Was hat Google mit Quantenphysik und Minecraft zu tun? Qcraft!

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein sehr ungleiches Paar, bei dem man zuerst keinen Zusammenhang erkennen kann: Google, Minecraft und Quantenphysik. Ich habe da auch erstmal gerätselt, aber die Lösung ist ganz simpel. Google hat ein eigenes Team namens Quantum AI Lab, welches sich mit Quantenphysik beschäftigt. Zusammen mit einer Gruppe Universitätswissenschaftler des California Institute of Technology’s Institute for Quantum Information and Matter hat nun Quantum AI Lab in Kooperation mit einer Bildungsinitiative bestehend aus Mojang  Mitarbeitern (den Entwicklern von Minecraft) eine kostenlose Modifikation für das äußerst beliebte Spiel Minecraft veröffentlicht: Qcraft.

Quantenphysik in einem Spiel?

Quantenphysik ist keinesfalls ein simples Thema und kann sehr trocken sein. Mit Qcraft startete das Team nun der Versuch, über Minecraft dieses Themengebiet auf spielerische Art den Menschen näher zu bringen. In der Modifikation werden 3 Quanteneffekte dem ursprünglichen Minecraft hinzugefügt und demonstrieren im Spiel einige Effekte.

Gezeigt werden hier 3 Effekte der Quantenphysik: Die quantenmechanische Superpositionierung,  Quantenverschränkung und die Beobachtungsabhängigkeit. Klingt wie immer sehr trocken, aber wird im Spiel eigentlich sehr verständlich erklärt, gerade durch eigenes herumprobieren. Man tauch hier zwar nicht tief in die Materie ein durch das Spiel selbst, aber man bekommt immerhin eine Idee davon. Es hat also durchaus einen gewissen Lerneffekt und in meinem Fall hat es dazu geführt, dass ich im Anschluss daran das Thema nochmal nachgeschlagen hatte um mehr darüber zu erfahren.

Ich denke, dass dieses Projekt durchaus lobenswert ist und sich sehr gut eignet um sich etwas Wissen anzueignen. Qcraft ist eine tolle Sache.

Die Modifikation gibt es kostenlos auf der offiziellen Seite des Projekts zum Download.

 

SK-Gaming Spieler legt Gehalt offen

Spitzensportler verdienen in der Regel eine ganze Menge Geld, sofern ihr Sport populär genug ist. So gehen beispielsweise die Gehälter von Fußballern in der 1. Bundesliga bei rund 1 Million Euro los – damit lässt es sich gut leben. Umstritten sind diese hohen Summen schon seit längerem und man kann die Kritik daran durchaus nachvollziehen.

Nun hat der äußerst erfolgreiche E-Sportler Carlos “Ocelote” Rodriguez sein eigenes Gehalt erstmals offen gelegt in einem Interview mit der spanischen Zeitung ABC. Rodriguez steht bei SK-Gaming unter Vertrag und ist äußerst erfolgreich im beliebten League of Legends (LoL). Der Spanier machte sein Hobby quasi zum Beruf und gehört zur Spitzenklasse im E-Sport. Hört man jetzt aber die Summe, die der 23 Jahre alte Rodriguez verdient, muss man schon ein wenig mit der Stirn runzeln. Laut eigenen Aussagen verdiene er im Jahr durchschnittlich 600.000 bis 700.000 Euro im Jahr und ist somit wahrscheinlich bereits Millionär. Kein schlechtes Gehalt für einen jungen Menschen und es steckt auch sicherlich , genau wie im Fußball, viel Training und Disziplin dahinter um so erfolgreich zu werden.

Gegenüber der spanischen Zeitschrift ABC Tecnología äußerte er sich wie folgt:

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Tut mir bitte einen gefallen und lasst es bitte nicht arrogant wirken, weil ich es wirklich nicht bin. Allein durch das Merchandising verdiene ich im Jahr rund eine halbe Million Euro. Das sind ungefähr 70 Prozent des Gesamtbetrags, zu der noch mein Gehalt hinzukommt, welches ich durch Tuniere, Streaming von Spielen und von meinem persönlichen Sponsoren erhalte. Insgesamt verdiene ich zwischen 600.000 und 700.000 Euro jährlich. Aber jetzt ist die Zeit gekommen um zu sparen und meiner Familie zu helfen. „

Carlos Rodriguez |Gano más de 600.000 euros al año jugando a los videojuegos | Autor: Israel Viana

Derartige Gehälter sind dabei gar nichts neues mehr in der Szene, da viele E-Sportler in dieser Klasse derartig viel oder sogar noch mal einiges mehr verdienen. Als sich der E-Sport vor über 10 Jahren anfing zu etablieren hätte sich sicherlich keiner Träumen lassen, dass man alleine durch das Spielen von Games Millionär werden könnte. In Südkorea zählen die E-Sportler zu Superstars wie hierzulande beispielsweise Bastian Schweinsteiger oder Mario Götze. Die Zeiten ändern sich, damals wurde der Sport nur müde belächelt, doch mittlerweile steckt richtig viel Geld dahinter.

 

Warcraft kommt Dezember 2015 ins Kino

Lange ist es her, dass Blizzard den Film zum Warcraft Franchise angekündigte. Mittlerweile 7 Jahre sind seit der Ankündigung in 2007 vergangen und nun macht man endlich Nägel mit Köpfen. Der Film unter dem Titel „Warcraft“ soll am 18. Dezember 2015 ins Kino kommen. Die Vorweihnachtszeit entwickelt sich langsam zum typischen Erscheinungsdatum von Fantasy Filmen, da auch Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ Filme jeweils in diesem Zeitraum erschienen und erscheinen werden.

Details zu Schauspielern und Story sind weiterhin unbekannt, allerdings sind Colin Farrell und Paula Patton laut Gerüchten im Gespräch für die Hauptrollen. Legendary Pictures äußerte sich weiterhin nicht dazu.  Lediglich der Regisseur steht zu 100% fest: Duncan Jones. Bekannt ist er für einige Sci-Fi Filme und genießt einen guten Ruf. Ursprünglich sollte Sam Raimi (Spiderman) diesen Part übernehmen, aber der Deal platzte. Raimi stieg aus, da laut seiner Aussage miserables Management seitens Blizzard daran schuld sei.

2015 wird ein aufregendes Jahr für Gamer, da neben Warcraft auch noch die Filme zu „Assassins Creed“ und „Ratchet and Clank“ erscheinen werden. Außerdem erscheint noch „Star Wars Episode VII“.

Ich für meinen Teil hatte fast schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Film überhaupt kommt. Umso mehr erstaunt es mich, dass man 2 Jahre vorab schon das Datum angibt. Ich freue mich auf den Film und hoffe es wird keine Lizenz-Gurke.

Kurios – Mann will alle bisher erschienen Rollenspiele durchspielen

Computerspiele sind ja mittlerweile eines der größten Hobbys von vielen Menschen und fast jeder kommt irgendwann mit ihnen in Kontakt, selbst wenn es sich dabei nur um Mobile Games handelt. Richtige Spieler verbringen auch gerne Stunden mit ihren Games. Den Vogel schießt jetzt allerdings der amerikanische Blogger mit dem Pseudonym Chester Bolingbroke ab: bei seinem ambitioniertem Vorhaben will er alle bisher erschienen Rollenspiele durchzocken und diese dabei dokumentieren und besprechen.

Planung ist alles und deswegen geht der Blogger methodisch vor, denn auf seiner Liste stehen 1191 Einträge und mit der ersten Dekade ist er schon fertig (1979 bis 1990). Sobald er ein Spiel beendet hat dokumentiert er das ganze auf seinem Blog und setzt sich mit dem Spiel ganz genau auseinander. Seine Rezensionen sind wirklich interessant zu lesen und man merkt, dass der 41-jährige Blogger ein Liebhaber von Rollenspielen ist. Neben der mehr als ausführlichen Beschreibung findet man auch noch Infos zu Spieldauer, seinem persönlichen Ranking der Spiele und viele weitere Informationen. Dabei beschreibt er auch liebevoll alle Stärken und Schwächen der jeweiligen Spielmechaniken. Man merkt an jeder Stelle, dass dieser Mensch die Spiele wirklich liebt und dabei auch mit Fachkunde glänzt. 117 Titel hat er bereits vollendet und dies sollen über 2000 Stunden Spielzeit sein – eindrucksvoll.

Fibel der klassischen Rollenspiele

Laut eigenen Aussagen gegenüber Spiegel Online bezweifelt er, dass er jemals bei den Spielen der Gegenwart ankommen wird. Er habe jetzt schon sehr lange für die Spiele der 80er Jahre gebraucht. Aber er favorisiere ohnehin die Spiele von 1995 bis 2003, die seiner Meinung nach den Höhepunkt der Computerspiele darstellen. Seit mittlerweile 2010 wird das Blog von ihm geführt und wird hoffentlich noch ein paar Jahre weiterlaufen und könnte sich zu einer Fibel für klassische Rollenspiele entwickeln.

Den Grund für sein Projekt erklärte er ebenfalls im Interview mit Spiegel Online. Als seine Frau damals für ein paar Tage nicht daheim war stürzte er sich auf The Elder Scrolls: Oblivion und spielte einfach zu viel. Er lies Arbeit links liegen, die er eigentlich hätte erledigen sollen. Also setzte er Spiele auf seine To-Do-Liste, so dass sie fest in den Tagesplan integriert sind und es keine zeitlichen Konflikte mehr gibt. Er brachte einfach System rein. Und daraus entstand die Idee alles auf seinem Blog zu dokumentieren.

Im Interview bemängelte er ebenfalls indirekt den Casual-Wahn der heutigen Zeit. Alles ist viel zu stark vereinfacht worden und es fehle der Nervenkitzel. Dem kann ich nur zustimmen, auch wenn ich die Spiele der 80er Jahre nicht wirklich gespielt habe.

Wer also ein wenig in Nostalgie verfallen will oder sich die Ursprünge der moderner Rollenspiele anschauen möchte sollte sich sein Blog anschauen – der Name ist Programm. CRPG Addict (Computerrollenspielsüchtiger). Vor seinem Projekt habe ich definitiv viel Respekt, da hier sehr viel Arbeit und Zeit drin steckt – und Leidenschaft.

GTA V evtl. teuerstes Spiel aller Zeiten

GTA V wird in wenigen Tagen für Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen, während die sehnlich erwartete PC Version immer noch nicht angekündigt worden ist. Während Rockstar Games die Einzelhändler darum bittet den Release-Termin einzuhalten, haben sich Analysten mit den Kosten des Spiels befasst. Genauer gesagt versuchte man hier den Kosten für Entwicklung von Marketing näher unter die Lupe zu nehmen. Natürlich handelt es sich dabei nur um Spekulationen, da offizielle Zahlen nicht vorhanden sind. Dennoch sollen diese Werte realistisch sein laut den Experten.

Der Vorgänger GTA IV hielt lange Zeit den Rekord für das teuerste Spiel aller Zeiten mit rund 100 Millionen US-Dollar, wurde allerdings von Star Wars: The Old Republic abgelöst die letzten Jahre. Star Wars soll rund 200 Millionen US-Dollar verschlungen haben laut den Fachleuten der Branche. Nur zum Vergleich: der im Jahre 2007 erschiene Film Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt kostete ca. 300 Millionen US-Dollar und gilt als der teuerste Film aller Zeiten.

Nun hat die schottische Zeitung The Scotsman spekulative Zahlen zum aktuellen Projekt von Take Two und Rockstar Games veröffentlicht. So wird geschätzt, dass GTA V ein Budget von umgerechnet rund 266 Millionen US-Dollar für Entwicklung und Marketing hatte. Diese Summe ist gewaltig und man erkennt daran sehr gut, welchen Stellenwert Spiele in der heuten Zeit haben. Sogar für die Film-Branche wäre ein solches Budget gewaltig.

Weiterhin beschäftigen sich Experten mit den möglichen Verkaufszahlen des Spiels im ersten Jahr. Man schätzt, dass von GTA V rund 25 Millionen Einheiten abgesetzt werden könnten. Dies würde einem Umsatz von ca. 1 Milliarde US-Dollar entsprechen – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Der Erfolg von GTA V ist quasi vorprogrammiert und wird unter Garantie eine Menge Rekorde brechen und es ist erstaunlich, wie rasant die Gaming-Branche wächst. Vor einigen Jahren hätte niemand gedacht, dass ein Spiel jemals mit so einem gewaltigen Budget ausgestattet sein könnte. Dennoch handelt es sich bei diesen Zahlen nur um Schätzungen, da Rockstar und Take Two hier keine Zahlen offen legt. In Fachkreisen werden die Schätzungen jedoch für realistisch empfunden.

Uwe Boll strikes back – Kickstarter Kampagne gestartet

Uwe Boll hat Kickstarter für sich entdeckt und versucht nun wie viele andere mithilfe von Spenden einen neuen Film zu finanzieren. Auf Kickstarter stellt er sein Projekt auf seine typische Art vor. Boll möchte einen Nachfolger zum sehr kontroversen Film Postal drehen, der damals einige Amerikaner sehr provozierte. Postal thematisierte die Terror-Anschläge am 11.September auf die USA zu einem Zeitpunkt, der wohl für viele noch etwas zu früh kam. Kritiker zerrissen den Film auch größtenteils und Boll selbst erhielt mehrfach die Goldene Himbeere als „schlechtester Regisseur. Die Spiele-Serie zu Postal ist übrigens in Deutschland indiziert.

Nun möchte Boll 500 000 US-Dollar sammeln um eine Fortsetzung zu drehen. Je nachdem wie viel Geld man spendet bekommt man diverse Gimmicks – von DVDs, Soundtracks, signierte Kopien des Films oder Zugang zum Filmset ist alles dabei (abhängig davon wie hoch der Spendenbetrag ist).

Kult rund um Boll

Boll ist gerade unter Spielern sehr bekannt, da er sehr oft schon Filme zu beliebten Spielen gemacht hat. Leider waren diese eher von durchschnittlicher Qualität und gefielen gerade den Spielern und Fans der Serien oftmals überhaupt nicht. Schnell entwickelte sich eine Art Kult um den Regisseur, allerdings eher negativ. Sobald irgendwo die Verfilmung eines Spiels angekündigt wird kommt sofort Uwe Boll ins Gespräch – allerdings eher nach dem Motto „hoffentlich führt er nicht Regie“. Er bewarb sich damals auch für die Lizenz zum Word of Warcraft Film und erhielt laut eigener Aussage folgende Antwort von Blizzard „‚Wir verkaufen die Filmrechte nicht an dich […] ganz besonders nicht an dich“. 

Ob der Kickstarter-Aufruf des berühmt-berüchtigten Trash-Regisseur gelingt bleibt abzuwarten. Eins muss man Boll aber lassen – auch nach vielen Anfeindungen und des schlechten Images zieht er sein Ding durch und ist dabei wohl halbwegs erfolgreich. Mir persönlich gefallen seine Filme nicht und ich bin froh, wenn er keine Filme zu meinen favorisierten Spielen dreht.