Games Academy – Ausbildung in der Games-Branche

Spiele nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein, was zuletzt auch endlich die Politik realisierte. Viele junge Menschen spielen sicherlich mit dem Gedanken innerhalb der Games-Branche zu arbeiten, doch der Einstieg ist oft schwierig. Es gibt haufenweise Geschichten, bei denen talentierte Modder oder Hobby Level-Designer von Firmen entdeckt worden sind und danach angeworben wurden. Aber dies dürfte unter Garantie eher die Ausnahme von der Regel sein.

Das Thema Computerspiele wird von Universitäten immer noch halbwegs ignoriert und es fehlt an passenden Studiengängen. Zwar gibt es viele Quereinsteiger aus der Informatik und verwandten Studiengängen, aber wirklich zielgerichtete Studiengänge für diese Branche gibt es leider noch nicht.

Viel höhere Chancen auf einen Job in der Branche hat man jedoch, wenn man eine spezialisierte Ausbildung in der Games-Branche vorweisen kann und genau das bietet die Games Academy – rosige Zukunftsperspektiven inklusive. Viele Projekte von Studenten der Games Academy gewinnen regelmäßig Awards und Preise.

Deswegen haben wir die Games Academy in Frankfurt einmal besucht und uns ein Bild davon gemacht, was denn die Talentschmiede zu bieten hat für angehende Spiele-Entwickler.

Die Qual der Wahl

Für fast jeden Fachbereich in der Games-Branche bietet die Games Academy Studiengänge: Game Designer, Game Artist, Game Programmierer,  Game Producer, Film Art & Animation. Man sollte sich vorab also schon seine Gedanken machen, in welche Richtung man gehen möchte, gerade da die Kosten für ein Studium an der Games Academy relativ hoch sind: zwischen 10 000€ (2 Semester) und 20 000€ (4 Semester). Dies sollte erstmal viele interessierte Menschen erstmal abschrecken auf den ersten Blick, aber es könnte eine lohnende Investition in die Zukunft sein. Schulnoten sollen dabei eher nebensächlich sein, da man hier auf das Talent achtet. Jedoch wird bei einer Bewerbung auf einen Studienplatz längst nicht jeder aufgenommen, da nicht immer die geforderten Kenntnisse oder Talente vorhanden sind. Schnupperkurse und Info-Veranstaltungen sind an beiden Standorten (Berlin und Frankfurt aM) verfügbar. Nach Absprache auch individuelle Beratungstermine.

Games Academy Berlin

Denn neben den spezialisierten Ausbildungen bietet die Games Academy einen entscheidenden Vorteil, nämlich ihre Dozenten. Hierbei handelt es sich nämlich um Mitarbeiter der großen deutschen Firmen in der Games-Branche, wie beispielsweise Crytek (Far Cry, Crysis) oder Kooperationen mit internationalen Fimen wie Nintendo, Microsoft oder Sony. Neben sehr praxisnaher Ausbildung hat man hier den Vorteil, dass die Schule eng verzahnt mit der Industrie ist und so auch sehr früh bereits Kontakte geknüpft werden können – Stichwort Networking und Socializing. Da es sich bei der Branche im weitesten Sinne um eine große Familie handelt, sind solche Bekanntschaften nach dem Studium Gold wert.

Gerade Absolventen des Kurses Game Programmierer haben eine sehr hohe Chance direkt einen Job in der Spiele-Entwicklung zu finden, da hier ein sehr hoher Bedarf besteht. Laut des Standortleiters der Zweigstelle in Frankfurt finden in der Regel Absolventen aller Studiengänge innerhalb weniger Monate einen Job in der Branche. Es gibt aber auch viele Optionen Quereinstiege in komplett unterschiedliche Bereiche zu meistern mit den Abschlüssen der Games Academy. Als Beispiel wurde hier unter anderem der Abschluss in Game Animation benannt. So fanden wohl Absolventen dieses Kurses eine Anstellung in der Charité Berlin, um Animationen für eine Herztransplantation zu entwickeln. Zukunftsperspektiven sind also durchaus auch in anderen Feldern gegeben.

Games Academy Berlin

Da es ist bei der Games Academy um eine staatlich anerkannte Ergänzungsschule in privater Trägerschaft handelt, kann man dort leider keinen staatlich anerkannten Abschluss erhalten. Innerhalb der deutschen Branche ist dieser Abschluss zwar anerkannt und gern gesehen, international jedoch eher nicht. Durch eine Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) und der FH Braunschweig/Wolfenbüttel  können Studenten der Games Academy allerdings einen Bachelor Abschluss im Anschluss erarbeiten (Medieninformatik, Medienwissenschaft, Digital Art, Management Medien – abhängig vom Studiengang an der Games Academy). 

Wer wirklich ernsthaft eine Ausbildung in der Games-Branche interessant findet sollte sich die Games Academy und deren Angebote einmal näher anschauen. Zwar wurde oft erwähnt, dass das Studium dort alles andere als ein Zuckerschlecken sei und sich die Studenten richtig reinknien müssen, aber dafür hat man danach einen Job beinahe sicher. Mich persönlich hat der Besuch in Frankfurt davon überzeugt, dass man dort eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten kann und dort auch das Umfeld zu stimmen scheint.

Wer noch weitere Informationen sucht findet sie unter www.games-academy.de

Das dabei auch innerhalb des Studiums vorzeigbare Projekte herauskommen zeigt das folgende Video. Slope wurde von Studenten des Games Academy während ihres Studiums entwickelt. Daran sieht man wunderbar, wie viel Wissen und Know How innerhalb kurzer Zeit dort vermittelt wird während des Studiums. Das gezeigte Video ist schon etwas älter und es handelt sich dabei „nur“ um eine Alpha Version des Spiels. Beeindruckend wie ich finde.

Durch Payday 2 sind die Starbreeze Studios nach 15 Jahren schuldenfrei

Das Entwicklerteam Starbreeze Studios feierte mit Payday 2 einen derartig großen Erfolg, dass nun nach mittlerweile 15 Jahre endlich alle Schulden aus der Vergangenheit getilgt werden konnten. Einen Schuldenberg von rund 10,61 Millionen Euro hat das schwedische Unternehmen seit der Gründung im Jahre 1998 bis hin zum Juni 2013 durch Verluste angehäuft.  In der Vergangenheit entwickelte Starbreeze unter anderem Spiele wie das geniale Enclave, Knights of the Temple und noch zwei Titel, welche im beliebten The Chronicles of Riddick Universum spielen. Der große kommerzielle Erfolg blieb dabei allerdings aus. 

Das Blatt hat sich aber nun endlich zu Gunsten des schwedischen Entwicklers gewendet, denn Payday 2 war finanziell gesehen ein Volltreffer. Das Spiel erzielte für das Unternehmen einen Umsatz von 14,73 Mio. Euro und erreichte somit einen Vorsteuergewinn von rund 11,75 Mio. Euro. Somit sieht das 2. Halbjahr mehr als rosig aus.

Ebenfalls im gleichen Zeitraum erschien das von Kritikern hoch gelobte  Brothers: A Tale of Two Sons brachte hingegen nur einen Gewinn von ca. 180 000 Euro. Payday 2 brachte die Starbreeze Studios wieder in die schwarzen Zahlen, also steht einer positiven Zukunft nichts mehr im Weg. Ich persönlich freue mich darüber, da aus dieser Spieleschmiede meistens qualitativ sehr hochwertige Titel kommen.

Dean „Rocket“ Hall verlässt DayZ Entwickler Team

DayZ ist immer noch an den Spitzenpostionen der Steam Verkaufscharts und daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn das Spiel begeistert immer noch. Das sehr ambitionierte Projekt erschien Mitte Dezember als Early Access Alpha Version. Dies hielt aber hunderttausende Käufe nicht davon ab zuzuschlagen und das Spiel ist schon jetzt (trotz all der Bugs) ein sehr gutes Spiel. Umso größere Wellen schlug vor 2 Tagen die Nachricht, dass der kreative Kopf hinter dem Projekt Dean Hall das Projekt zum Jahresende verlassen wird und danach nicht weiter als Chef des Entwicklerteams fungieren will. Die Rechte an DayZ liegen weiterhin bei Bohemia Interactive (Armed Assault) und die Entwicklung soll wie geplant fortgesetzt werden.

„Ich bin eine Granate“

In einem Interview mit eurogamer.net sprach Hall über seine Beweggründe und weshalb er nach Hause möchte. Eines seiner Probleme sei, dass er laut eigener Aussage eine Granate sei. Aber nicht im Sinne von „ich bin der beste!“, sondern das er bereit ist Risiken einzugehen und andere dabei davon überzeugen könne zur Not über die Klippe zu springen. Der Designer hätte dies bereits zweimal getan: mit der Entwicklung der Modifkation von Jahren und nochmal mit der eigenständigen Version von DayZ. Aber er finde, dass es ab einem gewissen Punkt nicht mehr sinnvoll sei, wenn eine solche Persönlichkeit in einer Führungsrolle sitzt. Es sei außerdem kaum machbar ein Entwicklerteam von 50 Leuten von Neuseeland aus zu leiten.

Aber der wirkliche Grund ist, dass er seine Heimat vermisst. Ursprünglich wollte er lediglich einige Monat fern seiner Heimat in Neuseeland bleiben – angedacht war es als Pause oder Urlaub von der Neuseeländischen Armee. Mittlerweile sei er aber schon seit 2 Jahren fort und fühle sich, als ob er in einer fremden Küche kochen würde. Durch seine Zeit bei der Armee war der Star Designer nun schon seit fast einem Jahrzehnt ständig unterwegs und vermisse seine Familie. Jedoch merkte er an, dass es immer mit DayZ verbunden sein werde und es auch unvorstellbar für ihn sei, wenn dem nicht so wäre.

Er sei sich dabei auch bewusst darüber, dass sein Rückzug einen gewaltigen Sturm in der Community auslösen könnte (1,5 Millionen Käufer von DayZ innerhalb 3 Monaten). Er habe es bei Markus “ Notch“ Persson (Der kreative Kopf hinter Minecraft) erlebt, wie die Öffentlichkeit mit dem plötzlichen Rückzug des Entwicklers umging und wollte deswegen bereits rechtzeitig vorher Bescheid geben – auch weil es fair gegenüber Bohemia Interactive sei.

Zukunftspläne?

Neben dem Fakt, dass er auch nachträglich noch an die Entwicklung von DayZ eingebunden sein wird und die Entwicklung auch nicht zu einem kritischen Zeitpunkt verlässt, habe er bereits Pläne für seine Zukunft. Laut seiner Aussage sei DayZ nicht das perfekte Mulitplayer-Spiel und hätte ein fundamental fehlerhaftes Konzept und es würde der absolute Funken fehlen laut dem Neuseeländer. Er gehe dabei sehr selbstkritisch und es sei schlicht nicht beste Spiel, welches erschaffen könnte.

Er möchte nun ein eigenes Studio gründen und habe bereits Ideen für 3 neue Spiele, die Ähnlichkeiten mit DayZ haben. Er sei eben fasziniert von Multiplayer-Titeln und Surrival Aspekten.

 

 

Dragon Ball Z: Battle of Z schießt an die Spitze

Das vergangene Woche erschienene Beat’em’up Dragon Ball Z: Battle of Z schießt direkt an die Spitze der Media Control Charts und verweist das von Kritikern hoch gelobte GTA V auf den zweiten Platz. Auch wenn die Kritiken der Fachpresse des Spieles zu einer der erfolgreichsten Anime-Serien in Deutschland eher durchschnittlich ausfielen, kann man sich wohl auf die treue Fan-Basis von Goku und seinen Gefährten verlassen. Auch in den Media Control Charts der Xbox 360 stieg das Spiel direkt hoch ein und landete auf dem zweiten Platz – direkt hinter dem Evergreen Minecraft. 

Normal sollte man ja nicht unbedingt den Metascore von Metacritic heranziehen, aber man kann dadurch immerhin eine gewisse Tendenz zur Qualität des Spiels herausziehen. Wenn man dabei bedenkt, dass Dragon Ball Z: Battle of Z nur eine durchschnittliche Wertung von 56/100 erreicht wundert es schon sehr, dass das Spiel direkt an die Spitze der Charts eingestiegen ist. Bemängelt wurden unter anderem das recht seichte Kampfsystem und das Fehlen von Combos und Variationen. Die Balance zwischen den Charakteren soll ebenfalls noch nicht wirklich ausgeglichen sein, jedoch sollen die 4vs4 Kämpfe durchaus Spaß machen.

Allerdings taucht in jeder Kritik immer wieder die selbe Meinung auf: das Spiel ist nur etwas für Hardcore Fans der Serie, die mit ihren Idolen aus der Serie aufeinander los gehen wollen. Es sei nur schade, dass das technische Grundgerüst eher unterdurchschnittlich ist. Nun stelle man sich vor, was für ein Kassenschlager mit diesem Franchise möglich ist, wenn mal ein anständiges Spiel herauskommt. Ich denke es würde die Kassen ordentlich klingeln lassen bei der Anzahl der Fans, aber derzeit ist es einfach ein Nischenprodukt.

Trotz allem finde ich es beachtlich, dass Dragon Ball Z: Battle of Z Spiele wie GTA V in den Charts geschlagen hat direkt nach dem Release. Gelungene Überraschung.

Polizei führt Razzia bei Funcom (The Secret World) durch

Diesen Morgen geisterte durch einschlägige Kanäle die Nachricht, dass beim norwegischen Entwickler Funcom (The Secret World, Age of Conan) eine Razzia durchgeführt wurde. Wie mittlerweile bestätigt worden ist entspricht dies der Wahrheit. Dabei geht es um diverse Unregelmäßigkeiten bei den Aktien von Funcom.

Die Razzia in den Büros von Funcom wurde dabei von Økokrim durchgeführt, welche eine norwegische Behörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität ist. Funcom selbst bestätigte dabei inoffiziell, dass man eng mit Økokrim kooperieren würde. Die Behörde bestätigte das Ermittlungen gegen Funcom eingeleistet wurde, da Unregelmäßigkeiten auftraten. Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Zeitraum vor und nach dem Release von The Secret World. Laut Økokrim  wurden Firmendaten weder erfasst, noch an die offiziellen Behörden weitergeleitet und damit handelt es sich um einen Verstoß gegen „Securities Trading Act“. Es soll nun geklärt werden, ob Funcom diese Information absichtlich zurück gehalten hat, oder ob es sich hierbei um ein „Versehen“ gehandelt hat.

Welche Konsequenzen dies für Funcom oder deren Spiele hat ist noch nicht absehbar.

Quelle: vg247.com

Kurios: Mann rettet Xbox aus brennendem Haus

Ich nehme an die meisten haben bereits die Erfahrung gemacht, dass irgend jemand einem schon mal vorgeworfen hat zu viel Zeit mit dem Zocken zu verbringen. Besonders in Beziehungen ist dieser Vorwurf unter Garantie ständig zu hören. Nun mag man denken, dass stundenlanges Zocken bereits übertrieben sein mag, aber ein Mann aus den USA hat nun wohl endgültig den Vogel abgeschossen.

Zocken mehr als nur ein Hobby – das dachte sich wohl der Mann aus Kansas. Als er eines Morgens aufwachte und sein Haus in Flammen stehen sah rannte er wie der Teufel, um dem Inferno zu entkommen. Nach gelungener Flucht bemerkte er aber wohl, dass noch weitere Leben in Gefahr sind und stürzte sich wieder ins Haus, das mittlerweile lichterloh in Flammen stand. Zwar zog er sich dabei eine Rauchvergiftung zu, aber er war erfolgreich und konnte die Leben retten – allerdings nur in Form von Speicherständen auf seiner Konsole. Richtig: der Mann rannte zurück in das brennende Haus, nur um seine Konsole vor den Flammen zu retten. Man muss eben Prioritäten setzen im Leben anscheinend – außer der Rauchvergiftung geschah dem Mann glücklicherweise nichts. Ursache für das Feuer sei wohl ein defekter Stromkasten gewesen.

Ich finde, dass Microsoft dem netten Herren ruhig eine Entschädigung für seine heroische Tat zahlen könnte. Immerhin rettete ihr unter Einsatz seines Lebens eine Microsoft Xbox vor dem Feuertod – der Schaden wird auf rund 80.000 US-Dollar geschätzt.

Ein gutes hat die Geschichte aber für Zocker, denn nun kann man immer an diesen Kerl erinnern. In jeder meiner Partnerschaften hörte ich mehr als einmal den Satz „Du spielst zu viel“. Nun kann ich sagen, dass das noch im normalen Rahmen sei – immerhin renne ich nicht in ein brennendes Haus um meine Konsole zu retten.

 

Quelle: ABC15.com