufügen. Jedoch nur ein Bild pro Tag und natürlich ohne pornographischen Content. Hier könnt hier euch Faces of Skyrim auf Flickr anschauen.

Faces of Skyrim ist erneut ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wichtig Mods für ein Spiel werden können. Der von Nutzern erstellte Content verlängert den Lebenszyklus von Spielen teilweise drastisch und formt eine große Community um das Spiel herum.

Sharknado – Trash bald auch für iOS

Es gibt Filme die so schlecht sind, dass sie beinahe schon wieder kultig sind. B-Movies waren eine Zeit lang sehr beliebt, gerade im US-Amerikanischen Fernsehen. Letzten Sommer schoss jedoch ein Film den Vogel ab und feierte sogar hierzulande „Erfolge“. Sharknado ist dermaßen schlecht, dass man ihn einfach gesehen haben muss – ein Tornado voller Haifische fällt über eine US-Großstadt her. Ja richtig: Haie die per Tornado ans Festland kommen und durch die Luft geschleudert werden und dabei Menschen töten. Mehr Trash geht im Prinzip nicht, aber daraus wurde ein Phänomen der modernen Pop-Kultur und der Film erlangte auch international hohe Bekanntheit.

Der Sender Syfy (im Besitz von NBC Universal) gab einen zweiten Film zu Sharknado in Auftrag, welcher am 30. Juli diesen Jahres auf dem Sender Syfy Premiere feiern wird – und (leider) bald auch auf dem deutschsprachigen Kanal des Senders. Ob der zweite Teil ebenso erfolgreich sein wird bleibt abzuwarten, der Trash Faktor dürfte sich aber eventuell bereits abgenutzt haben.

shark

Heutzutage kommt kaum noch ein Film ohne oftmals vermurkste Spiel-Adaption aus. Und genau deswegen wird es ein Mobile Game zu Sharknado geben, welches erstmals nur auf iOS Geräten erscheinen soll. Die Qualität des Spiels wird sich sicherlich an der des Films orientieren. Für Trash Fans aber wohl ein Muss.  Der Titel des Spiels lautet Sharknado: The Video Game. Sollte der Titel erfolgreich sein, wäre eine Umsetzung oder ein anderes Spiel zu Sharknado auf den Konsolen denkbar. Aber brauchen wir das wirklich?

Popkultur kann schon manchmal sehr seltsame Wege einschlagen. Uwe Boll wird sicherlich vor Neid erblassen, wenn er den seltsamen Erfolg von Sharknado betrachtet.

 

Quelle: www.hollywoodreporter.com

Gerücht: Crytek UK streikt angeblich

Das deutsche Vorzeige-Studio Crytek kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Vor einigen Wochen wurde auf diversen Fachpresse Seiten gemeldet, dass Crytek angeblich kurz vor dem Bankrott gestanden habe und Mitarbeiter auf Gehälter verzichten mussten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main dementierte dies natürlich umgehend und die Sache verschwand relativ schnell wieder von der Bildfläche. Allerdings kommen nun neue Gerüchte um ein Tochterunternehmen von Crytek auf, die in die selbe Kerbe schlagen.

Betroffen hiervon ist diesmal das Studio Crytek UK (ehemals Free Radical Design) in England. Wie das armerikanische Blog Kotaku meldete soll sich das Team in einer Art Streik befinden, da Gehaltszahlungen ausgeblieben sein sollen. Jedoch sollte man dieses Gerücht mit Vorsicht genießen, da Kotaku hier keine direkte Quelle nennt sondern es recht schwamming formuliert mit „Leute, die mit der Situation vertraut sind“.  Wieviel Wahrheit hinter der Meldung steckt bleibt abzuwarten, da Crytek unter Garantie derartige News unter den Teppich kehren möchte, um etwaige Investoren nicht vorzeitig abzuschrecken.

Crytek UK arbeitet derzeit am vielversprechenden Homefront: The Revolution. Nach dem Konkurs von THQ erwarb Crytek die Rechte am kommerziellen Flop Homefront und versucht nun die Marke erfolgreicher fortzusetzen. Sollten die Gerüchte stimmen bedeutet dies, dass Homefront: The Revolution derzeit nicht weiter entwickelt wird. Offizielle Meldungen oder Dementi dazu gibt es noch nicht.

Free Radical Design entwickelte vor der Übernahme durch Crytek unter anderem die Timesplitters Serie und den riesigen Flop Haze. Auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten wurde das Team 2009 von Crytek aufgekauft und in Crytek UK umbenannt und wirkte auch an der Entwicklung von Crysis 2 mit.

Wenn aus ARMA 2 und 3 ernst wird

ARMA (Armed Assault) 2 und 3 sind den meisten Spielern ein Begriff, basiert doch das mehr als nur erfolgreiche DayZ auf dem Grundgerüst von ARMA 2. Der Militär-Simulator war die letzten beiden Jahre ständig in den Top 20 von Steam vertreten und der Vorgänger Operation Flashpoint war vor über 10 Jahren ebenfalls ein bahnbrechender Erfolg. In den Singleplayer Kampagnen der diversen Ableger ging es stets um fiktive Konflikte zwischen NATO und russischen Verbänden und man kam verhältnismäßig realistische Kämpfe zu sehen. Armed Assault ist quasi der einzige Vertreter dieses Genres.

Hinter dem spielerischem Vergnügen steckt aber mehr als man denkt. Denn mit der Engine bzw. dem stark modifizierten Gerüst von ARMA werden in einigen Ländern Soldaten ausgebildet für spezielle Kampfsituationen – und das ist sogar von der NATO zertifiziert. Bezeichnet wird dieses Programm logischerweise nicht als Armed Assault, sondern trägt den martialischen Titel Virtual Battlespace 3. Eingesetzt wird das Trainingsprogramm unter anderem in den USA, Norwegen, Polen und Frankreich. Auch deutsche Soldaten trainieren am französischen Simulator. Entwickelt wird Virtual Battlespace von einem Ableger von Bohemia Interactive – nämlich von Bohemia Interactive Simulations. Beide Studios haben ihren Hauptsitz in Prag.

Des einen Freud, ist des anderen Simulator

Es ist schon ein wenig erschreckend, wenn man bedenkt wie nahe sich Realität und Spielvergnügen hier kommen. Während man abends mit Freunden am PC sitzt und gemütlich eine Runde ARMA 3 spielt, werden irgendwo anders zu selben Zeit Soldaten mit dem selben „Spiel“ ausgebildet. Die USA verwenden das Programm schon seit Anfang der 2000er Jahre.

Beeindruckend ist die Simulatorentechnik jedoch schon und wahrscheinlich wird sich der ein oder andere Gamer ein derartiges System auch für das heimische Wohnzimmer wünschen. Denn die Soldaten trainieren auf einer 4×2,2 Meter breiten, gebogenen Leinwand die eine 180°C Darstellung ermöglicht. Kombiniert mit der Helmkamera ergeben sich 360° Rundumsicht. Im gezeigten Video trainieren Soldaten beispielsweise den Umgang mit Laserzielgeräten während ihrer FAC-Ausbildung (Forward Air Controller) – der Simulator selbst wird als SIMFAC bezeichnet.

Leicht abstrakt wird das gezeigte Video schon, da man ähnliche Szenen auch aus den Einzelspielermissionen von ARMA 2 und 3 kennt. Das Sprichwort „Wenn aus Spaß ernst wird“ trifft hier wohl zu. Mich jedenfalls beschlich ein seltsames Gefühl beim Betrachten, da ich bereits öfter die Ableger der Serie spielte, auch wenn es sich dabei eigentlich um zwei unterschiedliche Produkte handelt, die lediglich das selbe Gerüst haben. Sonderlich pazifistisch wird man allerdings sowieso nicht eingestellt sein, wenn man die Spiele der ARMA Serie spielt.