Wenn man über PC Hardware spricht, bietet sich ein umfassendes Spektrum von Angeboten, die entweder sehr günstig oder sehr teuer sein können. Wie viel kostet das teuerste PC Hardware?
Viele Faktoren bestimmen den Preis
In der Blüte der modernen Technologien steht fast jeder Mensch vor der Entscheidung, die richtige Hardware auszuwählen. Das breite Angebot an Hardware bietet jedem Nutzer individuelle Vorteile. Die PC Hardware besteht aus mehreren Teilen, die individuell konfiguriert werden können: Einem Mainboard, einer Grafikkarte, dem Prozessor, Arbeitsspeicher und diverse Laufwerke. Man sollte sich vor der Wahl eines Produkts gut informieren oder auf vorkonfigurierte Systeme zurückgreifen. Je nach Gerät, Ausstattung und Qualität variieren die Kosten sehr stark. Darüber hinaus gilt die Regel: Je kleiner die Komponenten verbaut sind, desto teuer sind sie.
Mainboard mit Downblow (Boxed) Lüfter
Von Qualität der Hardware hängt die Nutzbarkeit des Geräts ab und viele Hardware Firmen legen großen Wert darauf, was das Vertrauen der Kunden sichert. Für die Nutzer ist aber nicht nur die Hardware wichtig, sondern auch das Design und das Prestige des Gerätes, was von einen zum anderen Hersteller stark variieren kann. Mit guter PC Hardware kann man problemlos verschiedene Webseiten, wie z.B. https://777spielen.com/ besuchen und Spaß und Freude daran haben.
Gaming PCs
Gaming PCs gehören zu den teuersten Geräten im Privatkundensegment, da moderne Computerspiele extrem hohe Anforderungen an die Kapazität und Schnelligkeit der Einzelkomponenten stellt. Insbesondere 3D Virtual Reality Actionspiel in Echtzeit stellen höchste Anforderungen an die Fähigkeiten des PCs und sind sehr ressourcenintensiv. So hat das Team der PC Welt einen Gaming PC aus Einzelkomponenten zusammengesetzt, die inkl. Standardsoftware zusammen €36.000,- kosten.
Etwas günstiger gestaltet sich der von Computer Bild Spiele und ETC gebaute Gaming PC, der high-end Komponenten im Wert von knapp €10.000,- verbaut. Im Performancetest hängte das Gerät den vorherigen Platzhirsch MIFcom Blackbox Titan X ab, der immerhin auch schon knapp €7.000,- kostete. Auch Gaming Laptops von Herstellern, wie MSI oder Acer liegen mit teilweise über €10.000,- im obersten Preissegment.
Edellaptops
Neben Gaming PCs sind es vor allem Edellaptops von Markenherstellern, die das obere Preissegment dominieren, wenn auch in einer kleineren Liga als die Gaming PCs. Ganz vorne dabei liegen Geräte, die Touchscreen und Komfort eines Laptops kombinieren, wie das Microsoft Surface Book für knapp €3.000,-. In der gleichen Liga spielen auch die Apple MacBook Geräte und die Flaggschiffe von Markenherstellern, wie HP, Lenovo oder Acer. Diese Geräte brillieren mit einer Top Ausstattung, hoher Verarbeitungsqualität und einem schicken Design und sind – ähnlich wie bei hochpreisigen Smartphones – eher Luxus-Accessoire als notwendiges Arbeitsgerät. In diesem Sinne haben sich die Geräte zum Lifestyle-Symbol entwickelt.
Was braucht man wirklich?
Ähnlich wie beim Kauf eines Autos geht es meist nicht um objektive Fakten, sondern um subjektive Emotionen und Erwartungen. Status, Prestige und Lifestyle treten in den Vordergrund und der tatsächliche Hardwarebedarf der dann meistens genutzten Software tritt in den Hintergrund. Oft ist der gekaufte PC hoffnungslos unterfordert mit Internetsurfen, Mailen und ein wenig Textverarbeitung. Tatsächlich würde ein günstiger PC oder Laptop für unter €500,- 98% der Anforderungen problemlos abdecken können.
Wurde vor rund 10-20 Jahren das Gaming noch eher als eine Randerscheinung für Nerds und Kellerkinder abgestempelt fand dieses Hobby immer mehr und mehr Einzug in der Mitte der Gesellschaft. Dies lag auch zu großen Teilen an den Smartphones und deren größeren Brüdern den Tablets. Dadurch, dass irgendwann einfach so gut wie jede Person über ein Smartphone verfügte erhöhte sich die Anzahl der potentiellen Spieler drastisch und das sogenannte Mobile Gaming wurde eine feste Größe innerhalb der Gaming Branche – ein Millionengeschäft.
Grund genug um sich einmal Samsungs Flaggschiff genauer anzuschauen und zu testen, wie es sich beim Spielen und im Alltag macht. Das Samsung Galaxy TAB S-10.5 SM-800 wurde uns dazu freundlicherweise von ARLT COMPUTER zur Verfügung gestellt.
Der erste Eindruck Samsung Galaxy Tab S 10.5
Hat man das erste Mal das rund 400 Euro teure Tablet in Hand springt einem sofort das relativ schlichte Design auf, welches aber zeitgleich sehr hochwertig wirkt. Da Samsung mit der Galaxy Tab Serie einen Frontalangriff auf das iPad Air starten wollte ist das Tablet mit rund 0,7 cm sehr dünn gehalten und liegt dadurch auch sehr gut in der Hand auch trotz des relativ großen 10.5 Zoll Displays. Die Rückseite fühlt sich leicht gummiert an, was den Grip nochmal deutlich erhöht und man nicht abrutscht. Gerade beim Spielen ist dies ein deutliches Plus. Zwar wirkt das Gehäuse nicht so extrem hochwertig wie bei der Konkurrenz von Apple, aber die Funktionalität überzeugt sehr.
Schaltet man das Gerät dann das erste Mal ein erlebt man eine wahre Offenbarung. Die größte Stärke des Samsung Galaxy Tab 10.5 ist nämlich das AMOLED Display. Mit einer Auflösung von 2560×1600 Bildpunkten ist das Bild gestochen scharf und eine derartige Farbintensität sucht man bei den meisten anderen Geräten vergebens. Allein das Betrachten der auf dem Gerät gespeicherten Beispielbilder wird somit so einem kleinen Erlebnis und ist auch beim Spielen ein gewaltiges Plus, was das Tablet von anderen Modellen deutlich abhebt.
Die Oberfläche und Haptik des Galaxy Tab S gibt auch keinen Grund zum meckern. Auf sämtliche Eingaben reagiert das Gerät direkt was gerade bei Action-Spielen ein sehr wichtiger Faktor ist. Auch der Sound überzeugt in jeder Hinsicht. Stellenweise wünscht man sich, dass man die Lautstärke noch etwas weiter erhöhen könnte, aber im großen und ganzen geht ist die Wiedergabe sämtlicher Sounds auf hohem Niveau.
Schaut man dem Tablet unter die Haube wird man keine technischen Sensationen erleben. Verbaut ist hier nämlich die Exynos Octa 5420 CPU die mit bis zu maximal 1,9 GHz taktet und je nach Bedarf den Takt erhöhen oder senken – stromsparendes Arbeiten gehört zum guten Ton. Surft man allerdings nur im Internet oder führt andere weniger rechenintensive Aktionen durch wird die zweite Vierkern-CPU aktiviert die nur mit maximal 1,3 GHz taktet und so den Stromverbrauch nochmals nach unten drückt. 3 Gbyte RAM stehen der CPU zur Seite mit 16 Gbyte Speicher, welcher allerdings per SD-Karte kostengünstig erweitert werden kann. Im Test starteten alle Apps flüssig und ohne Verzögerungen, was für die meisten Android-Geräte wirklich spitze ist. Auch die auf der Rückseite verbaute 8 Megapixel Kamera leistet gute Dienste ohne dabei zu überragen oder negativ aufzufallen.
Im AnTuTu-Benchmark kommt das Gerät auf 29881 Punkte und landet somit im oberen Drittel aller gelisteten Geräte. Laut der AnTuTu Datenbank übertrifft das Gerät in Sachen Leistung rund 99% der Geräte und ist besser als 80% der Geräte im Bereich Gaming-Performance. Des beinhaltet allerdings nicht nur Tablets, sondern auch Smartphones. Das Samsung Galaxy Tab S 10.5 ist also auf jeden Fall im oberen Sektor beim Thema Leistung angesiedelt.
Das einzige Sorgenkind des Tablets ist eigentlich nur der Akku. Hierfür gibt es zwei Gründe, die allerdings nicht allzu schwer ins Gewicht fallen letztendlich. Beim Testen hielt der Akku bei mir zwischen 6 und 10 Stunden je nach Intensität der Nutzung (dies beinhaltet unter anderem Videos schauen oder Spielen). Das ist keine Spitzenklasse, aber auch nicht dramatisch schlecht. Was ich allerdings als extrem nervig empfand war die lange Ladezeit des Akkus. Erst nach rund 4 bis 5 Stunden an der Steckdose war der Akku wieder auf 100% geladen.
Das Android 4.4.2 KitKat Betriebssystem arbeitet flott und wurde mit einigen sinnvollen Extras ausgestattet. Wie beispielsweise dem FingerPrint Scanner mit dessen Hilfe man die Tastensperre aufheben kann und somit das Gerät effektiv gegen Fremdzugriff schützen kann ohne ständig ein Passwort eingeben zu müssen. In der Praxis funktionierte der Scanner auch recht gut, jedoch musste man hin und wieder den Finger mehrmals über das Display ziehen, bis er erkannt wurde – menschliches Versagen nicht ausgeschlossen.
Das Samsung Galaxy Tab S10
Gaming auf dem Tab
Rückseite des Tabs
Video Dartstellung
Tab im Vergleich zu einer 1 Euro Münze
Wie schlägt sich das Samsung Galaxy Tab 10.5 beim Gaming?
Samsungs Tablet schlägt sich also wunderbar im Alltag und den üblichen Anwendungen. Aber wie schlägt sich denn das Tablet nun bei der Königsklasse in Sachen Hardwareanforderungen? Gaming Apps für mobile Geräte werden immer anspruchsvoller und werden in den kommenden Jahren das Niveau der vorherigen Konsolengenerationen (Playstion 3 und Xbox 360) erreichen. Zwar ist der Weg bis dahin noch gefühlt sehr lange, aber auch heutige Spiele zeigen teilweise schon beeindruckende Grafiken.
Für den Test habe ich mir dazu mehrere diverse Spiele aus unterschiedlichen Genres angeschaut.
Taktik und Strategiespiele
Zu den wohl am meisten verbreiteten Spielen auf mobilen Geräten gehören ohne Frage Spiele wie Clash of Clans, die sehr stark an das damals auf Facebook äußerst erfolgreiche FarmVille angelehnt sind. Was die Rechenleistung angeht, kommt das Samsung Galaxy Tab S 10.5 hier kaum an seine Grenzen. Alles läuft flüssig und auch die Ladezeiten sind überschaubar. Selbst bei dem aufwendigeren Heartstone kommt aus kaum zu Rucklern. Nur ganz selten mal vernimmt man minimale Verzögerungen wahr. Die größte Stärke des Tablets hierbei ist aber das hochauflösende Display samt der extremen Farbintensität. Selbst grafisch eher langweilige Spiele erstrahlen somit förmlich in neuem Glanz.
Eine weitere Stärke des Tablets liegt in der Bedienung, da das Display sehr genau und direkt auf Eingaben reagiert und somit selbst fummelige Aktionen problemlos lösbar sind. Jeder der öfter auf einem kleineren Display gespielt hat, wird dieses Problem kennen – gerade beim Platzieren von Gebäuden in Titeln wie Clash of Clans. Hier punktet das Tablet mit voller Punktzahl.
Action und Rennspiele
Zu Anfang hatte ich einige Bedenken bei Spielen aus diesem Genre, da das Tablet doch relativ groß ist. Dank des gummiartigen Plastikgehäuses auf der Rückseite liegt das Tablet erstmal sehr gut in der Hand, was definitiv ein Plus bei Rennspielen ist. Da man das Gerät ständig nach links und rechts kippen muss ist der Grip wichtig. Zwar ist das Gerät spürbar schwerer als ein Smartphone, aber gerade noch leicht genug um damit etwas länger zu spielen.
Grafisch anspruchsvollere Titel wie Dungeon Hunter 5 oder Asphalt 8 stemmt das Spiel ohne große Probleme. Zwar kommt es vereinzelt zu kleineren Rucklern, aber die bemerkt man meistens gar nicht. Es hängt aber auch davon ab, welche Apps im Hintergrund laufen.
Gerade bei derartigen Spielen trumpft das AMOLED Display voll auf, da die Farben richtig knallig und satt rüber kommen und die Spiele indirekt grafisch aufgewertet werden. Das Auge isst nicht nur mit, sondern es spielt auch mit.
In jedem von mir getesteten Spielen lief das Tablet prinzipiell sehr gut. Die Bedienung funktionierte wunderbar, jedoch war die etwas kurze Akku-Laufzeit nicht immer optimal. Aber das ist auch bei einem Gaming Notebook nicht anders. Alles in allem hat das Tablet hier überzeugt.
Fazit Samsung Galaxy Tab S 10.5
Das Samsung Galaxy Tab S 10.5 ist auf keinen Fall eine Empfehlung für Sparfüchse, auch wenn die 400 Euro für das Tablet mehr als fair sind. Aber dennoch überzeugte mich das Gerät auf ganzer Linie und eignet sich meiner Meinung nach hervorragend zum Spielen. Dass das Galaxy Tab auch im Alltag überzeugt stand sowieso vorab bereits fest.
Besonders das Display hat es mir angetan, da ich so eine Farbintensität noch nie zuvor bei einem derartigen Gerät gesehen habe. Jeder in meinem Bekanntenkreis, dem ich das Display vorführte, war tatsächlich sehr erstaunt von der AMOLED Technik.
Fans von Strategie-Spielen und ähnlichem kommen mit dem Samsung Galaxy Tab S 10.5 auf jeden Fall auf ihre Kosten. Für Liebhaber von Actionspielen und ähnlichen Genres eignet sich allerdings ein Smartphone unter Umständen besser, da das 10.5 Tablet relativ groß ist und das Gewicht nach längeren Sessions zum Tragen kommt.
Für mich persönlich stellt das Samsung Galaxy Tab S 10.5 auf jeden Fall eine Kaufempfehlung dar. Man bekommt viel für sein Geld.
In diesem Hardware Special erkläre ich euch, wie ihr auch bei leistungsfressenden Games euren PC schön kühl halten könnt. Die richtige Gehäuse-Kühlung ist immer ein wichtiges Thema. Erst recht für diejenigen, die ihren Computer übertakten oder dies vor haben. Denn gerade beim Übertakten werden die betroffenen Bauteile, wie z.B. die CPU oder der Arbeitsspeicher noch wärmer, als sie es ohnehin schon tun. Bevor der Computer also den Hitzetod stirbt und zum Abschied letzte Rauchzeichen von sich gibt, sollte man sich also ein paar Grundlegende Gedanken über das richtige Cooling machen.
Reicht ein Lüfter? Oder müssen es mindestens drei sein? Und was hat der Standort des PCs mit Gehäusekühlung zu tun. Und vor allem: Wie ordne ich die Lüfter an, damit es möglichst kühl im PC Gehäuse bleibt. Und zwar auch dann, wenn ich den PC übertakte.
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Ein paar grundsätzliche Fakten über PC Lüfter
Wichtiger Tipp gleich am Anfang. Denn hat man einen Gehäuse Lüfter in der Hand, fragen sich viele: „In welche Richtung bläst so ein Lüfter eigentlich?“ Die Antwort ist relativ einfach. Die Luft wird in die Richtung geblasen, auf welcher der Lüfter seine Motor-Aufhängung hat. Also das Gerippe auf der „Rückseite“, an welcher der Motor befestigt ist.
Welche Größe ein Gehäuse Lüfter hat bzw haben kann, das hängt vom Gehäuse* ab. Dieses gibt aufgrund der vorhanden Bohrungen die verwendbaren Lüftergrößen vor. Wer also nicht selbst zum Dremel greifen will, ist hier also durchaus festgelegt. Durchgesetzt haben sich in der Regel 120mm Lüfter*.
Durchsatz und Drehzahl des Lüfters
In Shops wird gern die Lautstärke eines Lüfters angegeben. Und viele nutzen den Dezibel-Wert auch als wichtiges Kaufkriterium (teilweise auch als alleiniger Kaufgrund). Dennoch ist der angebende db-Wert meist vollkommen nebensächlich. Denn meist unterscheiden sich hier die Messverfahren der Hersteller deutlich. Was letztendlich bedeutet, dass dieser Wert allenfalls ein Vergleichswert bei Lüftern* des gleichen Herstellers sein kann. Deutlich wichtiger sind andere technische Details eines PC Lüfters.
Die wohl wichtigste Kenngröße eines Lüfters ist sein Durchsatz. Also die Menge Luft, die ein Lüfter innerhalb einer bestimmten Zeit bewegt. Denn nichts anderes macht ein Lüfter: Er bewegt vorhandene Luft – macht sie aber nicht kälter oder wärmer. Üblicherweise wird der Durchsatz eines PC Lüfters in m³/h (Kubikmeter pro Stunde) angegeben. Ein Lüfter mit einem Durchsatz von 80 m³/h bewegt also in einer Stunde 80 Kubikmeter Luft. Besonders wichtig wird dieser Wert später noch, wenn es darum geht verschiedene Lüfter im Gehäuse richtig anzuordnen. Von daher sollte man den Durchsatz seiner Lüfter kennen.
Die zweite wichtige Kennzahl eines Lüfters ist seine maximale Drehzahl. Diese wird üblicherweise in UPM oder RPM (Umdrehungen pro Minute / Rounds per Minute) angegeben. Je größer der Wert, desto schneller dreht sich der Lüfter.
Bringt man die Größe von Lüftern und ihre Drehzahl in einen Zusammenhang, ergibt sich folgende Faustregel:
[blockquote_box]Erstens: Je schneller ein Lüfter dreht, desto mehr Luft bewegt er.
Zweitens: Je größer ein Lüfter ist, desto langsamer kann er drehen um die gleiche Menge Luft zu bewegen, wie ein kleinerer Lüfter.
Drittens: Je langsamer ein Lüfter dreht, desto leiser ist er auch.[/blockquote_box]
Ein PC Lüfter sollte dementsprechend 120mm groß sein, einen Luftdurchsatz von mindestens 60 m³/h haben und dies bei höchstens 1500 UPM erreichen. Zusätzlich für Ruhe sorgen besonders geformte Rotorblätter und hochwertige Drehlager. All das sind die Punkte, die einen leisen und effizient arbeitenden Lüfter von einem lauten Lüfter unterscheiden.
Das Gehäuse und die Wärme
Der Luftstrom im Gehäuse
Es gibt PC Gehäuse, die über ein eigenes Belüftungskonzept verfügen. Dies ist aber nicht die Regel. In Standard Gehäusen gibt es eine Art von Airflow, mit der man im Grund wenig falsch machen kann: Vorne unten kalte Luft rein und oben hinten warme Luft raus.
Das hat dann den Vorteil, dass die Luft einmal quer durch das Gehäuse strömt. Vorbei an Festplatten, der Grafikkarte und dem Prozessor. Vom Grundprinzip her erreicht man diesen Luftstrom, indem man vorn/unten und hinten/oben jeweils Lüfter installiert. Wobei der vordere Lüfter kalte Luft in das Gehäuse bläst, während der hintere Lüfter warme Luft absaugt. Bei weniger stark geforderter Hardware kann man unter Umständen sogar auf den vorderen Lüfter verzichten. Denn kalte Luft wird ohnehin durch den entstehenden Luftstrom in das Gehäuse gesaugt.
Allerdings kann man den Luftstrom im Gehäuse durch geschickte Wahl und Anordnung der Lüfter noch deutlich optimieren. Und zwar in dem ich entweder einen Überdruck im Gehäuse erzeuge oder einen Unterdruck. Beide Methoden haben jeweils Vorteile. Allerdings bringen auch beide Methoden ihre eigenen Nachteile mit. Wie man das eine oder das andere hin bekommt hier kurz erklärt.
Überdruck oder Unterdruck
Wie stark die Kühlleistung eines Lüfterkonzepts letztendlich ausfällt, hängt in erster Linie davon ab, wie das Verhältnis von zugeführter kalter und abgeführter warmer Luft ist. Bei der Überdruck Methode führe ich mehr kühle Luft hinzu, als dass ich warme Luft absauge. Umgekehrt sauge ich bei der Unterdruck-Methode mehr warme Luft ab, als dass ich frische Luft hineinblase.
Die Überdruck Methode
Hier mal zwei Bilder, wie man sein Gehäuse mittels der Überdruck Methode kühlen kann. Bild 1 zeigt das Prinzip mit zwei Lüftern und Bild 2 mit drei Lüftern*. Die Lüfter sind jeweils grün dargestellt. Blaue Pfeile zeigen die Richtung der kalten Luft und rote Pfeile die der warmen Luft. Zudem ist jeweils der Durchsatz der einzelnen Lüfte dazu geschrieben. Dieser Wert ist hier nur beispielhaft und soll das Verhältnis zwischen zu- und abgeführter Luft zeigen.
Überdruck erzeugt mit 2 Lüftern
Überdruck erzeugt mit 3 Lüftern
Die Vorteile dieser Methode
vergleichsweise wenig Staub im Gehäuse
mittlere Kühlleistung
jede Gehäuseöffnung und jede Ritze dient der passiven Wärmeabfuhr
Grafikkarten ohne Direct Heat Exaust (DHE) werden besser gekühlt
Die Nachteile der Überdruck-Methode
kein Kamineffekt
der Airflow wird von den Gehäuseöffnungen bestimmt
die Kühlleistung von Downblow-CPU-Kühlern wird gestört
Grafikkarten mit DHE können den Effekt stören
Die Unterdruck-Methode
Etwas schwieriger zu bewerkstelligen, ist die Unterdruck Methode! Denn diese hängt ganz stark von der Art des Gehäuses ab. Denn dieses muss relativ dicht sein. Mesh-Design oder sehr viele vorhandene Gehäuseöffnungen stehen der Wirkung dieses Effekts nämlich entgegen, da so kein Unterdruck aufgebaut werden kann und der Effekt verpufft. Hier wieder zwei Bilder des Prinzips. Wieder mit zwei bzw drei Bildern. Für die Darstellung gilt das gleiche wie oben. Im Unterschied zur Überdruck Methode sieht man, dass die absaugenden (einzeln oder zusammen) Lüfter hier einen höheren Durchsatz haben, als die zuführenden Lüfter. Dies ist Voraussetzung für den Effekt.
Unterdruck mit 2 Lüftern
Unterdruck mit 3 Lüftern
Die Vorteile der Unterdruckmethode
Hohe Kühlleistung
Kamineffket
direkter Airflow
Unterstützt die Kühlleistung von Downblowern
Funktioniert mit allen DHE Grafikkarten
Die Nachteile der Unterdruck Methode
ohne Staubfilter sammelt sich sehr viel Staub im Gehäuse
Grafikkarten ohne DHE werden u.U. nur unzureichend unterstützt
Die Wahl des Gehäuses
Mainboard mit Downblow (Boxed) Lüfter
Das perfekte Gehäuse gibt es sich nicht! Vieles hängt auch von Deinem eigenen Geschmack ab. Grundsätzlich gilt aber, dass alles im Gehäuse, was den Luftstrom stört vermieden werden sollte. Plant man zum Beispiel den Einbau einer langen High-End Grafikkarte*, dann sollte man ein möglichst tiefes Gehäuse* nutzen. Denn die Grafikkarte teilt ansonsten den Luftstrom, was zu einer ineffizienten Kühlung des gesamten Computers führen kann. Auch stören viele Kabel im Gehäuse den Airflow. Dementsprechend sollte das Gehäuse die Möglichkeit bieten, das Innere in einen Aufgeräumten Zustand zu versetzen. Das Stichwort lautet hier Kabelmanagement.
Und wie oben schon angesprochen, sollte der Einbau möglichst großer Lüfter möglich sein, die sich sinnvoll platzieren lassen. So sollten Lüfte vor allem vorne und hinten, sowie im Gehäusedeckel bzw im Boden platziert werden können. Ein Seitenwand-Lüfter ist übrigens Unsinn . Der Einsatz in der Seitenwand macht eigentlich nur in einem einzigen Fall Sinn: Und zwar dann, wenn man einen Downblow-Boxed Lüfter nutzt und keinen Turmkühler. Warum das so ist, darum geht es dann auch in Teil II dieser Artikelserie
Netzteil oben oder unten?
Ein oben eingebautes Netzteil ist eigentlich mittlerweile eher eine Seltenheit und kommt im Grunde nur in älteren Gehäusen vor, die sich an die ATX Vorgaben halten. Bei modernen Gehäusen wird das Netzteil fast immer unten eingebaut, was ein paar sehr gewichtige Vorteile bringt. So wird das Netzteil am Boden nicht mit der Abwärme anderer Hardwareteile belastet und kann so wesentlich effizienter und auch leiser arbeiten. Das Verlängert zudem auch die Lebensdauer des Netzteiles. Und schöner aussehen tut es auch noch, da die Netzteil Kabel nicht in der Luft hängen.
In Teil II der Serie wird es dann darum gehen, wie wir unsere CPU ordentlich kühl halten und welche Fehler man dabei machen kann. [divider]
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Hitzewellen sorgen nicht nur bei älteren Menschen des öfteren für große Probleme. Steigt des Thermometer über die magische 30°C Grenze steigt überall der Bedarf an Eis, gekühlten Getränken und Schwimmbädern. Die meisten verkriechen sich in den Schatten oder verlassen oft einfach gar nicht die Wohnung, gerade wenn sich die Temperaturen um die 35°C bewegen. Genau wie uns Menschen machen derartige Bedingungen auch Computern zu schaffen, denn diese Hitze stellt tatsächlich eine Gefahr für die Hardware unserer Rechenknechte da…vor allem hochgezüchtete Gaming-PCs.
Durch die hohen Temperaturen außerhalb des Gebäudes wird es auch irgendwann warm in den Innenräumen, gerade bei schwüler Luft. Installiert man ein Tool zum Überwachen der CPU und GPU Temperatur und eventuell sogar der Temperatur innerhalb des Gehäuses, wird man sehr schnell feststellen, dass die Wärmebelastung teilweise bedenklich ansteigt. Normal können die Lüfter am Netzteil und am Gehäuse trotzdem für genügend Frischluft sorgen, jedoch sind diese oftmals verdreckt und können nur noch ein geringeres Volumen an Luft ansaugen. Hinzu kommt noch, dass die PC oft auf einem Teppich stehen, was nochmal zusätzlich für eine Wärmebelastung sorgt.
Deswegen sollte man am besten vor dem Sommer per Druckluft die Lüfter des PC reinigen, so dass sie die volle Kapazität ausnutzen können um den gesamten PC zu kühlen. Gehäuse-, CPU, GPU und Netzteil Lüfter sollten generell immer sauber gehalten werden – das kann das Leben eines PC ungemein verlängern. Falls der PC auf einem Teppich steht sollte man am besten einen kleinen Tisch oder ähnliches kaufen bzw. ein Podest.
Leider war mein Netzteil dieses Jahr einfach durchgebrannt bei der ersten großen Hitzewelle und wie zu erwarten war der Lüfter voll mit Staub – selbst Schuld. Aber wo sollte ich nun schnell ein neues Netzteil herbekommen? Blöoderweise war es Samstag und ich wollte jetzt nich 3-4 Tage auf ein neues Netzteil warten. Gott sei dank gibt es die Gelbe Seiten App von Trifels, denn hiermit konnte ich zum Glück noch einen Händler in der Nähe finden und mir ein neues kaufen.
Ich habe es also auf die harte Tour gelernt, dass man die Lüfter sauber halten muss…vor allem im Sommer.
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