Eines der größten Argumente von Konsolenspielern ist oftmals der Fakt, dass man bequem vom Sofa aus mit dem Controller spielen kann, während die PC-Spieler meistens am Schreibtisch sitzen müssen oder einen sperrigen Laptop auf dem Schoss haben. Deswegen wird der ein oder andere Fan des PCs sicherlich schon hin und wieder neidisch auf die Konsoleros gewesen sein. Aber dank Roccat könnte sich dies nun schon sehr bald ändern, denn Roccat hat eine sehr interessante Studie vor einigen Wochen auf der E3 in den USA vorgestellt. PC-Spieler sind unter Garantie verzückt vom Roccat Sova Designkonzept.
Bei dem Roccat Sova Pad handelt es sich um eine Kombination aus Keyboard und Mauspad, welches man drahtlos mit jeder Konsole und jedem PC verbinden kann, der mit Windows, SteamOS oder Android läuft. Die Tastatur besteht aus Cherry-MX Switches und ist fest in den Aluminium-Rahmen integriert, wie auch das Mauspad selbst. Das Mauspad lässt sich dabei durch eine Schiene auf der Rückseite nach links und rechts verschieben, so dass es an die ergonomischen Wünsche des jeweiligen Nutzers angepasst werden kann – Roccat denkt wirklich mit. Ein weiterer Vorteil dieser Schiene ist, dass man beispielsweise über einen 3D-Drucker eigene Halterungen für Handys oder Getränke beispielsweise anbringen könnte – dem modularen System sei dank.
An den Seiten befinden sich Anschlüsse für USB, welche nicht wie sonst üblich direkt an der Kante des Gehäuses sitzen, sondern in einem „ausgehöhltem“ Bereich sitzen. Dies gewährleistet, dass man ein USB Kabel nicht aus versehen rauszieht oder umbiegt – passiert recht häufig, wenn man einen Laptop auf dem Schoss hat. Auf der Unterseite des Roccat Sova befinden sich gepolsterte Pads, damit auch nach Stunden der Nutzung die Oberschenkel nicht weh tun und man auch keine Wärmebelastung erleidet. Der Akku des Roccat Sova soll für rund 12 Stunden halten – mehr als ausreichend. Die auf dem PC oder der Konsole installierten Treiber für die Maus soll außerdem problemslos übernommen werden, sofern diese mit dem Pad verbunden ist.
Es wurde Zeit – Adios Schreibtisch!
Meiner Meinung nach hat Roccat hier einen richtigen Riecher für den nächsten großen Trend im PC Gaming Bereich der nahen Zukunft. Valve versucht mit SteamOS und dem Steam Big Picture Konzept den PC als Mittelpunkt des Wohnzimmers zu etablieren – ein Kampf um die Vorherrschaft auf der Couch wird demnächst zwischen dem Rechenknecht und den Konsolen entbrennen. Statt auf einem verhältnismäßig kleinem Monitor zu spielen könnte man nun einfach bequem am großen TV zocken.
Roccat könnte hier also ein kleiner Geniestreich gelingen. Normal halte ich mich bei solchen Neuheiten und Trends eigentlich oftmals zurück, aber im Falle des Roccat Sova fällt mir nur eins ein: Ich will dieses Ding unbedingt haben! Das Konzept könnte voll aufgehen und PC-Gamer könnten endlich vom Schreibtisch befreit werden. Erscheinen soll das Pad allerdings erst in 2015 – bis dahin geht Roccat noch auf das Feedback und die Wünsche der Community ein.
Wer will kann die Konzept-Studie auf der diesjährigen Gamescom mal etwas näher unter die Lupe nehmen. Roccat wird dort noch weitere Produkte erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Neben 25 Gaming-Stations wird es auch extra für das Roccat Sova eine spezielle Couch-Area geben.
Der erste Schnee ist bereits in einigen Teilen des Landes gefallen und passend dazu veröffentlicht Roccat eine weiße Sonderedition der Roccat Kone Pure. Die Roccat Kone Pure Color – Phantom White ist Teil einer Serie anlässlich des 5-jährigen Jubiläums „Year of the Kone“. Zuvor erschienen die Designvarianten Inferno Orange, Polar Blue und Hellfire Red.
Bewährte Technik
Wie auch die Vorgänger und die Standardversion der Maus sind auch hier wieder die von Roccat gewohnten Features und Bauteile dabei. Widerstandsfähige Omron Switches, Roccat Talk und Roccat Easy-Shift[+] und ein 8200 Pro-Aim R3 Laser-Sensor. Die Ergonomie der Maus ist unverändert, was auch keines Falls nötig wäre. Eine der größten Vorteile der Kone Mäuse ist deren exzellentes ergonomisches Design. In unserem Roccat Kone Pure Optical Test konnte die Maus auf ganzer Linie überzeugen und besitzt beinahe die selben Eigenschaften wie die Kone Pure.
Neue Features sollte man allerdings nicht erwarten, da es sich hier nur um eine veränderte Farbvariante handelt. Auch an den Preisen ändert sich nichts. Die Kone Pure Color Phantom White kostet ungefähr 70 Euro im Internet oder direkt im Shop von Roccat.
Über Geschmack lässt sich zwar bekanntlich streiten, aber das Weiß kombiniert mit den schwarzen Knöpfen sagt mir zu.
Roccat hat nun endlich die Gaming-Keyboards der Ryos Serie veröffentlicht und stehen nun somit zum Verkauf bereit.
Es gibt 3 verschiedene Ausführungen. Ryos MK, Ryos MK Glow und Ryos MK Pro. Alle 3 verfügen beispielsweise über Roccats Easy-Shift[+] und Roccat Talk – diese Features kennt man bereits von den bereits erschienen Produkten des deutschen Herstellers.
Die Ryos MK stellt das Einstiegsmodell da und beginnt ab 100 Euro, das Ryos MK Glow verfügt über eine Tastaturbeleuchtung während das Ryos MK Pro sogar eine Funktion bietet, bei der jede Taste separat beleuchtet werden kann in den zur Verfügung stehenden Farben. Bei den 3 mechanischen Keyboards kommen Cherry MX Key Switches zum Einsatz.
Leider stehen uns keine Testmuster zur Verfügung, deswegen kann ich nichts über die Qualität sagen.
Die sehr umfangreiche App Roccat Grid war schon länger in aller Munde, da sich hier erstmals eine wirklich sinnvolle Verbindung zwischen mobilen Geräten und dem PC innerhalb eines Gaming-Umfelds herstellen lässt. Die App bietet einige ziemlich interessante Funktionen vor allem für Zocker, aber auch für andere Nutzer.
Roccat Power Grid wurde nun endlich kostenlos für die Öffentlichkeit zum Downloaden freigegeben. Erhältlich ist die App für mobile Geräte mit Android oder iOS Betriebssystemen. Außerdem steht noch ein Host-Programm für Microsoft Windows bereit und ein SDK für Entwickler.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Die App selbst hatte ich schon etwas länger auf dem Radar, dachte aber zuerst es sei eher eine kleinere Spielerei. Nachdem ich mich jetzt damit etwas befasst habe konnte ich erkennen, dass Roccat Power Grid tatsächlich sehr umfangreich und vor allem sinnvoll einsetzbar ist. Die Idee hinter der App ist nämlich, das Smartphone ins PC-Gaming zu integrieren, quasi als Fernbedienung oder aber als Second Screen. So kann man beispielsweise mit Roccat Power Grid Shortcuts oder Makros erstellen für diverse Spiele wie League of Legends, Skyrim, World of Tanks. Man könnte also Roccat Power Grid für Skyrim so belegen, dass man einen Button im Grid nutzt um einen Heiltrank einzuwerfen, was sicherlich etwas Zeit spart und komfortabler ist. Da der deutscher Hersteller Roccat ein SDK zu Power Grid anbietet, können sich professionelle und Amateur-Programmierer austoben und ihre eigenen Inhalte und Funktionen erstellen. Dies kann dann auf einer Datenbank mit anderen getauscht werden, die von Roccat zur Verfügung gestellt wird. Neben Funktionen von Spielen sind außerdem noch diverse andere Programme mit Power Grid via Smartphone steuerbar. So kann man beispielsweise seinen MP3-Player oder Videoplayer auf dem PC über das Smartphone steuern, was ich persönlich sehr gut gebrauchen kann. Das Handy hab ich nämlich immer bei mir, aber nicht die Fernbedienung meiner Boxen.
Roccat kündigte außerdem an, dass die Open Beta zu Power Grid keine Begrenzung habe zurzeit und man würde weiterhin auf das Feedback der Nutzer eingehen und die App kontinuierlich optimieren. Anders als in Keyboards eingebaute Displays finde ich die Lösung mit einer App für Smartphones ziemlich lustig. Ich persönlich werde es in Zukunft öfters mal nutzen, da es eine nette Spielerei ist, die auch definitiv sinnvoll ist oder sein kann. Smartphone und PC werden dabei übrigens über WiFi verbunden. Mehr Infos zur App und zur Datenbank gibt es auf der offiziellen Roccat Power Grid Webseite.
Ich bin mir auch sicher, dass einige Entwickler hier ziemlich gute Ideen für Kommandos / Funktionen zu Roccat Power Grid haben werden in der Zukunft. Die App ist wie gesagt kostenlos und äußerst umfangreich, antesten lohnt sich also auf jeden Fall! Gerade für Leute die mit der Idee spielen, sich ein sündhaft teures Keyboard mit Display zu kaufen ist die App eine echte Alternative! Und mal abgesehen davon finde ich die App an sich stylisch, da mir der Stil von Roccat ohnehin sehr gefällt. Antesten lohnt sich definitiv.
Passend zur neuen Jahreszeit habe ich auch meine Maus gewechselt und rund einem Monat genauer unter die Lupe genommen – die Roccat Kone Pure Optical. Die schon seit längerem auf dem Markt erhältlichen Kone XTD und Kone Pure haben beide mehrere Awards abgestaubt und zählen mit zu den besten Mäusen für Gamer. Passend zum 5-jährigen Jubiläum erhört Roccat die Wünsche der Fans einen Nachfolger zur Roccat Savu zu bringen und bringt mit der Roccat Kone Pure Optical eine neue optische Maus auf den Markt. Weshalb ein optischer Sensor, in der von Mäusen mit Laser-Abtastung dominierten Zeit, noch mehr als interessant ist, versuche ich nun in folgenden Test zu erklären.
Roccat Kone Pure Optical
Verpackung und Austattung
Die Verpackung ist zwar kein entscheidender Kaufgrund, aber mir persönlich macht es Spaß, wenn ich ein neues Spielzeug kaufe und man es dann das erste mal auspackt. Es wird wahrscheinlich vielen so gehen wie mir. Genau für Menschen wie mich haben die Verpackungs-Ingeneure (den Beruf gibt es wirklich) von Roccat wohl das Design entworfen, denn die Verkaufs-Box der Maus vermittelt direkt einen hochwertigen Eindruck. Es sagt zwar nichts über dem Inhalt aus, aber der Ersteindruck stimmt somit schon mal. Es gibt ja auch Leute, die sich die Boxen gerne ins Regal stellen. Ich denke dafür ist die Verpackung der Roccat Kone Pure Optical durchaus geeignet. Bevor es überhaupt mit dem Testen los ging hat Roccat hier schon mal Pluspunkte bei mir sammeln können.
Verpackung
Direkt auf der Front stehen die wichtigsten Details zur Maus und die aufklappbare Vorderseite gibt den Blick frei in die im durchsichtigem Plastik verpackte Maus. Sehr schick und hat mir direkt einen guten Überblick über die Maus gegeben. Zwar ist es eher unwichtig, aber wie gesagt der Ersteindruck stimmt und vermittelte mir direkt eine Idee über die Qualität des Geräts.
Viel ist in der Box allerdings nicht drin. Neben der Maus inkl. ordentlich aufgewickeltem Kabel befindet sich ansonsten nur noch ein Quick-Installation-Guide auf Englisch in der Verpackung. Der Guide erklärt das wichtigste und zeigt nochmal die Features der Maus – übersichtlich und verständlich erklärt, aber dafür fast komplett auf Englisch. Den Treiber für die Maus sucht man vergebens, was auch gleichzeitig einer der wenigen Kritikpunkte an der Maus ist, denn man muss ihn selbst aus dem Internet herunterladen. Aber keine Sorge: Die Maus läuft unter Windows auch ohne die Treiber, nur eben ohne die diversen Features.
Ergonomie, Optik und Materialien
Wer die Vorgänger Mäuse bereits kennt wird die Optik der neuen Maus direkt wiedererkennen, denn sie sieht nicht viel anders aus als andere Kone Modelle. Die äußerst ergonomische Form der Maus wurde beibehalten (zum Glück), aber ist damit leider nur für Rechtshänder geeignet. Wie man es von Roccat gewöhnt ist, sind die verwendeten Materialen hochwertig. Von der Optik her ansehnlich und auch das Gefühl in der Hand stimmt. Die Oberfläche ist mit einer griffigen Gummischicht überzogen, die sich auch qualitativ hochwertig anfühlt. Ich habe eine mittelgroße Hand und habe keinerlei Probleme alle Tasten komfortabel zu bedienen und die Maus liegt stets gut in der Hand. Besonderes gefallen hat mir dabei, dass es auf der linken unteren Seite der Maus quasi eine kleine Ablage für den Daumen gibt – zwar kann man ihn nicht komplett darauf ablegen, aber damit hat man die Maus fest im Griff und es beugt zumindest bei mir Schmerzen vor.
Mausrad und Tasten
Bei den 7 Tasten handelt es sich um die bekannten Omron-Switches die bereits in meheren anderen Geräten zum Einsatz kommen. Zwar kann ich für die Roccat Kone Pure Optical noch nichts über die Langlebigkeit der Tasten sagen, aber bei den Omron-Switches kann man davon ausgehen, dass sie eine lange Zeit im Dauereinsatz überstehen werden. Diese stehen nämlich für allerhöchste Qualität, was ich vom ersten Eindruck her auch bestätigen kann. Besonders schön dabei ist, dass sie auf Eingaben präzise reagieren und diese taktil zurückmelden. Das ist mir bei einer Maus auch sehr wichtig, da ich es bei anderen Mäusen teilweise erlebt habe, dass ich nicht 100% sicher war, ob denn nun die Eingabe (sprich Knopfdruck) erkannt worden ist oder eben nicht.
Das Mausrad wurde 2D Titan-Wheel getauft und steht jedenfalls nicht für die Größe des Rades, denn diese ist durchschnittlich und damit gut. Wie auch die restlichen Buttons gibt das Mausrad äußerst präzise Feedback zur jeder Eingabe – egal ob Drehung oder Klick. Besonders gefallen hat mir dabei, dass das Mausrad etwas wie ein Zahnrad geformt ist und somit sehr gut drehbar ist, aber gleichzeitig einen angemessenen Widerstand bietet. Auch das macht einen hochwertigen Eindruck.
Die Tasten sind über den Treiber übrigens frei konfigurierbar und der Easy-Shift genannten Technik ermöglicht eine Doppelbelegung der Tasten mit kompatiblen Roccat-Tastaturen. Leider verfüge ich nicht über eine Roccat Tastatur und konnte dies leider nicht testen, aber gerade für MMOs ist diese Funktion unter Garantie ein ganz große Pluspunkt, denn damit hätte man statt sieben auf einmal 14 mögliche Tasten zur Verfügung.
Konfigurierbares LED-Logo
Ohne Gimmicks geht heute nichts mehr. Und im Falle der Roccat Kone Pure Optical handelt es sich hierbei um das beleuchtete Roccat LED-Logo an der rechten Hinterseite der Maus. Über den Treiber kann man die Farbe sogar einstellen und hat hier theoretisch eine Auswahl von 16,8 Millionen Farben. Die Farben unterscheiden sich zwar teilweise nur minimal bzw. in feinsten Nuancen und ich habe auch nicht alle getestet, aber hier sollte jeder eine Farbe nach seinem Geschmack finden. Dabei kann man sogar auswählen, ob das Logo pulsierend beleuchtet wird, dauerhaft beleuchtet ist ohne Pulsieren oder die Beleuchtung komplett deaktivieren. Es ist zwar eher unwichtig, aber solche Details machen eben manchmal doch schon etwas aus meiner Meinung nach. Mir macht es Spaß die Farben zu ändern.
Das 1,8 Meter lange mit einem geflochtenem Textilstoff ummantelte USB-Mauskabel ist ebenfalls lang genug für jeden Schreibtisch und vermittelt einen widerstandsfähigen Eindruck.
Die optische Aufmachung und die Form bleibt der Tradition der Kone Mäuse treu und ist Geschmackssache. Im Gegensatz zur Vorgänger-Maus ist die Kone Pure Optical allerdings zweifarbig: metallisches Grau auf dem Mausrücken und Schwarz an den Seiten. Mir gefällt es und was Optik und Ergonomie betrifft bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Die Maus ist gut verarbeitet und ich konnte keine potentiellen Schwachpunkte ausmachen.
Technik und der Treiber
Wie der Name schon sagt, setzt die Kone Pure Optical auf optische Abtastung statt auf einen Laser-Sensor. Die Unterschiede zwischen beiden Techniken liegen im Details, aber können je nach Vorliebe schwer ins Gewicht fallen. Dennoch besitzen optische Mäuse unter Spielern durchaus einen äußerst positiven Ruf, weshalb die Fans auch quasi einen Nachfolger zur erfolgreichen Roccat Savu verlangten, die ebenfalls einen optischen Sensor nutzt – genauer gesagt ist ein baugleicher Sensor in der Kone Pure Optical verbaut.
Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen optischer Abtastung und Abtastung durch Laser sind eigentlich sehr schnell erklärt. Laser-Mäuse arbeiten oftmals mit einem viel höheren dpi-Wert (mittlerweile wird mit bis zu / über 8000 dpi abgetastet) und reagieren dementsprechend sogar schon bei kleinsten Bewegungen. Dies ist aber in der Praxis eher unnötig. Die meisten Gamer spielen mit 2000-3000 dpi. Aber einer der Vorteile durch die Abtastung mittels Laser-Sensor ist, dass selbst auf eher ungeeignetem Untergrund die Mäuse trotzdem noch relativ sauber arbeiten, da hier der Bereich unter dem Sensor viel genauer abgetastet wird. Optische Mäuse haben hier stellenweise Probleme, aber meistens spielt man sowieso auf einem Mousepad oder auf der Tischplatte. Da hatte ich keinerlei Probleme mit der Kone Pure Optical (getestet habe ich dabei meinen Holz-Schreibtisch und ein Mousepad – beides ohne Probleme).
Daneben haben optische Mäuse ebenfalls noch einen weiteren Nachteil: nämlich die sogenannte Lift-Off-Distance. Das ist auch schnell erklärt: hebt man die Maus an, tastet der Sensor weiterhin den Untergrund noch ab und nimmt die Bewegung wahr: der Cursor bewegt sich minmal. Laser-Sensoren haben dieses Problem nicht, da man beispielsweise bei der Roccat Kone Pure dies über den Treiber sogar einstellen kann. Sobald man die Maus anhebt bewegt sich der Cursor keinen bisschen mehr. Bei der Roccat Kone Pure Optical hingegen verzieht der Cursor beim Anheben leicht, aber wirklich nur minimal.
Weshalb der optische Sensor aber so beliebt ist kann man ganz einfach erklären. Technisch betrachtet arbeitet er zwar nicht präziser, aber die Maus reagiert auf Eingaben gefühlt viel direkter und genauer. Gerade beim Spielen hat man das Gefühl, dass die Maus genau so reagiert wie man es will und man hat ein besseres Gefühl was die Kontrolle betrifft. Den Umstieg vom Laser auf den optischen Sensor habe ich direkt bemerkt, da ich zuvor jahrelang nur Laser-Mäuse benutzt habe.
Zwar könnte man hier bestimmt technisch gesehen noch tiefer unter die Haube schauen, aber ich wollte nur auf die Unterschiede eingehen. Ich bin mit dem optischen Sensor hochzufrieden und spiele meistens auf 2000 dpi. Wie auch die Kone Pure ist die Kone Pure Optical technisch sehr gut und arbeitet präzise – perfekt fürs Gaming. Auch der „Nachteil“ der Lift-Off-Distance fällt für ich kaum ins Gewicht, da nach gefühlten 1-2mm Höhe der Cursor nicht mehr auf die Bewegung beim Anheben reagiert.
Datenblatt Kone Pure Optical
Pro-Optic Sensor R3 mit bis zu 4000 dpi (Avago ADNS-A3090)
1000 Hz Polling Rate
1 ms Reaktionszeit
12000 fps, 10.8 Megapixel
30G Beschleunigung
3.8m/s (150ips)
16-bit data channel
1-5mm Lift off distance
72MHz Turbo Core V2 32-bit Arm based MCU
576kB interner Speicher
Zero angle snapping/prediction
1.8m stoffüberzogenes USB-Kabel
Maße: 12cm x 7cm (Länge X Breite)
Gewicht: ca. 90g (ohne Kabel)
Funktionen des Treibers
Ein besonderes Sahnestück ist meiner Meinung nach der Treiber, den man allerdings, wie bereits erwähnt, aus dem Internet runterladen muss Im Prinzip kann man hier wirklich alles einstellen, was man überhaupt einstellen könnte. Die Software ist dabei ansprechend designed und auch übersichtlich gehalten – kleinere Tooltips erklären die diversen Optionen, so dass eigentlich keine Frage offen bleiben sollte. Insgesamt gibt es 5 Menüs mit dazugehörigen Optionen, damit die Übersicht gewahrt bleibt.
Im ersten Fenster „Main Control“ findet man die grundsätzlichen Einstellungen: Sensibilität, Vertical Scroll Speed (Mausrad), Horizontal Tilt Speed und dazu kann man noch die einzelenen DPI-Switch Stufen einstellen. Hinter dem Mausrad befinden sich 2 Buttons die in der Werkseinstellung mit der Funktion DPI-Switch belegt sind. Damit kann man den dpi-Wert nach unten oder oben korrigieren: 400, 800, 1200, 2000 und 4000 DPI sind vorgegeben, können aber stufenweise manuell festgelegt werden über dein Treiber. Schaltet man den dpi-Wert um bekommt man ein akustisches Feedback, das die derzeitige dpi-Einstellung über die Lautsprecher vorliest (kann man auch deaktivieren).
Im zweiten Fenster „Button Assignment“ können die Tastenbelegung auf Wunsch geändert werden. Hier kann man auch die Doppelbelegung für Easy Shift einstellen, sofern man ein kompatibles Keyboard von Roccat besitzt. Ein Macro Manager ist auch mit an Bord – MMO Spieler wirds freuen.
Im dritten Fenster „Advanced Control“ kann man unter anderem die Farbeinstellung für das beleuchtete LED Roccat Logo auf dem Mausrücken vornehmen, neben den 16 vorgegeben Farben kann man hier auch selbst die Farbe einstellen – genug Auswahl gibt es bei 16,8 Millionen Farben. Einstellungen am Soundfeedback können hier ebenfalls vorgenommen werden (Lautstärke, aktivieren und deaktiveren). Mittels Windows Pointer Speed wird die Cursor Geschwindigkeit in Windows festgelegt.
Unter „Roccat R.A.D.“ kann man Statistiken einsehen – wieviele Klicks, Mausrad Bewegungen, Strecke der Mausbewegunngen usw.. Außerdem kann man hier seine Trophy Achievments einsehen – für bestimmte Anzahlen an Klicks erhält man beispielsweise eine Trophäe. Nur eine Spielerei, aber trotzdem witzig.
Das letzte Fenster „Update / Support“ sollte eigentlich selbsterklärend sein.
Da man doch relativ viel einstellen kann bin ich froh über den 576kb großen internen Speicher, denn er ermöglicht es bis zu 5 unterschiedliche Profile zu speichern. Was ich genial finde ist, dass man hier auch eines der Profile als „Windows Profil“ festlegen kann. Somit wird dieses Profil immer aktiviert, sobald man beispielsweise von einem Spiel zurück auf den Desktop wechselt. Klasse!
Mein Fazit zur Roccat Kone Pure Optical
Wie ich schon erwähnte, bin ich mit dem „Komfort“ der Maus sehr zufrieden. Sie unterscheidet sich ja auch kaum von der Kone Pure, die für ihre Form überall gelobt worden ist – never change a running system. Die Formgebung der Maus führt dazu, dass man die Hand quasi zu einer Art Klaue formt und kommt einer natürlichen Haltung entgegen. Krämpfe oder ähnliches wird man also nicht erleben. Auch nicht nach mehreren Stunden. Das Gewicht empfinde ich als ideal – nicht zu schwer und nicht zu leicht. Dank der mit einer Gummischicht überzogenen Oberfläche verrutscht einem die Maus nicht, selbst wenn man die seitlichen Daumenknöpfe betätigt. Die Position der Knöpfe empfand ich ebenfalls als ideal und zu jeder Zeit gut erreichbar . Menschen mit großen Händen könnte die Kone Pure Optical vielleicht sogar ein wenig zu klein sein, aber das kann ich schwer einschätzen.
Fürs Zocken kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung für alle aussprechen, die mit den Nachteilen von optischen Sensoren zurecht kommen (fällt nicht wirklich ins Gewicht). Die Roccat Kone Pure Optical führt exakt die gewollte Bewegung aus und man hat stets das Gefühl die Kontrolle zu haben, zusammen mit dem guten Feedback der Buttons ist die Roccat Kone Pure Optical eine optimale Gaming Maus. Sofern man keine Easy Shift kompatible Tastatur besitzt ist die Roccat Kone Pure Optical allerdings nur bedingt für MMOs wie Word of Warcraft geeignet – es sind einfach zu wenig Tasten, aber das ist auch eher Geschmackssache. Aber dieses Manko entfällt, sofern man ein Roccat Keyboard nutzt…hatte ich aber leider beim Test nicht.
Aber bei allen anderen Spielen, gerade Shootern, lässt die Maus ihre Stärken spielen. Gerade wenn man die umschaltbaren dpi Stufen auf die eigenen Vorlieben eingestellt hat ist diese Maus wirklich unschlagbar. Beispielsweise habe ich solange getüftelt, bis ich den für mich richtigen Wert für das Snipern in Spielen eingestellt hatte und war danach wirklich zufrieden.
Die Gleit-Füße der Maus sind ebenfalls ein großer Pluspunkt für mich, denn die Kone Pure Optical gleitet wirklich sehr sanft und ohne großartig fühlbaren Widerstand über das Mouspad (im Test genutzt habe ich das Roccat Hiro Pad).
Getestet habe ich die Maus unter anderem mit: Battlefield 3, Guild Wars 2, World of Warcraft, Total War: Rome II, DayZ, World of Tanks, GTA IV, Planetside 2 und Civlization V und bin mit der Performance mehr als zufrieden.
Die Roccat Kone Pure Optical ist eine sehr gute Maus und defintiv jeden einzelnen Cent wert (ca. 70 Euro) und ist bisher eine der besten Gaming-Mäuse die ich benutzt habe. Deswegen klare Kaufempfehlung, aber nur bedingt für MMOs geeignet.
Anlässlich des Starts von Roccats offiziellem deutschen Facebook-Channels startet Roccat ein Gewinnspiel mit tollen Gewinnen, die es wirklich in sich haben. Als Hauptgewinn winkt hier ein Set bestehend aus einer Ryos MK Pro, Kone XTD, Hiro und einer Laptoptasche ROCCAT Into.
Gerade die Ryos MK Pro Tastatur ist sehr interessant für Gamer und mich persönlich interessiert sie auch sehr, aber leider konnte ich sie noch nicht testen. Die Tastatur ist nämlich noch gar nicht im Handel, also wird der glückliche Gewinner noch vor allen anderen eine solche Tastatur besitzen. Ausgestattet sein soll die Ryos MK PRO mit 2 ARM-Prozessoren, die für Makros und Beleuchtung zuständig sein sollen und meiner Meinung nach sieht die mechanische Tastatur sehr schick aus. Interessant finde ich, dass man wohl die Tasten austauschen kann (Stichwort MX-Schalter – unterschiedlicher Widerstand, Lautstärke beim Drücken, benötigter „Kraftaufwand beim Drücken). Gespannt bin ich auf jeden Fall und ich denke es könnte meine nächste Tastatur werden.
Übrigens ist Roccat auch auf der Gamescom vertreten und wird dort erstmal das neue Headset Kave XTD vorstellen, welches bereits für den Gamecom Award „Best Hardware“ nominiert worden ist. Die Ryos MK Pro kann man am Stand von Roccat ebenfalls antesten. Außerdem soll es noch eine große Bühnenshow samt Youtube-Stars geben und ihr könnt den besten deutschen Spielern zusehen, wie sie um die Teilnahme am WCG Finale in China kämpfen (Fifa und Starcraft II). Anmelden für die Open Beta von Power Grid könnt ihr euch ebenfalls dort. Mit dieser App könnt ihr quasi euren PC oder ein Spiel steuern via Handy (ich werde in Zukunft davon berichten).
Aber ich schweife ab. Hier geht’s nun zum Gewinnspiel und zum Facebook-Channel von Roccat