Telefonstreiche mit Videospiel-Figuren?

Einen Telefonstreich wird sicherlich so gut wie jeder von uns einmal gemacht haben, auch wenn man einfach nur mal einen Freund mitten in der Nacht wach geklingelt hat. Es gab aber schon immer Leute, die das ganze ein wenig weiter getrieben haben und ihre Streiche perfektionierten. Unter diese Kategorie Mensch gehört wohl der YouTube Nutzer Jayuzumi, der sich selbst als „The Soundboard Guy“ bezeichnet.

Unter einem Soundboard versteht man in diesem Zusammenhang eine Palette an Tönen, die per Tastendruck abgespielt werden. In dem Fall mit den Stimmen von aus Videospielen bekannten Charakteren. Ähnliches kennt man beispielsweise von Stefan Raab oder diversen anderen Entertainern. Zugegeben das von mir vorgestellte Video ist teilweise schon ein wenig grenzwertig, aber ich denke der YouTuber wird sich später um Wiedergutmachung bemüht haben.

Auf seinem Kanal hat er einige dieser Telefonstreich-Videos hochgeladen, allerdings fallen dabei schon mal Beleidigungen – also nichts für empfindliche Menschen oder Kinder. Sehenswert ist es aber schon, wenn man denn diese Art von Humor mag.

Im folgenden Video benutzt Jayuzumi die Soundfiles von Liberty Prime, einem Roboter aus dem äußerst erfolgreichen Fallout 3. Viel Spaß – auf seinem Kanal gibts noch mehr Videos zu sehen (unter anderem auch mit den Stimmen von US-Amerikanischen Stars).

Steam Greenlight absurd: Grass Simulator

Videospiele machen Spaß, erzählen gute Storys, fesseln mit gutem Gameplay, bieten kinoreife Musik und unterhalten uns bestens auf unterschiedlichste Art und Weisen. Egal ob Strategie, Ego-Shooter, Rollenspiel oder Jump’n’Run – doch dann kamen die Simulatoren. Ja zugegeben: das war jetzt ein wenig reißerisch, aber die Qualität und der Spielspaß von gefühlten 99% der Simulatoren bewegen sich auf unterirdischem Niveau.

Ich verstehe nicht, wer da auf die Idee kommt Spiele wie den Müllabfuhr-Simulator zu entwickeln. Noch interessanter finde ich es jedoch, dass diese Art von Spielen in Deutschland immer wieder in den höheren Regionen der Verkaufscharts landen. Spiele wie der Landwirdschafts-Simulator oder der EuroTruck-Simulator haben sicherlich ihren eigenen Reiz und sind auch vergleichsweise hochwertige Produkte, aber spätestens als der Goat-Simulator bei Steam auf Rang 1 landete fing ich wirklich an zu zweifeln. Dabei muss man dem Spiel rund um Ziegen zu gute halten, dass man hier eher auf Humor setzte und die Bugs des Spiels als Gameplay-Element nutzte.

Schlimmer als Ziegen?

„Schlimmer geht immer“ – der Ausspruch bezeichnet die folgende Ankündigung wohl sehr treffend. Valves Programm Steam Greenlight verhilft vor allem Indie Entwicklern dazu, ihre Produkte auf Steam ohne Hilfe von Publishern anzubieten. Jedoch müssen diese vorher genügend Zustimmung bei den Steam Nutzern finden. Stimmen genug Nutzer ab, erhält das Spiel grünes Licht und wird in Steams Shop angeboten.

Den Vogel hat jetzt allerdings der neuste Simulator abgeschossen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das obligatorische grüne Licht erhalten wird:  der Grass Simulator. Dabei geht es um Gras…und Kühe, Pistolen und naja…Wind im Gras. Man wird hier sicherlich auf der Welle des Goat Simulators reiten wollen, aber wieso Gras? Und auch noch mit Multiplayer-Modus. Es fehlen mir da ja schon ein wenig die Worte muss ich gestehen. Ganz ernst nimmt sich das Spiel wohl zum Glück nicht, wie man im Video sehen kann.

Wer es sich zutraut kann sich den Trailer gerne anschauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Modeerscheinungen bald aufhören – aber wohl erst nach dem Cat-Simulator und dem Rock-Simulator (welche sich beide tatsächlich in Entwicklung befinden).

 

Entwickler Ikone Cliff Bleszinski meldet sich zurück

Cliff Bleszinski ist unter den Entwicklern beinahe eine Legende und gehört zu den Menschen, die die Videospiele Mitte der 90er maßgeblich prägten. Mit dem Entwicklerstudio Epic Games feierte er in der Vergangenheit große Erfolge, welche immer noch einen gewaltigen Einfluss auf die heutigen Videospiele haben. 2012 verließ er das Studio mit der Begründung, dass er nach 20 Jahren in der Videospiel-Entwicklung einen neuen Karriereabschnitt starten möchte. Sonderlich lange hat es der extrovertierte Entwickler dann doch nicht im Ruhestand ausgehalten, denn wie er jüngst über Twitter mitgeteilt hat wird er wieder demnächst wieder mitmischen – eine Ankündigung zu seinen konkreten Plänen soll noch diese Woche folgen. 

https://twitter.com/therealcliffyb/status/483650607211765761

Bereits mit 17 Jahren entwickle Bleszinski  sein erstes Videospiel, bei dem es sich um ein klassisches Point-and-Click Adventure handelte. Der Chef von Epic war dermaßen beeindruckt, dass er den jungen Mann direkt unter Vertrag nahm – was sich später auszahlte. Als Lead Designer zählen Unreal Tournament, Unreal und Gears of war zu seinen größten Erfolgen. Der US-Amerikaner ist vor allem für seine kreativen Einfälle in Sachen Waffen(mechaniken) bekannt. Als bestes Beispiel hierfür gilt die Einführung eines zweiten Feuermodus, welchen er erstmals in Unreal einsetzte. Diese Methode wurde in den kommenden Jahren von vielen anderen Entwicklern für eigene Projekte übernommen.

Bleszinski fiel immer wieder durch provokante oder teilweise exzentrische Kommentare auf und genoss die damit verbundene Aufmerksamkeit. Der vorzeitige Ruhestand wurde ihm wohl doch zu langweilig. Bleibt zu hoffen, dass er nach 20 Jahren immer noch kreative und innovative Konzepte für Videospiele parat hat. 

Unreal, Unreal Tournament und Gears of Wars waren Meilensteine in der Videospielgeschichte. Das Entwickler Team Epic vertreibt darüber hinaus die eigenes entwickelte Unreal Grafik-Engine, welche in vielen Videospielen heutzutage zum Einsatz kommt.

Steam bricht erneut Rekord

Der diesjährige Steam Summer Sale bescherte Valves Vertriebsplattform einen gewaltigen Ansturm an Nutzern. Die Rabattschlacht mit teilweise bis zu 90% Reduzierung der Preise zog dermaßen viele Nutzer an, dass der eigentlich als unknackbare Rekord vom Dezember nochmals übertroffen worden ist. Bei der letzten Rabatt Woche im Dezember erreichte Steam rund 7 1/2 Millionen gleichzeitig eingeloggter Spieler. Mittlerweile nutzen rund 75 Millionen Menschen Steam – eine Marke, von der Valve vor vielen Jahren noch hätte träumen können.

Die diesjährige Summer Sale Aktion endet heute mit dem sogenannten Encore-Day, bei dem die beliebtesten Titel nochmals angeboten werden. Um 19 Uhr MEZ endet die Rabattschlacht und Steam geht wieder über zum normalen Betrieb. Jedoch dürfte sich der Verkauf für Steam dieses Jahr besonders gelohnt haben, da der Rekord vom letzten Dezember eingestellt worden ist. Rund 8 Millionen Menschen waren gleichzeitig online und stöberten durch die Angebote. Zahlen zum generierten Umsatz lässt Steam nicht durchsickern, aber man kann davon ausgehen, dass es sich hier um Beträge in Millionenhöhe geht.

strekord

So ganz ohne mittelschweren Skandal kommt aber mittlerweile keine der Rabattaktionen mehr aus. Waren es beim Winter Sale noch einige Indie Entwickler, die sich darüber beschwerten, dass Käufer einfach nur noch auf Rabatte warten würden und gar nicht mehr für den vollen Preis zahlen wollen, stand DayZ diesmal im Mittelpunkt.

Direkt am ersten Tag wurde DayZ mit einem geringen Rabatt zum Verkauf angeboten, was die Entwickler Ikone Dean „Rocket“ Hall etwas verwirrte. Nach eigenen Angaben befand sich Hall zu dem Zeitpunkt auf einer Reise und musste erstaunt feststellen, dass sein Projekt ebenfalls an der Rabattaktion teilnahm – und dies gefiel ihm gar nicht, da es sich bei dem Spiel lediglich um eine Alpha Version des Spiels handele. Nach Außen hin kommunizierte man darauf hin von Kommunikationsproblemen zwischen Entwickler und Publisher und das Spiel tauchte daraufhin nicht mehr auf unter den Angeboten.

Wenn ich derartige Nutzerstatistiken lese, frage ich mich wirklich ernsthaft warum EA und Ubisoft uns weiterhin versuchen UPlay und Origin zu erzwingen. Steam hat sich definitiv durchgesetzt und ich habe tatsächlich kein Interesse noch andere Plattformen laufen zu lassen. Und ich denke in meinem Bekanntenkreis  wird diese Meinung ebenfalls vertreten.

Verdrängt Mobile Gaming die klassischen Handhelds?

Die meisten von uns sind mit dem guten alten Gameboy aufgewachsen. Der kleine graue Kasten von Nintendo ebnete damals den Weg für den Siegeszug der Handhelds, welche seit vielen Jahren friedlich neben dem PC und den Konsolen koexistieren. Wirklich in die Quere kamen sich die Geräte dabei nie, da man unterschiedliche Käuferschichten und Anforderungen ansprach. Aber spätestens seit dem ersten iPhone und den Tablets änderte sich dies.

Wie erwähnt läutete der Gameboy die Ära der Handhelds ein und es folgten Gameboy Color und Gameboy Advance. Später kam noch der NDS und der 3DS hinzu, welche zu Nintendos stabilsten Einnahmequellen gehören. Gerade der NDS wurde ein echte Verkaufsschlager, vor allem dank Spieleserien wie Pokemon die exklusiv für die DS Geräte erschienen. Auch Sony folgte dem Trend der Handhelds mit der PSP und der Playstation Vita. Aber dann kamen die Smartphones und Tablets auf den Markt.

Als Nokia damals in den 90ern erstmals Snake auf den Handys installierte begann die Zeit der Handyspiele. Der wahre Siegeszug der Handys begann allerdings erst mit den Smartphones. Erstmals hatten Handys genug Leistung um aufwendigere Grafiken darzustellen, was auch zu verbesserten Gameplay führte. Tablets führten das ganze noch einen Schritt weiter, dank der großen Displays. Der größte Teil der mobilen Spiele sind Casual Games – Spiele die für kurzweiligen Spielspaß entwickelt worden sind. Perfekt um die Wartezeit im Arztzimmer zu überbrücken oder während der Busfahrt ein wenig Ablenkung zu haben. Jedoch kommen immer mehr und mehr vollwertige Spiele auf den Markt – bestes Beispiel hierfür ist X-COM -Enemy Unkown. Ein preisgekröntes Spiel, das zuvor auf PC und Konsolen erschien.

Laut einer Umfrage des  IT-Verbands Bitkom nutzen 56% der Tablet Nutzer ihre Geräte für Spiele. Die jüngere Generation natürlich mehr als die ältere. Somit ist der potentielle Markt für Spiele quasi gewaltig, wenn man bedenkt das über 50% der deutschen mittlerweile Smartphones besitzen.

Jedoch ist nicht alles so prima, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sicherlich werden die Geräte immer leistungsstärker und flexibler im Bezug auf Hardware, jedoch fehlt sehr häufig eine passende Eingabemethode. Die Steuerung über Touchscreen ist zwar komfortabler, aber bei Spielen den klassischen Gamepads unterlegen und schränkt somit auch die Entwickler der Games ein.

Hinzu kommt das selbe Problem, mit dem PC Videospiele seit Anbeginn zu kämpfen haben. Durch die unterschiedlichen Hardware Ausstattungen wird die Optimierung für Entwickler relativ schwer, da man hier auf verschiedene Hardware Konfigurationen beachten muss. Gerade bei den Handy für Android gibt es eine unfassbar große Auswahl an unterschiedlicher Hardware. Genau aus diesem Grund erscheinen viele der Spiele zuerst auf Apple Geräten, da es hier viel weniger Variation gibt.

Es steht allerdings außer Frage, dass die Smartphones und Tablets im Bezug auf Gaming den Handhelds immer gefährlicher werden. Innerhalb der Industrie munkelt man mittlerweile schon, dass Nintendo und Sony in Zukunft keine neuen Handhelds mehr entwickeln werden.

Wer jedoch gerne aktuelle und vor allem gute Spiele auf dem Handy zocken möchte braucht hierfür auf jeden Fall ein gutes Gerät, da die Spiele grafisch immer mehr bieten wollen. Auf der sicheren Seite ist man beispielsweise mit den Handys auf der Shopseite von simyo.de. Hier findet man die aktuell leistungsstärksten Smartphones inkl. passendem Datenvertrag.

Ein wenig schade finde ich es ja dann doch, dass die Handhelds unter Umständen bald nur noch ein Relikt sein könnten. Ich mochte meinen Gameboy damals sehr.

Riot Games zahlt Mitarbeitern Prämie bei Kündigung

League of Legends gehört zu den erfolgreichsten Spielen auf dem PC Markt – mittlerweile schon seit mehreren Jahren. Nun veröffentlichte das US-amerikanische Entwicklerteam hinter dem Spiel (Riot Games) eine neue Strategie gegenüber Mitarbeitern. League of Legends erwirtschaftete im vergangen Jahr rund 624 Millionen US-Dollar und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. 

Das neue Konzept umfasst eine Prämienzahlung für neue Mitarbeiter, sofern diese gekündigt werden sollten. Die Höhe der Prämie liegt bei 10% des Jahreseinkommens, aber maximal 25 000 US-Dollar. Gezahlt wird die Prämie allerdings nur, wenn der neue Mitarbeiter in den ersten 90 Tagen des Arbeitsvertrages gekündigt wird. Dieses System wird im englischen Raum als „Dodge Queue“ bezeichnet und soll eine gewisse finanzielle Polsterung schaffen bzw. dem Mitarbeiter nach der Kündigung etwas Luft verschaffen. 

 

Dieses neue Konzept, welches vor allem im US-Amerikanischen Raum Verwendung findet, soll aber keinesfalls bedeuten, dass Riot Games Mitarbeiter in die Kündigung treiben möchte. Man kommt damit neuen Mitarbeitern sogar sehr entgegen.

Das Job- und Karriereportal Glassdoor und das Magazin Business Insider veranstalteten vor einigen Woche neine Umfrage unter Angestellten von diversen Tech-Firmen in den USA. Daraus resultierte eine Top 25 der Arbeitnehmer-freundlichsten Firmen. Riot Games landete dabei auf Platz 4. und ist gleichzeitig der einzige Spielentwickler in dieser Liste und landete sogar vor Google (Platz 5) damit.

Erst Anfang diesen Jahres wechselte Greg Street (bekannt unter dem Namen Ghostcrawler) von Blizzard Entertainment zu Riot Games und hat nun den Posten des Lead Game Designers übernommen. Bei Blizzard war er als Lead System Designer tätig und eines der Aushängeschilder von Blizzard, da er sehr oft über das Forum von World of Warcraft mit Spielern und Beta Testern kommunizierte.