Sim City – Offline Modus kommt endlich

Sim City legte wahrlich keinen Start hin beim Release vor einigen Monaten – unzählige Bugs, Online-Zwang und dann auch noch eine dubiose DLC Politik. Gerade der Online-Zwang erzürnte viele Spieler, die einfach nur in Ruhe vor sich hinbauen wollten. Verstärkt wurde dieser Kritikpunkt dann auch noch, als sogar Tage nach dem Release die Login-Server schlicht nicht erreichbar waren. Man konnte nur mit Glück zum Spielen kommen, selbst wenn man nur allein für sich bauen wollte.

Nun wurden die Gebete der Spieler doch endlich erhöht. Es ist offiziell: mit dem kostenlosen Update 10 erhält Sim City einen Offline Modus. In seinem Beitrag zu dem Thema ging  Patrick Buechner (General Manager des Maxis Emeryville Studio) dabei genauer darauf ein, was die Spieler erwarten wird. Derzeit sei das Feature noch in der Testphase und werde auf Herz und Nieren geprüft und würde erst veröffentlicht werden, sobald es reibungslos funktioniere. Das Update fügt Sim City einen Offline-Modus bzw. Einzelspielermodus hinzu, bei dem alle Daten lokal gespeichert werden und frei geladen und gesichert werden können. Man wolle den Modus demnächst in einem weiteren Beitrag genauer vorstellen. Der Online-Modus bleibt dabei unberührt.

Mit der Einzelspieler öffnet Maxis auch zeitgleich die Tore für Modder, die nun eigene Inhalte entwickeln können ohne dabei die Integrität des Spiels zu stören (im Online-Modus). Dies sind generell gute Neuigkeiten, aber ich frage mich da wieso das erst jetzt nach fast einem Jahr kommt? Ich denke das es ein wenig zu spät dafür ist mittlerweile.

Fussball Manager eingestellt – keine weiteren Titel in Zukunft

Zwar war es abzusehen, aber dennoch war es ein großer Schock für die Fans der Serie: es wird keinen Fussball Manager von EA mehr geben. Wie am Wochenende bekannt gegeben wurde, hat EA Sports Canada das Entwicklerteam Bright Future aufgelöst und verkündet, dass es keinerlei Patches, Updates oder neue Fussball Manager Titel mehr geben wird. Der Fussball Manager 14 wurde von den Presse und Fans regelrecht zerrissen, da es sich lediglich um verschleiertes Datenbank Update inkl. etwas Bug Fixing zum Vollpreis handelte. Dabei orakelte die Presse bereits über das bevorstehende Ende der nun schon 11 Jahre alten Serie. Jetzt ist es doch traurige Gewissheit geworden.

Auch wenn der Fussball Manager 14 hierzulande regelmäßig in die Top 5 der Verkaufscharts eindrang, fällte EA Sports in Kanada bereits im Herbst letzten Jahres die Entscheidung die Serie einzustellen. Gerald Köhler äußerte sich in einem Interview gegenüber PC Games zu dem Thema. Köhler ist vielen Fans ein Begriff, da er vor seinem Wechsel im Jahre 2002 zu EA bereits mitverantwortlich für die Anstoss Spiele war.

Das Ende einer Ära

Laut Köhler wird es keinerlei Updates für den Fussball Manager 14 geben, aber man habe den Fans über den Editor umfangreiche Optionen an die Hand gegeben, damit diese das Spiel selbst auf den neusten Stand bringen können. Außerdem äußerte er sich dazu, weswegen der Fussball Manager 14 keinen Online Modus mehr mit dabei habe. Dies liege einfach daran, dass die Spieler diese Option in den vorherigen Teilen kaum genutzt hatten, deswegen entschied man sich dagegen.

Bright Future wird sich laut Aussagen von Köhler erstmal den Fussball hinter sich lassen und möchte in Zukunft verstärkt Mobile- und Browser-Games entwicklen. 2012 wurde Bright Future von der deutschen Firma Travian Games übernommen, welche sich auf Browser-Games spezialisiert hat. Köhler bedankte sich im Interview bei den Fans für die jahrelange Treue.

Ich muss gestehen, dass ich hin und wieder gerne den Fussball Manager ausgepackt hatte in meiner Spielkarriere. Auch wenn es eindeutig eher ein Nischenprodukt ist, wird es dennoch einigen Spielern sehr fehlen. Es endet ziemlich abrupt eine Ära, auch wenn es nicht gänzlich unerwartet geschah. Zwar gibt es noch den Football Manager von Sega, dieser konnte sich in Deutschland aber nie so richtig durchsetzen. Da nun der Platz in Deutschland frei geworden ist könnte dies die große Chance für Segas Manager sich endlich auch in Deutschland zu etablieren.

Warhammer Online – Ehemalige Spieler erhalten kostenlos Zugang bis Ende Dezember

Wie bereits bekannt wird Warhammer Online die Server am 18.12.2013 abschalten. Der ehemals große Konkurrent von World of Warcraft konnte die Erwartungen nie erfüllen und verkam zu einem reinem Nischen-Spiel. Trotz gutem PvP und der beliebten Warhammer Lizenz reichte es nicht, um die Spieler langfristig zu binden. Warhammer Online war nicht profitabel genug und erfüllte auch einige der heutigen Qualitätsstandards nicht mehr. Man entwickelte sich kaum weiter und das wurde dem Spiel dann endgültig zum Verhängnis und die endgültige Konsequenz kam nun in Form der Einstellung des Spielbetriebs. Schade.

Es ist fortan nicht mehr möglich neue Accounts zu erstellen. Alle aktiven und ehemaligen Spieler können jedoch den letzten verbleibenden Monat kostenlos spielen und die Entwickler haben einige Events vorbereitet zum Abschied. Außerdem wird ein NPC dem Spiel hinzufügt, durch Spieler ihren Charakter auf die Maximalstufe anheben können. Sehr schöne Idee, aber auch traurig.

Ich werde es mir auch noch ein letztes mal anschauen.

Orginalmeldung:

„To give Warhammer Online a proper sendoff we are opening the game to anyone free of charge that has or had an account in good standing starting October 31st, 2013.  We will be adding new NPC’s to the game in order to power up your characters as well as other unique experiences for everyone to enjoy as we say goodbye to Warhammer Online over the next few weeks. So please join us and help say goodbye to Warhammer Online in one last big WAAAGH!“

Battlefield 4 – Lauter Probleme bei US Release

Schon kurz nach dem US-Release beklagen sich viele Spieler über Probleme mit Battlefield 4 – sowohl auf PC, als auch auf Konsole. Wirklich helfen kann Electronic Arts nur teilweise anscheinend. Überall im englischsprachigem Internet liest man von teilweise massiven Problemen mit dem Spiel oder den Servern.

Die Probleme sind dabei nicht gerade unwichtig, da es auf dem PC teilweise verstärkt zu Spiel- oder sogar Systemabstürzen beim Wechseln der Muliplayer-Karten kommt. Dies soll wohl hauptsächlich ein Problem von System mit Windows 8 inkl. AMD CPU sein.

Viel gravierender sind da Fehler im Zusammenhang mit der Aktivierung des Keys bei Origins – dies hängt evtl. zusammen mit einer installierten Open Beta Version von Battlefield 4.

Außerdem soll es starke Probleme mit 32-Bit Versionen von Windows geben, die wohl erstmal gar nicht funktionierten. Dies soll aber wohl mittels ein „Day One“ Patches behoben worden sein.

Die Situation bei den Konsolen und der iOS / Android App sehen ähnlich aus, auch wenn hier eher mit Verbindungsabbrüchen und ähnlichem zu kämpfen ist.

Alles in allem ist der Start des Premium Shooters alles andere als reibungslos verlaufen. Anscheinend sollte man tatsächlich bei kommenden Spielen darauf verzichten, innerhalb der ersten Woche nach Release zu spielen. Spart sicherlich eine Menge Nerven.

Free to play Ableger von Command and Conquer eingestellt

Wie EA heute bekannt gegeben hat, wird das F2P spiel Comand and Conquer: Generals 2 eingestellt. Das Entwicklerteam Victory Games wird überraschend ebenfalls aufgelöst. Das auf der Frostbite 3.0 basierende Spiel wurde bei seiner Ankündigung von den Fans bejubelt, versprach es doch das beliebte klassische C&C Generals Feeling gepaart mit der Optik von Battlefield 3. Einziges Manko war die Deklarierung als Free2Play Titel.

Dieser Teil der einst so ruhmreichen Serie wird also definitiv nicht erscheinen, da sämtliche Arbeiten auf Eis gelegt worden sind. Das Team dahinter wurde aufgelöst – ehemalige Mitarbeiter von Victory Games sollen nach Möglichkeit in anderen Team von EA untergebracht werden. Man versuche dies zu ermöglichen.

Auf der offiziellen Seite wurden auch die Gründe für diesen drastischen Schritt genannt. Der Alphatest des Spiels verlief nicht so wie erwartet,  da das Feedback der Spieler negativ ausfiel und man wohl nicht das Spiel erschaffe, was sich die Spieler wünschen würden. Deshalb entschied man sich dafür, das Projekt in der noch recht frühen Phase abzubrechen. Der Reboot von Command and Conquer Generals wird nicht erscheinen.

In die Kritik geraten ist das Spiel auch unter anderem, da man hier verstärkt auf Mini-Transaktionen setzen wollte. Echtgeld gegen Ingame Boni oder zusätzliche Inhalte.

Fortsetzung? Hoffentlich nicht

Nachdem die beiden Vollpreis Vorgänger der Serie eher mäßig erfolgreich waren und auch von der Fachpresse teilweise zerrissen worden sind, bleibt es fraglich ob so schnell noch ein weiterer C&C Titel in den nächsten Jahren erscheinen wird. Allerdings wurde einige Jahre zuvor ebenfalls ein vielversprechender Nachfolger zum Ego-Shooter C&C Renegade eingestampft, ebenfalls wegen wohl mangelnder Qualität.

Zwar habe ich die Reihe immer sehr gemocht in der Vergangenheit, aber irgendwie hat man den Anschluss an das moderne Gameplay verpasst leider. Vielleicht ist es auch besser, wenn man erstmal ein paar Jahre Auszeit nimmt, weil ein erneuter Fehlschlag wäre fatal für die Marke.

Sim City gewinnt Anti-Award

Der Release von Sim City vor einigen Monaten wird vielen Gamern noch in Erinnerung sein und wohl auch bleiben. Die Veröffentlichung des Spiels ist grandios gescheitert, da der nerviger Always-On Schutz gekoppelt mit überlasteten Login-Servern dazu führte, dass (fast) niemand spielen konnte die ersten Tage. Trotz diverser Stress-Tests vorab gelang es EA und dem Team von Sim City nicht, für den Erscheinungstag genug Kapazitäten zu schaffen. Dies führte zu massiven Kritik gegenüber dem Always-On Kopierschutz, der äußerst unbeliebt ist bei vielen Spielen.

Nachdem Sim City genug Spott über sich ergehen lassen musste wird nochmal nach getreten – in Form eines Anti-Awards. Sim City ist nun auch noch „stolzer“ Träger des sogenannten Shonky Awards, der jährlich von CHOICE.com vergeben wird. Der australische Flügel von CHOICE ist dabei diesmal Träger des Preises.  Shonky bedeutet auf deutsch übersetzt ungefähr so viel wie fragwürdig, dubios oder schäbig. Gewonnen hat EA in der Kategorie unfaire Geschäftspraktiken, was direkt mit dem äußert misslungenen Start von Sim City vor einigen Monaten zusammenhängt. Allerdings ging es dabei weniger um die Probleme mit den Servern an sich, sondern um den Support.

Support Down Under – unterdurchschnittlicher Kundensupport?

Die Verbraucherorganisation Choice prangert nämlich die Support Hotline von EA für Sim City an. Viele der Kunden nutzen bei den aufgetretenen Problem beim Start des Spiels nämlich den technischen Kundendienst. Allerdings kostete dort ein Anruf in Australien für nur eine Minute umgerechnet 1,70 Euro und das bei einem Spiel was 60-70 Euro gekostet hat. So etwas geht natürlich einfach nicht und deswegen erhielt EA erneut einen Anti-Award, wie schon einige mal zuvor.

Ich denke die Firma braucht sich nicht über ihr schlechtes Image wundern, wenn ständig solche Geschäftspraktiken ans Tageslicht kommen. Man sollte da vielleicht die Strategie überdenken. Die Produkte von EA mögen zwar qualitativ hochwertig sein, aber solche Benachteiligungen von Kunden sind nicht okay meiner Meinung nach. Der Konkurrenz bei Ubisoft hat dies verstanden und versucht in den letzten Monaten das Unternehmen kundenfreundlicher auszurichten – mit Erfolg wie es scheint.