Skyrim Modder erhält Job in Spielebranche

Vor einigen Monaten wurde die Mod Falskaar des sehr engagierten Modders Alexander J. Velicky veröffentlicht. Die für Skyrim entwicklete Mod ist äußerst umfangreich und fand auch großen Anklang bei den Fans. Besonders der Reichtum an Details verschaffte der Mod einen guten Ruf – laut Velicky steckten rund 2000 Arbeitsstunden in dem Projekt. Der Modder bediente sich dabei zwar bei der Requisitenkiste von Skyrim (keine neuen Texturen, Gebäude oder ähnliches), aber erschuf damit eine glaubwürdige Welt von großem Umfang. Sein eigener Anspruch war es die Qualität von Skyrim selbst zu erreichen, was ihm auch streckenweise durchaus gelang. Laut Velicky sollte die Mod eine Bewerbung an das Entwicklerteam von Bethesda sein: wer eine Mod im Format von Skyrim erstellen könne, dessen Bewerbung könne man nicht ablehnen – dies dachte sich der 19-jährige Highschool Absolvent. Durch die Mod wollte er Aufmerksamkeit erlangen und beweisen, dass er das Zeug zum Game Designer habe.

Die Stelle bei Bethesda bekam er zwar im Endeffekt nicht, dafür aber bei einem anderen sehr hoch dekoriertem Entwicklerteam: Bungie Studios (die Macher von Halo). Zwar ist es nicht sein Wunsch gewesen dort anzufangen, aber er versuchte es und es gelang ihm. Laut seinen Aussagen versuchte er nach der Absage von Bethesda sich bei weiteren Firmen zu bewerben. Im offiziellen Skyrim Forum erklärte er, dass Bungie für ihn eine der großen Firmen gewesen sei, bei denen er fest mit einer Absage seiner Bewerbung gerechnet hatte. Aber es kam doch anders. Alexander J. Velicky erhielt nun eine Stelle als Associate Designer und bedankte sich artig im Skyrim Forum über die Unterstützung der Spieler.

Seine Wurzeln als Modder wolle er dennoch nicht vergessen und auch weiterhin am Ball bleiben. Auch möchte er seine Arbeit an Falskaar selbst fortsetzen und sogar ein Tutorial dafür erstellen. Auch liebäugele er bereits vorab mit der Idee, auch für das nicht einmal angekündigte Fallout 4 Mods zu erstellen. Aber er wisse nicht wie viel Zeit er nun noch zur Verfügung habe.

Harte Arbeit zahlt sich wieder einmal aus. Falskaar ist eine sehr schöne und empfehlenswerte Mod und man erkennt überall die Liebe zum Detail. Der junge Mann an den Job definitiv verdient.

Football Manager 2013 rund 10 Millionen mal illegal runtergeladen

Miles Jacobsen (Studio Director bei Sports Interactive) gab einige äußerst bedenkliche Statistiken zu den Zahlen der illegalen Downloads zum Football Manger 2013 bekannt. Während der London Games Conference 2013 ging er näher auf das Thema ein, um den Menschen einmal das wahre Ausmaß von illegalen Kopien zu verdeutlichen.

Der Football Manager 2013 ist im November 2012 auf dem Markt erschienen. Der Crack für das Spiel erschien vergleichsweise spät im Mai 2013, da normalerweise die Szene Cracks teilweise sogar schon kurz nach Release veröffentlichen. Zwar sei es ein Erfolg für die Entwickler gewesen, dass der Crack nichts sofort zur Verfügung stand, aber immerhin ein halbes Jahr später im Internet auftauchte. Allerdings schafften es die Hacker / Cracker nicht, das sogenannte Home-Feature des Spiels zu deaktivieren. Deswegen sei Sports Interactive in der Lage gewesen, die IP-Adressen einzusehen, welche eine illegale Kopie des Spiels nutzen. Über zehn Millionen illegale Kopien habe man seitdem registriert, was eine gewaltige Summe darstellt.

Da man wie bereits erwähnt die IP-Adressen sammeln konnte, gab Jacobsen sogar Statistiken zu der Herkunft der illegalen Nutzer bekannt.  Von diesen zehn Millionen IPs kommen rund 3,2 Millionen aus China, 1,05 aus der Türken, 781 785 aus Portugal, 547 000 aus Italien und eine Person aus dem Vatikan. Laut seinen Daten sollen 18% der Nutzer der illegalen Kopien das Spiel fünfmal oder häufiger gestartet haben.

Weiterhin gab Jacobsen bekannt, dass die Verkäufe nach der Veröffentlichung des Cracks rapide abgefallen seien. Laut seinen Aussagen hielte er Aussagen für lächerlich, dass jeder Raubkopierer auch ein potentieller Käufer sei. Er schätze den Verlust durch den Crack auf rund 176 000 Exemplare, was einen Verlust von 3,7 Millionen US-Dollar sei. Außerdem sei er sich bewusst, dass Cracker auch weiterhin Cracks veröffentlichen werden in Zukunft und das man dies wohl nicht unterbinden könne. Er wolle damit aber klar machen, wie groß das Problem für Firmen sei.

Meiner Meinung nach sollten manche Publisher und Entwickler mal die eigene Preispolitik unter die Lupe nehmen. 50-60 Euro und dann nochmals 20-30 Euro für diverse DLC sind meiner Meinung nach für viele Spiele schlicht nicht angemessen. Ich persönlich habe mir viele Spiele nicht gekauft, da sie mir die 50 Euro nicht wert waren. Allerdings hätte ich sie für 20-30 Euro schon eher gekauft.

Minecraft Dokumentation auf Youtube und neuer Minecraft Soundtrack

Minecraft ist das wohl unumstritten erfolgreichste Indie Spiel aller Zeiten und war einer der wenigen wirklich richtig innovativen und kreativen Titel der letzten Jahre. Das Spiel verkaufte sich millionenfach und verhalf auch einigen anderen Menschen zu großen Erfolg: Gronkh wurde durch sein Let’s Play zu Minecraft dem wohl bekanntesten Youtube Star in Deutschland. Auch um einen der Entwickler des Spiels bildete sich ein Personenkult; die Rede ist von Markus „Notch“ Persson. Seine Stimme wurde ein Schwergewicht innerhalb der Entwicklerszene und auch die diversen Spielemagazine berichten regelmäßig über seine Statements – selbst wenn er derzeit nicht wirklich weitere Spiele entwickelt.

Minecraft Doku

Das Team hinter Minecraft (Mojang) gehört eindeutig zu den kreativsten Köpfen der Entwicklerszene. Ende 2012 wurde eine Minecraft Dokumentation veröffentlicht, die man für bis zu 20 Dollar beziehen konnte. Dieser über 100 Minuten lange Film gibt dabei Einblick hinter die Kulissen von Mojang und geht auf Tuchfühlung mit den Entwicklern. Herausgekommen ist dabei ein doch recht privater Einblick in den Alltag des erfolgreichen Studios.

Interessierte können sich die Dokumentation nun kostenlos auf Youtube anschauen, da 2PlayerProductions das Video nun dort ebenfalls veröffentlicht hat. Wer möchte kann sich die Minecraft Dokumentation ab sofort anschauen – allerdings komplett in englischer Sprache. Unterhaltsam ist es aber auf jeden Fall einmal so tiefe Einblicke zu erhalten.

http://youtu.be/ySRgVo1X_18

 

Minecraft Soundtrack

Einen Minecraft Fans ist C418  sicherlich bereits ein Begriff, so veröffentlichte der deutsche Independent-Musiker bereits einen Soundtrack zu Minecraft. Nun hat Daniel Rosenfeld, so der bürgerliche Name des Künstlers, einen zweiten Soundtrack zum Spiel veröffentlicht. Der Name des offiziellen Soundtracks lautet „Minecraft  – Volume Beta“  und umfasst insgesamt 30 Titel bei rund 140 Minuten Gesamtspieldauer. Wer will kann den kostenlosen Stream auf bandcamp.com anhören oder für 7 Dollar die DRM-freie Version als digitalen Download erwerben. Man kann dort übrigens auch das erste Album anhören, das den Namen „Minecraft – Volume Alpha“ trägt.

Auch auf iTunes und Spotify soll das Album sehr bald veröffentlicht werden.

Meiner Meinung nach ist das Album definitiv hörenswert, sofern man mit derartiger Musik etwas anfangen kann.

 

Sim City gewinnt Anti-Award

Der Release von Sim City vor einigen Monaten wird vielen Gamern noch in Erinnerung sein und wohl auch bleiben. Die Veröffentlichung des Spiels ist grandios gescheitert, da der nerviger Always-On Schutz gekoppelt mit überlasteten Login-Servern dazu führte, dass (fast) niemand spielen konnte die ersten Tage. Trotz diverser Stress-Tests vorab gelang es EA und dem Team von Sim City nicht, für den Erscheinungstag genug Kapazitäten zu schaffen. Dies führte zu massiven Kritik gegenüber dem Always-On Kopierschutz, der äußerst unbeliebt ist bei vielen Spielen.

Nachdem Sim City genug Spott über sich ergehen lassen musste wird nochmal nach getreten – in Form eines Anti-Awards. Sim City ist nun auch noch „stolzer“ Träger des sogenannten Shonky Awards, der jährlich von CHOICE.com vergeben wird. Der australische Flügel von CHOICE ist dabei diesmal Träger des Preises.  Shonky bedeutet auf deutsch übersetzt ungefähr so viel wie fragwürdig, dubios oder schäbig. Gewonnen hat EA in der Kategorie unfaire Geschäftspraktiken, was direkt mit dem äußert misslungenen Start von Sim City vor einigen Monaten zusammenhängt. Allerdings ging es dabei weniger um die Probleme mit den Servern an sich, sondern um den Support.

Support Down Under – unterdurchschnittlicher Kundensupport?

Die Verbraucherorganisation Choice prangert nämlich die Support Hotline von EA für Sim City an. Viele der Kunden nutzen bei den aufgetretenen Problem beim Start des Spiels nämlich den technischen Kundendienst. Allerdings kostete dort ein Anruf in Australien für nur eine Minute umgerechnet 1,70 Euro und das bei einem Spiel was 60-70 Euro gekostet hat. So etwas geht natürlich einfach nicht und deswegen erhielt EA erneut einen Anti-Award, wie schon einige mal zuvor.

Ich denke die Firma braucht sich nicht über ihr schlechtes Image wundern, wenn ständig solche Geschäftspraktiken ans Tageslicht kommen. Man sollte da vielleicht die Strategie überdenken. Die Produkte von EA mögen zwar qualitativ hochwertig sein, aber solche Benachteiligungen von Kunden sind nicht okay meiner Meinung nach. Der Konkurrenz bei Ubisoft hat dies verstanden und versucht in den letzten Monaten das Unternehmen kundenfreundlicher auszurichten – mit Erfolg wie es scheint.

Was hat Google mit Quantenphysik und Minecraft zu tun? Qcraft!

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein sehr ungleiches Paar, bei dem man zuerst keinen Zusammenhang erkennen kann: Google, Minecraft und Quantenphysik. Ich habe da auch erstmal gerätselt, aber die Lösung ist ganz simpel. Google hat ein eigenes Team namens Quantum AI Lab, welches sich mit Quantenphysik beschäftigt. Zusammen mit einer Gruppe Universitätswissenschaftler des California Institute of Technology’s Institute for Quantum Information and Matter hat nun Quantum AI Lab in Kooperation mit einer Bildungsinitiative bestehend aus Mojang  Mitarbeitern (den Entwicklern von Minecraft) eine kostenlose Modifikation für das äußerst beliebte Spiel Minecraft veröffentlicht: Qcraft.

Quantenphysik in einem Spiel?

Quantenphysik ist keinesfalls ein simples Thema und kann sehr trocken sein. Mit Qcraft startete das Team nun der Versuch, über Minecraft dieses Themengebiet auf spielerische Art den Menschen näher zu bringen. In der Modifikation werden 3 Quanteneffekte dem ursprünglichen Minecraft hinzugefügt und demonstrieren im Spiel einige Effekte.

Gezeigt werden hier 3 Effekte der Quantenphysik: Die quantenmechanische Superpositionierung,  Quantenverschränkung und die Beobachtungsabhängigkeit. Klingt wie immer sehr trocken, aber wird im Spiel eigentlich sehr verständlich erklärt, gerade durch eigenes herumprobieren. Man tauch hier zwar nicht tief in die Materie ein durch das Spiel selbst, aber man bekommt immerhin eine Idee davon. Es hat also durchaus einen gewissen Lerneffekt und in meinem Fall hat es dazu geführt, dass ich im Anschluss daran das Thema nochmal nachgeschlagen hatte um mehr darüber zu erfahren.

Ich denke, dass dieses Projekt durchaus lobenswert ist und sich sehr gut eignet um sich etwas Wissen anzueignen. Qcraft ist eine tolle Sache.

Die Modifikation gibt es kostenlos auf der offiziellen Seite des Projekts zum Download.

 

SK-Gaming Spieler legt Gehalt offen

Spitzensportler verdienen in der Regel eine ganze Menge Geld, sofern ihr Sport populär genug ist. So gehen beispielsweise die Gehälter von Fußballern in der 1. Bundesliga bei rund 1 Million Euro los – damit lässt es sich gut leben. Umstritten sind diese hohen Summen schon seit längerem und man kann die Kritik daran durchaus nachvollziehen.

Nun hat der äußerst erfolgreiche E-Sportler Carlos “Ocelote” Rodriguez sein eigenes Gehalt erstmals offen gelegt in einem Interview mit der spanischen Zeitung ABC. Rodriguez steht bei SK-Gaming unter Vertrag und ist äußerst erfolgreich im beliebten League of Legends (LoL). Der Spanier machte sein Hobby quasi zum Beruf und gehört zur Spitzenklasse im E-Sport. Hört man jetzt aber die Summe, die der 23 Jahre alte Rodriguez verdient, muss man schon ein wenig mit der Stirn runzeln. Laut eigenen Aussagen verdiene er im Jahr durchschnittlich 600.000 bis 700.000 Euro im Jahr und ist somit wahrscheinlich bereits Millionär. Kein schlechtes Gehalt für einen jungen Menschen und es steckt auch sicherlich , genau wie im Fußball, viel Training und Disziplin dahinter um so erfolgreich zu werden.

Gegenüber der spanischen Zeitschrift ABC Tecnología äußerte er sich wie folgt:

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Tut mir bitte einen gefallen und lasst es bitte nicht arrogant wirken, weil ich es wirklich nicht bin. Allein durch das Merchandising verdiene ich im Jahr rund eine halbe Million Euro. Das sind ungefähr 70 Prozent des Gesamtbetrags, zu der noch mein Gehalt hinzukommt, welches ich durch Tuniere, Streaming von Spielen und von meinem persönlichen Sponsoren erhalte. Insgesamt verdiene ich zwischen 600.000 und 700.000 Euro jährlich. Aber jetzt ist die Zeit gekommen um zu sparen und meiner Familie zu helfen. „

Carlos Rodriguez |Gano más de 600.000 euros al año jugando a los videojuegos | Autor: Israel Viana

Derartige Gehälter sind dabei gar nichts neues mehr in der Szene, da viele E-Sportler in dieser Klasse derartig viel oder sogar noch mal einiges mehr verdienen. Als sich der E-Sport vor über 10 Jahren anfing zu etablieren hätte sich sicherlich keiner Träumen lassen, dass man alleine durch das Spielen von Games Millionär werden könnte. In Südkorea zählen die E-Sportler zu Superstars wie hierzulande beispielsweise Bastian Schweinsteiger oder Mario Götze. Die Zeiten ändern sich, damals wurde der Sport nur müde belächelt, doch mittlerweile steckt richtig viel Geld dahinter.