Die erste SteamOS-Version wurde veröffentlicht

Der gestrige Freitag markiert für Valve einen Meilenstein für das Projekt SteamOS, denn die ersten Prototypen der SteamMachines wurden in den USA ausgeliefert. Außerdem wurde die erste Version von SteamOS freigegeben und hatte direkt eine kleine Überraschung parat.

In der recht umfangreichen FAQ zu SteamOS werden die wichtigsten Fragen rund um Installation und einigen anderen Dingen erklärt – unter anderem auch wie man Windows Spiele streamen kann über SteamOS. Die Überraschung dabei ist, dass die Linux-Variante von SteamOS nicht etwa auf Ubuntu basiert, sondern auf der Debian-Distribution. Laut Valve ermöglichte Debian den Entwicklern eine bessere Basis, um das speziell auf Spiele optimierte SteamOS zu modifizieren. Überraschend war dies, da viele Experten davon ausgingen, dass SteamOS auf Ubuntu aufbauen würde. Valve betonte nochmals, dass es sich bei SteamOS um eine Beta-Version handeln würde und es nur erfahrenen Linux-Nutzern empfiehlt das Betriebssystem zu testen.

Für SteamOS wird derzeit folgende Hardware vorausgesetzt: Ein 64-Bit-Prozessor von Intel oder AMD, eine Festplatte mit mindestens 500 Gbyte, 4 Gbyte RAM, UEFI Boot Support, eine nVidia Grafikkarte (AMD Support soll später folgen) und ein für die Installation benötigter USB-Port.

Ob sich SteamOS etablieren kann wird sich noch zeigen. Die Entwicklung dürfte spannend werden.

Trackpads statt Analogstick – der Steam Controller

Nach SteamOS und der Ankündigung von Steam Machines wurde Ende letzter Woche nun auch noch der passende Steam Controller vorgestellt und verfolgt dabei einen sehr interessanten Ansatz. Beim Steam Controller verzichtet man auf das klassische digitale Steuerkreuz und auf die analogen Sticks. An deren Stelle kommen zwei Touchpads zum Einsatz – eine ziemlich mutiges Design, da Game Controller seit mindestens 15 Jahren den gleichen Aufbau haben.

Die Entwicklung des Steam Controllers beruht auf der Idee, jedes Spiel auf Steam mittels eines neuen Eingabegerätes bedienbar zu machen – und das von der Couch im Wohnzimmer aus. Klassische Controller eigenen sich ja bekanntlich nicht für beispielsweise Strategiespiele und ähnliches, deswegen setzte man wohl auch auf die Trackpads. Die sollen übrigens laut Valve sehr präzise arbeiten und der Bedienung mit einer Maus ähneln.

Interessant ist auch, dass der Steam Controller sogar mit alten Spielen kompatibel sein soll, da er einfach dem Spiel als Maus und Tastatur erkannt wird. Die Spiele und vor allem Shooter sollen von der Positionierung und der hohen Auflösung des Controllers profitieren, aber auch andere Genres sollen dabei komfortabel zu bedienen sein. Valve nannte hier als Beispiel den Euro Truck Simulator 2, welcher wunderbar mit dem Steam Controller funktionieren soll.

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Das Problem mit dem haptischen Feedback

Was einem als Gamer sofort einfällt, wenn er Touchpads sieht ist wahrscheinlich das Feedback des Controllers bei Eingabe. Bewegt man einen Analogstick spürt man das und man hat ein Gefühl dafür, wie weit man ihn bewegt hat. Deswegen fehlte den Testen laut Valve die körperliche Wahrnehmung der Steuerung. Und aus diesem Grund verwendet der Steam Controller „eine neue Generation von super-präzisen, dual-linearen Aktuatoren zum haptischen Feedback„. Damit sollen Spielentwickler außerdem in der Lage sein erstmals Informationen wie Wegbegrenzungen, Texturen, Schwellen, Aktionsrückkopplungen oder Geschwindigkeit dem Spieler näher zu bringen. Klingt nach einem interessanten Konzept.

Der Steam Controller ist aufgrund seiner symmetrischen Bauweise auch für Linkshänder geeignet und kann auch entsprechend eingestellt werden. Über insgesamt 16 Knöpfe verfügt der Controller und in der Mitte befindet sich ebenfalls noch ein Touchscreen. Auf der Rückseite befinden sich ebenfalls noch 2 Wippen, ähnlich den Schulter-Buttons – gute Idee! Laut Valve legt man besonderen Wert auf Offenheit und so soll die Steam Community Zugang zu einem Anordnungsprogramm bekommt um so Konfigurationen des Controllers untereinander zu teilen. Außerdem soll der Controller „hackbar“ sein, so dass jeder Zugang zu allen Informationen rund um den Controller hat und bei der Gestaltung teilhaben kann –  „von der industriellen Formgebung bis hin zur Elektromechanik„.

Der Controller wird auf jeden Fall viele interessante Möglichkeiten für die Entwickler bringen.

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Postives Feedback von Entwicklern

Die ersten Stimmen von Spiel-Entwicklern fallen auch durchweg positiv aus – einige konnten offenbar bereits den neuen Steam Controller testen. Die Steuerung soll tatsächlich extrem präzise sein sollen und auch das haptische Feedback sei gelungen. Andere wiederum vermissen das mechanische Feedback der gängigen Controller. Die Mehrheit der Leute äußern sich allerdings sehr positiv darüber. Teilnehmer der Steam Machines Beta erhalten übrigens ebenfalls einen Steam Controller.

Ich muss gestehen, dass ich bei dieser Ankündigung erstmal skeptisch war und eigentlich immer noch bin. Man ist einfach zu sehr an die analogen Sticks von Controllern gewöhnt. Aber ich glaube Valve hat sich hier tatsächlich Gedanken gemacht und eine sehr lange Zeit mit dem Entwickeln verbracht, denn es wirkt alles durchdacht und könnte funktionieren. Ich befürchte allerdings, dass Steam Machines inkl. dem Steam Controller alles andere als ein Schnäppchen werden und sicherlich teurer als die Next-Gen Konsolen werden. Die Spezifikationen der Steam Machines Prototypen sollen Ende dieser Woche bekannt gemacht werden.  Alles in allem ist es ein sehr cleverer Schachzug von Valve ein derartiges System auf den Markt zu bringen, vor allem da man hier tatsächliche Innovationen erkennen kann und ich glaube hier gibt es eine Menge Potential.

Neugierig bin ich auf jeden Fall und da geht es bestimmt vielen so. Persönlich kann ich mir aber nur schwer vorstellen, wie ich mit einem Controller Games wie Rome II oder Civilization spielen soll.

Nun stellt sich mir aber die Frage, ob denn Steam Machines inkl.  Steam Controller bezahlbar bleibt.

Valves nächster Streich: Steam Machines

Nachdem Valve vor 2 Tagen SteamOS angekündigt hat folgt nun die passende Hardware dazu: Steam Machines. Pünktlich um 19 Uhr am gestrigen Abend wurde die offizielle Seite dazu freigeschaltet – inklusive lauter Informationen dazu.

Während SteamOS das kommende Gamer Betriebssystem darstellt, sollen Steam Machines die passende Hardware bieten. Es handelt sich dabei nämlich um von Valve / Steam entwicklete PCs die speziell auf die Bedürfnisse von SteamOS und Gaming zugeschnitten sein sollen. Preis und Ausstattung sind allerdings nicht bekannt. Allerdings wurde auf der offiziellen Seite hervorgehoben, dass die Steam Machines aufrüstbar sein sollen und offen gestaltet sind. Erscheinen sollen die Geräte im Laufe des Jahres 2014.

Steam Machine Beta

Die Hardware-Spezifikationen sind bisher noch unbekannt, aber die Geräte werden von Valve als Hochleistungsprototypen bezeichnet – man kann also von potenter Rechenleistung ausgehen. Da man hier wohl versucht in direkte Konkurrenz mit den Konsolen zu treten wird man wohl nur High-End verbauen in den Steam Machines.

Im selben Zug mit der Ankündigung gestern hat Steam auch eine Beta für die „Maschinen“ angekündigt. 300 glückliche werden die PCs vorab testen dürfen, allerdings muss man dafür einige Kriterien erfüllen. So muss man über mindestens 10 Freunde auf Steam verfügen, ein Spiel per Gamepad im Big-Picture Modus gespielt haben, einer bestimmten Gruppe auf Steam beitreten und das eigene Steam-Profil öffentlich schalten. Sind diese für die Qualifikation erforderlichen Punkte erfüllt ist man im Topf für die Auslosung, die am 25.Oktober 2014 stattfindet.

Gespannt bin ich sehr darauf, wie sich diese neue Marschrichtung von Valve auswirken wird. Multimedia PCs gab es schon länger und stehen sicherlich in einigen Wohnzimmern, aber  fürs Gaming sind diese in der Regel schlicht unbrauchbar. Das Feedback aus der Branche war bisher mehr als positiv und deckt sich auch jüngst mit den Aussagen eines Nvidia Mitarbeiters, dass der PC den Konsolen technisch weit überlegen sei – auch wegen gigantischen Investitionssummen in der Grafikkarten-Entwicklung.

Spannend bleibt die Frage, wie denn die Steam Machines technisch ausgerüstet sind und vor allem was sie kosten sollen. Um sie als Konkurrenzprodukt zu den Konsolen zu platzieren muss der Preis um die 400 Euro liegen. Zusammen mit SteamOS könnte das nächste Jahr für Gamer sehr aufregend werden. Neuer Wind tut der gesamten Branche gut und Steam / Valve waren schon immer ein Standbein der gesamten Branche. Ich freue mich darauf.