Verdrängt Mobile Gaming die klassischen Handhelds?

Die meisten von uns sind mit dem guten alten Gameboy aufgewachsen. Der kleine graue Kasten von Nintendo ebnete damals den Weg für den Siegeszug der Handhelds, welche seit vielen Jahren friedlich neben dem PC und den Konsolen koexistieren. Wirklich in die Quere kamen sich die Geräte dabei nie, da man unterschiedliche Käuferschichten und Anforderungen ansprach. Aber spätestens seit dem ersten iPhone und den Tablets änderte sich dies.

Wie erwähnt läutete der Gameboy die Ära der Handhelds ein und es folgten Gameboy Color und Gameboy Advance. Später kam noch der NDS und der 3DS hinzu, welche zu Nintendos stabilsten Einnahmequellen gehören. Gerade der NDS wurde ein echte Verkaufsschlager, vor allem dank Spieleserien wie Pokemon die exklusiv für die DS Geräte erschienen. Auch Sony folgte dem Trend der Handhelds mit der PSP und der Playstation Vita. Aber dann kamen die Smartphones und Tablets auf den Markt.

Als Nokia damals in den 90ern erstmals Snake auf den Handys installierte begann die Zeit der Handyspiele. Der wahre Siegeszug der Handys begann allerdings erst mit den Smartphones. Erstmals hatten Handys genug Leistung um aufwendigere Grafiken darzustellen, was auch zu verbesserten Gameplay führte. Tablets führten das ganze noch einen Schritt weiter, dank der großen Displays. Der größte Teil der mobilen Spiele sind Casual Games – Spiele die für kurzweiligen Spielspaß entwickelt worden sind. Perfekt um die Wartezeit im Arztzimmer zu überbrücken oder während der Busfahrt ein wenig Ablenkung zu haben. Jedoch kommen immer mehr und mehr vollwertige Spiele auf den Markt – bestes Beispiel hierfür ist X-COM -Enemy Unkown. Ein preisgekröntes Spiel, das zuvor auf PC und Konsolen erschien.

Laut einer Umfrage des  IT-Verbands Bitkom nutzen 56% der Tablet Nutzer ihre Geräte für Spiele. Die jüngere Generation natürlich mehr als die ältere. Somit ist der potentielle Markt für Spiele quasi gewaltig, wenn man bedenkt das über 50% der deutschen mittlerweile Smartphones besitzen.

Jedoch ist nicht alles so prima, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sicherlich werden die Geräte immer leistungsstärker und flexibler im Bezug auf Hardware, jedoch fehlt sehr häufig eine passende Eingabemethode. Die Steuerung über Touchscreen ist zwar komfortabler, aber bei Spielen den klassischen Gamepads unterlegen und schränkt somit auch die Entwickler der Games ein.

Hinzu kommt das selbe Problem, mit dem PC Videospiele seit Anbeginn zu kämpfen haben. Durch die unterschiedlichen Hardware Ausstattungen wird die Optimierung für Entwickler relativ schwer, da man hier auf verschiedene Hardware Konfigurationen beachten muss. Gerade bei den Handy für Android gibt es eine unfassbar große Auswahl an unterschiedlicher Hardware. Genau aus diesem Grund erscheinen viele der Spiele zuerst auf Apple Geräten, da es hier viel weniger Variation gibt.

Es steht allerdings außer Frage, dass die Smartphones und Tablets im Bezug auf Gaming den Handhelds immer gefährlicher werden. Innerhalb der Industrie munkelt man mittlerweile schon, dass Nintendo und Sony in Zukunft keine neuen Handhelds mehr entwickeln werden.

Wer jedoch gerne aktuelle und vor allem gute Spiele auf dem Handy zocken möchte braucht hierfür auf jeden Fall ein gutes Gerät, da die Spiele grafisch immer mehr bieten wollen. Auf der sicheren Seite ist man beispielsweise mit den Handys auf der Shopseite von simyo.de. Hier findet man die aktuell leistungsstärksten Smartphones inkl. passendem Datenvertrag.

Ein wenig schade finde ich es ja dann doch, dass die Handhelds unter Umständen bald nur noch ein Relikt sein könnten. Ich mochte meinen Gameboy damals sehr.

Riot Games zahlt Mitarbeitern Prämie bei Kündigung

League of Legends gehört zu den erfolgreichsten Spielen auf dem PC Markt – mittlerweile schon seit mehreren Jahren. Nun veröffentlichte das US-amerikanische Entwicklerteam hinter dem Spiel (Riot Games) eine neue Strategie gegenüber Mitarbeitern. League of Legends erwirtschaftete im vergangen Jahr rund 624 Millionen US-Dollar und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. 

Das neue Konzept umfasst eine Prämienzahlung für neue Mitarbeiter, sofern diese gekündigt werden sollten. Die Höhe der Prämie liegt bei 10% des Jahreseinkommens, aber maximal 25 000 US-Dollar. Gezahlt wird die Prämie allerdings nur, wenn der neue Mitarbeiter in den ersten 90 Tagen des Arbeitsvertrages gekündigt wird. Dieses System wird im englischen Raum als „Dodge Queue“ bezeichnet und soll eine gewisse finanzielle Polsterung schaffen bzw. dem Mitarbeiter nach der Kündigung etwas Luft verschaffen. 

 

Dieses neue Konzept, welches vor allem im US-Amerikanischen Raum Verwendung findet, soll aber keinesfalls bedeuten, dass Riot Games Mitarbeiter in die Kündigung treiben möchte. Man kommt damit neuen Mitarbeitern sogar sehr entgegen.

Das Job- und Karriereportal Glassdoor und das Magazin Business Insider veranstalteten vor einigen Woche neine Umfrage unter Angestellten von diversen Tech-Firmen in den USA. Daraus resultierte eine Top 25 der Arbeitnehmer-freundlichsten Firmen. Riot Games landete dabei auf Platz 4. und ist gleichzeitig der einzige Spielentwickler in dieser Liste und landete sogar vor Google (Platz 5) damit.

Erst Anfang diesen Jahres wechselte Greg Street (bekannt unter dem Namen Ghostcrawler) von Blizzard Entertainment zu Riot Games und hat nun den Posten des Lead Game Designers übernommen. Bei Blizzard war er als Lead System Designer tätig und eines der Aushängeschilder von Blizzard, da er sehr oft über das Forum von World of Warcraft mit Spielern und Beta Testern kommunizierte.

Der heimliche Gewinner der E3: No Man’s Sky

Die E3 2014 in Los Angeles hat ihre Tore mittlerweile seit einigen Tagen schon wieder geschlossen. Großartige Neuankündigungen abseits von FarCry 4 und dem neuen Tomb Raider gab es eigentlich nicht zu sehen von den großen Entwicklern. Assassins Creed Unity und The Division ernteten eine Menge Aufmerksamkeit, zurecht! Doch das Spiel eines Indie Entwicklers schlug (wieder einmal) wie eine Bombe bei der Fachpresse ein – obwohl man immer noch nicht ganz genau weiß, worum es darin geht. No Man’s Sky beeindruckte die Spielergemeinde vor einigen Monaten mit einem relativ kurzem Video. Auch diesmal gab es erneut ein Video zu sehen und ein paar Infos von einem der Entwickler.

Schon damals gaben die Entwickler an, dass man hier wieder ein Stück zurück zum klassischen Sci-Fi gehen möchte und nicht mehr dem Pfad des düstereren und feindlichen Anstrichs folgen möchte. Statt auf Planeten rumzuwuseln, die aus einem Horror Film entsprungen sein konnten möchte man den Spielern hier schöne und aufregende Welten zeigen, so dass man Spaß an der Erkundung selbst hat. Ganz wie in den alten Sci-Fi Büchern des vergangenen Jahrhunderts – eine gewisse Entdeckerromantik.

Die prozedural generierten Welten folgen dabei physikalischen Gesetzen. Ein Planet, der zu Nahe an der Sonne ist kann kein Eisplanet sein und Wasser und Leben wird man dort auch nicht finden. Die Entfernung zur Sonne bzw. der Lichtquelle beeinflusst dabei dann auch die Lichtbrechung auf dem Planeten und somit auch die Stimmung. 

Online-Rollenspiel aber irgendwie auch wieder nicht

Laut des Entwicklers Sean Murray möchte man kein Online-Rollenspiel sein, aber dann auf der anderen Seite irgendwie doch. Die meisten anderen Online-Rollenspiele versuchen stets Schmelztigel zu erschaffen, die andere Spieler ansteuern. Oder aber sie schaffen Herausforderungen, die nur gemeinsam mit anderen Spielern gemeistert werden können. Aber nicht in No Man’s Sky.

Für seine Taten erhält der Spieler Belohnung wie beispielsweise eine Aufrüstung für das eigene Raumschiff. Aber es soll dabei keine starren Konstruktionen geben wie Questgeber oder Zwischensequenzen. Die Waffe und den eigenen Anzug soll man ebenfalls verbessern können, indem man Beispielsweise Ressourcen auf den Planeten findet. Ein klassisches Level System oder gar einen Skill Tree wird es nicht geben. Neue Raumschiffe sollen auch kaufbar sein. Sean Murray erwähnte dabei die Möglichkeit, dass andere Raumschiffe an einer Raumstation angedockt sind und man diese unter Umständen abkaufen könnte. Zu Anfang soll das eigene Schiff in der Lage sein nur im eigenen System zu reisen, nach Upgrades soll man aber auch interstellar reisen können.

Das Terrain in No Man’s Sky soll wohl zerstörbar sein – genaue Infos dazu gibt es noch nicht. Größere Veränderungen auf einem Planeten (Zerstörung?) werden persistent für alle anderen Spieler sein.

Apropos andere Spieler: No Man’s Sky wird ein Multiplayer Titel sein, in dem so unzählige andere Spieler ständig um einen herum wuseln. Da das Universum gigantisch werden soll, sind Begnungen mit anderen Spielen eher selten. Gemeinsam mit Freunden wird man No Man’s Sky wohl eher nicht spielen können.

Die Story rund um den eigenen Charakter und seine Herkunft ist bis jetzt noch geheim. Was die Story der anderen Rassen und Planeten angeht wird es wohl auf eine Art Schnitzeljagd heraus laufen. Überall soll man Infos und Story mitbekommen und erkennt die Rassen beispielsweise an den Hohheitszeichen auf den Raumschiffen. Klassische Bösewichte soll es auch eher nicht geben, zumindest wird das Spiel einem nicht sagen „Die sind böse! Und die sind gut!“. Die Story muss jeder für sich selbst entdecken und interpretieren.

No Man’s Sky verspricht ein audiovisuelles Meisterwerk zu werden, dass oftmals mit klassischen Gameplay Mechaniken bricht wie es scheint. Wirklich viele Infos gibt es immer noch nicht und wie sich das Spiel dann wirklich anfühlt bleibt abzuwarten. Die Theorie klingt gut, aber ob es in der Praxis dann auch so viel Spaß macht wird man sehen müssen. Ich persönlich träumte schon immer davon in einem Weltraumspiel einfach von einem Planeten ins All zu reisen und dann einfach auf dem nächsten Planeten zu landen – ohne Ladezeiten. No Man’s Sky könnte dies endlich wahr werden lassen.

Eine schlechte Nachricht gibt es dann aber leider doch. Sony sicherte sich den „debut exklusiv“ Status für No Man’s Sky. Das Spiel wird also zuerst auf der Konsole erscheinen und erst später für PC und Xbox (noch keine Bestätigung). Sony wird dem Entwickler Hello Games sicherlich eine ziemliche Summe dafür gezahlt haben, da No Man’s Sky eines der am sehnlichsten erwarteten Titeln ist.

Steam startet Summer Sales 2014

Das Sommerloch – wie jedes Jahr klafft eine gähnende Leere zwischen dem Frühling und dem Herbst in verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Wirtschaft. Traditionell erscheinen im Sommer so gut wie gar keine neuen Spiele und so bahnt sich Jahr für Jahr eine neue Durststrecke an.

Aber zum Glück gibt es ja Steam, welches zumindest für Spieler das Sommerloch halbwegs schließen. Zwar war der gestrige Start der Summer Sales auf Steam kein Geheimnis mehr dank der unzähligen Leaks, aber freuen werden sich sicherlich viele Zocker darüber.

Angebote von bis zu 90% Rabatt sind nun wieder täglich dabei und auch die beliebten Blitz-Angebote gibt es erneut. Verbunden ist das ganze wieder mit Steams Sammelkarten System, welches eigens für den Summer Sale eine eigene Kollektion erhält.

Dann heißt es nun wohl Kreditkarte zücken oder das Paypal-Konto bereit machen – es wird sicherlich für jeden Gamer etwas dabei sein.

Während die Sale Aktionen von Steam für Gamer ein Paradies auf Erden darstellt, sehen einige Spielentwickler diese Aktionen kritisch. Spieler würden nur noch auf diese Rabattaktionen warten und Spiele kaum noch zum (oftmals viel höheren) Orginalpreis kaufen. Vor allem die Macher von Indie-Titeln sehen darin ein Problem. Die Aktion läuft noch bis zum 30. Juni mit täglich wechselnden Angeboten.

Zum Schluss noch ein recht witzig gemachtes Video, welches die Sale Aktion relativ gut beschreibt. Sehr witzig gemacht wie ich finde. Hochgeladen hat dieses Video der Nutzer Kryos auf YouTube

 

Assassins Creed und die Frauenquote

Die gesetzlicher Frauenquote war in der letzten Dekade oftmals ein Thema in Politik und Wirtschaft. Es gab jahrelange Grabenkämpfe um das Thema, damit endlich mehr Frauen in die Chefetagen der diversen Konzerne kommen bzw. überhaupt erst die Chance dazu erhalten. Zwar ist der ökonomische Vorteil von Frauenquoten eher gering laut neusten Studien, aber dabei geht es ja auch in erster Linie einfach nur um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Ein wichtiges Thema also, das keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden sollte.

Was aber dabei rauskommt, wenn diese Gender Fights aus den Fugen geraten hat jüngst das Beispiel von Ubisoft gezeigt. Einen gewaltigen Shitstorm musste der französische Publisher über sich ergehen lassen, da wieder einmal ein männlicher Charakter der Hauptprotagonist von Assassins Creed Unity sein wird. Und obwohl das Spiel mit insgesamt 4 Charakteren kooperativ spielbar ist, wird keiner davon eine weibliche Figur sein.

Einigen Fans und Kritikern stößt dies übel auf und wieder einmal sah man die Frauen als benachteiligt an. Teilweise kann ich diese Aufregung auch verstehen, allerdings nahm das Thema rasant an Fahrt auf, als sich der technische Direktor James Therien von Ubisoft in einem Interview mit Videogamer dazu äußerte. Der Grund für fehlende weibliche Charakter sei schlicht der hohe Aufwand der dadurch entstehen würde, wenn man extra Animationen für weibliche Charaktere anfertigen müsse. Öl im Feuer des Shitstorms.

Bedenkt man, dass Assassins Creed eine wahre Goldgrube ist und die dazugehörigen Entwicklerstudios nahezu auf einem Goldtopf sitzen in Sachen Entwicklungs-Budget, wirkt diese Ausrede mehr als unglaubwürdig.

Ubisoft meldet sich offiziell zu Wort

Da die Diskussion immer weiter an Fahrt aufnahm sah sich Ubisoft gezwungen, eine offizielle Stellungsnahme zu veröffentlichen:

Wir haben die berechtigten Bedenken bezüglich der Erzählweise in Videospielen registriert. Assassin’s Creed wird von einem multikulturellen Team mit verschiedenen Glauben und Religionen entwickelt. Wir hoffen, dass sich diese Achtung vor der Vielfalt auch in den Szenarien unserer Spiele und unseren Charakteren widerspiegelt. 

Bei Assassin’s Creed: Unity liegt der Fokus auf der Geschichte des Hauptcharakters Arno. Egal ob man alleine oder im Koop-Modus spielt; der Gamer schlüpft immer in die Rolle von Arno mitsamt seiner vielfältigen Ausrüstung und Fertigkeiten, die das Gefühl vermitteln, einzigartig zu sein.

In Hinblick auf die Vielfalt unserer spielbaren Assassinen haben wir bereits Aveline, Connor, Adewale und Altair in den Spielen von Assassin’s Creed eingeführt. Wir werden auch weiterhin darum bemüht sein, vielfältige Charaktere zu präsentieren. Wir freuen uns schon darauf, euch einige der starken weiblichen Charaktere in Assassin’s Creed: Unity vorzustellen.

 

Auch wenn ich die Kritik einiger Leute nachvollziehen kann, verstehe ich dennoch nicht weshalb daraus direkt ein derartiger Shitstorm entstehen muss. Und ich finde, dass so etwas nicht erzwungen werden sollte, da ansonsten der Charakter unter Garantie sehr schnell aufgesetzt wirken würde. Hätten die Autoren der Story eine gute Idee für einen weiblichen Charakter gehabt, hätte dieser sicherlich seinen Weg ins Spiel gefunden. Deswegen kann ich diese Debatte nicht ganz nachvollziehen, auch wenn ich natürlich nicht gegen die Gleichberechtigung bin – aber dabei handelt es sich hier um ein Spiel und nicht um einen Arbeitsplatz oder ähnliches.

Generell herrscht neuerdings in der Gaming Branche des öfteren die Tendenz, dass immer mehr und mehr Shitstorms um derartige Gender Themen starten. Im Endeffekt ist es doch den meisten Spielern egal, ob man eine Frau oder einen Mann steuert…solange Gameplay und Story passen. Weshalb muss es also so heftig erzwungen werden?

Sicherlich werfen nun einige das Argument ein, dass Frauen in Videospielen oftmals das schwache Opfer verkörpern – die Prinzessin in Not. Und das dies unbewusst Auswirkung auf die Ansichten der jüngeren Zielgruppe haben könnte und somit das Bild der Frau in ihren Köpfen prägen könnte. Aber das ist meiner Meinung nach ein wenig zu weit gedacht, da dies in erster Linie vom Umfeld daheim und im Freundeskreis geprägt wird und nicht von Videospielen.

Ich hoffe, dass es bald mit diesem Trend zu erzwungen Gleichberechtigung in Videospielen aufhört. Ich sehe darin keinen Sinn, auch wenn ich mir damit jetzt keine Fans mache. Und ich hoffe auch, dass Ubisoft nun nicht nachgibt sondern einfach weiterhin die Charaktere entwirft, die zur Story und zum Setting passen – egal ob Mann oder Frau.

Nintendo Highlights der E3

Die Wii U ist immer noch am Schwächeln und die Absatzzahlen sind nicht das, was sich das japanische Traditionsunternehmen erhofft hatte. Die Verkaufszahlen der Konsolen waren sogar so niedrig, dass Ubisoft im Zuge der E3 bestätigte, dass sich ein komplett fertiges Spiel in ihrem Besitz befinden würde, welches aber  so lange zurückgehalten wird bis die Verkaufszahlen sich erhöhen. Ansonsten will Ubisoft den Titel auf anderen Plattformen veröffentlichen – keine guten Nachrichten für Nintendo.

Dank Mario Kart 8 wurden die Verkäufe zumindest wieder zeitweise angekurbelt. Die Leute verlangen einfach nach den klassischen Nintendo Titeln wie Zelda und Meteroid, aber von denen war auch auf der E3 nicht wirklich etwas zu sehen. Einige interessante Neuankündigungen gab es dann aber doch.

Hyrule Warriors

Ein hierzulande eher unbekannterer Titel ist Dynasty Warriors. Im asiatischen Raum ist diese Serie ein echter Megahit. Man steuert dabei einen Helden, der sich im typisch übertriebenen asiatischen Kampfstil durch Gegnerhorden metzelt und hin und wieder Bossgegner platt macht. In der westlichen Fachpresse erhalten die Spiele der Serie bestenfalls durchschnittliche Bewertungen.

Jedenfalls haben sich die Macher hinter Dynasty Warrios ran gesetzt und packen dieses Spielprinzip nun in ein Zelda Korsett. Heraus kommt dabei Hyrule Warriors. Man schlüpft in die Haut der Hauptfiguren von Zelda, wie beispielsweise die namensgebende Prinzessin selbst oder man steuert den Helden Link. Entwickelt wird das Spin-Off zu Zelda von Tecmo Koei und Team Ninja. Das Metzeln soll am 26.September 2014 auf der Wii U starten. 

Super Smash Bros. 4

Super Smash Bros. 4 ist einer dieser Titel, die die Verkäufe für die Wii U ankurbeln können. Viele wuchsen mit Titeln der Serie auf und so erreichten die Spiele ähnlichen Kultstatus wie die Street Fighter Serie – nur eben in niedlich und mit Nintendo Touch.

Am alten Spielprinzip ändert sich wenig. Wie auch in den alten Teilen der Serie übernimmt man die Steuerung über Helden von Nintendo und anderen japanischen Herstellern wie Konami. Mario, Pac Man, Megaman, Link…alle sind wieder mit an Bord. Man bleibt dabei den Wurzeln der Serie natürlich treu: die Steuerung fällt simpel aus und Ziel ist es den Gegner von der Plattform zu schubsen.

Diesmal kann man sogar seine eigenen Miis benutzen und dafür eine von 3 Klassen auswählen. Nette Idee.

Diesmal kann man jedoch seine Charakter etwas personalisieren und Gegenstände wie Schuhe wechseln, welche dann andere Boni geben. Außerdem soll es möglich sein mittels NFC Charaktere zwischen Wii U und 3DS zu transfieren – allerdings kann man nicht miteinander spielen. Ähnlich wie bei Activisons Skylanders wird nun Nintendo bald auch Figuren verkaufen, die dann in den Spielen verwendet werden können. Dabei handelt es sich um kleine Plastik Figuren, die über NFC von der Konsole erkannt werden. Verkauft werden sie unter dem Namen Amiibo. Damit kann man in dafür angepassten Spielen beispielsweise Charaktere mit speziellen Fähigkeiten hinzufügen.

Super Smash Bros. 4 wird unter Garantie ein Hit auf der Konsole und auf dem Handheld. Erscheinen soll da Spiel am 3. Oktober diesen Jahres für den 3DS und für die Wii U um die Weihnachtszeit.

 

 The Legend of Zelda (Arbeitstitel)

Zelda…das Spiel auf das wohl jeder wartet und die Verkäufe der Wii U befeuern wird. Leider gab es dazu kaum Informationen auf der diesjährigen E3, aber immerhin ein Lebenszeichen.

Man setzt wieder auf Cell-Shading Look, was das ganze ein wenig wie im Comic aussehen lässt – typisch für Nintendo. Darüber hinaus gab man bekannt, dass es sich dabei wohl um ein Open World Spiel handelt, ähnlich wie in Skyrim. Neben einem kurzen Trailer gab es aber nichts neues zu sehen, auch wenn viele Fans mehr erhofft hatten. Immerhin grenzte man das Release Datum ein. Erscheinen soll The Legend of Zelda in 2015.

Neuvorstellung: Splatoon

Eine waschechte Neuvorstellung gab es dann doch noch mit Splatoon. Der Comic Shooter ist ganz klar auf Multiplayer Action ausgelegt und verzichtet dabei komplett auf Gewalt. Auch die Spielidee an sich klingt recht witzig: statt sich gegenseitig in jenseits zu befördern ist es das Ziel, so viel Bereiche der Karte wie möglich mit Farbe zu bedecken.

Dabei stehen unterschiedliche „Waffen“ und Taktiken zur Verfügung, wie man im Trailer sehen kann. So stehen gewaltige Malerrollen und Farbbomben zur Verfügung. Darüber hinaus kann man sich zeitweise in einen Tintenfisch verwandeln und somit schnelle über die Karte navigieren.

Witzige Idee und erfrischend gewaltlos. Dieser Titel hat sicherlich eine Menge Potential. Losgehen soll die 8-Player Farbparty in 2015 auf der Wii U.

Yosh’s Wolly World

Ebenfalls neuangekündigt wurde Yoshi’s Wooly World. Es ist schon viele Jahre her, dass der knuffige Reitdino ein eigenes Spiel spendiert bekam. Unvergessen bleibt Yoshi’s Island auf dem SNES. Der allesfressende Sidekick bekommt nun also nach sehr langer Durststrecke wieder ein eigenes Spiel.

Man orientiert sich dabei stark and Super Mario Bros. und an dem quasi indirekten Vorgänger „Kirby und das magische Garn“. In typischer Plattformer Manie hüpft man sich durch die Level und verspuckt dabei vorher verschlungene Gegner und Wolle. Klingt nach einem typischen Nintendo Titel und wird sich wohl auch so spielen – genau das was man auf einer Nintendo Konsole eben spielen will. Erscheinen soll das Spiel 2015 exklusiv für die Wii U. 

Bayonetta 2

Der nächste potentielle Kassenschlager in Nintendos Portfolio ist Bayonetta 2. Die namensgebende Hexe ist nicht nur der Liebling aller Gaming Feministinnen, sondern auch echt ein gutes Beam’em’up mit schräger Story und noch schrägeren Charakteren. Wirklich viel gibt es zum Spiel selbst nicht zu sagen, der Trailer spricht für sich.

Dem Spiel wird außerdem noch der erste Teil der Serie beigelegt. Und als ob dies nicht schon genug wär, kann man das Spiel mit Kostümen andere Nintendo Ikonen wie beispielsweise Link oder Zelda durchspielen.

Bayonetta 2 soll exklusiv für Wii U im Oktober diesen Jahres erscheinen.

Mario Maker

Gerüchte gab es schon länger, aber nun machte es Nintendo endlich offiziell. Auf der E3 wurde der Mario Maker vorgestellt, eine Art Baukasten für Super Mario.

Es gab sicherlich einige Leute, die sich beim Spielen der diversen Super Mario Games dachte „hey, ich wette ich könnte einen besseren Level basteln“. Genau diese Sorte von Mensch bekommt mit Mario Maker nun die Chance. Mit dem kreativen Spiel lassen sich ohne größere Probleme eigene Spiele im Retro Look herstellen, oder aber im Stil von New Super Mario Bros. Der Editor lässt dabei keine Wünsche offen und soll sehr leicht zu bedienen sein. Wer möchte kann seine eigens erstellten Level mit Freunden oder fremden teilen.

Erscheinen soll Mario Maker in 2015.