Sharkoon Rush – überzeugendes Low-Budget Headset

Wer kennt das nicht? Man kauft sich ein sündhaft teures Gaming-Headset mit üppiger Ausstattung und total schickem Design, aber dann gibt das Teil nach nur wenigen Monaten den Geist auf – auch bei vorsichtigem Gebrauch. Ich ärgere mich da immer tierisch drüber, wenn ein Headset für über 50 Euro nach einigen Monat schlicht kaputt geht. Das ist mir vor kurzem passiert und natürlich brauchte ich ein neues Headset, aber diesmal wollte ich weniger ausgeben. Im Laden ist mir dann das Sharkoon Rush ins Auge gesprungen und dachte mir, für 13 Euro kann man wohl nichts vekehrt machen und habe es einfach mal mitgenommen und direkt getestet.

Die Austattung und Verarbeitung

Bei 13 Euro kann man nicht viel erwarten, was die Ausstattung angeht. Neben einer kleinen Stofftasche ist neben dem Headset nichts mit in der Verpackung.

Das Design ist natürlich reine Geschmackssache, aber es sieht zumindest nicht übertrieben billig aus. Auch bei den verwendeten Materialien wurde selbstverständlich gespart, den hier wurden ausschließlich simples Plastik und Schaumstoff-Bezüge verwendet für das Headset, aber dennoch solide verarbeitet. Der Drehbare Mikrofon-Arm wird denke ich der Schwachpunkt des Headsets sein, denn ich denke er wird recht schnell ausleiern bei häufiger Benutzung. Positiv aufgefallen ist mir dabei ist der komplett frei bewegbare Mikrofon-Bügel, der auch recht gut verarbeitet zu sein scheint.Rush1

An den Ohrmuscheln und am oberen Bügel wurde Schaumstoff für die Kontaktpunkte benutzt, sicherlich nicht so schick wie die gängigen Materialien, aber es erfühlt seinen Zweck. Auch der Controller für die Mikrofon-Stummschaltung und Lautstärke sind nicht sonderlich hochwertig, aber sind gut bedienbar und das Lautstärke-Rad funktioniert erstaunlich präzise. Auch das Kabel ist mit rund 2,3 Meter Länge ausreichend lang.

Für mich ein Kritikpunkt sind definitiv die 3,5mm Klinkenanschlüsse, denn die sind beide der selben Farbe und man erkennt die Symbole für Ein- und Ausgang nur sehr schwer. Es fällt zwar nicht schwer ins Gewicht, aber mich persönlich nervt es, wenn ich es nicht auf den ersten Blick sehe.

Tragekomfort

Was den Tragekomfort des Sharkoon Rush angeht bin ich ehrlich gesagt erstaunt, denn ich hätte erwartet, dass das Headset viel unkomfortabler sei. Aber ehrlich gesagt ist die Schaumpolsterung sehr bequem und gerade bei längeren Benutzen bekam ich schnell Schmerzen an den Auflagepunkten der Headsets. Aber bedingt durch das geringe Gewicht und die gute Polsterung an den Ohren habe ich auch nach Stunden keine Druckschmerzen verspürt. Allerdings habe ich auch relativ kleine Ohren und ich denke, dass man bei größeren Ohren hier eventuell mehr Probleme damit kriegen kann, da die Ohrmuscheln des Headsets recht klein sind.

Die Polsterung am Kopfbügel sind ebenfalls sehr bequem und stören nicht. Insgesamt finde ich die Ergonomie des Sharkoon Rush durchaus sehr akzeptabel.

Der Klang

Das man bei einem Headset in dieser Preisklasse keine bombastischen Sounds erwarten kann sollte eigentlich jedem bewusst sein. Da kommt es einfach nicht an die teurere Konkurrenz ran, aber will es ja auch gar nicht.20130619_171457

Das Sharkoon Rush neigt nicht zum Übersteuern von Höhen und Tiefen und gibt die meisten Klänge anständig wieder. Nur tiefe Bässe klingen teilweise etwas Blechern und nicht ganz so satt, aber das geht noch in Ordnung. Abstriche muss man allerdings hinnehmen, wenn es um Ortung bei Raumklangsimulationen geht, denn hierfür ist die Wiedergabe  zu unpräzise. Ansonsten ist der Klang in Spielen vollkommen akzeptabel, aber eben nicht herausragend.

Die Wiedergabe von Musik ist keine Stärke des Headsets. Zwar ist das Klangbild homogen, aber generell nur durchschnittlich. Es haut einen jedenfalls nicht vom Hocker, aber es ist auch nicht mies.

Sprachaufnahme und Wiedergabe

Kommen wir aber nun zum für mich wichtigsten Teil, denn deswegen habe ich mir ein Headset gekauft: die Sprachkommunikation. Normal habe ich im Hintergrund beim Spielen immer meine normale Soundanlage laufen und benutze Headsets ausschließlich für Kommunikation (Teamspeak beispielsweise). Und hier hat mich das Sharkoon Rush definitiv überzeugt, denn durch die homogene Wiedergabe von Höhen und Tiefen ist die Sprachwiedergabe-Qualität super. Ich konnte jeden klar und deutlich verstehen, was manchmal auf Grund der überspitzten Höhen mancher Headsets teilweise etwas schwieriger war. Dafür gibt’s von mir schon mal den Daumen hoch.

Was die Qualität der Sprachaufnahme über das Mikrofon angeht bin ich auch zufrieden, die Stimme wird zwar leicht dumpf wiedergegeben, aber das Mikro arbeitet gut und vor allem präzise. Sicherlich kann man damit keine professionellen Aufnahmen machen, aber für das unterhalten über Teamspeak und co. ist es gut. Die Sprachwiedergabe ist klar und deutlich.

 

Fazit

Das Sharkoon Rush gewinnt sicherlich keinen Design-Preis und ist auch nur bedingt für Leute geeignet, die alle Sounds über das Headset wiedergeben lassen möchten. Die Klangqualität ist sicherlich nicht schlecht, eben Mittelklasse. Sound-Fetischisten werden ohnehin zu teureren Produkten greifen. Aber für die wenigen Euro erhält man ein solides Headset ohne wirkliche Schwächen.

Auch bin ich mir noch nicht sicher, wie lange die verwendeten Materialien halten werden, aber das ist bei dem extrem geringem Preis eher unerheblich finde ich.

Wer das Headset wie ich wirklich nur für die Kommunikation verwenden möchte, wird mit dem Sharkoon Rush nichts falsch machen. Das Headset ist recht komfortabel und das Mikrofon arbeitet sauber und gibt einen klaren und deutlichen Sound wieder.

Sollte man wert auf fette Bässe und co. legen, sollte man besser die Finger von diesem Headset lassen. Beim Gaming  Sound erzielt das Sharkoon Rush durchschnittliche, aber keine schlechten Leistungen. Trotzdem ist es ein empfehlenswerter Spar-Tipp.

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Datenblatt

Kopfhörer:

  • Lautsprecher = Ø 40 mm
  • Empfindlichkeit = 108 dB SPL bei 1KHz
  • Impedanz = 32 Ω
  • Frequenzgang = 20 Hz – 20.000 Hz
  • Nennleistung = 15 mW
  • Max. Leistung = 150 mW
  • Kabellänge = ~ 2,3 m ± 0,15 m
  • Anschlusstyp = 3,5 mm Klinkenstecker (stereo)

Mikrofon:

  • Richtcharakteristik = kugelförmig (omnidirektional)
  • Empfindlichkeit = -58 dB ± 2dB
  • Impedanz = gering
  • Frequenzgang = 30 Hz bis 16.000 Hz
  • Standard-Betriebsspannung = 3 V

Lieferumfang:

  • Rush Headset
  • Transporttasche

Sonstiges

  • Mikrofon-Stummschalter + Lautstärke Regler am Kabel (Controller)

Xbox One und Playstation 4 im Vergleich

Die Pforten der großen Spielmesse E3 in Los Angeles haben längt geschlossen, doch immer noch sickern tröpfchenweise neue Informationen zu den beiden Konsolen der mittlerweile 8. Generation durch die Kanäle des Internets. Auf den Pressekonferenzen von Microsoft und Sony wurden bereits viele neue Dinge über die Xbox One und die Playstation 4 enthüllt. Viele haben sich bereits für eine Konsole entschieden, was auch die Vorbesteller-Charts bei Amazon und co. zeigen. Die Playstation 4 liegt fast überall in Europa und in den USA vor der Xbox One und Microsoft schlägt sich derzeit mit einem regelrechtem Shitstorm über das Internet konfrontiert. Die Kritik des Internets gegenüber der Xbox One ist teilweise vernichtend, wie man es unter anderem auf Reddit beobachten kann. Auch auf Seiten wie beispielsweise 9Gag findet man unzählige negative Witze gegenüber der Xbox One, was eigentlich als Indikator für die Meinung der Kunden angesehen werden kann.

Ich hab deswegen mal die letzten Tage damit verbracht die ganzen Fakten über die beiden Konsolen zusammenzutragen, gerade was die technischen Details und gegebenenfalls Einschränkungen der Konsolen angeht. Es kommen zwar nach und nach immer noch neue Informationen und Details ans Tageslicht, aber ich denke das ist schon mal ein ganz gut Überblick.

Die Qual der Wahl

Würde ich heute entscheiden müssen, welche Konsole ich kaufe würde, wäre es wohl die Sony Playstation 4. Die neue Xbox One ist mir ganz einfach zu ristriktiv bei enigen Dingen und die Big Brother Kamera aka Kinect One ist mir auch nicht ganz geheuer. Das Ding ist nämlich in der Lage sogar im Dunkeln alles wunderbar aufzuzeichnen und die Mikrofone sind auch stets aktiviert, selbst wenn die Konsole auf Standby ist (und wer trennt die Konsole schon jedes mal vom Netz?). Laut Medien sollen sich mittlerweile sogar auch schon diverse Bundesämter eingeschaltet haben, da man hier eine Verletzung des Datenschutzes befürchtet. Ich würde mich ehrlich gesagt auch ein bisschen unwohl fühlen mit dem Ding in meinem Wohnzimmer.

Technisch betrachtet geben sich beide Konsolen nicht so sonderlich viel. Beide sind sehr leistungsstark, aber ob sie tatsächlich dem PC ein Jahr vorraus sind bezweilfe ich ein wenig. Wer jetzt hier einen Quantensprung in Sachen Grafik erwartet wird wohl enttäuscht werden und der PC wird erfahrungsgemäß technisch innerhalb kurzer Zeit wieder an den Konsolen vorbei ziehen – das war jedes mal so und wird auch wieder so sein.

Die Xbox One wird allerdings stärker auf Multimedia ausgerichtet sein und zumindest in den USA auch ein eigenes TV Programm bieten, eine Halo Serie ist wohl auch schon in Planung. Ob und wann es dann für Europa bzw. Deutschland kommt steht in den Sternen, man äußert sich noch nicht dazu. Ein weiteres Manko der Xbox One ist, dass die Konsole einmal alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden sein muss, ansonsten kann man Spielen vergessen. Diese Entscheidung halte ich für unglücklich, da ich als Kunde gezwungen werde und ich Always-On auch bei Spielen äußert skeptisch gegenüber stehe. In erster Linie möchte man hier wohl Nutzungsprofile für Statistiken haben, die äußerst wertvoll sind. Übrigens: Die Kamera von Kinect One ist in der Lage Mimik und Gestik zu erkennen, was bestimmt jeden Statistiker freuen wird.

Gebrauchte Spiele – großer Vorteil für die Playstation 4

Die Playstation 4 besitzt solche Einschränkungen nicht. Wer will kann das Ding einfach nicht ans Internet anschließen und loszocken. Bei Preisen von um die 60 Euro für die Spiele ist der Gebrauchhandel auch ein Thema…ein Thema bei dem Microsoft mit voller Wucht die Kritik des Internets abbekommt. Den hier will man den Gebrauchtspiele-Markt sehr stark regulieren und mitverdienen, während man bei der Playstation 4 einfach die Spiele tauschen oder gebraucht kaufen kann – ohne Gebühren oder Limits.

Die Ländersperre der Xbox One ist auch noch eine große Frage, Import-Spiele wird man wohl vergessen können wie es aussieht bisher. Aber Microsoft hält sich hier noch etwas bedeckt, was das angeht.

Zum Release der beiden Konsolen gibt es auch noch keine genauen Details und auch die exklusiven Launchtitel waren keine große Offenbarung. Aber mal sehen was noch so kommt…bisher hat wohl die Playstation meiner Meinung nach deutlich die Nase vorne. Ich lasse mich aber gerne von Microsoft eines besseren belehren.

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Razer Naga im Dauertest

Die Maus ist ja so ziemlich das wichtigste Eingabegerät eines jeden PCs. Viele haben ja daheim nur recht schlichte Mäuse für 10 oder 15 Euro daheim rumfliegen, was auch für normale Anwender durchaus ausreichend ist. Aber waschechte Gamer haben teilweise richtig teure und qualitativ hochwertige Mäuse auf ihrem Schreibtisch stehen, die meistens auch nicht gerade billig sind. Das blöde an diesen Mäusen ist ja oft der Verschleiß, da sie oft sehr schnell das Zeitliche segnen. Spiele sind aber auch ziemlich harte Belastungsproben für die Eingabegeräte, so müssen sie doch Power-Klicken und auch Tastendrücke voller Wut und Zorn erdulden – gerade in Multiplayer Spielen reagiert man seine Wut über die Niederlage ja gern darin ab, indem man die Maustaste wilder bzw. fester drückt.

Grund genug deswegen einfach mal einen kleinen Test über meine Maus zu schreiben, die mich mittlerweile schon unfassbare 3 Jahre begleitet, was eine wirklich ziemlich lange Lebensdauer für eine Gaming-Maus ist.

Übersicht Raza Naga

Naga
Ergonomische Auflage für den Ringfinger

Die Naga war bei ihrem Erscheinen vor einigen Jahren wirklich recht einzigartig auf dem Markt, da sie eine spezielle MMO-Maus ist. Im Unterschied zu anderen Mäusen hat sie nämlich extrem viele Tasten an der Seite  – alles in allem 17 Tasten! Jeder der MMO spielt benutzt Shortcuts, um einfach schneller zu sein. Gerade bei komplexen MMOs ist aber irgendwann die ergonomische Belegung der Tastatur ans Ende gekommen und man braucht Extra-Tasten. Genau hier kommt dann eine Maus wie die Naga ins Spiel, da sie an der Seite 12 Tasten hat. Anfangs wirkt diese Masse an Tasten total unbedienbar, da es wie das Nummernpad auf einem Keyboard aufgebaut ist, aber dennoch sind die Tasten gut erreichbar (bei einer normalen Handgröße wie ich sie habe gibt es wohl keine Probleme dabei). Mit ein wenig Übung findet man die nummerierten Tasten im Schlaf und die kleinen Erhebungen auf der mittleren Taste helfen bei der Orientierung – ähnlich wie die kleinen „Hügel“ auf den F und J-Tasten der Keyboards. Razer legt der Packung auch noch Aufkleber dabei, die man auf die Tasten kleben kann und somit bei Bedarf eine weitere Orientierungshilfe bietet. Die restlichen 5 Tasten inkl. Mausrad befinden sich auf der Oberseite, davon 2 neben der Linksklick-Taste,  welche ebenfalls gut erreichbar sind.

Generell ist die Razer recht ergonomisch geformt und verursacht auch bei längeren Sessions nicht wirklich Schmerzen in der Hand. Allerdings ist die Maus ausschließlich für Rechtshänder geeignet und meines Wissens nach gibt es keine Version für Linkshänder. Am Anfang ist es nur etwas gewöhnungsbedürftig, da die Maus quasi eine Ablage für den Ringfinger hat und der kleine Finger den Tisch berührt, aber das empfand ich recht bald als ziemlich angenehm. Die Tasten an sich reagieren gut auf mittleren Druck, ohne das man viel Kraft aufwenden muss und das Mausrad arbeitet auch sehr präzise. Einziges Manko meiner Meinung nach ist, dass die Auflagefläche der Maus schnell verunreinigt und die Gleitfähigkeit bei leicht verschmutztem Untergrund recht schnell negativ beeinflusst wird. Aber wer mit einem Mousepad spielt oder den Tisch einfach oft sauber hält wird keine Probleme haben. Gerade mit Gaming-Mousepads arbeitet die Naga hervorragend zusammen.

Technisch gesehen ist eigentlich auch alles im grünen Berreich, was den Laser angeht. Hier wurde ein 5600 DPI 3.5G Laser Sensor verarbeitet mit einer Poling Rate von 1000Hz und einer Reaktionszeit von 1ms. Das ist ordentlich und man kann auch ohne Probleme damit Ego-Shooter spielen ohne großartig Probleme mit der Präzision zu haben. Dennoch sind hier andere Mäuse einfach besser, da sie genauer arbeiten. Aber die Stärke der Maus sind MMOs und hier arbeitet sie wunderbar.

Verschleiß nach 3 Jahren

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Spalten lassen sich nur schwer reinigen

Nach den ganzen technischen Details will ich nun zum Kern meines Tests kommen: in welchem Zustand befindet sich die Razer Naga nach 3 Jahren mit hoher Nutzung? Ich muss sagen, dass Videospiele wirklich ein ganz großes Hobby von mir sind und ich so ziemlich jedes Blockbuster-Spiel gezockt habe – fast immer mit der Razer Naga. Egal ob es World of Warcraft, Battlefield 3, Star Wars: The old Republic oder Guild Wars 2  war…die Naga war immer mit dabei. So kann man sagen, dass die Tasten schon einer hohen Belastung ausgesetzt waren und immer noch sind, da ich die Maus im vollen Umfang benutze.

Von meinen alten Mäusen kenne ich es zB, dass irgendwann die Farbe einfach abgeht und sich weiße Flecken bilden nach einer Zeit. Das konnte ich bei der Naga nicht beobachten, da die Obefläche an keiner Stelle irgendwelche Abnutzungen zeigt. Die Maus besteht aber auch aus 2 unterschiedlichen Materialien. Die Oberseite besteht aus einem matten, etwas raueren Kunststoff der sich etwas wie Filz anfühlt – verhindert Abrutschen. An den Seiten wurde schwarzen, glattes Plastik verwendet. Nirgends an den Oberflächen kann man sehen, dass die Naga bereits 3 Jahre im Dienst ist. Bei der Steelseries WoW Gaming-Mouse weiß ich von einem bekannten zum Beispiel, das die Farbe schon nach ein paar Monaten abgegangen ist – und die Maus ist auch nicht gerade billig.

Die Tastenbeleuchtung funktioniert auch noch ohne Probleme. Auf dem Rücken der Maus befindet sich das Razer-Logo, das per pulsierendem Licht aufleuchetet. Auch hier gibt es keine Abnutzungen, es sieht immer noch wie neu aus.

Lediglich einige Verunreinigungen zwischen den Spalten der Tasten fallen ins Auge, die sich nur schwer säubern lassen. Mit Sicherheit könnte man das mit geeignetem Werkzeug auch entfernen. Negativ ins Auge fällt auch ein bisschen das Mauskabel bzw. die Verkleidung. Hier wurde nämlich ein Material verwendet, das ein bisschen an einen Schnürsenkel erinnert. Dort wo das Kabel an der Tischkante etwas schrubbt ist nämlich das Material etwas aufgegangen – das sieht ein bisschen aus wie ein sprödes Hanfseil. Aber das ist im Endeffekt nicht so wichtig, da man es ohnehin nicht wirklich sieht.

 

Aber kommen wir nun zum wichtigstem Aspekt: Funktionieren die Tasten noch?

Die 12 Seitentasten der Naga funktionieren noch wie am ersten Tag. Die Druckpunkte sind unverändert und reagieren gut und sind auch nicht ausgeleiert oder klemmend. Gerade die untere Reihe der Tasten war bei mir sehr oft in Benutzung, aber hier ist tatsächlich alles unverändert und reagiert wunderbar.  Naga

Die beiden Zeigefinger-Tasten zeigen auch noch keine wirklichen Ermüdungserscheinungen. Lediglich die Linksklick-Taste tendiert manchmal zu einem Doppelklick, obwohl man nur einfach klicken wollte – das ist aber auch die Taste mit der höchsten Nutzung. Es fällt aber nicht schwer ins Gewicht, da es nicht sehr oft passiert.

Am meisten erstaunt hat mich das Mausrad, den das war grundsätzlich immer das erste was bei meinen alten Mäusen mehr oder weniger den Geist aufgegeben hat. Es arbeitet immer noch präzise und ist kein bisschen „schwammig“. Das Rad rastet immer noch nach jeder Drehung ein und auch der Druckpunkt beim Klicken damit funktioniert tadellos. Großes Kompliment an die Qualität, das kenne ich so nämlich tatsächlich nicht und es ist auch immer ärgerlich, wenn das Mausrad quasi den Geist aufgibt.

Nur eine einzige Taste hat nach 3 Jahren noch einen kleinen Knacks bekommen. Und zwar handelt es sich um die Taste direkt neben der Linksklick-Taste. Die kleine Taste wird von mir als „Seite zurück“ im Browser verwendet, da sie gut erreichbar ist. Funktionieren tut die Taste immer noch und reagiert wunderbar auf Eingaben, aber sie ist bereits etwas eingedrückt und schließt nicht mehr mit der Kante des Maus-Rückens ab. Es stört aber nicht sonderlich, da man es auch kaum sehen kann beim Betrachten der Maus.

Fazit nach 3 Jahren Test

Ich weiß noch, dass ich wirklich damals sehr mit mir ringen musste im Laden, als ich vor der Naga stand. 89 Euro für eine Maus war wirklich schon eine Hausnummer und ich war anfangs wirklich etwas besorgt, dass die Maus auch schon nach einem Jahr den Geist aufgibt, wie meine vorherigen Mäuse. Es ist ja schon ein Unterschied, ob man 40 oder 90 Euro auf den Ladentisch legt, denn soviel kosten die meisten anderen Gaming-Mäuse im Schnitt.

Aber jetzt nach 3 Jahren muss ich sagen, dass die Maus mich vollkommen überzeugt hat. Kaum Verschleiß und immer noch wunderbar bedienbar und auch optisch sieht man der Naga ihr Alter kein bisschen an. Gerade bei Gamern sind 3 Jahre für ein Eingabegerät wirklich die Hölle was den Verschleiß angeht, aber bei dieser Maus ist noch immer alles funktionstüchtig. Ich weiß nicht, worin genau der Unterschied liegt oder welche Materialien hier verwendet worden sind, aber Razer hat hier wirklich eine qualitativ hochwertige Maus geschaffen mit der man auch lange Freude haben kann. Mittlerweile sind schon Nachfolger-Modelle erschienen wie die Razer Naga Hex oder die Razer Naga Molten, die eigentlich baugleich mit der alten Naga sind (zu erkennen an der blauen Beleuchtung). Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die neuen Mäuse qualitativ unterscheiden.

Der hohe Kaufpreis schreckt vielleicht am Anfang ab, aber dafür hat man auch lange Freude mit seiner Maus. Daumen hoch dafür Razer, länger als 1 Jahr hat bei mir noch keine Maus gehalten.

Playstation 4 Hardware VS PC Hardware

Auf der Seite PC Games Harwarde ist ein recht interessanter Beitrag zu den technischen Eckdaten der in diesem Jahr erscheinenden Playstation 4 erschienen.

In letzter Zeit haben sich viele Spiele-Entwickler zu Wort gemeldet und die Technik der Konsole in höchsten Tönen gelobt. Vieles davon mag zwar stimmen, aber es hatte oftmals den faden Beigeschmack von bezahlter Schleichwerbung. Es war einfach für einen PC-Enthusiasten unvorstellbar, dass eine Konsole bessere Leistung erzielt. Und so spalteten sich schon seit Jahren die Lager in Pro-Konsole und Pro-PC auf. Man kann sich also vorstellen, was Aussagen von Entwicklern im Bezug auf die größere Leistungsfähigkeit gegenüber PCs ausgelöst haben in der Gemeine der PC-Anhänger.

Bevor ich jetzt hier aber mit technischen Details um mich werfe, sollte man lieber einfach den Beitrag von PC Games Hardware darüber lesen. Sehr informativ!

Kurz zusammen gefasst kann man wohl sagen, dass die Konsole auch den PC-Spiele Markt beflügeln wird, da man sich nicht mehr mit schlecht optimierten Konsolen-Portierungen rumschlagen muss. Unvergessen bleibt da mir die grausige Umsetzung von GTA IV in Erinnerung, die gerade am Anfang wirklich ein echter Hardware-Killer war. Da jetzt  die neue PS4-APU wie auch aktuelle Computer auf der x86-Architektur basiert, ist dies definitiv ein riesen Vorteil für PC-Gamer.

Ich persönlich denke, dass hier größtenteils nur mal wieder kräftig Marketing betrieben wurde. Die Konsole ist schon sehr leistungsfähig und hat (noch) einige Vorteile gegenüber dem PC dank der neuen Architektur, aber das war ja jetzt schon seit dem SNES so. Wahrscheinlich wird der PC in einem halben Jahr schon wieder leistungstechnisch davon gezogen sein und die Enthusiasten werden wieder nur müde lächeln, wenn es um das Thema „Konsole gegen PC“ geht. Abwarten und über bessere PC Portierungen freuen heißt da wohl die Devise – und auf die neue Xbox warten, denn hier sind noch fast gar keine Details bekannt (eine erste Vorstellung soll im Mai 2013 erfolgen).