Gerücht: Crytek UK streikt angeblich

Das deutsche Vorzeige-Studio Crytek kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Vor einigen Wochen wurde auf diversen Fachpresse Seiten gemeldet, dass Crytek angeblich kurz vor dem Bankrott gestanden habe und Mitarbeiter auf Gehälter verzichten mussten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main dementierte dies natürlich umgehend und die Sache verschwand relativ schnell wieder von der Bildfläche. Allerdings kommen nun neue Gerüchte um ein Tochterunternehmen von Crytek auf, die in die selbe Kerbe schlagen.

Betroffen hiervon ist diesmal das Studio Crytek UK (ehemals Free Radical Design) in England. Wie das armerikanische Blog Kotaku meldete soll sich das Team in einer Art Streik befinden, da Gehaltszahlungen ausgeblieben sein sollen. Jedoch sollte man dieses Gerücht mit Vorsicht genießen, da Kotaku hier keine direkte Quelle nennt sondern es recht schwamming formuliert mit „Leute, die mit der Situation vertraut sind“.  Wieviel Wahrheit hinter der Meldung steckt bleibt abzuwarten, da Crytek unter Garantie derartige News unter den Teppich kehren möchte, um etwaige Investoren nicht vorzeitig abzuschrecken.

Crytek UK arbeitet derzeit am vielversprechenden Homefront: The Revolution. Nach dem Konkurs von THQ erwarb Crytek die Rechte am kommerziellen Flop Homefront und versucht nun die Marke erfolgreicher fortzusetzen. Sollten die Gerüchte stimmen bedeutet dies, dass Homefront: The Revolution derzeit nicht weiter entwickelt wird. Offizielle Meldungen oder Dementi dazu gibt es noch nicht.

Free Radical Design entwickelte vor der Übernahme durch Crytek unter anderem die Timesplitters Serie und den riesigen Flop Haze. Auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten wurde das Team 2009 von Crytek aufgekauft und in Crytek UK umbenannt und wirkte auch an der Entwicklung von Crysis 2 mit.

Wenn aus ARMA 2 und 3 ernst wird

ARMA (Armed Assault) 2 und 3 sind den meisten Spielern ein Begriff, basiert doch das mehr als nur erfolgreiche DayZ auf dem Grundgerüst von ARMA 2. Der Militär-Simulator war die letzten beiden Jahre ständig in den Top 20 von Steam vertreten und der Vorgänger Operation Flashpoint war vor über 10 Jahren ebenfalls ein bahnbrechender Erfolg. In den Singleplayer Kampagnen der diversen Ableger ging es stets um fiktive Konflikte zwischen NATO und russischen Verbänden und man kam verhältnismäßig realistische Kämpfe zu sehen. Armed Assault ist quasi der einzige Vertreter dieses Genres.

Hinter dem spielerischem Vergnügen steckt aber mehr als man denkt. Denn mit der Engine bzw. dem stark modifizierten Gerüst von ARMA werden in einigen Ländern Soldaten ausgebildet für spezielle Kampfsituationen – und das ist sogar von der NATO zertifiziert. Bezeichnet wird dieses Programm logischerweise nicht als Armed Assault, sondern trägt den martialischen Titel Virtual Battlespace 3. Eingesetzt wird das Trainingsprogramm unter anderem in den USA, Norwegen, Polen und Frankreich. Auch deutsche Soldaten trainieren am französischen Simulator. Entwickelt wird Virtual Battlespace von einem Ableger von Bohemia Interactive – nämlich von Bohemia Interactive Simulations. Beide Studios haben ihren Hauptsitz in Prag.

Des einen Freud, ist des anderen Simulator

Es ist schon ein wenig erschreckend, wenn man bedenkt wie nahe sich Realität und Spielvergnügen hier kommen. Während man abends mit Freunden am PC sitzt und gemütlich eine Runde ARMA 3 spielt, werden irgendwo anders zu selben Zeit Soldaten mit dem selben „Spiel“ ausgebildet. Die USA verwenden das Programm schon seit Anfang der 2000er Jahre.

Beeindruckend ist die Simulatorentechnik jedoch schon und wahrscheinlich wird sich der ein oder andere Gamer ein derartiges System auch für das heimische Wohnzimmer wünschen. Denn die Soldaten trainieren auf einer 4×2,2 Meter breiten, gebogenen Leinwand die eine 180°C Darstellung ermöglicht. Kombiniert mit der Helmkamera ergeben sich 360° Rundumsicht. Im gezeigten Video trainieren Soldaten beispielsweise den Umgang mit Laserzielgeräten während ihrer FAC-Ausbildung (Forward Air Controller) – der Simulator selbst wird als SIMFAC bezeichnet.

Leicht abstrakt wird das gezeigte Video schon, da man ähnliche Szenen auch aus den Einzelspielermissionen von ARMA 2 und 3 kennt. Das Sprichwort „Wenn aus Spaß ernst wird“ trifft hier wohl zu. Mich jedenfalls beschlich ein seltsames Gefühl beim Betrachten, da ich bereits öfter die Ableger der Serie spielte, auch wenn es sich dabei eigentlich um zwei unterschiedliche Produkte handelt, die lediglich das selbe Gerüst haben. Sonderlich pazifistisch wird man allerdings sowieso nicht eingestellt sein, wenn man die Spiele der ARMA Serie spielt.

 

Telefonstreiche mit Videospiel-Figuren?

Einen Telefonstreich wird sicherlich so gut wie jeder von uns einmal gemacht haben, auch wenn man einfach nur mal einen Freund mitten in der Nacht wach geklingelt hat. Es gab aber schon immer Leute, die das ganze ein wenig weiter getrieben haben und ihre Streiche perfektionierten. Unter diese Kategorie Mensch gehört wohl der YouTube Nutzer Jayuzumi, der sich selbst als „The Soundboard Guy“ bezeichnet.

Unter einem Soundboard versteht man in diesem Zusammenhang eine Palette an Tönen, die per Tastendruck abgespielt werden. In dem Fall mit den Stimmen von aus Videospielen bekannten Charakteren. Ähnliches kennt man beispielsweise von Stefan Raab oder diversen anderen Entertainern. Zugegeben das von mir vorgestellte Video ist teilweise schon ein wenig grenzwertig, aber ich denke der YouTuber wird sich später um Wiedergutmachung bemüht haben.

Auf seinem Kanal hat er einige dieser Telefonstreich-Videos hochgeladen, allerdings fallen dabei schon mal Beleidigungen – also nichts für empfindliche Menschen oder Kinder. Sehenswert ist es aber schon, wenn man denn diese Art von Humor mag.

Im folgenden Video benutzt Jayuzumi die Soundfiles von Liberty Prime, einem Roboter aus dem äußerst erfolgreichen Fallout 3. Viel Spaß – auf seinem Kanal gibts noch mehr Videos zu sehen (unter anderem auch mit den Stimmen von US-Amerikanischen Stars).

Steam Greenlight absurd: Grass Simulator

Videospiele machen Spaß, erzählen gute Storys, fesseln mit gutem Gameplay, bieten kinoreife Musik und unterhalten uns bestens auf unterschiedlichste Art und Weisen. Egal ob Strategie, Ego-Shooter, Rollenspiel oder Jump’n’Run – doch dann kamen die Simulatoren. Ja zugegeben: das war jetzt ein wenig reißerisch, aber die Qualität und der Spielspaß von gefühlten 99% der Simulatoren bewegen sich auf unterirdischem Niveau.

Ich verstehe nicht, wer da auf die Idee kommt Spiele wie den Müllabfuhr-Simulator zu entwickeln. Noch interessanter finde ich es jedoch, dass diese Art von Spielen in Deutschland immer wieder in den höheren Regionen der Verkaufscharts landen. Spiele wie der Landwirdschafts-Simulator oder der EuroTruck-Simulator haben sicherlich ihren eigenen Reiz und sind auch vergleichsweise hochwertige Produkte, aber spätestens als der Goat-Simulator bei Steam auf Rang 1 landete fing ich wirklich an zu zweifeln. Dabei muss man dem Spiel rund um Ziegen zu gute halten, dass man hier eher auf Humor setzte und die Bugs des Spiels als Gameplay-Element nutzte.

Schlimmer als Ziegen?

„Schlimmer geht immer“ – der Ausspruch bezeichnet die folgende Ankündigung wohl sehr treffend. Valves Programm Steam Greenlight verhilft vor allem Indie Entwicklern dazu, ihre Produkte auf Steam ohne Hilfe von Publishern anzubieten. Jedoch müssen diese vorher genügend Zustimmung bei den Steam Nutzern finden. Stimmen genug Nutzer ab, erhält das Spiel grünes Licht und wird in Steams Shop angeboten.

Den Vogel hat jetzt allerdings der neuste Simulator abgeschossen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das obligatorische grüne Licht erhalten wird:  der Grass Simulator. Dabei geht es um Gras…und Kühe, Pistolen und naja…Wind im Gras. Man wird hier sicherlich auf der Welle des Goat Simulators reiten wollen, aber wieso Gras? Und auch noch mit Multiplayer-Modus. Es fehlen mir da ja schon ein wenig die Worte muss ich gestehen. Ganz ernst nimmt sich das Spiel wohl zum Glück nicht, wie man im Video sehen kann.

Wer es sich zutraut kann sich den Trailer gerne anschauen. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Modeerscheinungen bald aufhören – aber wohl erst nach dem Cat-Simulator und dem Rock-Simulator (welche sich beide tatsächlich in Entwicklung befinden).

 

Entwickler Ikone Cliff Bleszinski meldet sich zurück

Cliff Bleszinski ist unter den Entwicklern beinahe eine Legende und gehört zu den Menschen, die die Videospiele Mitte der 90er maßgeblich prägten. Mit dem Entwicklerstudio Epic Games feierte er in der Vergangenheit große Erfolge, welche immer noch einen gewaltigen Einfluss auf die heutigen Videospiele haben. 2012 verließ er das Studio mit der Begründung, dass er nach 20 Jahren in der Videospiel-Entwicklung einen neuen Karriereabschnitt starten möchte. Sonderlich lange hat es der extrovertierte Entwickler dann doch nicht im Ruhestand ausgehalten, denn wie er jüngst über Twitter mitgeteilt hat wird er wieder demnächst wieder mitmischen – eine Ankündigung zu seinen konkreten Plänen soll noch diese Woche folgen. 

https://twitter.com/therealcliffyb/status/483650607211765761

Bereits mit 17 Jahren entwickle Bleszinski  sein erstes Videospiel, bei dem es sich um ein klassisches Point-and-Click Adventure handelte. Der Chef von Epic war dermaßen beeindruckt, dass er den jungen Mann direkt unter Vertrag nahm – was sich später auszahlte. Als Lead Designer zählen Unreal Tournament, Unreal und Gears of war zu seinen größten Erfolgen. Der US-Amerikaner ist vor allem für seine kreativen Einfälle in Sachen Waffen(mechaniken) bekannt. Als bestes Beispiel hierfür gilt die Einführung eines zweiten Feuermodus, welchen er erstmals in Unreal einsetzte. Diese Methode wurde in den kommenden Jahren von vielen anderen Entwicklern für eigene Projekte übernommen.

Bleszinski fiel immer wieder durch provokante oder teilweise exzentrische Kommentare auf und genoss die damit verbundene Aufmerksamkeit. Der vorzeitige Ruhestand wurde ihm wohl doch zu langweilig. Bleibt zu hoffen, dass er nach 20 Jahren immer noch kreative und innovative Konzepte für Videospiele parat hat. 

Unreal, Unreal Tournament und Gears of Wars waren Meilensteine in der Videospielgeschichte. Das Entwickler Team Epic vertreibt darüber hinaus die eigenes entwickelte Unreal Grafik-Engine, welche in vielen Videospielen heutzutage zum Einsatz kommt.

Verdrängt Mobile Gaming die klassischen Handhelds?

Die meisten von uns sind mit dem guten alten Gameboy aufgewachsen. Der kleine graue Kasten von Nintendo ebnete damals den Weg für den Siegeszug der Handhelds, welche seit vielen Jahren friedlich neben dem PC und den Konsolen koexistieren. Wirklich in die Quere kamen sich die Geräte dabei nie, da man unterschiedliche Käuferschichten und Anforderungen ansprach. Aber spätestens seit dem ersten iPhone und den Tablets änderte sich dies.

Wie erwähnt läutete der Gameboy die Ära der Handhelds ein und es folgten Gameboy Color und Gameboy Advance. Später kam noch der NDS und der 3DS hinzu, welche zu Nintendos stabilsten Einnahmequellen gehören. Gerade der NDS wurde ein echte Verkaufsschlager, vor allem dank Spieleserien wie Pokemon die exklusiv für die DS Geräte erschienen. Auch Sony folgte dem Trend der Handhelds mit der PSP und der Playstation Vita. Aber dann kamen die Smartphones und Tablets auf den Markt.

Als Nokia damals in den 90ern erstmals Snake auf den Handys installierte begann die Zeit der Handyspiele. Der wahre Siegeszug der Handys begann allerdings erst mit den Smartphones. Erstmals hatten Handys genug Leistung um aufwendigere Grafiken darzustellen, was auch zu verbesserten Gameplay führte. Tablets führten das ganze noch einen Schritt weiter, dank der großen Displays. Der größte Teil der mobilen Spiele sind Casual Games – Spiele die für kurzweiligen Spielspaß entwickelt worden sind. Perfekt um die Wartezeit im Arztzimmer zu überbrücken oder während der Busfahrt ein wenig Ablenkung zu haben. Jedoch kommen immer mehr und mehr vollwertige Spiele auf den Markt – bestes Beispiel hierfür ist X-COM -Enemy Unkown. Ein preisgekröntes Spiel, das zuvor auf PC und Konsolen erschien.

Laut einer Umfrage des  IT-Verbands Bitkom nutzen 56% der Tablet Nutzer ihre Geräte für Spiele. Die jüngere Generation natürlich mehr als die ältere. Somit ist der potentielle Markt für Spiele quasi gewaltig, wenn man bedenkt das über 50% der deutschen mittlerweile Smartphones besitzen.

Jedoch ist nicht alles so prima, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sicherlich werden die Geräte immer leistungsstärker und flexibler im Bezug auf Hardware, jedoch fehlt sehr häufig eine passende Eingabemethode. Die Steuerung über Touchscreen ist zwar komfortabler, aber bei Spielen den klassischen Gamepads unterlegen und schränkt somit auch die Entwickler der Games ein.

Hinzu kommt das selbe Problem, mit dem PC Videospiele seit Anbeginn zu kämpfen haben. Durch die unterschiedlichen Hardware Ausstattungen wird die Optimierung für Entwickler relativ schwer, da man hier auf verschiedene Hardware Konfigurationen beachten muss. Gerade bei den Handy für Android gibt es eine unfassbar große Auswahl an unterschiedlicher Hardware. Genau aus diesem Grund erscheinen viele der Spiele zuerst auf Apple Geräten, da es hier viel weniger Variation gibt.

Es steht allerdings außer Frage, dass die Smartphones und Tablets im Bezug auf Gaming den Handhelds immer gefährlicher werden. Innerhalb der Industrie munkelt man mittlerweile schon, dass Nintendo und Sony in Zukunft keine neuen Handhelds mehr entwickeln werden.

Wer jedoch gerne aktuelle und vor allem gute Spiele auf dem Handy zocken möchte braucht hierfür auf jeden Fall ein gutes Gerät, da die Spiele grafisch immer mehr bieten wollen. Auf der sicheren Seite ist man beispielsweise mit den Handys auf der Shopseite von simyo.de. Hier findet man die aktuell leistungsstärksten Smartphones inkl. passendem Datenvertrag.

Ein wenig schade finde ich es ja dann doch, dass die Handhelds unter Umständen bald nur noch ein Relikt sein könnten. Ich mochte meinen Gameboy damals sehr.