DayZ Konkurrent aus dem Hause Sony: H1Z1 Early Access gestartet

DayZ befindet sich seit mittlerweile gut einem Jahr auf den Spitzenpositionen der Steam Verkaufscharts. Eingeleitet wurde dieser Erfolg durch die gleichnamige Modifikation für Armed Assault 2, welche vor einigen Jahren erschien. Weitere auf DayZ basierende Modifikationen wie beispielsweise Overwatch und Epoch folgten und bildeten eine große Community um sich.

Dennoch war DayZ in den letzten Wochen Ziel von massiver Kritik, da das Spiel seit einer gefühlten Ewigkeit auf der Stelle tritt und es sich anders entwickelt, als von den Spielern erhofft. Mit der Early Access Erscheinung von H1Z1 betritt nun ein weiteres mutmaßliches Schwergewicht den Ring. Aber was bietet das MMO Surrival Spiel?

Sony Online Entertainment werkelt schon länger an H1z1, welches sich allem Anschein nach reichlich von von den diversen Modifikationen von DayZ hat inspirieren lassen. So entdeckt man bei genauerem hinsehen durchaus Ähnlichkeiten mit den beliebten Mods Epoch und Origins. Die Entwickler selbst sprechen auch nicht großartig um den heißen Brei herum und nennen DayZ die größte Inspirationsquelle für H1z1.

Das Prinzip eines Open World Surrival Games eingebettet in einer Sandbox Umgebung ist der Kern des Spiels: Nahrnung und Waffen sammeln, sich gegen Zombies und Wildtiere durchsetzen, eine eigene Behausung oder sogar Stadt bauen und natürlich Begegnungen mit anderen Spielern. Angetrieben wird des von der Planetside 2 Engine, was sehr große Spielerzahlen pro Server in der Theorie ermöglichen soll.

Die Features von H1Z1 in der Übersicht

Die Story von H1Z1

Wer eine große Story rund um das ambitionierte Surrival Game erwartet hat wird leider enttäuscht. Wie bei sämtlichen Vertretern des Genres liest es sich gleich: Ein Virus sucht die Erde heim und infiziert Menschen, welche daraufhin zu Zombies werden. Die Überlebenden streunen nun durch die apokalyptische Welt und kämpfen ums blanke Überleben. Angesiedelt ist die Spielwelt von H1Z1 im US-Amerikanischen Mittlerem Westen. Die Spielwelt soll jedoch massiv erweitert werden mit der Zeit – später mehr dazu. Mehr Informationen gibt es nicht zur Story und es wird wohl auch kaum mehr geben. Die Spieler sollen ohnehin ihre eigenen Geschichten schreiben.

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Riesige Server möglich und Größe der Spielwelt

Der wohl größte Unterschied zu DayZ und Co ist die mögliche Kapazität für Spieler-Slots pro Server. Die Planetside 2 Engine ist darauf ausgelegt mehrere Hundert Spieler zeitgleich auf den Servern spielen zu lassen und garantiert somit das angestrebte MMO Feeling für H1Z1. Die Grafikengine an sich wird sicherlich keine Kinnladen zum Runterklappen bringen, allerdings steht das Gameplay auch im Vordergrund.  Die Server werden von Sony Online Entertainment gestellt und gewährleisten eine persistente Spielwelt. Privat betriebene Server wird es nicht geben.Das sogenannte „Serverhopping“ wird es ebenfalls nicht geben, da ein Serverwechsel mit einem Neuanfang verbunden wird.

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Im Gegensatz zu DayZ und den Arma II und III Modifikationen verfügt die Planetside 2 Engine ein äußerst effektives Anti-Cheat System. Besonders DayZ war in letzter Zeit oftmals betroffen von Hackern, sehr zum Unmut der Community. Wie sicher H1Z1 gegenüber Cheatern ist wird man sehen, jedoch stehen die Zeichen gut.

Die Mindestanforderungen für die Hardware fallen relativ gering aus, da man hier dem Konzept von World of Warcraft folgen will allem Anschein nach: Geringe Hardware-Voraussetzungen bedeuten viele potentielle Spieler. Ob das aufgeht wird sich zeigen. Bereits mit 4Gbyte Ram und einem Intel i3 Dual Core soll das Spiel laufen. Mehr als eine Geforce GTX 250 braucht man nicht.

Zum derzeitigen Stand ist die Spielwelt von H1Z1 8×8 km² groß und ist somit beinahe um die Hälfte kleiner als jene von DayZ (Chenarus) mit 15×15 m². Jedoch möchte Sony Online Entertainment die Spielwelt bis zu 125×125 km² erweitern und ein Abbild der USA erschaffen mit diversen Klimazonen wie Wald, Gebirge, Schnee und Wüsten. Neue Kartenabschnitte sollen im Laufe der Zeit veröffentlicht werden bis zum finalen Release.

Das Surival 1×1

Das Prinzip von H1Z1 hebt sich nicht sonderlich von anderen Spielen aus dem Genre ab. Man wandert durch die verlassenen Landstriche auf der Suche nach Verpflegung und Waffen zu Verteidigung. Auch Fahrzeuge gibt es bereits, welche im späteren Verlauf der Entwicklung auf modifizierbar sein sollen ähnlich dem System der Modifikation DayZ Origins. Bisher befinden sich nur ein Jeep, ein Geländewagen und ein Polizeifahrzeug im Spiel.

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H1Z1 wird sich allerdings wohl niemals wie eine knallharte Militärsimulation spielen, wie es bei DayZ der Fall ist. Es soll sich geschmeidiger anfühlen, ähnlich wie State of Decay.

Zombies machen die Suche nach Loot natürlich schwieriger, aber auch Wildtiere sind eine Gefahr. Letztere dienen außerdem als Quelle für Nahrnung und Handwerksmaterialien. Jedoch sollen besonders Zombies bei Nacht eine größere Gefahr darstellen.

Handwerk ist ebenfalls in der Early Access Version enthalten. Durch Ausprobieren erhält man Rezepte für neue Waffen, Gegenstände und Baumaterial. Es soll demnach bereits 100 Crafting Rezepte im Spiel geben. Die Rezepte muss man durch das Experimentieren herausfinden.

Bauen kann man auch bereits. Neben allem was man für den Bau eines gemütlichen Hauses braucht gibt es auch Bauanleitungen zu Verteidigung in Form von Fallen. Sony Online Entertainment entwickelt ein System zum Bau von Spielersiedlungen.

Neben dem normalen Surrival Modus wird es auch spezielle Event Server geben, auf denen unter anderem der äußerst beliebte Battle Royal Modus von Armed Assault III angeboten wird. Auch andere noch nicht genannte Spiel Modi sollen hier angeboten werden im Laufe der Zeit.

 Free2Play – die Furcht vor der Pay2Win Welle

H1Z1 wird nach dem Beenden der kostenpflichtigen Early Access Phase kostenlos spielbar sein. Finanziert wird das Spiel danach durch einen Ingame Shop, der sich laut Aussagen in erster Linie durch kosmetische Angebote finanzieren soll. Außerdem werden hier Even Tickets für die Event Server angeboten nach derzeitiger Planung. Allerdings soll man beides auch durch simples Spielen erhalten können. Selbiges kennt man bereits aus Planetside 2.

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Jedoch leistete sich Sony Online Entertainment direkt zum Start der Early Access einen Fehltritt in Richtung Pay2Win. Teil der beiden Early Access Versionen (Premium und Standard) sind sie sogenannten Air Drops, welche man im Spiel anwenden kann – natürlich limitiert. Bei diesem Versorgungskisten-Abwurf erhalten die Spieler allerlei nützliche Gegenstände zum Überleben – unter anderem auch Waffen. Da diese Air-Drops auch im Shop angeboten werden sollen wittern hier viele Spieler direkt ein Pay2Win System.

Sony ruderte allerdings direkt zurück und kündigte an, dass diese Air Drops noch stark überarbeitet werden würden und noch sehr viele Dinge in Sachen Balance angepasst werden müssen.

Auch bei Planetside 2 ging Sony oft auf die Community ein, weswegen wohl Pay2Win nicht den Weg ins Spiel finden dürfte. H1Z1 macht bereits im derzeitigen sehr frühem  Stadium einen relativ ordentlichen Eindruck und die Entwickler scheinen große Pläne mit dem Spiel zu haben. Surrival Game Fans werden ohnehin zuschlagen.

Sollte Sony wirklich alle Pläne in die Tat umsetzen können, wird H1Z1 wohl das große Vorbild DayZ und die diversen Modifikationen in den Schatten stellen können. Es bleibt jedoch abzuwarten wie sich der Shop entwickelt und welche Richtung das Spiel einschlägt. Laut dem Lead Entwickler stellen die im Spiel integrierten Features nur einen Querschnitt dar von dem was noch kommen soll.

Weniger ist hier mehr und Free2Play Konzepte finanzieren sich ohnehin laut Statistiken ohnehin nur von rund 2% der Spieler im Schnitt.  Aber ich persönlich vertraue Sony in dieser Sache, da sie bereits mit Planetside 2 ein äußerst faires Free2Play Spiel auf dem Markt platziert haben.
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State of Decay MMO vielleicht in Planung?

State of Decay ist ein weiteres Spiel das versuchte auf der Erfolgswelle von DayZ bzw. dem Surrival-Genre zu schwimmen. Erschienen ist das Spiel vor rund einem halben Jahr für Xbox360 und dann im Winter für den PC. Das Spiel gehört zu den besseren Vertretern dieser Art von Spielen, auch wenn es alles andere als perfekt ist.

Wie kürzlich bekannt wurde gingen die Entwickler hinter State of Decay nun eine langjährige Kooperation mit Microsoft ein und werkeln laut eignen Angaben bereits an dem Projekt Class4, welches allem Anschein nach ein MMO zu State of Decay sein könnte. Man bekundete bereits großes Interesse daran, das man richtig Lust darauf hätte ein MMO zu erschaffen. Problem dabei ist allerdings, dass man in der Vergangenheit die Rechte an Microsoft abtreten musste, damit das Spiel überhaupt erst erscheinen konnte.

Microsoft zeigt bereits Interesse

Lichtblick für das Entwicklerstudio Undead Labs ist die Aussage von Mircosofts Phil Spencer (Corporate Vice President). Über Twitter bekundete dieser nämlich Interesse an einem solchen Projekt und signalisierte, dass er dabei wäre. Es bleibt abzuwarten, ob es dann auch wirklich so kommt.

Potential hätte das Spiel auf jeden Fall, denn einer der größten Kritikpunkte an State of Decay war der fehlende Mulitplayer-Support. Im großen und ganzen ist es nämlich ein recht ordentliches Spiel, was auch den Nerv der Zeit trifft.

The Division – nun doch auch für PC

The Division wurde auf der E3 dieses Jahr der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt und sollte ursprünglich nur für die Next-Gen Konsolen erscheinen. Der post-apokalyptische MMOG Third-Person-Shooter wurde exklusiv für Xbox One und Playstation 4 angekündigt und fand ziemlich großen Anklang bei den Spielern. Wie auch die meisten kommenden Spielen setzt The Division auch auf Second-Screen Gameplay, sprich Tablet oder Handy. Spieler können sich so beispielsweise per Tablet ins Geschehen einschalten und eine kleine Drohne fernsteuern, die Freunden helfen kann auf diverse Arten.

The Division kombiniert dabei einige Genres miteinander, was in den gezeigten Videos sehr stimmig aussieht.  In einer offenen Spielwelt kämpft man online ums überleben. Der Third-Person Shooter bedient sich dabei leicht bei Rollenspielen, da man hier einen Skill-Tree haben wird – allerdings keine Klassen. Taktisches Vorgehen wird hier ein großer Aspekt des Spiels sein, da man hier ein sehr flüssiges Deckungssystem im Spiel hat. Aber viel mehr orientiert sich The Division an den Surrival-Aspekten von Spielen wie DayZ oder The Last of US. Man kämpft zusammen mit Freunden oder auf eigene Faust ums Überleben und sammelt in der verwüsteten Großstadt alles was man braucht – andere Spieler werden das gleiche tun zur selben Zeit.

The Division für PC

Das Spiel wurde eingangs nur für die Next-Gen Konsolen angekündigt, was einen gewaltigen Aufschrei in der PC-Gamer Szene verursachte. Der Puplisher Ubisoft verkündete darauf, das die Spieler Petitionen starten sollen, um Interesse zu zeigen an einer PC-Umsetzung. Dies hatte nun Erfolg, denn Ubisoft verkündete vor ein paar Tagen, dass The Division offiziell auch für den PC erscheinen wird.

Wie man wieder einmal sieht, können Spieler die Entscheidungen von Entwicklern und Puplishern doch mit beeinflussen. Bei Dark Souls von Namco Bandai geschah vor einem Jahr das selbe, da Fans ebenfalls Petitionen für eine PC-Umsetzung starteten – mit Erfolg.

Ich finde es einen feinen Zug von Ubisoft das Spiel auch für den PC zu veröffentlichen. Ehrlich gesagt hatte ich schon befürchtet, das jetzt zum Start von Xbox One und Playstation 4 die meisten guten Spiele erstmal nur noch exklusiv für Konsole erscheinen werden, um die Verkäufe anzukurbeln. Ich hoffe das nun Bungie den selben Schritt gehen wird mit ihrem console-only Spiel Destiny (ebenfalls ein Online-Shooter mit ähnlichem Spielprinzip, allerdings in der Zukunft angesiedelt).