Die Drosselkom und mein Nutzungsverhalten

Vor rund einem Monat verkündete die Telekom, dass man die reinrassigen Flatrates abschaffen werde und die Geschwindigkeit der Kunden bei Überschreitung eines bestimmten Volumens drosseln möchte. Dies wurde auch schon mehrfach hitzig diskutiert und entwickelt sich langsam zu einem PR Super-Gau für das Unternehmen. Besser demontieren kann man das eigene Image wohl nicht.

Jedenfalls bin ich vor kurzem über einen interessanten Aufruf auf einem Blog gestolpert, den ich recht interessant finde. Bei dieser Blogparade (es ist meine erste, an der ich teilnehme) geht es nämlich darum einmal das Nutzungsverhalten unter die Lupe zu nehmen und mal zu überprüfen, wie denn die Pläne der Telekom sich auswirken würden als Nutzer. Ich selbst finde, dass dies ein interessantes Thema ist und man durch die anderen Teilnehmer der Blogparade eine interessante Übersicht bekommen kann und man vielleicht auch sieht, dass eben nicht einfach nur 3% der Kunden von dieser Drosselung betroffen wären, wie der Chef der Telekom (René Obermann) erklärte.

Ich orientiere mich hierbei einfach an den Leitfragen, die vorgegeben worden sind.

 

Was für ein Internet-Paket hast du aktuell? Wie zufrieden bist du damit? Erreichst du auch die Leistung? (speedtest.net)

speedtest

 

Leider bin ich derzeit Kunde bei der Telekom und habe dort das Entertain Comfort Paket mit VDSL 25Mbit/s gewählt. Gerade das Fernsehen über Internet fand ich ziemlich interessant und läuft auch von Anfang an stabil bei mir. Man hatte uns dieses Paket damals mehr oder weniger aufgezwungen, aber auch einige Vergünstigungen angeboten, da wir schon langjährige Bestandskunden der Telekom sind.

Was das Internet selbst angeht bin ich eigentlich auch sehr zufrieden, da die versprochenen Leistungen größtenteils auch gehalten werden. Nur zu Stoßzeiten kommt es hin und wieder vor, dass ich nicht die 25Mb/s erreiche. Es unterschreitet aber nur sehr selten die Grenze von 23Mb/s, weswegen ich auch hier recht zufrieden bin.

Technisch hatten wir auch noch nie wirklich Probleme mit unserem Anschluss, außer höchstens mal ein defekter Router. Aber selbst hier wurde uns ziemlich kulant und vor allem schnell geholfen. Ich weiß zwar, dass viele Leute Probleme mit den Mitarbeitern der Telekom hatten, aber wir hatten da nie wirklich Probleme. Meistens lief alles reibungslos und auch immer zu unseren Gunsten ab.

Was den Upload angeht kann ich nicht so sonderlich viel dazu sagen, da ich schlicht sehr selten mal größere Daten verschicke oder hochlade. Aber negativ ist mir da nichts aufgefallen bisher. Wechseln würde ich also nicht wollen, aber sollte die Telekom an ihrerem Regulierungswahn festhalten, werde ich wohl oder übel einen neuen Anbieter suchen müssen. Die Begründung dafür folgt im nächsten Abschnitt.

Wie ist dein Netzverhalten? Welche Dienste nutzt du? Was verursacht bei dir viel Traffic? Wie viel Gigabyte verbrauchst du im Monat?

Wie man zweifelsohne schon am Namen meines Blogs sehen kann, sind Games ein großes Hobby von mir und wird wohl auch mit Abstand den meisten Traffic bei mir verursachen. Ich habe es zwar nicht direkt bei mir gemessen, aber diverse Online-Spiele wie beispielsweise World of Warcraft verursachen laut einigen Aussagen im Internet durchaus zwischen 15 und 70 Megabyte Traffic pro Stunde. Hier mausert sich dann am Ende des Monats schon durchaus ein hoher Wert zusammen und außerdem gibt es für Spiele häufig Patches, die mehrere Hundert Megabyte umfassen können – oder wie im Falle von Planetside 2 auch schon mal 2 Gigabyte. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die digitale Distribution von Spielen mittlerweile schon fast den normalen Handel abgelöst hat, muss man oftmals zwangsläufig Spiele aus dem Internet herunterladen von diversen Plattformen wie beispielsweise Steam.

Große Downloads bei Spielen
Große Downloads bei Spielen

Und das würde einem Telekom-Kunden auch schon ziemlich das Genick brechen, was die Drosselung angeht. Ich habe diese Woche meinen PC mal wieder neu aufgespielt und musste natürlich auch einige Spiele inkl. Patches herunterladen. Guild Wars 2 und World of Warcraft haben zusammen 39 Gigabyte Traffic verursacht, weil ich sie herunterladen musste. Damit wäre fast schon die Hälfte des Volumens verbraucht gewesen, wenn es die Drosselung bereits geben würde.

Neben dem Spielen nutze ich das Internet wie die meisten anderen jungen Menschen auch. Ich nutze Webradios oder kostenpflichtige Musikdienste wie Wimp  ziemlich häufig. Musik läuft also meistens bei mir im Hintergrund und das verursacht auf Dauer ebenfalls eine Menge Traffic.

Da ich gerne auf dem laufenden bleibe was Hardware, Spiele und ähnliches angeht, bin ich sehr häufig auf einschlägig bekannten Videoplattformen und Internetauftritten von Magazinen unterwegs. Hin und wieder schaut man sich dann auch noch Livestreams in HD Qualität an.

Ich brauche jetzt auch gar nicht erst meinen genauen Traffic im Router ablesen, da ich unter Garantie über 100-150 Gigabyte verbrauche jeden Monat. Manchmal sogar eher mehr, deswegen gehöre ich wohl zu diesen ominösen 3%, die der nette Herr Obermann von der Telekom nun in die Schranken weisen möchte.

Wie stehst du zum Thema Telekom und Drosselung? Findest du es ist ein richtiger Schritt und fair?

Eigentlich kann man mich ja als treuen Anhänger der Telekom bezeichnen, oder besser gesagt konnte. Für mich ist dies einfach ein Schritt in Richtung Steinzeit des Mittelalters und ich frage mich, wann denn die Minuten-Abrechnungen wieder zurück kommt. Da ich Kunde bei dem Verein mit dem großen T bin, habe ich mich natürlich sehr mit dem Thema beschäftigt.

Ich denke nicht, dass dies ein fairer oder richtiger Schritt seitens der Telekom ist, gerade wenn man sich Meinungen von Internet-Experten mal näher anschaut. Die Telekom begründet nämlich die Pläne der Regulierung damit, dass man eine konstant gute Geschwindigkeit für alle Nutzer gewährleisten möchte, und die „Vielnutzer“ auch dementsprechend mehr zahlen sollen, weil sie ja die Leitungen auch mehr zum Glühen bringen würden. Sicherlich steigt die Nachfrage für Dienste wie Youtube, Spotify und co. immer mehr, aber ich habe auch schon oft genug gelesen, dass unsere Netze eben doch noch mehr als genug Kapazitäten offen haben. Ob das jetzt stimmt, sei mal dahin gestellt. Aber 10 oder 20 Euro für ein Drosselungsfreies Vergnügen auf die ohnehin schon happigen monatlichen Kosten zu schlagen, ist meiner Meinung nach schon fast Halsabschneiderei.

Ein anderes Zauberwort, was da oft fällt ist ja auch die Netzneutralität. Die Telekom schafft hier nämlich ein Zwei-Klassen-Internet, sowohl für Kunden als auch für Dienstanbieter. Die Telekom will nämlich nicht nur von ihren Kunden kassieren, sondern auch noch Geld für eine Datendurchleitung von Anbietern abkassieren. Die eigenen Dienste wie zB. das Entertain TV-Programm der Telekom wird nämlich nicht auf das Datenvolumen angerechnet. Geht es nach dem Willen des Kommunikationsunternehmens, sollen nämlich andere Anbieter dafür bezahlen, dass ihre Dienste nicht auf die Datenvolumen der Kunden angerechnet werden – man möchte also doppelt abkassieren.

Sicherlich ist es schon fair, wenn Vielnutzer auch mehr zahlen, aber einen solchen Regulierungswahn empfinde ich persönlich einfach nur als dreist und als Abzocke, gerade wenn man nach der Drosselung auch noch 10 oder 20 Euro extra für normales Internet zahlen soll. Ich könnte ja noch halbwegs damit leben, wenn die Geschwindigkeit auf die Hälfte gesenkt wird nach Überschreitung des Vollumens, aber eine Drosselung auf 385 Kilobit ist einfach nur Steinzeit. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Zeiten, wo man manchmal 5 Minuten warten musste bis eine Seite im Internet geladen hat – das ist über 10-15 Jahre her. Back to the roots quasi. 

Der Ausbau des Netzes in Deutschland kostet Unsummen, aber ich denke das dies der falsche Weg ist um es zu finanzieren. Ich stehe dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber und sollte das wirklich mit der Drosselung kommen (man rudert mittlerweile bei der Telekom schon wieder etwas zurück und berufe sich darauf, dynamisch auf den Markt zu reagieren) wird die Telekom mich als Kunden definitiv verlieren.

Nintendo will an Let’s Plays mitverdienen

Die diversen Let’s Plays auf Youtube sind seit dem vergangenem Jahr der absolute Renner auf Youtube. Bei Let’s Plays geht es im Grunde nur darum, dass jemand sich beim Spielen filmt und dies kommentiert dabei. Dies erfreut sich großer Beliebtheit, wie beispeilsweise Gronkh und Sarazar bewiesen haben in den letzten beiden Jahren. Innerhalb von 2 Jahren sind die beiden von Betreibern kleiner Kanäle auf Youtube zu wahren Superstars geworden. Gronkhs Kanal hat beispielsweise über 1 Million Abonnenten und  über 645 Millionen Videoaufrufe – das sind gigantische Zahlen.

Im englischsprachigem Raum gibt es ebenfalls mit Gronkh vergleichbare Stars, also kann man sagen, dass sich die Let’s Plays zu einem globalem Trend entwickelt haben und die Videomacher verdienen unter Garantie nicht schlecht an dem Ganzem. Das die Unternehmen hellhörig werden war da nur eine Frage der Zeit.

Nintendo nun Youtube-Partner

Den ersten Fehltritt eines Unternehmens hat sich hier Nintendo geleistet. Es gibt zig Let’s Plays zu Nintendo Spielen auf Youtube, so dass sich das japanische Unternehmen nun etwas ausgedacht hat. So bestätigte Nintendo, dass man seit Februar 2013 eingetragener Youtube-Partner geworden sei und seitdem eine Content ID Datenbank automatisch Inhalte von Nintendo markiere. Man wolle nun bei Videos ab einer gewissen Länge automatisch Werbung schalten, deren Einnahmen ausschließlich an Nintendo gehen würden. Allerdings betonte man seitens Nintendo, dass andere Unternehmen ihren Content auf Youtube durchaus blockieren lassen würden, aber da man Fan von Nutzer-Videos sei, habe man sich für diesen Weg entschieden.

Ich kann verstehen, dass Nintendo hier auch etwas mitverdienen will. Man ist schließlich ein gewinnorientiertes Unternehmen und nicht die Wohlfahrt und ich bin mir ziemlich sicher, dass hier nicht gerade kleine Summen von den Let’s Play Stars verdient werden. Ein Stück vom Kuchen abzugeben ist sicherlich fair, schließlich sind es ja ihre Spiele. Aber was Nintendo hier macht bringt nur die Spieler und Let’s Player gegen sich auf, da es eher eine Art Vorschlaghammer-Methode ist. Anscheinend hat man sich nämlich nicht mit den Machern der Videos in Verbindung gesetzt und irgendwelche Kompromisse angestrebt, sondern einfach direkt so reagiert.

Am Ende hat Nintendo damit nur eins erreicht, nämlich sich selbst ins Bein geschossen. Die Reaktion seitens der Let’s Play Stars lies nicht lange auf sich warten, denn einige kündigten bereits an, dass man Nintendo Spiele nun einfach nicht mehr nutzen werde für die Let’s Play-Videos. Ob das leere Drohungen sind und tatsächlich eingehalten wird lässt sich nicht abschätzen. Fakt ist aber, dass Nintendo damit an der eigenen Reputation gesägt hat und die eigenen Fans mit dieser Aktion verärgert hat. Es hätte sicherlich bessere Wege gegeben sich zu einigen. Hat man als Unternehmen erstmal das Image des geldgierigen Halsabschneiders, kommt man da nur sehr schwer wieder raus. Electronic Arts kämpft seit Jahren mit dem extrem negativem Image.

Schade Nintendo, ich glaube das ist der falsche Weg.

Rift wird im Juni Free2Play – Video zur Ankündigung

Schon vor etwas über einem halben Jahr haben namhafte Publisher und Entwickler-Studios prophezeit, das Free2Play das nächste große Ding sein würde. Star Wars: The old Republic machte den ersten mutigen Schritt und stelle von einem Abo- auf ein Free2Play-System um dieses Jahr – laut den Verantwortlichen war dies ein großer Erfolg für das Spiel. Zuvor musste das Spiel massiven Spielerverlust verkraften. Kein Wunder, denn die meisten Spieler sind oft einfach nicht mehr dazu bereit feste monatliche Abogebühren zu bezahlen für ein Spiel.

Nun springt das nächste hochwertige Spiel auf den Free2Play-Zug auf, der derzeit mit vollem Tempo Kurs auf die Computer der Spieler nimmt. Das von Trion Worlds entwickelte Rift kam im März 2011 auf den deutschen Markt und erzielte durchaus positive Kritiken. Auch ich habe Rift eine Weile gespielt und hatte eigentlich eine Menge Spaß in dem Spiel – aber wie die meisten anderen blieb ich eben auch auf World of Warcraft hängen. Und genau da liegt wohl der Hund begraben: Viele Spieler haben bereits ein festes MMO und wollen einfach nicht 2 Abos gleichzeitig bezahlen. Außerdem leben solche Spiele ja davon, dass auf den Servern viel los ist, sobald man dort das Gefühl bekommt man sei alleine unterwegs, geht der Spielspaß flöten. Deswegen begrüße ich den Schritt von Trion Worlds, denn Rift ist ein gutes Spiel und man sollte es sich auf jeden Fall anschauen, sofern man mit solchen Spielen etwas anfangen kann.

Abzocke oder faires Free2Play?

Stichtag für die Umstellung auf Free2Play wird der 12.Juni.2013 sein und zeitgleich mit dem Inhals-Update „Das Empyreum schlägt zurück“ starten.

Man hat sich da auch auf die Fahnen geschrieben, das es keine großartigen Einschnitte geben wird für Leute, die nichts zahlen wollen. Zumindest werden zahlende Spiele keine massiven Vorteile haben. Einschränkungen gibt es dann aber doch: Man wird nur 3 Taschenplätze haben und 2 Slots für Charaktere, Seelenerweiterungen nicht inbegriffen. Allerdings wird man wohl beliebig viele Dungeons und Schlachtfelder besuchen können.

Wer hingegen weiterhin ein Abonnement abschließt, wird doch ein paar Vorteile haben. Schnellere Geschwindigkeit beim Reiten, mehr Abzeichen und Erfahrung und erhöhtes Goldeinkommen. Außerdem wird man einen Sofortzugriff auf Bank und Ausbilder haben.

Hört sich sehr fair an, da Free2Play unter Spielern immer noch als Abzocke angesehen wird. Einen Item-Shop gibt es zwar, aber der wird sich wohl eher auf kosmetische Änderungen und Reittiere beschränken.

Wie gesagt Rift ist eigentlich ein feines Spiel und keinesfalls eine billige Produktion. Spätestens zur Free2Play Umstellung sollte man es sich zumindest einmal anschauen. Eine Review wird  sicherlich danach folgen.

 

Hier gibts noch das Entwickler-Video zur Free2play Umstellung

GTA V Casting

Die GTA-Serie ist ja schon von Anfang an für seinen schrägen Humor und die latente Sozialkritik bekannt. Gerade GTA IV hat nicht an scharfem Humor gegenüber der gegenwärtigen amerikanischen Kultur gespart.

Diesmal nimmt das im September erscheinende Spiel anscheinend Sekten wie Scientology und die Mormonen aufs Korn und bietet Spielern einen Weg, sich im Spiel zu verewigen. Rockstar Games gibt nämlich einigen Spielern die Chance im Spiel aufzutauchen und hat eigens dazu eine fiktive Website der Religion ins Netz gestellt. Neben einigen Informationen über die Epsilonism-Religion (natürlich alles fiktiv und stark gezeichnet von dem typischen Rockstar Humor) gibt es auch die Möglichkeit sich für das Casting zu bewerben. Man hat noch Zeit sich bis zum 27.Mai einzutragen. Und nicht vergessen: die Welt ist erst 157 Jahre alt – Fact!

GTA V wird im September für Playstation 3, xbox 360 und später wahrscheinlich für die Next-Gen Konsolen und den PC erscheinen.

http://youtu.be/K-xuQNQ1SLI

Razer Naga im Dauertest

Die Maus ist ja so ziemlich das wichtigste Eingabegerät eines jeden PCs. Viele haben ja daheim nur recht schlichte Mäuse für 10 oder 15 Euro daheim rumfliegen, was auch für normale Anwender durchaus ausreichend ist. Aber waschechte Gamer haben teilweise richtig teure und qualitativ hochwertige Mäuse auf ihrem Schreibtisch stehen, die meistens auch nicht gerade billig sind. Das blöde an diesen Mäusen ist ja oft der Verschleiß, da sie oft sehr schnell das Zeitliche segnen. Spiele sind aber auch ziemlich harte Belastungsproben für die Eingabegeräte, so müssen sie doch Power-Klicken und auch Tastendrücke voller Wut und Zorn erdulden – gerade in Multiplayer Spielen reagiert man seine Wut über die Niederlage ja gern darin ab, indem man die Maustaste wilder bzw. fester drückt.

Grund genug deswegen einfach mal einen kleinen Test über meine Maus zu schreiben, die mich mittlerweile schon unfassbare 3 Jahre begleitet, was eine wirklich ziemlich lange Lebensdauer für eine Gaming-Maus ist.

Übersicht Raza Naga

Naga
Ergonomische Auflage für den Ringfinger

Die Naga war bei ihrem Erscheinen vor einigen Jahren wirklich recht einzigartig auf dem Markt, da sie eine spezielle MMO-Maus ist. Im Unterschied zu anderen Mäusen hat sie nämlich extrem viele Tasten an der Seite  – alles in allem 17 Tasten! Jeder der MMO spielt benutzt Shortcuts, um einfach schneller zu sein. Gerade bei komplexen MMOs ist aber irgendwann die ergonomische Belegung der Tastatur ans Ende gekommen und man braucht Extra-Tasten. Genau hier kommt dann eine Maus wie die Naga ins Spiel, da sie an der Seite 12 Tasten hat. Anfangs wirkt diese Masse an Tasten total unbedienbar, da es wie das Nummernpad auf einem Keyboard aufgebaut ist, aber dennoch sind die Tasten gut erreichbar (bei einer normalen Handgröße wie ich sie habe gibt es wohl keine Probleme dabei). Mit ein wenig Übung findet man die nummerierten Tasten im Schlaf und die kleinen Erhebungen auf der mittleren Taste helfen bei der Orientierung – ähnlich wie die kleinen „Hügel“ auf den F und J-Tasten der Keyboards. Razer legt der Packung auch noch Aufkleber dabei, die man auf die Tasten kleben kann und somit bei Bedarf eine weitere Orientierungshilfe bietet. Die restlichen 5 Tasten inkl. Mausrad befinden sich auf der Oberseite, davon 2 neben der Linksklick-Taste,  welche ebenfalls gut erreichbar sind.

Generell ist die Razer recht ergonomisch geformt und verursacht auch bei längeren Sessions nicht wirklich Schmerzen in der Hand. Allerdings ist die Maus ausschließlich für Rechtshänder geeignet und meines Wissens nach gibt es keine Version für Linkshänder. Am Anfang ist es nur etwas gewöhnungsbedürftig, da die Maus quasi eine Ablage für den Ringfinger hat und der kleine Finger den Tisch berührt, aber das empfand ich recht bald als ziemlich angenehm. Die Tasten an sich reagieren gut auf mittleren Druck, ohne das man viel Kraft aufwenden muss und das Mausrad arbeitet auch sehr präzise. Einziges Manko meiner Meinung nach ist, dass die Auflagefläche der Maus schnell verunreinigt und die Gleitfähigkeit bei leicht verschmutztem Untergrund recht schnell negativ beeinflusst wird. Aber wer mit einem Mousepad spielt oder den Tisch einfach oft sauber hält wird keine Probleme haben. Gerade mit Gaming-Mousepads arbeitet die Naga hervorragend zusammen.

Technisch gesehen ist eigentlich auch alles im grünen Berreich, was den Laser angeht. Hier wurde ein 5600 DPI 3.5G Laser Sensor verarbeitet mit einer Poling Rate von 1000Hz und einer Reaktionszeit von 1ms. Das ist ordentlich und man kann auch ohne Probleme damit Ego-Shooter spielen ohne großartig Probleme mit der Präzision zu haben. Dennoch sind hier andere Mäuse einfach besser, da sie genauer arbeiten. Aber die Stärke der Maus sind MMOs und hier arbeitet sie wunderbar.

Verschleiß nach 3 Jahren

Naga
Spalten lassen sich nur schwer reinigen

Nach den ganzen technischen Details will ich nun zum Kern meines Tests kommen: in welchem Zustand befindet sich die Razer Naga nach 3 Jahren mit hoher Nutzung? Ich muss sagen, dass Videospiele wirklich ein ganz großes Hobby von mir sind und ich so ziemlich jedes Blockbuster-Spiel gezockt habe – fast immer mit der Razer Naga. Egal ob es World of Warcraft, Battlefield 3, Star Wars: The old Republic oder Guild Wars 2  war…die Naga war immer mit dabei. So kann man sagen, dass die Tasten schon einer hohen Belastung ausgesetzt waren und immer noch sind, da ich die Maus im vollen Umfang benutze.

Von meinen alten Mäusen kenne ich es zB, dass irgendwann die Farbe einfach abgeht und sich weiße Flecken bilden nach einer Zeit. Das konnte ich bei der Naga nicht beobachten, da die Obefläche an keiner Stelle irgendwelche Abnutzungen zeigt. Die Maus besteht aber auch aus 2 unterschiedlichen Materialien. Die Oberseite besteht aus einem matten, etwas raueren Kunststoff der sich etwas wie Filz anfühlt – verhindert Abrutschen. An den Seiten wurde schwarzen, glattes Plastik verwendet. Nirgends an den Oberflächen kann man sehen, dass die Naga bereits 3 Jahre im Dienst ist. Bei der Steelseries WoW Gaming-Mouse weiß ich von einem bekannten zum Beispiel, das die Farbe schon nach ein paar Monaten abgegangen ist – und die Maus ist auch nicht gerade billig.

Die Tastenbeleuchtung funktioniert auch noch ohne Probleme. Auf dem Rücken der Maus befindet sich das Razer-Logo, das per pulsierendem Licht aufleuchetet. Auch hier gibt es keine Abnutzungen, es sieht immer noch wie neu aus.

Lediglich einige Verunreinigungen zwischen den Spalten der Tasten fallen ins Auge, die sich nur schwer säubern lassen. Mit Sicherheit könnte man das mit geeignetem Werkzeug auch entfernen. Negativ ins Auge fällt auch ein bisschen das Mauskabel bzw. die Verkleidung. Hier wurde nämlich ein Material verwendet, das ein bisschen an einen Schnürsenkel erinnert. Dort wo das Kabel an der Tischkante etwas schrubbt ist nämlich das Material etwas aufgegangen – das sieht ein bisschen aus wie ein sprödes Hanfseil. Aber das ist im Endeffekt nicht so wichtig, da man es ohnehin nicht wirklich sieht.

 

Aber kommen wir nun zum wichtigstem Aspekt: Funktionieren die Tasten noch?

Die 12 Seitentasten der Naga funktionieren noch wie am ersten Tag. Die Druckpunkte sind unverändert und reagieren gut und sind auch nicht ausgeleiert oder klemmend. Gerade die untere Reihe der Tasten war bei mir sehr oft in Benutzung, aber hier ist tatsächlich alles unverändert und reagiert wunderbar.  Naga

Die beiden Zeigefinger-Tasten zeigen auch noch keine wirklichen Ermüdungserscheinungen. Lediglich die Linksklick-Taste tendiert manchmal zu einem Doppelklick, obwohl man nur einfach klicken wollte – das ist aber auch die Taste mit der höchsten Nutzung. Es fällt aber nicht schwer ins Gewicht, da es nicht sehr oft passiert.

Am meisten erstaunt hat mich das Mausrad, den das war grundsätzlich immer das erste was bei meinen alten Mäusen mehr oder weniger den Geist aufgegeben hat. Es arbeitet immer noch präzise und ist kein bisschen „schwammig“. Das Rad rastet immer noch nach jeder Drehung ein und auch der Druckpunkt beim Klicken damit funktioniert tadellos. Großes Kompliment an die Qualität, das kenne ich so nämlich tatsächlich nicht und es ist auch immer ärgerlich, wenn das Mausrad quasi den Geist aufgibt.

Nur eine einzige Taste hat nach 3 Jahren noch einen kleinen Knacks bekommen. Und zwar handelt es sich um die Taste direkt neben der Linksklick-Taste. Die kleine Taste wird von mir als „Seite zurück“ im Browser verwendet, da sie gut erreichbar ist. Funktionieren tut die Taste immer noch und reagiert wunderbar auf Eingaben, aber sie ist bereits etwas eingedrückt und schließt nicht mehr mit der Kante des Maus-Rückens ab. Es stört aber nicht sonderlich, da man es auch kaum sehen kann beim Betrachten der Maus.

Fazit nach 3 Jahren Test

Ich weiß noch, dass ich wirklich damals sehr mit mir ringen musste im Laden, als ich vor der Naga stand. 89 Euro für eine Maus war wirklich schon eine Hausnummer und ich war anfangs wirklich etwas besorgt, dass die Maus auch schon nach einem Jahr den Geist aufgibt, wie meine vorherigen Mäuse. Es ist ja schon ein Unterschied, ob man 40 oder 90 Euro auf den Ladentisch legt, denn soviel kosten die meisten anderen Gaming-Mäuse im Schnitt.

Aber jetzt nach 3 Jahren muss ich sagen, dass die Maus mich vollkommen überzeugt hat. Kaum Verschleiß und immer noch wunderbar bedienbar und auch optisch sieht man der Naga ihr Alter kein bisschen an. Gerade bei Gamern sind 3 Jahre für ein Eingabegerät wirklich die Hölle was den Verschleiß angeht, aber bei dieser Maus ist noch immer alles funktionstüchtig. Ich weiß nicht, worin genau der Unterschied liegt oder welche Materialien hier verwendet worden sind, aber Razer hat hier wirklich eine qualitativ hochwertige Maus geschaffen mit der man auch lange Freude haben kann. Mittlerweile sind schon Nachfolger-Modelle erschienen wie die Razer Naga Hex oder die Razer Naga Molten, die eigentlich baugleich mit der alten Naga sind (zu erkennen an der blauen Beleuchtung). Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die neuen Mäuse qualitativ unterscheiden.

Der hohe Kaufpreis schreckt vielleicht am Anfang ab, aber dafür hat man auch lange Freude mit seiner Maus. Daumen hoch dafür Razer, länger als 1 Jahr hat bei mir noch keine Maus gehalten.

Wii U – Hacks, Zelda und Preissenkung

Eigentlich sollte die Wii U ja Nintendo ins Zeitalter der NextGeneration Konsolen bringen und besonders innovativ sein – ähnlich der Wii. Klappen wollte das irgendwie nicht so Recht und die Konsole ist auch alles andere als innovativ diesmal. Was nicht heißt, dass die Wii U eine schlechte Konsole wäre. Im Gegenteil, es ist eine solide Konsole die auch qualitativ überzeugen kann. Aber leider zeigte sie auch, das Nintendo den anderen beiden großen Konsolenherstellern einfach hinterher hinkt.

Den Multiplayer-Part bzw. die Fähigkeit dazu wurde nämlich von Nintendo die letzten Jahre einfach ignoriert. Zwar ging man jetzt auch diesen Weg, aber man merkt es der Konsole einfach an, dass es Neuland ist für das Unternehmen.

Analysten zeichneten schon unlängst Nintendos Untergang an, da die Konsole sich immer noch schleppend verkauft. Das mag etwas weit hergeholt sein meiner Meinung nach, aber momentan läuft es alles andere als gut für den Hersteller. Die Prognosen der Verkäufe werden ständig nach unten geschraubt und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Mittlerweile wurden sogar die Preise der Konsole bei den Händlern teilweise um 20% gesunken – und das obwohl die Konsole erst vor wenigen Monaten erschien.

Wii U Hack und Offensive

Nintendo geht derweil in die Offensive und versucht laut Branchen-Insidern nun Smartphone-Entwickler für Spiele ins Boot zu holen. Das macht ja auch durchaus Sinn, bietet es sich dank des Gamecontroller mit Touchpad durchaus an. Bestätigt wurde dies zwar noch nicht seitens Nintendo, aber es wurde wohl schon mit der Modifizierung der Software begonnen, um sie kompatibel mit den Smartphone App Techniken zu machen.

Eine weiter bittere Nachricht für das Unternehmen ist auch, dass die Wii U anscheinend mittlerweile komplett gehackt worden ist und die Verschlüsselungen umgangen werden konnte.  Die Macher des Wii-Modchips verkündeten dies vor kurzem im Internet. Außerdem sei es der Gruppe Venom gelungen, die erste ISO von  Marvel Avengers: Battle for Earth im Netz zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet, das die Wii U nun Opfer von Software-Piraterie werden wird. Dies wird vielleicht die Verkäufe der Konsole ankurbeln, aber für Spieleentwickler wird die Wii U damit nochmal unattraktiver. Sobald der Kopierschutz erstmal wirksam umgangen wird, wird das Netz mit spielbaren Kopien der Spiele geflutet werden.

Für die Wii U hat man sich auf die Fahnen geschrieben, weg von der „Familienfreundlichen Nische“ zu kommen und diesmal auch Core-Gamer anzusprechen. Durchaus eine gute Idee, aber es gibt schlicht und einfach keine anständigen Spiele. Nichts was Core-Gamer dazu bringen könnte, sich eine Wii U zuzulegen und von den anderen Konsolen bzw. dem PC wegzulocken. Hier besteht dringender Nachholbedarf. Laut Shelly Pearce (PR-Director Nintendo UK) soll in der 2. Jahreshälfte 2013 eine Produkt-Offensive beginnen, da man mehrere Spiele in der Pipeline hat und diese massiv bewerben will.

Das ist alles schön und gut, aber Nintendo sollte sich lieber darauf konzentrieren die großen Nintendo Zugpferde ins Rennen zu schicken. Es gibt immer noch kein Zelda, Metorid Prime oder Mario Kart. Oder ein neues und innovatives Super Mario Spiel. Zwar war Super Mario Bros. für die Wii U ganz ordentlich, aber mehr auch nicht. Es war einfach ein typisches Mario Spiel ohne irgendwelche Innovationen oder große Aha-Effekte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein geniales Zelda eine Menge Leute dazu bringen könnten, sich eine Wii U zu holen. Andere Konsolen hatten auch sehr starke Launchtitel zum Release. Hier hat Nintendo gepatzt und das Spielangebot ist nach fast einem halben Jahr immer noch mehr als mau.

Es wäre wirklich mehr als schade, wenn Nintendo die Wii U wirklich vollends gegen die Wand fahren würde.

Update: Eurogamer hat gemeldet, dass 15 EA Spiele nicht für die Wii U erscheinen werden, darunter Mass Effect 4, Dragon Age 3: Inquistion, Need for Speed 2013 und die kürzlich angekündigten Star Wars Spiele. Grund hierfür sei laut des DICE Technical Directors Johan Andersson, dass die Tests mit der älteren Frostbite 2 Engine nicht gut liefen und die Frostbite 3 Engine gar nicht erst auf der Wii U laufen würde. Die Wii U kommt einfach nicht auf den Negativschlagzeilen heraus, obwohl sie wirklich dringend gute Spiele braucht.