Der heimliche Gewinner der E3: No Man’s Sky

Die E3 2014 in Los Angeles hat ihre Tore mittlerweile seit einigen Tagen schon wieder geschlossen. Großartige Neuankündigungen abseits von FarCry 4 und dem neuen Tomb Raider gab es eigentlich nicht zu sehen von den großen Entwicklern. Assassins Creed Unity und The Division ernteten eine Menge Aufmerksamkeit, zurecht! Doch das Spiel eines Indie Entwicklers schlug (wieder einmal) wie eine Bombe bei der Fachpresse ein – obwohl man immer noch nicht ganz genau weiß, worum es darin geht. No Man’s Sky beeindruckte die Spielergemeinde vor einigen Monaten mit einem relativ kurzem Video. Auch diesmal gab es erneut ein Video zu sehen und ein paar Infos von einem der Entwickler.

Schon damals gaben die Entwickler an, dass man hier wieder ein Stück zurück zum klassischen Sci-Fi gehen möchte und nicht mehr dem Pfad des düstereren und feindlichen Anstrichs folgen möchte. Statt auf Planeten rumzuwuseln, die aus einem Horror Film entsprungen sein konnten möchte man den Spielern hier schöne und aufregende Welten zeigen, so dass man Spaß an der Erkundung selbst hat. Ganz wie in den alten Sci-Fi Büchern des vergangenen Jahrhunderts – eine gewisse Entdeckerromantik.

Die prozedural generierten Welten folgen dabei physikalischen Gesetzen. Ein Planet, der zu Nahe an der Sonne ist kann kein Eisplanet sein und Wasser und Leben wird man dort auch nicht finden. Die Entfernung zur Sonne bzw. der Lichtquelle beeinflusst dabei dann auch die Lichtbrechung auf dem Planeten und somit auch die Stimmung. 

Online-Rollenspiel aber irgendwie auch wieder nicht

Laut des Entwicklers Sean Murray möchte man kein Online-Rollenspiel sein, aber dann auf der anderen Seite irgendwie doch. Die meisten anderen Online-Rollenspiele versuchen stets Schmelztigel zu erschaffen, die andere Spieler ansteuern. Oder aber sie schaffen Herausforderungen, die nur gemeinsam mit anderen Spielern gemeistert werden können. Aber nicht in No Man’s Sky.

Für seine Taten erhält der Spieler Belohnung wie beispielsweise eine Aufrüstung für das eigene Raumschiff. Aber es soll dabei keine starren Konstruktionen geben wie Questgeber oder Zwischensequenzen. Die Waffe und den eigenen Anzug soll man ebenfalls verbessern können, indem man Beispielsweise Ressourcen auf den Planeten findet. Ein klassisches Level System oder gar einen Skill Tree wird es nicht geben. Neue Raumschiffe sollen auch kaufbar sein. Sean Murray erwähnte dabei die Möglichkeit, dass andere Raumschiffe an einer Raumstation angedockt sind und man diese unter Umständen abkaufen könnte. Zu Anfang soll das eigene Schiff in der Lage sein nur im eigenen System zu reisen, nach Upgrades soll man aber auch interstellar reisen können.

Das Terrain in No Man’s Sky soll wohl zerstörbar sein – genaue Infos dazu gibt es noch nicht. Größere Veränderungen auf einem Planeten (Zerstörung?) werden persistent für alle anderen Spieler sein.

Apropos andere Spieler: No Man’s Sky wird ein Multiplayer Titel sein, in dem so unzählige andere Spieler ständig um einen herum wuseln. Da das Universum gigantisch werden soll, sind Begnungen mit anderen Spielen eher selten. Gemeinsam mit Freunden wird man No Man’s Sky wohl eher nicht spielen können.

Die Story rund um den eigenen Charakter und seine Herkunft ist bis jetzt noch geheim. Was die Story der anderen Rassen und Planeten angeht wird es wohl auf eine Art Schnitzeljagd heraus laufen. Überall soll man Infos und Story mitbekommen und erkennt die Rassen beispielsweise an den Hohheitszeichen auf den Raumschiffen. Klassische Bösewichte soll es auch eher nicht geben, zumindest wird das Spiel einem nicht sagen „Die sind böse! Und die sind gut!“. Die Story muss jeder für sich selbst entdecken und interpretieren.

No Man’s Sky verspricht ein audiovisuelles Meisterwerk zu werden, dass oftmals mit klassischen Gameplay Mechaniken bricht wie es scheint. Wirklich viele Infos gibt es immer noch nicht und wie sich das Spiel dann wirklich anfühlt bleibt abzuwarten. Die Theorie klingt gut, aber ob es in der Praxis dann auch so viel Spaß macht wird man sehen müssen. Ich persönlich träumte schon immer davon in einem Weltraumspiel einfach von einem Planeten ins All zu reisen und dann einfach auf dem nächsten Planeten zu landen – ohne Ladezeiten. No Man’s Sky könnte dies endlich wahr werden lassen.

Eine schlechte Nachricht gibt es dann aber leider doch. Sony sicherte sich den „debut exklusiv“ Status für No Man’s Sky. Das Spiel wird also zuerst auf der Konsole erscheinen und erst später für PC und Xbox (noch keine Bestätigung). Sony wird dem Entwickler Hello Games sicherlich eine ziemliche Summe dafür gezahlt haben, da No Man’s Sky eines der am sehnlichsten erwarteten Titeln ist.

Steam startet Summer Sales 2014

Das Sommerloch – wie jedes Jahr klafft eine gähnende Leere zwischen dem Frühling und dem Herbst in verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Wirtschaft. Traditionell erscheinen im Sommer so gut wie gar keine neuen Spiele und so bahnt sich Jahr für Jahr eine neue Durststrecke an.

Aber zum Glück gibt es ja Steam, welches zumindest für Spieler das Sommerloch halbwegs schließen. Zwar war der gestrige Start der Summer Sales auf Steam kein Geheimnis mehr dank der unzähligen Leaks, aber freuen werden sich sicherlich viele Zocker darüber.

Angebote von bis zu 90% Rabatt sind nun wieder täglich dabei und auch die beliebten Blitz-Angebote gibt es erneut. Verbunden ist das ganze wieder mit Steams Sammelkarten System, welches eigens für den Summer Sale eine eigene Kollektion erhält.

Dann heißt es nun wohl Kreditkarte zücken oder das Paypal-Konto bereit machen – es wird sicherlich für jeden Gamer etwas dabei sein.

Während die Sale Aktionen von Steam für Gamer ein Paradies auf Erden darstellt, sehen einige Spielentwickler diese Aktionen kritisch. Spieler würden nur noch auf diese Rabattaktionen warten und Spiele kaum noch zum (oftmals viel höheren) Orginalpreis kaufen. Vor allem die Macher von Indie-Titeln sehen darin ein Problem. Die Aktion läuft noch bis zum 30. Juni mit täglich wechselnden Angeboten.

Zum Schluss noch ein recht witzig gemachtes Video, welches die Sale Aktion relativ gut beschreibt. Sehr witzig gemacht wie ich finde. Hochgeladen hat dieses Video der Nutzer Kryos auf YouTube

 

Nintendo Highlights der E3

Die Wii U ist immer noch am Schwächeln und die Absatzzahlen sind nicht das, was sich das japanische Traditionsunternehmen erhofft hatte. Die Verkaufszahlen der Konsolen waren sogar so niedrig, dass Ubisoft im Zuge der E3 bestätigte, dass sich ein komplett fertiges Spiel in ihrem Besitz befinden würde, welches aber  so lange zurückgehalten wird bis die Verkaufszahlen sich erhöhen. Ansonsten will Ubisoft den Titel auf anderen Plattformen veröffentlichen – keine guten Nachrichten für Nintendo.

Dank Mario Kart 8 wurden die Verkäufe zumindest wieder zeitweise angekurbelt. Die Leute verlangen einfach nach den klassischen Nintendo Titeln wie Zelda und Meteroid, aber von denen war auch auf der E3 nicht wirklich etwas zu sehen. Einige interessante Neuankündigungen gab es dann aber doch.

Hyrule Warriors

Ein hierzulande eher unbekannterer Titel ist Dynasty Warriors. Im asiatischen Raum ist diese Serie ein echter Megahit. Man steuert dabei einen Helden, der sich im typisch übertriebenen asiatischen Kampfstil durch Gegnerhorden metzelt und hin und wieder Bossgegner platt macht. In der westlichen Fachpresse erhalten die Spiele der Serie bestenfalls durchschnittliche Bewertungen.

Jedenfalls haben sich die Macher hinter Dynasty Warrios ran gesetzt und packen dieses Spielprinzip nun in ein Zelda Korsett. Heraus kommt dabei Hyrule Warriors. Man schlüpft in die Haut der Hauptfiguren von Zelda, wie beispielsweise die namensgebende Prinzessin selbst oder man steuert den Helden Link. Entwickelt wird das Spin-Off zu Zelda von Tecmo Koei und Team Ninja. Das Metzeln soll am 26.September 2014 auf der Wii U starten. 

Super Smash Bros. 4

Super Smash Bros. 4 ist einer dieser Titel, die die Verkäufe für die Wii U ankurbeln können. Viele wuchsen mit Titeln der Serie auf und so erreichten die Spiele ähnlichen Kultstatus wie die Street Fighter Serie – nur eben in niedlich und mit Nintendo Touch.

Am alten Spielprinzip ändert sich wenig. Wie auch in den alten Teilen der Serie übernimmt man die Steuerung über Helden von Nintendo und anderen japanischen Herstellern wie Konami. Mario, Pac Man, Megaman, Link…alle sind wieder mit an Bord. Man bleibt dabei den Wurzeln der Serie natürlich treu: die Steuerung fällt simpel aus und Ziel ist es den Gegner von der Plattform zu schubsen.

Diesmal kann man sogar seine eigenen Miis benutzen und dafür eine von 3 Klassen auswählen. Nette Idee.

Diesmal kann man jedoch seine Charakter etwas personalisieren und Gegenstände wie Schuhe wechseln, welche dann andere Boni geben. Außerdem soll es möglich sein mittels NFC Charaktere zwischen Wii U und 3DS zu transfieren – allerdings kann man nicht miteinander spielen. Ähnlich wie bei Activisons Skylanders wird nun Nintendo bald auch Figuren verkaufen, die dann in den Spielen verwendet werden können. Dabei handelt es sich um kleine Plastik Figuren, die über NFC von der Konsole erkannt werden. Verkauft werden sie unter dem Namen Amiibo. Damit kann man in dafür angepassten Spielen beispielsweise Charaktere mit speziellen Fähigkeiten hinzufügen.

Super Smash Bros. 4 wird unter Garantie ein Hit auf der Konsole und auf dem Handheld. Erscheinen soll da Spiel am 3. Oktober diesen Jahres für den 3DS und für die Wii U um die Weihnachtszeit.

 

 The Legend of Zelda (Arbeitstitel)

Zelda…das Spiel auf das wohl jeder wartet und die Verkäufe der Wii U befeuern wird. Leider gab es dazu kaum Informationen auf der diesjährigen E3, aber immerhin ein Lebenszeichen.

Man setzt wieder auf Cell-Shading Look, was das ganze ein wenig wie im Comic aussehen lässt – typisch für Nintendo. Darüber hinaus gab man bekannt, dass es sich dabei wohl um ein Open World Spiel handelt, ähnlich wie in Skyrim. Neben einem kurzen Trailer gab es aber nichts neues zu sehen, auch wenn viele Fans mehr erhofft hatten. Immerhin grenzte man das Release Datum ein. Erscheinen soll The Legend of Zelda in 2015.

Neuvorstellung: Splatoon

Eine waschechte Neuvorstellung gab es dann doch noch mit Splatoon. Der Comic Shooter ist ganz klar auf Multiplayer Action ausgelegt und verzichtet dabei komplett auf Gewalt. Auch die Spielidee an sich klingt recht witzig: statt sich gegenseitig in jenseits zu befördern ist es das Ziel, so viel Bereiche der Karte wie möglich mit Farbe zu bedecken.

Dabei stehen unterschiedliche „Waffen“ und Taktiken zur Verfügung, wie man im Trailer sehen kann. So stehen gewaltige Malerrollen und Farbbomben zur Verfügung. Darüber hinaus kann man sich zeitweise in einen Tintenfisch verwandeln und somit schnelle über die Karte navigieren.

Witzige Idee und erfrischend gewaltlos. Dieser Titel hat sicherlich eine Menge Potential. Losgehen soll die 8-Player Farbparty in 2015 auf der Wii U.

Yosh’s Wolly World

Ebenfalls neuangekündigt wurde Yoshi’s Wooly World. Es ist schon viele Jahre her, dass der knuffige Reitdino ein eigenes Spiel spendiert bekam. Unvergessen bleibt Yoshi’s Island auf dem SNES. Der allesfressende Sidekick bekommt nun also nach sehr langer Durststrecke wieder ein eigenes Spiel.

Man orientiert sich dabei stark and Super Mario Bros. und an dem quasi indirekten Vorgänger „Kirby und das magische Garn“. In typischer Plattformer Manie hüpft man sich durch die Level und verspuckt dabei vorher verschlungene Gegner und Wolle. Klingt nach einem typischen Nintendo Titel und wird sich wohl auch so spielen – genau das was man auf einer Nintendo Konsole eben spielen will. Erscheinen soll das Spiel 2015 exklusiv für die Wii U. 

Bayonetta 2

Der nächste potentielle Kassenschlager in Nintendos Portfolio ist Bayonetta 2. Die namensgebende Hexe ist nicht nur der Liebling aller Gaming Feministinnen, sondern auch echt ein gutes Beam’em’up mit schräger Story und noch schrägeren Charakteren. Wirklich viel gibt es zum Spiel selbst nicht zu sagen, der Trailer spricht für sich.

Dem Spiel wird außerdem noch der erste Teil der Serie beigelegt. Und als ob dies nicht schon genug wär, kann man das Spiel mit Kostümen andere Nintendo Ikonen wie beispielsweise Link oder Zelda durchspielen.

Bayonetta 2 soll exklusiv für Wii U im Oktober diesen Jahres erscheinen.

Mario Maker

Gerüchte gab es schon länger, aber nun machte es Nintendo endlich offiziell. Auf der E3 wurde der Mario Maker vorgestellt, eine Art Baukasten für Super Mario.

Es gab sicherlich einige Leute, die sich beim Spielen der diversen Super Mario Games dachte „hey, ich wette ich könnte einen besseren Level basteln“. Genau diese Sorte von Mensch bekommt mit Mario Maker nun die Chance. Mit dem kreativen Spiel lassen sich ohne größere Probleme eigene Spiele im Retro Look herstellen, oder aber im Stil von New Super Mario Bros. Der Editor lässt dabei keine Wünsche offen und soll sehr leicht zu bedienen sein. Wer möchte kann seine eigens erstellten Level mit Freunden oder fremden teilen.

Erscheinen soll Mario Maker in 2015.

Rainbow Six Siege

Auf der Ubisoft Pressekonferenz sah es zuerst danach aus, als würde man ausschließlich bereits bekannte Titel zeigen. Jedoch kam die dicke Überraschung ganz am Ende der Präsentation, denn der französische Publisher lässt eine legendäre Serie wiederaufleben. Rainbow Six stand vor über einer Dekade für packende taktische Ego-Shooter Action, in der das Köpfchen mehr zählte als der Finger am Abzug. Ubisoft lies die Katze aus dem Sack und zeigte einen Gamplay Trailer zum neuen Rainbow Six Siege.

Wer bereits auf den vorher angekündigten Teil der Serie wartete wird sich wundern, warum denn nun Rainbow Six Siege vorgestellt wurde und nicht etwa das bereits vor Jahren angekündigte Rainbow 6 Patriots. Bereits wenige Monate nach der Ankündigung im Jahre 2011 wurde Patriots wieder eingestellt und ein neues Team aufgestellt, welches in den folgenden Jahren an Rainbow Six Siege arbeitete.

Abrissunternehmen oder Anti-Terror Einheit?

Die Gameplay Präsentation zeigt ein Multiplayer Spiel zwischen der Rainbow Six Einheit und Entführern – und einer Geisel. Klingt nach einem altbewährten Spielmodus, den man in erster Linie von Counterstrike kennt. Jedoch verpasste man den ganzem einen Hauch von Rainbow Six. Gestartet wird auf einer Übersichtskarte, in dem das Rainbow Six Team den Zugriffspunkt wählt und dann abgesetzt wird – wirkliche Planung wie in den alten Rainbow Six Teilen gibt es aber wohl nicht.

Die Geiselnehmer verbarrikadieren Fenster und Türen mit diversen Hilfsmitteln, um sich so vor Scharfschützen und ähnlichem zu schützen. Sie haben dabei genügend Zeit, bevor das Anti-Terror Team zugreifen kann. Metallbarrikaden und Stacheldraht hindern die Spezialeinheit beim Zugriff. Aber auch die Rainbow Six Einheiten kommen mit einigen Gimmicks daher – so gibt es eine Kamera Drohne oder Sprengladungen um sich kurzer Hand einen neuen Zugang durch eine Wand oder durch die Decke zu sprengen.

Sobald dann die Action losgeht sieht man, wie das Spiel eine ganz eigene Dynamik entwickelt und sich von Call of Duty, Battlefield oder Counterstrike abhebt. Während des Videos wird das halbe Haus demoliert und ständig verliert man durch Löchern in den Wänden die eigene Deckung und auch das etwas langsamere und behutsame Gameplay sagt mir persönlich zu. Im Video zeigt man dabei, wie man das gesamte Haus beinahe komplett in Bruckstücke sprengen und ballern kann.

Allerdings bezweifele ich sehr stark, dass ein echtes Mulitplayer Match auch wirklich so wie im Video ablaufen würde. Wahrscheinlicher ist eher, dass die Leute es wie die bekannten Ego-Shooter spielen werden: rumhüpfen, campen und Teamplay ignorieren. Und damit wäre der Zauber des taktischen Ego-Shooters auch direkt wieder verflogen. Ich bezweifele sehr stark, dass das Entwicklerteam hier irgendetwas dagegen unternehmen kann um die Spieler von dieser Art des Spielens abzuhalten. Schade eigentlich, aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren.

Über den Singleplayer, das Setting oder sonstiges schweigt man sich hingegen aus. Einzig das Multiplayer Match wurde gezeigt als Vorgeschmack auf das, was da noch kommen soll beim Release. Ob es Rainbow Six Siege wirklich schafft sich von der Masse abzuheben und endlich ein wenig Taktik in das Genre zu bringen bleibt abzuwarten. Ich würde es mir wünschen. Hoffen wir, dass Ubisoft es schafft Taktik und Teamplay zwingend erforderlich für den Erfolg zu machen – sicherlich eine knifflige Angelegenheit in Sachen Gamedesign.

Als Erscheinungsdatum wurde lediglich 2015 genannt und es wurden noch keine Plattformen genannt, auf denen der Titel erscheinen soll.

 

 

 

The Division – CGI und Gameplay Trailer

Tom Clancy’s The Division zählte während der E3 2013 zu den absoluten Highlights der Show und überzeugte die Besucher mit dem klasse Setting, bombastischer Grafik und ansatzweise interessantem Gameplay. Zur diesjährigen E3 brachte das Team hinter The Division gleich zwei Trailer mit, wobei nur einer davon überzeugen kann.

Bei The Division handelt es sich um einen Third-Person-Shooter, der wiedereinmal in einem halbwegs post-apokalyptischen Setting spielt. Die USA wird von einem Virus befallen, welcher die Bevölkerung stark dezimierte und die überlebenden versuchen nun in bester Surrival-Manier zu überleben. Der Großteil der Bevölkerung wurde ausgelöscht und die Metropole ist dem Chaos verfallen. Doch einige der Überlebenden schließen sich zur namensgebenden „The Division“ zusammen und versuchen die Ordnung wiederherzustellen. Zwar gibt es keine Zombies oder ähnliches, aber das Setting wirkt auf den ersten Blick direkt etwas ausgelutscht. Schauplatz des Spiels ist das verfallene New York.

In Sachen Gameplay setzt man größtenteils auf altbekanntes. Typisch für Third-Person springt man hier von Deckung zu Deckung während der Feuergefechte und hat diverse Gimmicks dabei. Beispielsweise eine Drohne, die den Gegner per Stroboskop blendet und kurzzeitig kampfunfähig macht – interessante Idee. Generell setzt man hier wohl oft auf den Einsatz von Drohnen oder automatischen Geschütztürmen. The Division wird kooperativ und im Multiplayer spielbar sein.

Besonderes stylisch fand ich dabei die Gebietskarte, die einfach auf den Boden rund um den Charakter projiziert wird. Oder die sogenannten Echos (Aufzeichnungen von öffentlichen Videokameras und ähnlichem). Diese Echos werden genau wie die Karte einfach in der Umgebung dargestellt und zeigen, was in der Vergangenheit am jeweiligen Ort geschah. Auf diese Art wird die Story wohl hin und wieder näher gebracht.

Grafisch gesehen ist The Division über jeden Zweifel erhaben und die eigens entwickelte Snowdrop Engine braucht sich nicht hinter anderen Engines zu verstecken. The Division hat das Potential ein Superhit zu werden, auch wenn das Gameplay vielleicht etwas zu generisch wirkt auf den ersten Blick.

Erscheinen soll das Spiel leider nicht vor 2015. The Division erscheint für PC, Xbox One und Playstation 4.

Als besonders gelungen empfinde ich persönlich den CGI Trailer zum Spiel. Hier wird wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, weshalb sich Spiele schon lange nicht mehr hinter Filmen verstecken müssen. Im „Take back New York“ Trailer wird die Story etwas näher gebracht und Emotionen stehen im Vordergrund.

 

Assassins Creed Unity

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann…und Call of Duty…und Assassins Creed. Langsam aber sicher scheint es zu einer Art Naturgesetz zu werden, dass jedes Jahr ein neuer Assassins Creed Teil das Licht der Welt erblickt. Kritiker werfen der Serie Stagnation vor, sicherlich nicht zu unrecht. Jedoch erfreut sich die Assassins Creed Reihe immer noch aller größter Beliebtheit. Im Oktober diesen Jahres geht es wieder einmal auf Meucheltour. Diesmal ist das Frankreich des späten 18.Jahrhunderts Schauplatz – inmitten in der französischen Revolution. Ein sehr geeigneter Zeitraum für ein Assassins Creed Spiel.

Im gezeigten Gameplay Trailer entdeckt man in erste Linie kaum Neuerungen. Immer noch klettert man über Häuser, springt todesmutig von selbigen, meuchelt Wachen mit der versteckten Klinge und verschwindet in den Menschenmassen wieder ungesehen. Zwar gibt es hier und dort Verbesserungen im Detail, aber im Kern ändert sich wenig an der bewährten Spielmechanik. Persönlich finde ich dies auch gar nicht so schlimm, denn die Spielserie fesselt mich wieder und wieder am Monitor.

Jedoch gibt es dieses Jahr tatsächlich zwei Neuerungen. Man kann nun aktiv schleichen, wie man es beispielsweise aus Splinter Cell kennt. Per Tastendruck aktiviert man diesen Schleichmodus und kann sich so ungesehener bewegen. Protagonist des Titels ist übrigens der französische Edelmann Arno Dorian, der in den konfusen Tagen der Revolution durch die Gassen von Paris und anderen Städten schleichen wird. 

Kooperativer Story-Modus?

Bei der zweiten großen Neuerung werden sich die Geister definitiv scheiden. Assassins Creed Unity wird man kooperativ spielen können mit insgesamt 4 Spielern. Kenner der Serie werden nun unter Garantie ein wenig die Augenbrauen runzeln, da gerade die Kämpfe in den Spielen oftmals viel zu einfach waren. Ob die Balance mit 3 Mitspielern noch stimmt bleibt abzuwarten und ich persönlich weiß auch gar nicht so recht, ob man ein Assassins Creed wirklich kooperativ spielen sollte. Hier muss Ubisoft noch Überzeugungsarbeit leisten, man schwieg sich aber größtenteils darüber aus, wie denn das Gameplay nun tatsächlich mit 4 Leuten aussehen soll.

Da der Assassins Creed Unity ausschließlich für PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen wird, konnte man sich in Sachen Grafik austoben. In keinem anderen Assassins Creed Titel liefen dermaßen viele NPCs herum und nie war die Grafik so detailreich. Die Entwickler hinter dem Spiel übertreffen sich diesmal selbst in Sachen detailverliebtheit. Aber dennoch bleibt Assassins Creed wohl einfach nur ein Assassins Creed – das Rad wird nicht neuerfunden und wer die Vorgänger schon als zu einfallslos empfand, wird auch mit Unity nicht glücklich werden.

Alle anderen können sich auf den Herbst freuen, denn Assassins Creed Unity erscheint am 28. Oktober für PC, Playstation 4 und Xbox One.