Sharknado – Trash bald auch für iOS

Es gibt Filme die so schlecht sind, dass sie beinahe schon wieder kultig sind. B-Movies waren eine Zeit lang sehr beliebt, gerade im US-Amerikanischen Fernsehen. Letzten Sommer schoss jedoch ein Film den Vogel ab und feierte sogar hierzulande „Erfolge“. Sharknado ist dermaßen schlecht, dass man ihn einfach gesehen haben muss – ein Tornado voller Haifische fällt über eine US-Großstadt her. Ja richtig: Haie die per Tornado ans Festland kommen und durch die Luft geschleudert werden und dabei Menschen töten. Mehr Trash geht im Prinzip nicht, aber daraus wurde ein Phänomen der modernen Pop-Kultur und der Film erlangte auch international hohe Bekanntheit.

Der Sender Syfy (im Besitz von NBC Universal) gab einen zweiten Film zu Sharknado in Auftrag, welcher am 30. Juli diesen Jahres auf dem Sender Syfy Premiere feiern wird – und (leider) bald auch auf dem deutschsprachigen Kanal des Senders. Ob der zweite Teil ebenso erfolgreich sein wird bleibt abzuwarten, der Trash Faktor dürfte sich aber eventuell bereits abgenutzt haben.

shark

Heutzutage kommt kaum noch ein Film ohne oftmals vermurkste Spiel-Adaption aus. Und genau deswegen wird es ein Mobile Game zu Sharknado geben, welches erstmals nur auf iOS Geräten erscheinen soll. Die Qualität des Spiels wird sich sicherlich an der des Films orientieren. Für Trash Fans aber wohl ein Muss.  Der Titel des Spiels lautet Sharknado: The Video Game. Sollte der Titel erfolgreich sein, wäre eine Umsetzung oder ein anderes Spiel zu Sharknado auf den Konsolen denkbar. Aber brauchen wir das wirklich?

Popkultur kann schon manchmal sehr seltsame Wege einschlagen. Uwe Boll wird sicherlich vor Neid erblassen, wenn er den seltsamen Erfolg von Sharknado betrachtet.

 

Quelle: www.hollywoodreporter.com

Drama um Kleinkinder und Pools – Die Sims 4

Irgendwie schafft es Die Sims 4 derzeit einfach nicht, aus den negativen Schlagzeilen heraus zu kommen. Erst vor einigen Wochen wurde Die Sims 4 in Russland mit dem Stempel „ab 18 Jahren versehen“, da man hier gegen ein Gesetz gegen die Darstellung von homosexuellen Inhalten verstieß (Gleichgeschlechtliche Beziehungen / Ehen). Nun ist die Welt der Sims Fans erneut im Aufruhr und das Entwicklerstudio hinter dem Spiel kämpft gegen einen aufkommenden Shitstorm an. Stein des Anstoßes sind Kleinkinder und Pools.

Wie vor kurzem bekannt wurde, wird Die Sims 4 zum Release keine Kleinkinder beinhalten und auch die beliebten Swimming Pools wird man vergebens in den Bauoptionen suchen. Beides sind eigentlich relativ grundlegende Dinge, die quasi zur Grundaustattung der Sims Reihe gehören. Natürlich kommt hier eine Menge Unmut bei den Fans auf, da man nicht darauf verzichten möchte. Sogar eine Petition für das Einfügen beider Spielelemente wurde gestartet und wurde bereits mehrere Tausend mal unterzeichnet. Aber alles bitten und betteln hilft nichts, denn nun sprach einer der Entwickler ein Machtwort und erklärte weshalb die Features nicht im Spiel sein werden.

Als Argument wurde hier angeführt, dass es sich bei Die Sims 4 um ein von Grund auf neues Spiel handelt im Bezug auf die Engine. Dementsprechend musste man die eigenen Ressourcen bestmöglich einsetzen um ein funktionierendes Produkt abzuliefern. Und da man keine Ressourcen dafür frei hatte fiel dies der Planung zum Opfer. Also musste man einfach Kompromisse eingehen.

Ein nachvollziehbares Argument, jedoch hat dies einen sehr bitteren Beigeschmack. Der Vorgänger Sims 3 wurde reichlich mit kostenpflichtigen Addons und DLC (Downloadable Content) bedient, so dass man über 200 Euro in das „komplette“ Spiel investieren konnte (wenn man alle DLC erwirbt). Nun mögen böse Zungen behaupten, dass man Kleinkinder und Pools als Feature in einem der bereits angekündigten DLC anbieten wird. Ganz so unwahrscheinlich ist es jedenfalls nicht. Auf ein kostenloses Inhalts-Update sollte man also nicht hoffen.

Meiner Meinung nach hat das ganze einen sehr faden Beigeschmack und ich bin ein Gegner dieser DLC-Politik. Sicherlich freut man sich über neue Inhalte zu einem tollen Spiel, aber wenn irgendwann grundlegende Features nur noch per DLC geliefert werden und man somit 50€ für ein kastriertes und unvollständiges Spiel ausgeben soll hört der Spaß auf. An DLC werden sich sicherlich auch in Zukunft noch die Geister scheiden. Aber vielleicht lenkt der Entwickler ja in diesem Fall wirklich ein und liefert beide Standard Features per Update kostenlos nach – es würde auf jeden Fall einen großen Shitstorm abwenden.

 

Browser- und Free2Play-Spiele Übersicht

Das Sommerloch ist mal wieder da und trifft nicht nur die Politik, denn auch bei den Videospielen sieht es derzeit sehr mau aus. Die nächsten großen und interessanten  Titel werden erst zum Herbst oder gar zum Weihnachtsgeschäft den Weg in die örtlichen Läden finden bzw. in Steams Shop finden. Man könnte zwar sagen, dass man den Sommer nutzen sollte und rauszugehen statt daheim vor dem PC oder der Konsole zu sitzen, aber manchmal möchte man auch einfach mal abschalten und viele nutzen dafür Videospiele. Und viel Geld möchte man auch nicht ausgeben, da Spiele ja in der Regel um die 50 Euro kosten, wenn man nicht gerade einen Rabatt erwischt. Eine Alternative bieten da die äußerst erfolgreichen Free2Play und Browswerspiele. Beide sind seit Anbeginn ihrere Existenz bei Core-Gamern eher verschmäht, aber erfreuen sich immer noch steigender Beliebtheit – und auch als Core-Gamer sind derartige Spiele zwischendurch ein netter Zeitvertreib.

Aber wo fängt man am besten an, wenn man denn auf der Suche nach solchen Spielen ist? Der Markt wird derzeit geradezu überflutet mit Angeboten und ist vergleichbar mit der übertriebenen Flut an MMOs in den letzten Jahren. Man wollte ein Stück vom Kuchen abhaben, den World of Warcraft nach wie vor genüsslich allein verzehrt und genau das selbe spielt sich derzeit mit Free2Play ab. Da die Übersicht zu bekommen, was sich wirklich lohnt einmal anzutesten ist schwierig.

Die Qual der Wahl

Es gibt einen Haufen an Ego-Shootern auf dem Free2Play Markt, die sich leider qualitativ gewaltig untereinander unterscheiden. Es gibt im Netz natürlich diverse Seiten, die sich mit der Thematik beschäftigen und Übersicht bieten wollen. Eine dieser Seiten hat sich dem Genre der Action Spiele verschrieben. Hier findet man unter anderem eine Übersicht der derzeit angesagtesten Spiele inkl. einer ausführlichen Beschreibung und Links, die zur Account-Anmeldung des jeweiligen Spiels und dessen Download-Portalen führen. In der dortigen Übersicht findet man unter anderem Spiele wie World of Tanks oder Planetside 2.

actionspiele

Wer doch lieber Spiele im Browser spielen möchte kann sich einmal auf einer spezillen Seite für Action Browserspiele umsehen. Zwar werden hier auch Spiele vorgestellt, für die man mehrere Gigabyte runterladen muss und sie somit keine Browser Spiele mehr sind, aber die Übersicht ist gut gemacht. Dank der Nutzerbewertungen kann man auch direkt sehr gut abschätzen, ob das Spiel denn etwas taugt oder nicht.

Keine verdeckten Kosten, aber sehr zeitintensiv

Auf den ersten Blick mögen derartige Spiele kostenlos sein und man zahlt auch tatsächlich keinen Cent, um spielen zu können. Jedoch leiden vieler dieser Spiele darunter, dass man hier nur mit großem zeitlichen Aufwand erfolgreich oder belohnend spielen kann. Free2Play Spiele setzen in der Regel auf Mechaniken, die darauf abzielen, dass der Spieler Geld investiert um schneller voran zu kommen. Oder sie bieten Gegenstände an, die allein die Optik betreffen – das Auge isst nicht nur mit, sondern es spielt auch mit. Gerade World of Tanks stand vor einiger Zeit in Kritik, da man ohne Echtgeld im Spiel ab einem gewissen Punkt kaum noch vorwärts kam und es Premium-Munition zu kaufen gab, welche massive spielerische Vorteile gab (mittlerweile ist die Munition auch erspielbar, auch wenn dies sehr zeitaufwendig ist).

Wer sich von derartigen Mankos nicht abhalten lässt und auf der Suche nach kostenlosem Spielspaß ist wird auf einer der beiden Seiten fündig werden. Alle anderen warten auf den Herbst, wenn Spiele wie Dragon Age Inquisition und Konsorten erscheinen.

Eines der besten Beispiele für gelungene Free2Play Titel ist Sonys Planetside 2. Der Trailer zum Spiel zeigt bereits, welch hohe Qualität man hier den Spielern auftischt.

Gerücht: Crytek UK streikt angeblich

Das deutsche Vorzeige-Studio Crytek kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Vor einigen Wochen wurde auf diversen Fachpresse Seiten gemeldet, dass Crytek angeblich kurz vor dem Bankrott gestanden habe und Mitarbeiter auf Gehälter verzichten mussten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main dementierte dies natürlich umgehend und die Sache verschwand relativ schnell wieder von der Bildfläche. Allerdings kommen nun neue Gerüchte um ein Tochterunternehmen von Crytek auf, die in die selbe Kerbe schlagen.

Betroffen hiervon ist diesmal das Studio Crytek UK (ehemals Free Radical Design) in England. Wie das armerikanische Blog Kotaku meldete soll sich das Team in einer Art Streik befinden, da Gehaltszahlungen ausgeblieben sein sollen. Jedoch sollte man dieses Gerücht mit Vorsicht genießen, da Kotaku hier keine direkte Quelle nennt sondern es recht schwamming formuliert mit „Leute, die mit der Situation vertraut sind“.  Wieviel Wahrheit hinter der Meldung steckt bleibt abzuwarten, da Crytek unter Garantie derartige News unter den Teppich kehren möchte, um etwaige Investoren nicht vorzeitig abzuschrecken.

Crytek UK arbeitet derzeit am vielversprechenden Homefront: The Revolution. Nach dem Konkurs von THQ erwarb Crytek die Rechte am kommerziellen Flop Homefront und versucht nun die Marke erfolgreicher fortzusetzen. Sollten die Gerüchte stimmen bedeutet dies, dass Homefront: The Revolution derzeit nicht weiter entwickelt wird. Offizielle Meldungen oder Dementi dazu gibt es noch nicht.

Free Radical Design entwickelte vor der Übernahme durch Crytek unter anderem die Timesplitters Serie und den riesigen Flop Haze. Auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten wurde das Team 2009 von Crytek aufgekauft und in Crytek UK umbenannt und wirkte auch an der Entwicklung von Crysis 2 mit.

Dragon Age Inquisition – erster homosexueller Charakter in Firmengeschichte

BioWare hat mit ihren diversen Spielen schon sehr viele Charaktere vorgestellt und deren Geschichten erzählt. Das Studio ist unter anderem für die äußerst erfolgreichen Serien Mass Effect, Dragon Age, Baldurs Gate und Neverwinter verantwortlich. Jedoch gab es seit der Firmengründung in den späten 90er Jahren noch nie einen homosexuellen Begleit- Charakter in den grandiosen Geschichten des Vorzeige-Studios. Doch das soll sich nun mit Dragon Age Inquisition ändern, denn erstmals wird ein schwuler Charakter ein Begleiter der Hauptfigur sein können.

In einem Interview äußerte sich der Autor David Gaider zur Persönlichkeit von Dorian, dem ersten homosexuellen Begleiter in der Geschichte von BioWare. Dorian ist ein Magier aus Tevinter und sah sich einer Gesellschaft von Perfektionisten gegenüber gestellt, in der auch die eigene Familie hohe Ansprüche stellt. Gaider beschreibt Dorian als sehr intelligenten Menschen; manchmal auch zu intelligent für sich selbst, was nicht immer gut für ihn ende. Dorian würde sich nicht den Erwartungen der Gesellschaft beugen und hätte deswegen den Pfad eines Außenseiters eingeschlagen. Wer möchte kann das komplette Interview zum Charakterpotrait von Dorian hier nachlesen.

doria

Für den Autor David Gaider sei das Erschaffen dieses Charakters sehr spannend und eine sehr persönliche Erfahrung erstmals einen homosexuellen Mann in eine Geschichte einzubauen. Er sei sich bewusst, dass Dorian sicherlich sehr kontrovers diskutiert werden wird, aber die sexuelle Orientierung gab ihm die Chance auf eine neue Dimension im Bezug auf die Hintergrundgeschichte.

Hierzulande dürfte Dorian sicherlich unproblematisch sein, jedoch sieht es in konservativen Ländern wohl etwas anders aus. Sogar in den USA dürfte man hier sicherlich einige Gemüter erhitzen und es wird sehr wahrscheinlich abermals Probleme in Russland geben, denn dort wurde jüngst Die Sims 4 mit dem Stempel ab 18 Jahren versehen. Grund dafür ist, dass ein Gesetz Minderjährige vor der Beeinflussung von homosexueller Propaganda schützen soll.

 

Dragon Age Inquistion erscheint am 9.Oktober 2014 für PC, Xbox 360, PlayStation 3, PC Download, Playstation 4 und Xbox One. Zum Einsatz kommt die FrostBite Engine, die man in erster Linie aus Spielen der Battlefield-Reihe kennt.

Wenn aus ARMA 2 und 3 ernst wird

ARMA (Armed Assault) 2 und 3 sind den meisten Spielern ein Begriff, basiert doch das mehr als nur erfolgreiche DayZ auf dem Grundgerüst von ARMA 2. Der Militär-Simulator war die letzten beiden Jahre ständig in den Top 20 von Steam vertreten und der Vorgänger Operation Flashpoint war vor über 10 Jahren ebenfalls ein bahnbrechender Erfolg. In den Singleplayer Kampagnen der diversen Ableger ging es stets um fiktive Konflikte zwischen NATO und russischen Verbänden und man kam verhältnismäßig realistische Kämpfe zu sehen. Armed Assault ist quasi der einzige Vertreter dieses Genres.

Hinter dem spielerischem Vergnügen steckt aber mehr als man denkt. Denn mit der Engine bzw. dem stark modifizierten Gerüst von ARMA werden in einigen Ländern Soldaten ausgebildet für spezielle Kampfsituationen – und das ist sogar von der NATO zertifiziert. Bezeichnet wird dieses Programm logischerweise nicht als Armed Assault, sondern trägt den martialischen Titel Virtual Battlespace 3. Eingesetzt wird das Trainingsprogramm unter anderem in den USA, Norwegen, Polen und Frankreich. Auch deutsche Soldaten trainieren am französischen Simulator. Entwickelt wird Virtual Battlespace von einem Ableger von Bohemia Interactive – nämlich von Bohemia Interactive Simulations. Beide Studios haben ihren Hauptsitz in Prag.

Des einen Freud, ist des anderen Simulator

Es ist schon ein wenig erschreckend, wenn man bedenkt wie nahe sich Realität und Spielvergnügen hier kommen. Während man abends mit Freunden am PC sitzt und gemütlich eine Runde ARMA 3 spielt, werden irgendwo anders zu selben Zeit Soldaten mit dem selben „Spiel“ ausgebildet. Die USA verwenden das Programm schon seit Anfang der 2000er Jahre.

Beeindruckend ist die Simulatorentechnik jedoch schon und wahrscheinlich wird sich der ein oder andere Gamer ein derartiges System auch für das heimische Wohnzimmer wünschen. Denn die Soldaten trainieren auf einer 4×2,2 Meter breiten, gebogenen Leinwand die eine 180°C Darstellung ermöglicht. Kombiniert mit der Helmkamera ergeben sich 360° Rundumsicht. Im gezeigten Video trainieren Soldaten beispielsweise den Umgang mit Laserzielgeräten während ihrer FAC-Ausbildung (Forward Air Controller) – der Simulator selbst wird als SIMFAC bezeichnet.

Leicht abstrakt wird das gezeigte Video schon, da man ähnliche Szenen auch aus den Einzelspielermissionen von ARMA 2 und 3 kennt. Das Sprichwort „Wenn aus Spaß ernst wird“ trifft hier wohl zu. Mich jedenfalls beschlich ein seltsames Gefühl beim Betrachten, da ich bereits öfter die Ableger der Serie spielte, auch wenn es sich dabei eigentlich um zwei unterschiedliche Produkte handelt, die lediglich das selbe Gerüst haben. Sonderlich pazifistisch wird man allerdings sowieso nicht eingestellt sein, wenn man die Spiele der ARMA Serie spielt.