Sim City gewinnt Anti-Award

Der Release von Sim City vor einigen Monaten wird vielen Gamern noch in Erinnerung sein und wohl auch bleiben. Die Veröffentlichung des Spiels ist grandios gescheitert, da der nerviger Always-On Schutz gekoppelt mit überlasteten Login-Servern dazu führte, dass (fast) niemand spielen konnte die ersten Tage. Trotz diverser Stress-Tests vorab gelang es EA und dem Team von Sim City nicht, für den Erscheinungstag genug Kapazitäten zu schaffen. Dies führte zu massiven Kritik gegenüber dem Always-On Kopierschutz, der äußerst unbeliebt ist bei vielen Spielen.

Nachdem Sim City genug Spott über sich ergehen lassen musste wird nochmal nach getreten – in Form eines Anti-Awards. Sim City ist nun auch noch „stolzer“ Träger des sogenannten Shonky Awards, der jährlich von CHOICE.com vergeben wird. Der australische Flügel von CHOICE ist dabei diesmal Träger des Preises.  Shonky bedeutet auf deutsch übersetzt ungefähr so viel wie fragwürdig, dubios oder schäbig. Gewonnen hat EA in der Kategorie unfaire Geschäftspraktiken, was direkt mit dem äußert misslungenen Start von Sim City vor einigen Monaten zusammenhängt. Allerdings ging es dabei weniger um die Probleme mit den Servern an sich, sondern um den Support.

Support Down Under – unterdurchschnittlicher Kundensupport?

Die Verbraucherorganisation Choice prangert nämlich die Support Hotline von EA für Sim City an. Viele der Kunden nutzen bei den aufgetretenen Problem beim Start des Spiels nämlich den technischen Kundendienst. Allerdings kostete dort ein Anruf in Australien für nur eine Minute umgerechnet 1,70 Euro und das bei einem Spiel was 60-70 Euro gekostet hat. So etwas geht natürlich einfach nicht und deswegen erhielt EA erneut einen Anti-Award, wie schon einige mal zuvor.

Ich denke die Firma braucht sich nicht über ihr schlechtes Image wundern, wenn ständig solche Geschäftspraktiken ans Tageslicht kommen. Man sollte da vielleicht die Strategie überdenken. Die Produkte von EA mögen zwar qualitativ hochwertig sein, aber solche Benachteiligungen von Kunden sind nicht okay meiner Meinung nach. Der Konkurrenz bei Ubisoft hat dies verstanden und versucht in den letzten Monaten das Unternehmen kundenfreundlicher auszurichten – mit Erfolg wie es scheint.

Star Citizen durchbricht 25 Millionen Dollar Marke

Wieder einmal wurde eine weitere Marke bei der Finanzierung des ambitionierten Projekts Star Citizen erreicht. 25 Millionen US-Dollar kamen nun mittlerweile zusammen und damit werden einige weitere Inhalte dem Spiel hinzugefügt. Dabei wurden die Stufen von 23 auf 25 Millionen US-Dollar innerhalb von 2 Wochen erreicht – der Erfolg will einfach nicht abreißen.

Durch das erreichen dieser Marke wird Star Citizen nun ein „öffentliches Transportsystem“ hinzugefügt. Damit ist man in der Lage auch ohne Raumschiff von Planet zu Planet zu reisen. So soll man auch Teile oder gar ganze Raumschiffe von Hangar zu Hangar transportieren können. Außerdem soll der Alpha-Test noch ausgebaut werden, was schlicht bedeutet dass schlicht mehr Server und eine verbesserte Infrastruktur zur Verfügung stehen sollen demnächst. Wann diese Verbesserung bei den Servern in Kraft tritt wurde bisher noch nicht gesagt.

starcitizen-combat

Natürlich wurden die sogenannten Stretchgoals (Zielmarken) erweitert. Sollte das Spiel 26 Millionen US-Dollar als Finanzierung erhalten, will das Team rund um Chris Roberts das System rund um die Großkampfschiffe erweitern. Zusätzlich zu den bereits bekannten Kommando- und Steuerungsoptionen sollen dann noch weitere Befehle hinzugefügt werden können. So wird man Einsatzteams losschicken können, die sich um Reparaturen oder Brandbekämpfung kümmern. Oder aber man schickt sie aus zur Bekämpfung von gegnerischen Entermannschaften. Woher sich Roberts die Inspiration für diese Funktionen ausgeliehen hat sollte offensichtlich sein: Faster Than Light – FTL.

Außerdem möchte man ab der 26 Millionen US-Dollar Marke noch zusätzliche Kontrollskonsolen für Antrieb und Navigation hinzufügen, um dem Schiff mehr Leben einzuhauchen.

Wird die 27 Millionen US-Dollar Marke geknackt, wird Star Citizen um ein weiteres Raumschiff erweitert. Wie der Name „Banu Merchantman“ schön verrät, handelt es sich hierbei um ein weiteres Handelsschiff.

Größenwahnsinn?

Beeindruckend ist es ja schon, wie viel Geld Star Citizen mittlerweile über Crowdfunding erhalten hat. 25 Millionen US-Dollar sind zwar im Vergleich zu den Produktionskosten von GTA V beinahe verschwindend gering. Wenn man aber bedenkt, dass größtenteils Fans das Projekt finanzieren ist es schon beeindruckend. Roberts und sein Team bei Cloud Imperium Games sind keineswegs Neulinge in der Branche, aber so langsam befürchte ich, dass sich das Team langsam übernimmt. Immer mehr und mehr Features und Raumschiffe bedeuten ja auch eine Menge Arbeit und irgendwann werden auch die treusten Fans ungeduldig und wollen endlich das Produkt erhalten, für das sie bezahlt haben. Natürlich wollen sie auch selbst Geld mit Star Citizen verdienen und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass manche der freigeschalteten Features tatsächlich 1 Million US-Dollar an Entwicklungsgeldern verschlingen würden.

Sicherlich wollen die Entwickler auch etwas an dem Spiel verdienen, aber ich hoffe man versucht nicht auf Teufel komm raus immer und immer wieder neue Stretchgoals zu bringen, die dann von den Fans auch finanziert werden. Natürlich möchte ich hier den Machern hinter Star Citizen nichts unterstellen, ich will das Spiel ja auch selbst endlich spielen. Aber vieleicht übernimmt man sich einfach irgendwann und irgendwie bezweifele ich mittlerweile sogar, das Star Citizen vor Ende 2015 kommen wird.

Freuen tue ich mich auch darauf, auch wenn die Skepsis bei mir wächst. Einige Crowdfunding Projekte sind nämlich in jüngster Zeit quasi mit dem Geld durchgebrannt, da die Projekte scheiterten. Das Geld war ebenfalls futsch.

Eve Online – Second Decade Colletor’s Edition

Kaum zu glauben, aber wahr: Eve Online hat sein 10-jähriges Jubiläum im Mai diesen Jahres gefeiert. Es ist schon beinahe unglaublich, wie lange das Spiel nun schon auf dem Markt ist und trotzdem noch überhaus erfolgreich ist. Bereits auf dem Fanfest im April diesen Jahres wurde die Sonderedition zum 10-jährigen Jubiläum angekündigt und nun ist sie endlich im Handel: die Second Decade Collector’s Edition von Eve Online.

Stolze 150 Euro kostet die Box, aber darin befinden sich wohl einige sehr interessante Dinge für Fans von Eve Online.  Dies ist der Inhalt der Second Decade Edition

 

Ingame-Items für EVE und Dust 515:

  • Gnosis-Blueprint – ein fünffacher Plan des Jubiläumsschiffs Gnosis, der Schlachtkreuzer der Society of Conscious (EVE Online).
  • Golden Pod-Skin – ein exklusiver Skin für die EVE-Kultkapsel (EVE Online).
  • Ein neuer Skin für die Amarr Magnate-Fregatte (EVE Online).
  • Amarr-Waffen und eine „Templar“-Dropsuit-Kollektion (DUST 514).
  • Die Time Capsule – eine Auswahl von über 25 Sammel-Items, basierend auf der EVE-Geschichte und unvergesslichen Momenten des ersten EVE-Jahrzehnts (EVE Online).

 

CCP Mystery Code Items (bereits bekannte Items):

  • Ein PLEX – ein In-Game-Item für EVE Online, das gegen einen Monat Spielzeit eingetauscht oder am EVE-Markt gegen In-Game-Währung verkauft werden kann.
  • Templar Mark II-Prototyp – ein einzigartiges Kampfschiff für den demnächst erscheinenden CCP-Virtual Reality-Raumschiff-Shooter EVE: Valkyrie.
  • Exklusiver „Phanca“-Kybernetik-Arm für EVE Online-Charaktere, die am 19. November mitEVE Online: Rubicon Einzug halten.

eve edition

Außerdem haben CCP Games noch ein Unboxing-Video auf Youtube veröffentlicht zur Second Decade Collector’s Edition, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

 

 

Neue Keyboards von Roccat – die Ryos Serie

Roccat hat nun endlich die Gaming-Keyboards der Ryos Serie veröffentlicht und stehen nun somit zum Verkauf bereit.

Es gibt 3 verschiedene Ausführungen. Ryos MK, Ryos MK Glow und Ryos MK Pro. Alle 3 verfügen beispielsweise über Roccats Easy-Shift[+] und Roccat Talk – diese Features kennt man bereits von den bereits erschienen Produkten des deutschen Herstellers.

Die Ryos MK stellt das Einstiegsmodell da und beginnt ab 100 Euro, das Ryos MK Glow verfügt über eine Tastaturbeleuchtung während das Ryos MK Pro sogar eine Funktion bietet, bei der jede Taste separat beleuchtet werden kann in den zur Verfügung stehenden Farben. Bei den 3 mechanischen Keyboards kommen Cherry MX Key Switches zum Einsatz.

Leider stehen uns keine Testmuster zur Verfügung, deswegen kann ich nichts über die Qualität sagen.

Was hat Google mit Quantenphysik und Minecraft zu tun? Qcraft!

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein sehr ungleiches Paar, bei dem man zuerst keinen Zusammenhang erkennen kann: Google, Minecraft und Quantenphysik. Ich habe da auch erstmal gerätselt, aber die Lösung ist ganz simpel. Google hat ein eigenes Team namens Quantum AI Lab, welches sich mit Quantenphysik beschäftigt. Zusammen mit einer Gruppe Universitätswissenschaftler des California Institute of Technology’s Institute for Quantum Information and Matter hat nun Quantum AI Lab in Kooperation mit einer Bildungsinitiative bestehend aus Mojang  Mitarbeitern (den Entwicklern von Minecraft) eine kostenlose Modifikation für das äußerst beliebte Spiel Minecraft veröffentlicht: Qcraft.

Quantenphysik in einem Spiel?

Quantenphysik ist keinesfalls ein simples Thema und kann sehr trocken sein. Mit Qcraft startete das Team nun der Versuch, über Minecraft dieses Themengebiet auf spielerische Art den Menschen näher zu bringen. In der Modifikation werden 3 Quanteneffekte dem ursprünglichen Minecraft hinzugefügt und demonstrieren im Spiel einige Effekte.

Gezeigt werden hier 3 Effekte der Quantenphysik: Die quantenmechanische Superpositionierung,  Quantenverschränkung und die Beobachtungsabhängigkeit. Klingt wie immer sehr trocken, aber wird im Spiel eigentlich sehr verständlich erklärt, gerade durch eigenes herumprobieren. Man tauch hier zwar nicht tief in die Materie ein durch das Spiel selbst, aber man bekommt immerhin eine Idee davon. Es hat also durchaus einen gewissen Lerneffekt und in meinem Fall hat es dazu geführt, dass ich im Anschluss daran das Thema nochmal nachgeschlagen hatte um mehr darüber zu erfahren.

Ich denke, dass dieses Projekt durchaus lobenswert ist und sich sehr gut eignet um sich etwas Wissen anzueignen. Qcraft ist eine tolle Sache.

Die Modifikation gibt es kostenlos auf der offiziellen Seite des Projekts zum Download.

 

SK-Gaming Spieler legt Gehalt offen

Spitzensportler verdienen in der Regel eine ganze Menge Geld, sofern ihr Sport populär genug ist. So gehen beispielsweise die Gehälter von Fußballern in der 1. Bundesliga bei rund 1 Million Euro los – damit lässt es sich gut leben. Umstritten sind diese hohen Summen schon seit längerem und man kann die Kritik daran durchaus nachvollziehen.

Nun hat der äußerst erfolgreiche E-Sportler Carlos “Ocelote” Rodriguez sein eigenes Gehalt erstmals offen gelegt in einem Interview mit der spanischen Zeitung ABC. Rodriguez steht bei SK-Gaming unter Vertrag und ist äußerst erfolgreich im beliebten League of Legends (LoL). Der Spanier machte sein Hobby quasi zum Beruf und gehört zur Spitzenklasse im E-Sport. Hört man jetzt aber die Summe, die der 23 Jahre alte Rodriguez verdient, muss man schon ein wenig mit der Stirn runzeln. Laut eigenen Aussagen verdiene er im Jahr durchschnittlich 600.000 bis 700.000 Euro im Jahr und ist somit wahrscheinlich bereits Millionär. Kein schlechtes Gehalt für einen jungen Menschen und es steckt auch sicherlich , genau wie im Fußball, viel Training und Disziplin dahinter um so erfolgreich zu werden.

Gegenüber der spanischen Zeitschrift ABC Tecnología äußerte er sich wie folgt:

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Tut mir bitte einen gefallen und lasst es bitte nicht arrogant wirken, weil ich es wirklich nicht bin. Allein durch das Merchandising verdiene ich im Jahr rund eine halbe Million Euro. Das sind ungefähr 70 Prozent des Gesamtbetrags, zu der noch mein Gehalt hinzukommt, welches ich durch Tuniere, Streaming von Spielen und von meinem persönlichen Sponsoren erhalte. Insgesamt verdiene ich zwischen 600.000 und 700.000 Euro jährlich. Aber jetzt ist die Zeit gekommen um zu sparen und meiner Familie zu helfen. „

Carlos Rodriguez |Gano más de 600.000 euros al año jugando a los videojuegos | Autor: Israel Viana

Derartige Gehälter sind dabei gar nichts neues mehr in der Szene, da viele E-Sportler in dieser Klasse derartig viel oder sogar noch mal einiges mehr verdienen. Als sich der E-Sport vor über 10 Jahren anfing zu etablieren hätte sich sicherlich keiner Träumen lassen, dass man alleine durch das Spielen von Games Millionär werden könnte. In Südkorea zählen die E-Sportler zu Superstars wie hierzulande beispielsweise Bastian Schweinsteiger oder Mario Götze. Die Zeiten ändern sich, damals wurde der Sport nur müde belächelt, doch mittlerweile steckt richtig viel Geld dahinter.