Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor einiger Zeit einen der neueren Need for Speed Titel gespielt habe mit einem Kumpel. Das erste was wir bemerkt haben war, dass man ein Rennen beenden kann, ohne zu bremsen – einfach an der Leitplanke entlang sliden reichte. Das zweite was uns störte war, dass die Fahrzeuge keinerlei Schäden davon trugen. Gut, das ist jetzt ein Arcade-Racer, aber mich nervt es generell in Spielen, wenn die Autos keine sichtbaren Schäden oder Deformierungen von Crashs davontragen. Genau deswegen mochte ich Spiele wie Dirt 2 oder 3 sehr, da man hier die Fahrzeuge mehr oder weniger realistisch in Einzelteile zerlegen konnte. Aber BeamNG: Drive geht noch einen Schritt weiter, was die Physik angeht und bietet eine Menge Spaß.
Zerstörung 2.0?
BeamNG: Drive befindet sich in der Alpha-Phase, die auch bereits höchst beeindruckend ist. Im Grunde bietet die Simulation noch nicht wirklich viel Gameplay, aber zeigt schon in welche Richtung das Ganze gehen wird. Im Vordergrund steht hier nämlich nicht die Grafik, sondern die Physik. Die meisten Spieler lieben es sicherlich, wenn man Umgebungen oder Objekte zerstören kann oder eben mit physikalischen Gesetzen zu spielen: je realistischer ein Spiel, desto mehr Spaß macht es. Und ich habe bisher noch in keinem Spiel eine solch realistische physikalische Berechnung eines Autos, des Fahrverhaltens und des Schadensmodels gesehen wie in BeamNG: Drive. Mit der Demo habe ich locker eine Stunde allein damit vebracht um zu sehen, wie ich meine Karre zerlegen kann auf möglichst spektakuläre Art. Es machte einfach eine menge Spaß zu sehen, wie das Auto glaubwürdig beschädigt wird. Ich denke, wenn das 4-köpfige Entwicklerteam hier so weiter macht, könnte ihnen ein ganz großer Wurf gelingen. Geplant sind nämlich Multiplayer und noch lauter andere Features. Anschauen sollte man sich die Demo auf jeden Fall.
BeamNG: Drive basiert auf der CryEngine 3 und die Entwickler legen ihren Fokus auf die sogenannten „real time soft-body physics and soft-body physics model design“. Wie sie selbst sagen: im Vordergrund steht nicht wie es aussieht, sondern wie es sich bewegt.
Wer will kann die Techdemo hier runterladen: Download
Die Alpha kostet derzeit 11,50€ und kann hier erworben werden: BeamNG: Drive kaufen
In den letzten Tagen entbrannte eine hitzige Debatte rund um die Darstellung der russischen Soldaten des zweiten Weltkriegs in Relics neustem Spiel Company of Heroes 2. Viele russische Spieler gingen auf die Barrikaden, da sie sich angegriffen fühlten durch die gezeigten Szenen in dem Spiel. Zugegeben vieles in der Story-Kampagne aus dem Spiel waren etwas überspitzt und klischeehaft inszeniert, aber das rechtfertigt meiner Meinung nach keinesfalls eine solch heftige Reaktion und Anfeindungen gegenüber den Entwicklern des Spiels. Polygon hat sich recht ausführlich mit dem Thema auseinander gesetzt und beide Seiten zu Wort kommen lassen und hat dabei auch Experten zu Wort kommen lassen.
Historisch korrekt oder doch lieber Political Correctness?
Dekoration für Panzer – Stein des Anstoßes
Nun ist Wargaming.net (die Macher von World of Tanks) indirekt auf das Thema eingegangen, ob geplant oder purer zeitlicher Zufall weiß man nicht. Auch hier geht es um die Darstellung der Einheiten (in dem Fall Panzer), jedoch bezogen auf die Optik. Es gibt in dem Spiel die Option seinen Panzer mit Aufklebern bzw. Beschriftungen zu verschönern. Dabei handelt es sich meistens um unverfängliche Schriftzüge oder Flaggen von Ländern der heutigen Zeit. Oder eben andere Symbole, die nicht wirklich mit politischen Ansichten in Verbindung gebracht werden können. Nun ist aber geplant für den kommenden Patch 8.8 wieder einige Schriftzüge ins Spiel zu bringen, die vor einiger Zeit aus der Liste geflogen sind (auf den russischen Servern waren sie allerdings die ganze Zeit verfügbar). Genauer gesagt ging es um die Symbolik rund um den Anführer Russlands während zweiten Weltkrieg: Josef Stalin. Die Symbole der Achsenmächte werden allerdings weiterhin nicht verfügbar sein, da sie teilweise gegen nationales Recht verstoße in einigen Ländern. Man betonte außerdem, das man eine stark anti-faschistische Haltung bei Wargaming.net habe und man berufe sich darauf, dass man das Spiel historisch korrekt halten möchte. Etwas unglücklich geraten dabei ist, dass man Stalin lediglich als kontroverse Person der Geschichte bezeichnet und hob seine Rolle als einen der Führer der Anti-Hitler-Koalition hervor.
Hitzige Debatte entfacht über Stalin-Symbolik
Das offizielle WoT-Forum – Zentrum der hitzigen Debatte
Im europäischem Forum von World of Tanks entfachte deswegen eine große Debatte (mittlerweile über 45 Seiten) rund um dieses Thema, denn die Spieler sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden in der Euro-Community. Man ist mit der „Verherrlichung“ von Stalin nicht einverstanden, da er für die Spieler allem Anschein nach mehr als nur eine „kontroverse Person“ sei. Gerade polnische Spieler fühlen sich gekränkt davon auf Grund ihrer Geschichte. Auch wird die Begründung, das man „historisch korrekt“ die Panzer dieser Zeit wiedergeben will wird negativ aufgefasst, da es für die Spieler eher nach einer Ausrede klingt (Stichwort: Prototypen Panzer, die nur auf dem Papier existierten). Auch die Unterschiede zwischen den englischen und russischen News wird extrem negativ bewertet von der Euro-Community, da man sie mittlerweile übersetzt hat. In der deutschen Version der News lautet die Überschrift „Historische Inhalte in World of Tanks“, während die Überschrift in der russischen News übersetzt „Symbole des Sieges“ bedeutet und die russische News laut den übersetzenden Spielern allgemein eher patriotisch daher kommt, obwohl sich die Community-Moderatoren im Forum dafür ausgesprochen haben, dass man bei Wargaming.net keinerlei Ideologien vertrete oder verherrliche. In der russischen News betonte man, dass man stolz auf seine Vergangenheit sei im Bezug auf Stalin (ebenfalls laut Übersetzung der Spieler). Man hat also die internationale News entschärft und weniger patriotisch gestaltet, als die ursprüngliche russische News. Jedenfalls führt die ganze Thematik derzeit zu einem großen Eklat in der Community. Es gibt allerdings auch eine handvoll Spieler, die das Einführen der Symbole begrüßen oder die es einfach nicht stört. Aber die Mehrheit der Stimmen spricht sich gegen diesen Schritt aus, da Stalin für sie mit starken negativen Gefühlen und Fakten verbunden ist.
Schlechtes Timing oder Reaktion auf Company of Heroes 2?
Ob es nun eine Reaktion auf Company of Heroes 2 war, oder einfach nur ganz schlechtes Timing lässt sich nicht sagen. Allerdings kochen gerade die Emotionen an beiden Brandherden (CoH2 und WoT) über und treibt derzeit einen tiefen Keil zwischen die russischen Community und den Rest der Welt. Ich kann allerdings verstehen, dass es einigen Leuten übel aufstoßt, einen Panzer mit Stalin-Symbolik auf dem Schlachtfeld rumfahren zu sehen. Ebenso wie die meisten keine Hakenkreuze oder SS Symbole auf den Panzern sehen wollen. Es ist ein sehr sensibles Thema für viele Menschen, auch wenn der Krieg schon 70 Jahre her ist. Wargaming.net spielt hier anscheinend mit dem Feuer.
Interessant wird es sein, wie Wargaming.net nun auf die aktuellen Ereignisse reagieren wird, wenn überhaupt eine Reaktion erfolgt. Jedenfalls habe ich selten so eine derart emotionale Diskussion in einem Game Forum bisher erlebt (ausgenommen der üblichen Flames, denen man immer begegnet). Es handelt sich hier um ein sehr heikles und vor allem politisches Thema.
In rund 2 Wochen öffnet die diesjährige Gamescom ihre Pforten wieder und schon jetzt sind fast alle Tickets vergriffen im Vorverkauf. Im Gegensatz zum Vorverkauf des letzten Jahres wurden diesmal schon dreimal mehr Tickets verkauft, was wohl auf einen neuen Besucherrekord dieses Jahr hindeuten könnte.
Laut Informationen waren in 2011 zu diesem Zeitpunkt (2 Wochen vor der Messe) noch rund 95% der Tickets für den Samstag erhältlich. Dieses Jahr sind allerdings nur noch 15% frei. Die Tickets für Donnerstag und Freitag sind ebenfalls heiß begehrt und somit wird es bald eng, noch ein Ticket zu ergattern. Lediglich für Sonntag gibt es noch massenhaft Tickets.
Die Next Generation Konsolen werden wahrscheinlich einer der Gründe sein, weshalb die Gamescom dieses Jahr einen Ansturm erleben wird. Also am besten noch schnell die Eintrittskarten bestellen, bevor sie vergriffen sind. Zwar werden auch noch Tickets direkt vor Ort an den Kassen verkauft werden, aber dies könnte mit hoher Wartezeit verbunden sein unter Umständen.
In den Foren von World of Warcraft verlangen Spieler einiger Realms (Server) schon seit langer Zeit danach und nun geht Blizzard nun doch nach Jahren diesen Schritt: Einige der Server sollen mit bzw. nach dem Patch 5.4 zusammengelegt werden. Das Zusammenlegen von Servern ist meistens mit einem leichten Schaden des Images verbunden, da es davon zeugt, dass man auf einigen Realms schlicht zu wenig Spieler hat. Wohl deswegen hat Blizzard diesen Schritt lange Zeit nicht gewagt, aber nun wird es doch kommen.
Offiziell spricht man hier von Server-Verknüpfung, welches auf der Cross-Realm Technik basiert. Spieler der verknüpften Realms können künftig das selbe Auktionshaus benutzen, Gilden beitreten, PVE Content beschreiten…quasi alles was vorher nur ging, wenn man auf dem selben Realm spielt. Verknüpft werden können dabei 2 oder mehr Server.
Genauere Angaben dazu, welche Realms verknüpft werden sollen machte Blizzard nicht. Wer will kann hier die offizielle FAQ zu dem Thema lesen.
Ich persönlich finde es ist der richtige Weg, endlich diesen Schritt zu machen und einzugestehen, dass manche Realms einfach zu leer sind.
Relic und Sega erleben gerade den wohl größten Shitstorm ihrer Geschichte und Auslöser ist ein Computerspiel, dessen Darstellung russischer Soldaten während des 2. Weltkriegs die Gemüter einiger russische Bürger erhitzt. Die Rede ist von Company of Heroes 2, angesiedelt im 2. Weltkrieg mit einer russischen Story Kampagne. Im Strategiespiel übernimmt man die Kontrolle von russischen Einheiten, die teilweise nicht sonderlich ehrenhaft zu Werke gehen. Und genau das ist der Stein des Anstoßes: einige der im Spiel gezeigten Szenen sind den russischen Spielern schlicht zu unehrenhaft und entsprechen nach deren Ansicht nicht der Realität und sei „eine Schande für die heldenhaften russischen Veteranen und deren Nachkommen“.
Stop des Verkaufs von Company of Heroes 2 gefordert
Auf Metacritic hagelte es dafür massenhaft negativ Bewertungen von Spielern. Die meisten Kommentare waren allerdings einfach nur Polemik. Den Entwicklern von Company of Heroes 2 wurde oftmals unterstellt, mit den Nazis zu sympathisieren. Eine ziemliche Schlammschlacht wurde gestartet von den russischen Spielern und dies hatte auch Konsequenzen, denn der russische Spielehändler 1C-SoftKlab hat den Vertrieb von Company of Heroes 2 eingestellt und außerdem läuft aktuell eine Petition (mittlerweile 17 000 Unterschriften),in der gefordert wird das Spiel aus dem Shop von Steam zu entfernen – was hoffentlich nicht passieren wird.
Sega und Relic nehmen diese Vorwürfe natürlich sehr ernst. Welche Konsequenzen die Entwickler ziehen (wenn überhaupt) bleibt fraglich.
Auch die Steam Foren sind übersät mit Beiträgen zu dem Thema gepaart mit Unmut über das Multiplayer Balancing (Wehrmacht Einheiten wären angeblich stärker bzw. im Vorteil.)
Ich persönlich finde diese ganze Aktion sehr fragwürdig, zumal es sich immer noch nur um ein Spiel handelt. Nationalstolz ist ja schön und gut, aber das geht in diesem Fall zu weit und wohl auch recht einmalig in der Geschichte der Spiele. Ich hoffe sehr das Steam nicht darauf reagieren wird, auch wenn ich die russischen Spieler teilweise verstehen kann. Dennoch ist das zu extrem, was gerade passiert.
Fast 20 Jahre hat die Elder Scrolls Serie nun fast schon auf dem Buckel und ist somit eine der ältesten Game-Serien die es derzeit gibt. Grund genug für Bethesda nun anlässlich des Jubiläums die alle Spiele samt Addons nun in ein Paket zu stecken. Für Fans der Serie ist es ein absolutes must-have, denn auch die älteren Spiele machen durchaus noch Spaß – auch trotz des hohen Alters. Ab dem 13. September soll die Kollektion (UVP 59,99 €) im Handel erhältlich sein.
Ich persönlich werde zuschlagen, da ich leider damals zu jung war um Daggerfall und Arena zu spielen. Da die Spiele die selbe Geschichte teilen ist es gerade für mich als Fan interessant, einfach mal die alten Teile zu erkunden. Gerade Daggerfall ist ja bekannt für die unglaubliche Größe der Spielwelt. Und die rund 60 Euro für so eine Kollektion finde ich mehr als fair, wenn man bedenkt wie viel Spielzeit in der Kiste stecken. Sammler werden ohnehin zuschlagen.
Mit an Bord sind alle jemals erschienen Elder Scrolls Spiele inkl. deren Addons. Ob die DLC für Oblivion mit dabei sind, weiß ich allerdings nicht. (Oblivion läutete damals das Zeitalter der DLC-Verkäufe über das Internet ein)
Die Spiele der Kollektion
Bei Arena und Daggerfall handelt es sich um die ältesten Spiele der Serie, die über einen mitgelieferten DOS-Emulator zum Laufen gebracht werden. Zwar sind die Spiele optisch schon mehr als angestaubt, aber für Liebhaber des Genres zählen sie immer noch zu den besten Spielen.
Morrowind inkl. der Addons Tribunal und Bloodmoon sind mit im Paket. Das Elder Scrolls Construction Set befindet sich ebenfalls mit in der Box. Morrowind war mein persönlicher Einstieg in die Elder Scrolls Serie und ich werde es unter Garantie nochmals durchspielen. Mittlerweile gibt es dafür auch einige Mods, die die Grafik gewaltig aufpolieren.
Oblivion mit den beiden genialen Addons Knights of the Nine und Shivering Islands sind auch dabei. Ich habe bestimmt weit über 100 Stunden in der Welt von Cyrodiil verbracht. Auch hier gibt es unzählige Mods. Teilweise sind die Projekte der Mod-Szene so umfangreich, dass man sie durchaus auch als Addon verkaufen könnte.
Skyrim kommt mit Hearthfire, Dragonborn und Dawnguard. Ich denke dazu braucht man nicht viel zu sagen – eines der erfolgreichsten Spiele überhaupt und ein Garant für stundenlangen Spielspaß. Technisch und Spielerisch top. Dank der Anbindung an den Steam Workshop wird Skyrim mit tausenden Mods versorgt, die nochmals mehrere Stunden Spielspaß bringen.
Abgesehen von den Spielen selbst finde ich auch die Box und die ganzen mitgelieferten Karten und Poster schick. Auf jeden Fall einen Blick wert, nicht nur für Fans der Serie.
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