Steam kündigt Family Sharing an

Eine kleine Sensation kommt jetzt von Valve – genauer gesagt geht es um die beliebte Online-Plattform Steam. Wie es sich bereits in den vorherigen Monaten abzeichnete wird bald das Family Sharing getaufte Programm als Beta starten. Family Sharing bedeutet, dass die eigene Steam Bibliothek mit anderen Rechnern geteilt werden kann, womit quasi der Weg für den digitalen Verleih von Spielen auf Steam ermöglicht wird.

Zwar wird hier von einem Programm für „Familie und enge Freunde“ gesprochen, aber im Prinzip kann man bis zu 10 Rechnern Zugriff auf die eigenen Steam-Spiele gewähren. Gemeint ist hier tatsächlich Rechner und nicht Nutzer. Somit kann man als Eigentümer andere Geräte freigeben oder Anfragen verschicken, um Zugriff auf die Bibliothek eines Freundes zu haben. Damit ergeben sich tatsächlich äußert interessante Möglichkeiten gerade bei reinen Singleplayer-Spielen, die quasi zum Tauschen gemacht sind. Es gibt allerdings Einschränkungen: Spiele, die ein Abonnement oder eine Key-Registrierung beim Spielehersteller sind ausgeschlossen, da dies aus technischen Gründen nicht möglich sei.

Auf ein Spiel kann jeweils nur ein Rechner zeitgleich zugreifen. Sollte der Hauptrechner und ein mit Zugriffsrechten ausgestatteter Zweitrechner gleichzeitig auf das selbe Spiel zugreifen, so wird der Hauptrechner immer Vorrang haben. Der Zweitrechner wird darüber informiert und erhält einige Minuten Zeit das Spiel zu beenden bzw. es wird ihm angeboten das Spiel selbst zu erwerben. Außerdem kann der Zweitrechner auch auf alle etwaigen DLC eines Spiels zugreifen, diese aber nicht für das Konto des Hauptrechners erwerben. Für Family Sharing gelten auch weiterhin der regionalen Einschränkungen.

Interessant finde ich diesen Schritt dennoch, da mit diesem System eventuell Umsätze ausbleiben für Valve. Wie bereits angesprochen bieten sich reine Singplayer-Games definitiv dazu an geteilt zu werden, da man sie meistens durchspielt und sie dann mehr oder weniger erstmal eine lange Zeit nicht mehr angerührt werden (meiner Erfahrung nach). So kann man mit seinen Freunden zusammen eine Menge Geld sparen unter Umständen. Ich finde die Idee klasse und bin gespannt, wie sich die Beta entwickelt. Für die Beta zu Steams Family Sharing kann man sich auf Wunsch hier anmelden.

Playstation 4 Playroom-Techdemo und Release in Japan

Sony hat ein neues Video zur demnächst erscheinenden Playstation 4 veröffentlicht und zeigt die sogenannte Playroom-Techdemo. Hierbei handelt es sich im Prinzip um ein Augmented-Reality-Programm und die PS4-Eye-Kamera wird dafür benötigt, welche separat im Handel angeboten werden wird (Preis wird bei 50-60 Euro liegen). In der Techdemo werden die Möglichkeiten des Playstation 4 Controllers und der Cam gezeigt, was man auch im Video sehen kann.

Augmented-Realty-Spiele oder Programme kennt man bisher eigentlich hauptsächlich von den Handys oder Tablets und haben sich nie wirklich durchgesetzt – da es einfach nur eine kleine Spielerei ist. Sony zeigt aber dabei relativ eindrucksvoll, was technisch mit Kamera, Playstation 4 und dem Controller möglich ist. So kann man per Fingerwisch auf dem Touchpad des Controllers kleine Roboter auf den Bildschirm schubsen, welche dann auf Bewegungen vor der Kamera reagieren – winkt man in die Kamera, winken die Roboter zurück. Weiterhin kann man beispielsweise per Tablet und App gezeichnete Gegenstände auf den Bildschirm werfen und sehen, wie die Roboter damit interagieren. Durchaus ein amüsantes Minispiel, ob jedoch Spielentwickler derartige Techniken aufgreifen und in ihre Spiele integrieren bleibt fraglich.

Playstation 4 Release in Japan erst 2014

Eine weitere durchaus interessante Neuigkeit ist, dass die Playstation 4 in Japan erst im Februar 2014 erscheinen soll. Bisher war es eigentlich eher so, dass Sonys Produkte erst oder zeitgleich im Heimatland Japan erscheinen und dann erst im Rest der Welt. Diesmal lag der Fokus allerdings auf der westlichen Welt und dem Weihnachtsgeschäft, denn hierzulande wird die Playstation 4 am 29.November 2014 erscheinen – passend zum Weihnachtsmarkt. Man erwartet außerdem, dass sich die Konsole in Japan ohnehin besser verkaufen werde als die Konkurrenz von Microsoft. Als „Entschuldigung“ wird zum Japan Release ein limitiertes Bundle erhältlich sein, welches einen kostenlosen Download-Code für das Spiel „Knack“ beinhalten wird. Als Grund für die verspätete Erscheinung in Japan gibt Sony an, dass die Lokalisierung mehr Zeit in Anspruch nehmen würde – und wahrscheinlich um Microsoft nicht den Vorteil zu geben, mehrere Monate vorher auf dem Markt bereits anbieten zu können.

Analysten und auch diverse Statistiken zeigen, dass Sonys Playstation 4 einen großen Vorsprung vor der Xbox One hat und was rein technisch Fakten angeht solle die Playstation 4 rund 30% mehr Rechenleistung besitzen als Microsoft Konsole. Wer diesen Kampf gewinnt werden wir frühstens nach dem Weihnachtsgeschäft wissen. Microsoft hat in den letzten Wochen viel Boden gut gemacht und ruderte teilweise zurück was Limitierungen anging. Die Xbox One erscheint eine Woche vor der Playstation 4 – am 22. November 2013 und wird wie auch die Playstation 4 nicht in allen Ländern verfügbar sein, da man noch an der Lokalisierung arbeite. Es scheint so, als versuche man mit aller Macht vor der Konkurrenz auf dem Markt zu sein.

 

Hier nun das Video zur Playroom-Techdemo

 

GTA V evtl. teuerstes Spiel aller Zeiten

GTA V wird in wenigen Tagen für Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen, während die sehnlich erwartete PC Version immer noch nicht angekündigt worden ist. Während Rockstar Games die Einzelhändler darum bittet den Release-Termin einzuhalten, haben sich Analysten mit den Kosten des Spiels befasst. Genauer gesagt versuchte man hier den Kosten für Entwicklung von Marketing näher unter die Lupe zu nehmen. Natürlich handelt es sich dabei nur um Spekulationen, da offizielle Zahlen nicht vorhanden sind. Dennoch sollen diese Werte realistisch sein laut den Experten.

Der Vorgänger GTA IV hielt lange Zeit den Rekord für das teuerste Spiel aller Zeiten mit rund 100 Millionen US-Dollar, wurde allerdings von Star Wars: The Old Republic abgelöst die letzten Jahre. Star Wars soll rund 200 Millionen US-Dollar verschlungen haben laut den Fachleuten der Branche. Nur zum Vergleich: der im Jahre 2007 erschiene Film Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt kostete ca. 300 Millionen US-Dollar und gilt als der teuerste Film aller Zeiten.

Nun hat die schottische Zeitung The Scotsman spekulative Zahlen zum aktuellen Projekt von Take Two und Rockstar Games veröffentlicht. So wird geschätzt, dass GTA V ein Budget von umgerechnet rund 266 Millionen US-Dollar für Entwicklung und Marketing hatte. Diese Summe ist gewaltig und man erkennt daran sehr gut, welchen Stellenwert Spiele in der heuten Zeit haben. Sogar für die Film-Branche wäre ein solches Budget gewaltig.

Weiterhin beschäftigen sich Experten mit den möglichen Verkaufszahlen des Spiels im ersten Jahr. Man schätzt, dass von GTA V rund 25 Millionen Einheiten abgesetzt werden könnten. Dies würde einem Umsatz von ca. 1 Milliarde US-Dollar entsprechen – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Der Erfolg von GTA V ist quasi vorprogrammiert und wird unter Garantie eine Menge Rekorde brechen und es ist erstaunlich, wie rasant die Gaming-Branche wächst. Vor einigen Jahren hätte niemand gedacht, dass ein Spiel jemals mit so einem gewaltigen Budget ausgestattet sein könnte. Dennoch handelt es sich bei diesen Zahlen nur um Schätzungen, da Rockstar und Take Two hier keine Zahlen offen legt. In Fachkreisen werden die Schätzungen jedoch für realistisch empfunden.

Uwe Boll strikes back – Kickstarter Kampagne gestartet

Uwe Boll hat Kickstarter für sich entdeckt und versucht nun wie viele andere mithilfe von Spenden einen neuen Film zu finanzieren. Auf Kickstarter stellt er sein Projekt auf seine typische Art vor. Boll möchte einen Nachfolger zum sehr kontroversen Film Postal drehen, der damals einige Amerikaner sehr provozierte. Postal thematisierte die Terror-Anschläge am 11.September auf die USA zu einem Zeitpunkt, der wohl für viele noch etwas zu früh kam. Kritiker zerrissen den Film auch größtenteils und Boll selbst erhielt mehrfach die Goldene Himbeere als „schlechtester Regisseur. Die Spiele-Serie zu Postal ist übrigens in Deutschland indiziert.

Nun möchte Boll 500 000 US-Dollar sammeln um eine Fortsetzung zu drehen. Je nachdem wie viel Geld man spendet bekommt man diverse Gimmicks – von DVDs, Soundtracks, signierte Kopien des Films oder Zugang zum Filmset ist alles dabei (abhängig davon wie hoch der Spendenbetrag ist).

Kult rund um Boll

Boll ist gerade unter Spielern sehr bekannt, da er sehr oft schon Filme zu beliebten Spielen gemacht hat. Leider waren diese eher von durchschnittlicher Qualität und gefielen gerade den Spielern und Fans der Serien oftmals überhaupt nicht. Schnell entwickelte sich eine Art Kult um den Regisseur, allerdings eher negativ. Sobald irgendwo die Verfilmung eines Spiels angekündigt wird kommt sofort Uwe Boll ins Gespräch – allerdings eher nach dem Motto „hoffentlich führt er nicht Regie“. Er bewarb sich damals auch für die Lizenz zum Word of Warcraft Film und erhielt laut eigener Aussage folgende Antwort von Blizzard „‚Wir verkaufen die Filmrechte nicht an dich […] ganz besonders nicht an dich“. 

Ob der Kickstarter-Aufruf des berühmt-berüchtigten Trash-Regisseur gelingt bleibt abzuwarten. Eins muss man Boll aber lassen – auch nach vielen Anfeindungen und des schlechten Images zieht er sein Ding durch und ist dabei wohl halbwegs erfolgreich. Mir persönlich gefallen seine Filme nicht und ich bin froh, wenn er keine Filme zu meinen favorisierten Spielen dreht.

Nintendo 2DS angekündigt – Gameboy 2.0?

Nintendo hat relativ überraschend den 2DS im Zuge der Gamescom veröffentlicht. Dieses neue Mitglied von Nintendos Handheld-Familie wird am 12.Oktober erscheinen und soll zum Start in den USA 130 US-Dollar kosten und dann sehr wahrscheinlich 130 Euro bei uns kosten.

Der 2DS ist dabei ein typischer Handheld und im Prinzip ein 3DS nur ohne 3D-Funktion – Spiele werden nur in 2D dargestellt. Außerdem soll der 2DS alle wesentlichen Funktionen beherrschen, die auch der 3DS an Bord hat. Der Clou daran ist, dass der 2DS alle Spiele von 3DS und dem Vorgänger NDS abspielen kann. Demnach sollen für den Handheld derzeit rund 3000 Spiele zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Handhelds lässt sich der 2DS allerdings nicht zusammenklappen und das Gerät wurde laut Nintendo als Einsteigermodell konzipiert. Per Internet lassen sich diverse Spiele und Demos über Nintendos eShop herunterladen.

 

Die Handhelds waren seit dem NDS Nintendos stärksten Zugpferd und die immer noch schwächelnde Wii U ist allem Anschein immer noch nicht lukrativ für das traditionsreiche Unternehmen. Den 2DS für einen Kampfpreis um die 100 Euro auf den Markt zu werfen ist sicherlich eine sehr gute Idee, da hier sicherlich einige zuschlagen werden, denn der 3DS kostet immer noch rund 200 Euro. Interessant finde ich es allerdings, dass sich der 2DS nicht zusammenklappen lässt – aber Nintendo wird zu einem noch unbekannten Preis separate Taschen und diversen Farben für den 2DS verkaufen.

Interessant ist allerdings, dass das offizielle „Introduction Video“ zum 2DS  aktuell eine ganze Menge Dislikes hat. Es scheint so, als ob Nintendos Fans eher etwas anderes gewünscht hätten und einige dachten sogar, dass es sich um einen Scherz seitens Nintendo handele. Persönlich denke ich, dass die Veröffentlichung eines Einsteiger-Modells der richtige Schritt von Nintendo ist. Für Kinder macht es kaum einen Unterschied, ob es nun ein 2DS oder 3DS ist, wohl aber für die Geldbörse der Eltern. Im Gegensatz zu Nintendos anderen Konsolen ist der 2DS nämlich Low-Budget.

Und im Gegensatz zur Wii U hat die DS-Familie keine Probleme mit dem Fehlen von guten Titeln (für die Wii U gibt es immer noch keine richtig guten Spiele).

 

GOG.com macht Steam Greenlight Konkurrenz

Valve startete vor wenigen Monaten ja auf Steam Greenlight, bei dem Indie-Entwickler ihre Games den Spielern vorstellen können und diese dann darüber abstimmen, ob das Spiel im Steam Shop verkauft wird oder nicht. Eigentlich eine sehr schöne Sache, da auf diese Art unabhängige Entwickler ihre Spiele auch ohne große Puplisher über Steam verkaufen können. Allerdings gibt es auch Kritik an Greenlight, da hier beispielsweise eine Anmeldegebühr von rund 100$ verlangt wird. Außerdem wird von den Spielern abgestimmt, ob das Spiel aufgenommen wird oder nicht. Sollte der Titel abgelehnt werden sind den Entwicklern die Gründe meistens nicht klar, da man im nur mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen kann – keine Angabe von Gründen möglich.

GOG.com (Good Old Games) hat sich nun ebenfalls den Indie-Spielen angenommen. GOG.com verkauft eigentlich ältere Spiele, die unter die Kategorie „Retro“ fallen. Die meisten der dort angebotenen Spiele sind im normalen Handel nicht mehr erhältlich, da sie schlicht zu alt sind. Im Gegensatz zu Konkurrenz setzt Gog.com allerdings nicht auf DRM (Kopierschutz), sondern bietet die Spiele komplett ohne derartige Gängelungen an. Oftmals gibt es dazu auch noch zahlreiche Gimmicks wie Wallpapers, PDF-Handbücher, Soundtrack uvm..

Faire Chance nun für Entwickler

Nun wird GOG.com auch noch Indie-Entwicklern eine Plattform bieten, ihre Spiele zu verkaufen. Im Gegensatz zu Steam werden die Spieler allerdings nicht vorher von der Community „abgesegnet“, sondern GOG.com entscheidet selbst darüber und prüft jeden einzelnen Titel. Man betonte nochmals, dass hier jeder Titel geprüft werden würde und das man den Entwicklern auch Feedback geben wird, sobald etwas nicht gut genug sein sollte oder angemessen. Auch soll keine Anmeldegebühr wie bei Greenlight fällig werden – Valve begründet diese übrigens damit, dass man dadurch Spam unterbinden möchte.

Die Teilung der Erträge fällt mit 70/30 zugunsten der Entwickler sehr fair aus. Sollte GOG.com sich im Vorfeld finanziell an der Entwicklung beteiligen erhält der Händler 60% des Verkauferlöses bis der Vorschuss abgezahlt ist. Außerdem wird das Spiel auf sämtlichen Kanälen von Gog.com geteilt (Homepage und soziale Netzwerke). So werden die Projekte die nötige Aufmerksamkeit bekommen.

Ich persönliche begrüße es, dass nun auch Gog.com den Indie-Spielen eine Chance gibt. Über die letzten 10 Jahre hat sich der Markt der Spiele stark verändert und man merkt oftmals, dass Aktiengesellschaften viel mehr den Kurs angeben als die Entwickler. Dementsprechend ähneln sich die Spiele dann auch und die Puplisher gehen selten das Risiko ein, neue und kreative Konzepte aufzugreifen aus Furcht vor finanziellen Risiken. Indie-Entwickler haben solche Probleme nicht und können deshalb ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Zwar sind Grafik und Technik meistens weit entfernt von aktuellen AAA-Titeln, aber ein gutes Konzept ist besser als ein Grafik-Blender. Ein Minecraft hätte es niemals unter der Federführung von Ubisoft, EA und anderen Puplishern gegeben.