Warcraft kommt Dezember 2015 ins Kino

Lange ist es her, dass Blizzard den Film zum Warcraft Franchise angekündigte. Mittlerweile 7 Jahre sind seit der Ankündigung in 2007 vergangen und nun macht man endlich Nägel mit Köpfen. Der Film unter dem Titel „Warcraft“ soll am 18. Dezember 2015 ins Kino kommen. Die Vorweihnachtszeit entwickelt sich langsam zum typischen Erscheinungsdatum von Fantasy Filmen, da auch Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ Filme jeweils in diesem Zeitraum erschienen und erscheinen werden.

Details zu Schauspielern und Story sind weiterhin unbekannt, allerdings sind Colin Farrell und Paula Patton laut Gerüchten im Gespräch für die Hauptrollen. Legendary Pictures äußerte sich weiterhin nicht dazu.  Lediglich der Regisseur steht zu 100% fest: Duncan Jones. Bekannt ist er für einige Sci-Fi Filme und genießt einen guten Ruf. Ursprünglich sollte Sam Raimi (Spiderman) diesen Part übernehmen, aber der Deal platzte. Raimi stieg aus, da laut seiner Aussage miserables Management seitens Blizzard daran schuld sei.

2015 wird ein aufregendes Jahr für Gamer, da neben Warcraft auch noch die Filme zu „Assassins Creed“ und „Ratchet and Clank“ erscheinen werden. Außerdem erscheint noch „Star Wars Episode VII“.

Ich für meinen Teil hatte fast schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Film überhaupt kommt. Umso mehr erstaunt es mich, dass man 2 Jahre vorab schon das Datum angibt. Ich freue mich auf den Film und hoffe es wird keine Lizenz-Gurke.

Kurios – Mann will alle bisher erschienen Rollenspiele durchspielen

Computerspiele sind ja mittlerweile eines der größten Hobbys von vielen Menschen und fast jeder kommt irgendwann mit ihnen in Kontakt, selbst wenn es sich dabei nur um Mobile Games handelt. Richtige Spieler verbringen auch gerne Stunden mit ihren Games. Den Vogel schießt jetzt allerdings der amerikanische Blogger mit dem Pseudonym Chester Bolingbroke ab: bei seinem ambitioniertem Vorhaben will er alle bisher erschienen Rollenspiele durchzocken und diese dabei dokumentieren und besprechen.

Planung ist alles und deswegen geht der Blogger methodisch vor, denn auf seiner Liste stehen 1191 Einträge und mit der ersten Dekade ist er schon fertig (1979 bis 1990). Sobald er ein Spiel beendet hat dokumentiert er das ganze auf seinem Blog und setzt sich mit dem Spiel ganz genau auseinander. Seine Rezensionen sind wirklich interessant zu lesen und man merkt, dass der 41-jährige Blogger ein Liebhaber von Rollenspielen ist. Neben der mehr als ausführlichen Beschreibung findet man auch noch Infos zu Spieldauer, seinem persönlichen Ranking der Spiele und viele weitere Informationen. Dabei beschreibt er auch liebevoll alle Stärken und Schwächen der jeweiligen Spielmechaniken. Man merkt an jeder Stelle, dass dieser Mensch die Spiele wirklich liebt und dabei auch mit Fachkunde glänzt. 117 Titel hat er bereits vollendet und dies sollen über 2000 Stunden Spielzeit sein – eindrucksvoll.

Fibel der klassischen Rollenspiele

Laut eigenen Aussagen gegenüber Spiegel Online bezweifelt er, dass er jemals bei den Spielen der Gegenwart ankommen wird. Er habe jetzt schon sehr lange für die Spiele der 80er Jahre gebraucht. Aber er favorisiere ohnehin die Spiele von 1995 bis 2003, die seiner Meinung nach den Höhepunkt der Computerspiele darstellen. Seit mittlerweile 2010 wird das Blog von ihm geführt und wird hoffentlich noch ein paar Jahre weiterlaufen und könnte sich zu einer Fibel für klassische Rollenspiele entwickeln.

Den Grund für sein Projekt erklärte er ebenfalls im Interview mit Spiegel Online. Als seine Frau damals für ein paar Tage nicht daheim war stürzte er sich auf The Elder Scrolls: Oblivion und spielte einfach zu viel. Er lies Arbeit links liegen, die er eigentlich hätte erledigen sollen. Also setzte er Spiele auf seine To-Do-Liste, so dass sie fest in den Tagesplan integriert sind und es keine zeitlichen Konflikte mehr gibt. Er brachte einfach System rein. Und daraus entstand die Idee alles auf seinem Blog zu dokumentieren.

Im Interview bemängelte er ebenfalls indirekt den Casual-Wahn der heutigen Zeit. Alles ist viel zu stark vereinfacht worden und es fehle der Nervenkitzel. Dem kann ich nur zustimmen, auch wenn ich die Spiele der 80er Jahre nicht wirklich gespielt habe.

Wer also ein wenig in Nostalgie verfallen will oder sich die Ursprünge der moderner Rollenspiele anschauen möchte sollte sich sein Blog anschauen – der Name ist Programm. CRPG Addict (Computerrollenspielsüchtiger). Vor seinem Projekt habe ich definitiv viel Respekt, da hier sehr viel Arbeit und Zeit drin steckt – und Leidenschaft.

GTA V evtl. teuerstes Spiel aller Zeiten

GTA V wird in wenigen Tagen für Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen, während die sehnlich erwartete PC Version immer noch nicht angekündigt worden ist. Während Rockstar Games die Einzelhändler darum bittet den Release-Termin einzuhalten, haben sich Analysten mit den Kosten des Spiels befasst. Genauer gesagt versuchte man hier den Kosten für Entwicklung von Marketing näher unter die Lupe zu nehmen. Natürlich handelt es sich dabei nur um Spekulationen, da offizielle Zahlen nicht vorhanden sind. Dennoch sollen diese Werte realistisch sein laut den Experten.

Der Vorgänger GTA IV hielt lange Zeit den Rekord für das teuerste Spiel aller Zeiten mit rund 100 Millionen US-Dollar, wurde allerdings von Star Wars: The Old Republic abgelöst die letzten Jahre. Star Wars soll rund 200 Millionen US-Dollar verschlungen haben laut den Fachleuten der Branche. Nur zum Vergleich: der im Jahre 2007 erschiene Film Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt kostete ca. 300 Millionen US-Dollar und gilt als der teuerste Film aller Zeiten.

Nun hat die schottische Zeitung The Scotsman spekulative Zahlen zum aktuellen Projekt von Take Two und Rockstar Games veröffentlicht. So wird geschätzt, dass GTA V ein Budget von umgerechnet rund 266 Millionen US-Dollar für Entwicklung und Marketing hatte. Diese Summe ist gewaltig und man erkennt daran sehr gut, welchen Stellenwert Spiele in der heuten Zeit haben. Sogar für die Film-Branche wäre ein solches Budget gewaltig.

Weiterhin beschäftigen sich Experten mit den möglichen Verkaufszahlen des Spiels im ersten Jahr. Man schätzt, dass von GTA V rund 25 Millionen Einheiten abgesetzt werden könnten. Dies würde einem Umsatz von ca. 1 Milliarde US-Dollar entsprechen – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Der Erfolg von GTA V ist quasi vorprogrammiert und wird unter Garantie eine Menge Rekorde brechen und es ist erstaunlich, wie rasant die Gaming-Branche wächst. Vor einigen Jahren hätte niemand gedacht, dass ein Spiel jemals mit so einem gewaltigen Budget ausgestattet sein könnte. Dennoch handelt es sich bei diesen Zahlen nur um Schätzungen, da Rockstar und Take Two hier keine Zahlen offen legt. In Fachkreisen werden die Schätzungen jedoch für realistisch empfunden.

Uwe Boll strikes back – Kickstarter Kampagne gestartet

Uwe Boll hat Kickstarter für sich entdeckt und versucht nun wie viele andere mithilfe von Spenden einen neuen Film zu finanzieren. Auf Kickstarter stellt er sein Projekt auf seine typische Art vor. Boll möchte einen Nachfolger zum sehr kontroversen Film Postal drehen, der damals einige Amerikaner sehr provozierte. Postal thematisierte die Terror-Anschläge am 11.September auf die USA zu einem Zeitpunkt, der wohl für viele noch etwas zu früh kam. Kritiker zerrissen den Film auch größtenteils und Boll selbst erhielt mehrfach die Goldene Himbeere als „schlechtester Regisseur. Die Spiele-Serie zu Postal ist übrigens in Deutschland indiziert.

Nun möchte Boll 500 000 US-Dollar sammeln um eine Fortsetzung zu drehen. Je nachdem wie viel Geld man spendet bekommt man diverse Gimmicks – von DVDs, Soundtracks, signierte Kopien des Films oder Zugang zum Filmset ist alles dabei (abhängig davon wie hoch der Spendenbetrag ist).

Kult rund um Boll

Boll ist gerade unter Spielern sehr bekannt, da er sehr oft schon Filme zu beliebten Spielen gemacht hat. Leider waren diese eher von durchschnittlicher Qualität und gefielen gerade den Spielern und Fans der Serien oftmals überhaupt nicht. Schnell entwickelte sich eine Art Kult um den Regisseur, allerdings eher negativ. Sobald irgendwo die Verfilmung eines Spiels angekündigt wird kommt sofort Uwe Boll ins Gespräch – allerdings eher nach dem Motto „hoffentlich führt er nicht Regie“. Er bewarb sich damals auch für die Lizenz zum Word of Warcraft Film und erhielt laut eigener Aussage folgende Antwort von Blizzard „‚Wir verkaufen die Filmrechte nicht an dich […] ganz besonders nicht an dich“. 

Ob der Kickstarter-Aufruf des berühmt-berüchtigten Trash-Regisseur gelingt bleibt abzuwarten. Eins muss man Boll aber lassen – auch nach vielen Anfeindungen und des schlechten Images zieht er sein Ding durch und ist dabei wohl halbwegs erfolgreich. Mir persönlich gefallen seine Filme nicht und ich bin froh, wenn er keine Filme zu meinen favorisierten Spielen dreht.

Der CoH2 „Skandal“ schwappt auf World of Tanks über

In den letzten Tagen entbrannte eine hitzige Debatte rund um die Darstellung der russischen Soldaten des zweiten Weltkriegs in Relics neustem Spiel Company of Heroes 2. Viele russische Spieler gingen auf die Barrikaden, da sie sich angegriffen fühlten durch die gezeigten Szenen in dem Spiel. Zugegeben vieles in der Story-Kampagne aus dem Spiel waren etwas überspitzt und klischeehaft inszeniert, aber das rechtfertigt meiner Meinung nach keinesfalls eine solch heftige Reaktion und Anfeindungen gegenüber den Entwicklern des Spiels. Polygon  hat sich recht ausführlich mit dem Thema auseinander gesetzt und beide Seiten zu Wort kommen lassen und hat dabei auch Experten zu Wort kommen lassen.

Historisch korrekt oder doch lieber Political Correctness?

WoT-Schriftzug
Dekoration für Panzer – Stein des Anstoßes

Nun ist Wargaming.net (die Macher von World of Tanks) indirekt auf das Thema eingegangen, ob geplant oder purer zeitlicher Zufall weiß man nicht. Auch hier geht es um die Darstellung der Einheiten (in dem Fall Panzer), jedoch bezogen auf die Optik. Es gibt in dem Spiel die Option seinen Panzer mit Aufklebern bzw. Beschriftungen zu verschönern. Dabei handelt es sich meistens um unverfängliche Schriftzüge oder Flaggen von Ländern der heutigen Zeit. Oder eben andere Symbole, die nicht wirklich mit politischen Ansichten in Verbindung gebracht werden können. Nun ist aber geplant für den kommenden Patch 8.8 wieder einige Schriftzüge ins Spiel zu bringen, die vor einiger Zeit aus der Liste geflogen sind (auf den russischen Servern waren sie allerdings die ganze Zeit verfügbar). Genauer gesagt ging es um die Symbolik rund um den Anführer Russlands während zweiten Weltkrieg: Josef Stalin. Die Symbole der Achsenmächte werden allerdings weiterhin nicht verfügbar sein, da sie teilweise gegen nationales Recht verstoße in einigen Ländern. Man betonte außerdem, das man eine stark anti-faschistische Haltung bei Wargaming.net habe und man berufe sich darauf, dass man das Spiel historisch korrekt halten möchte. Etwas unglücklich geraten dabei ist, dass man Stalin lediglich als kontroverse Person der Geschichte bezeichnet und hob seine Rolle als einen der Führer der  Anti-Hitler-Koalition hervor.

Hitzige Debatte entfacht über Stalin-Symbolik

wargming forum
Das offizielle WoT-Forum – Zentrum der hitzigen Debatte

Im europäischem Forum von World of Tanks entfachte deswegen eine große Debatte (mittlerweile über 45 Seiten)  rund um dieses Thema, denn die Spieler sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden in der Euro-Community. Man ist mit der „Verherrlichung“ von Stalin nicht einverstanden, da er für die Spieler allem Anschein nach mehr als nur eine „kontroverse Person“ sei. Gerade polnische Spieler fühlen sich gekränkt davon auf Grund ihrer Geschichte. Auch wird die Begründung, das man „historisch korrekt“ die Panzer dieser Zeit wiedergeben will wird negativ aufgefasst, da es für die Spieler eher nach einer Ausrede klingt (Stichwort: Prototypen Panzer, die nur auf dem Papier existierten). Auch die Unterschiede zwischen den englischen und russischen News wird extrem negativ bewertet von der Euro-Community, da man sie mittlerweile übersetzt hat. In der deutschen Version der News lautet die Überschrift „Historische Inhalte in World of Tanks“, während die Überschrift in der russischen News übersetzt „Symbole des Sieges“ bedeutet und die russische News laut den übersetzenden Spielern allgemein eher patriotisch daher kommt, obwohl sich die Community-Moderatoren im Forum dafür ausgesprochen haben, dass man bei Wargaming.net keinerlei Ideologien vertrete oder verherrliche.  In der russischen News betonte man, dass man stolz auf seine Vergangenheit sei im Bezug auf Stalin (ebenfalls laut Übersetzung der Spieler). Man hat also die internationale News entschärft und weniger patriotisch gestaltet, als die ursprüngliche russische News. Jedenfalls führt die ganze Thematik derzeit zu einem großen Eklat in der Community. Es gibt allerdings auch eine handvoll Spieler, die das Einführen der Symbole begrüßen oder die es einfach nicht stört. Aber die Mehrheit der Stimmen spricht sich gegen diesen Schritt aus, da Stalin für sie mit starken negativen Gefühlen und Fakten verbunden ist.

Schlechtes Timing oder Reaktion auf Company of Heroes 2?

Ob es nun eine Reaktion auf Company of Heroes 2 war, oder einfach nur ganz schlechtes Timing lässt sich nicht sagen. Allerdings kochen gerade die Emotionen an beiden Brandherden (CoH2 und WoT) über und treibt derzeit einen tiefen Keil zwischen die russischen Community und den Rest der Welt. Ich kann allerdings verstehen, dass es einigen Leuten übel aufstoßt, einen Panzer mit Stalin-Symbolik auf dem Schlachtfeld rumfahren zu sehen. Ebenso wie die meisten keine Hakenkreuze oder SS Symbole auf den Panzern sehen wollen. Es ist ein sehr sensibles Thema für viele Menschen, auch wenn der Krieg schon 70 Jahre her ist. Wargaming.net spielt hier anscheinend mit dem Feuer.

Interessant wird es sein, wie Wargaming.net nun auf die aktuellen Ereignisse reagieren wird, wenn überhaupt eine Reaktion erfolgt. Jedenfalls habe ich selten so eine derart emotionale Diskussion  in einem Game Forum bisher erlebt (ausgenommen der üblichen Flames, denen man immer begegnet). Es handelt sich hier um ein sehr heikles und vor allem politisches Thema.

Company of Heroes 2 und der verletzte russische Nationalstolz

Relic und Sega erleben gerade den wohl größten Shitstorm ihrer Geschichte und Auslöser ist ein Computerspiel, dessen Darstellung russischer Soldaten während des 2. Weltkriegs  die Gemüter einiger russische Bürger erhitzt. Die Rede ist von Company of Heroes 2, angesiedelt im 2. Weltkrieg mit einer russischen Story Kampagne. Im Strategiespiel übernimmt man die Kontrolle von russischen Einheiten, die teilweise nicht sonderlich ehrenhaft zu Werke gehen. Und genau das ist der Stein des Anstoßes: einige der im Spiel gezeigten Szenen sind den russischen Spielern schlicht zu unehrenhaft und entsprechen nach deren Ansicht nicht der Realität und sei „eine Schande für die heldenhaften russischen Veteranen und deren Nachkommen“.

Stop des Verkaufs von Company of Heroes 2 gefordert

Auf Metacritic hagelte es dafür massenhaft negativ Bewertungen von Spielern. Die meisten Kommentare waren allerdings einfach nur Polemik. Den Entwicklern von Company of Heroes 2 wurde oftmals unterstellt, mit den Nazis zu sympathisieren. Eine ziemliche Schlammschlacht wurde gestartet von den russischen Spielern und dies hatte auch Konsequenzen, denn der russische Spielehändler 1C-SoftKlab hat den Vertrieb von Company of Heroes 2 eingestellt und außerdem läuft aktuell  eine Petition (mittlerweile 17 000 Unterschriften),in der gefordert wird das Spiel aus dem Shop von Steam zu entfernen – was hoffentlich nicht passieren wird.

Sega und Relic nehmen diese Vorwürfe natürlich sehr ernst. Welche Konsequenzen die Entwickler ziehen (wenn überhaupt) bleibt fraglich.

Auch die Steam Foren sind übersät mit Beiträgen zu dem Thema gepaart mit Unmut über das Multiplayer Balancing (Wehrmacht Einheiten wären angeblich stärker bzw. im Vorteil.)

Ich persönlich finde diese ganze Aktion sehr fragwürdig, zumal es sich immer noch nur um ein Spiel handelt. Nationalstolz ist ja schön und gut, aber das geht in diesem Fall zu weit und wohl auch recht einmalig in der Geschichte der Spiele. Ich hoffe sehr das Steam nicht darauf reagieren wird, auch wenn ich die russischen Spieler teilweise verstehen kann. Dennoch ist das zu extrem, was gerade passiert.