EVE Online TV-Serie

EVE Online war seit jeher ein recht außergewöhnliches MMO, da es auf einem Sandkasten-Prinzip beruht. Es gibt keinen Pfad, den man folgen muss, sondern sucht sich selbst seinen Weg im gewaltigen Universum.

Das Spiel ist mittlerweile schon seit fast 10 Jahren auf dem Markt und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit – auch dank der regelmäßigen Updates des Entwicklers CCP Games. Nun wurde auf dem EVE Fanfest 2013 eine weitere Ankündigung gemacht. So soll ein Comic erscheinen (zuerst in digitaler Form und später als Sammelband in Buchform), der auf den sogenannten „True Stories“ von Spielern beruht. Diese „True Stories“ sind nichts anderes als Geschichten, die Spieler tatsächlich erlebt haben im Spiel – ziemlich interessantes Konzept!

Außerdem wurde eine „Second Decade“-Collectors Edition angekündigt, die für rund 150 Euro verkauft werden soll. Diese enthält unter anderem Blueprints von einem Raumschiff, ein 190 Seiten umfassendes Harcover Buch, welches nochmal die ersten 10 Jahre des Spiels zusammenfast, einen Soundtrack zum Spiel (Live-Mittschnitt des Spiel-Soundtracks, eingespielt vom Icelandic Symphony Orchestra auf dem EVE Fanfestes 2013) und dazu noch ein Tabletop Spiel namens „The Danger Game“.

Aber eine andere große Ankündigung ist viel interessanter. CCP Games lies schon zuvor anklingen, das man abseits vom Spiel noch weitere Wege beschreiten will. Dies nimmt nun Formen an, da eine TV-Serie zu EVE Online geplant wird momentan. Dafür wurde Film-Director und -Producer Baltasar Kormákur ins Boot geholt, der unter anderem schon mit Mark Walberg und Denzel Washington zusammen arbeitete. Die Serie soll im EVE Universum spielen und auch teilweise wieder „True Stories“ erzählen, aber doch eher unabhängig von den aktuellen Ereignissen innerhalb des Universums laufen. Klingt jedenfalls ziemlich interessant.

 

Passen dazu gibt es auch einen neuen Trailer

Der unbeschreibliche Erfolg von Star Citizen

Kickstarter ist ja bekanntlich ein neuer Hort für gute und meist auch kreative Ideen – gerade was Computerspiele betrifft. Die meisten Publisher sind in der heutigen Zeit nämlich gnadenlos darauf orientiert, das Maximum an Geld zu erwirtschaften bei geringstem Risiko. Diese Haltung kann man auch erwarten, da es sich meistens um Aktiengesellschaften handelt, die ihren Aktionären natürlich auch Rechenschaft ablegen müssen. Das Problem an der Sache ist, dass dies natürlich der Tod für kreative oder neue Wege ist, da man sich lieber auf altbewährtes setzt (hallo jährlicher Call of Duty Aufguss).

Umso schöner ist es da, dass Kickstarter mittlerweile schon so das ein oder andere Spiel abseits des Publisher Mainstreams ermöglicht hat. Besonders heraus gestochen hat hier Star Citizien, welches insgesamt allein über Kickstarter 2 Millionen US-Dollar erhalten hat von Unterstützern. Insgesamt sind es laut der offiziellen Website nun schon 8 971 772 US-Dollar (Stand 29.04.2013). 

Ein für tot erklärtes Genre kehrt zurück

Jetzt stellt sich einem die Frage, wieso denn so eine gewaltige Summe durch Freiwillige zustande kommen kann und die Industrie dieses Genre einfach komplett ignoriert hat. Die letzte wirklich ernsthafte Weltraumflug-Simulation erschien immerhin 2003 mit Freelancer oder die eher mäßig erfolgreichen Ableger der doch recht zähen X-Serie und es befindet sich derzeit auch neben Star Citizen keine andere nennenswerte Simulation in der Entwicklung. Das wirft nun ein ganz schlechtes Licht auf die Publisher, da sie diese Weltraumspiele tatsächlich für tot erklärt haben. Ego-Shooter und MMOs waren der ganz große Trend der letzten Jahre und das wird wohl auch weiterhin so bleiben – große Käuferschicht und wohl eher überschaubares Risiko. Bloß nichts neues ausprobieren, was sich evtl. als Ladenhüter herausstellt.

Fast 9 Millionen Dollar bei ungefähr 165 000 Spendern ist schon eine beachtliche Summe. Übrigens war Star Citzien die am meisten mit Geld unterstützte Crowd-Founding Aktion auf Kickstarter. Chris Roberts trägt mit seinem legendären Namen natürlich auch einen großen Teil am Erfolg, da er unter anderem verantwortlich für die Wingcommander Serie war.

Vor ungefähr 10 Jahren sah alles noch etwas anderes, denn irgendwie waren dort Entwickler und Publisher noch um einiges kreativer und vor allem mutiger. Man versuchte sich ständig an neuen Spielideen und so wurde hier der ein oder andere Grundstein für erfolgreiche Serien der heutigen Zeit gelegt. Nun aber scheint sich fast alles darum zu drehen, den Massenmarkt zu treffen und möglichst viele DLC zu verkaufen. Beste Beispiele dafür sind wohl leider die Mass Effect und Dragon Age Serien. Waren jeweils die ersten Teile noch anspruchsvoller und eher in Richtung „Oldschool“ Rollenspiel, wurden die zweiten Teile vollkommen auf Action und simple Bedienung getrimmt, was auch natürlich einen großen Aufschrei innerhalb der Community nach sich zog. Beim dritten Teil der Mass Effect Reihe versuchte man dann einen Kompromiss aus „Hirn aus, Action rein“ und forderndem Rollenspiel zu finden – immerhin. Der dritte Teil von Dragon Age wird erst noch erscheinen und es gibt noch keine Details darüber, aber man kann hoffen, dass man diese Lektion gelernt hat.

Auf Kickstarter finden sich übrigens noch weitere durchaus interessante Spiele, die sich Abseits der „Generation Konsolen-Spiele“ bewegen und vielleicht einen Blick wert sind. Und vielleicht haben wir ja Glück und die großen Publisher werden wieder etwas mutiger und versuchen sich auch an neuen Wegen statt den üblichen Klonen. Triple A Produktion hin oder her, ein Assassins Creed 3 wurde doch schon recht eintönig gegen Ende. All diese Spiele sind sicherlich nicht schlecht, aber manche wünschen sich eben doch eher anspruchsvolle Spiele. Der Erfolg von X-COM und Dark Souls sind hier ein deutlicher Beweis dafür.

Ich jedenfalls hoffe, dass Chris Roberts die hohen Erwartungen erfüllt und uns hier ein Glanzstück unter den PC-Spielen bringen wird. Die Zeichen stehen gut.

 

World of Warcraft Film

World of Warcraft ist mit Abstand das erfolgreichste MMO seit 2004. Über 10 Millionen Spieler hat das Spiel monatlich und ist wahrscheinlich allgemein das erfolgreichste Computerspiel überhaupt. Von daher ist verständlich, dass man einen Film im Warcraft Universum auch auf die Leinwand bringen möchte. Angekündigt wurde der Film bereits 2006, als Legendary Pictures (verantwortlich unter anderem für „300“) die Rechte für die Lizenz an einem Film von Blizzard Entertainment gesichert hat.

Sonderlich viele Informationen gab es seitdem leider nicht und man glaubte auch langsam, dass der Film niemals realisiert werden würde. So wurde zuerst Sam Raimi als Director verpflichtet, welcher beispielsweise verantwortlich für die Spiderman Filme war und außerdem der Author von „Der Soldat James Ryan“ und „Der Patriot“ mit dem Drehbuch dafür beschäftigt. Das Budget soll rund 220 Millionen US-Dollar betragen und die Geschichte zeitlich im World of Warcraft Universum angesiedelt sein, also nach den Strategie Ablegern der Serie. Chris Metzen (verantwortlich für die Story von World of Warcraft unter anderem) bestätigte, dass man die Geschichte für den Film leicht abändern müsse und das ein Mensch (Originalton: Kick Ass Human Character) der Hauptcharakter sein wird. Das waren leider auch schon alle Informationen, die über die letzten 6 Jahre öffentlich gemacht worden sind. Mittlerweile is Raimi abgesprungen und an seiner Stelle der unbekanntere Duncan Jones getreten ist.

Soviel zum Hintergrund, aber es scheint als würde sich jetzt abzeichnen, dass man große Schritte vorwärts machen würde und der Film tatsächlich in greifbare Nähe rückt. So hat der für die Cinematics der Warcraft Spiele verantwortliche Nick Carpenter (Vizepräsident für Arts und Cinematics bei Blizzard Entertainment) einen Tweet veröffentlicht, bei dem er den neuen VFX-Director vorstellte. Die Rede ist von Bill Westenhofer, ein oscarprämierter Filmtechniker, der zuletzt an „Life of Pi“ mitgewirkt hat.

Anscheinend kommt nun endgültig die Sache ins Rollen und man geht mittlerweile davon aus, dass die Produktion bereits dieses Jahr starten soll und dann wohl 2015 in die Kinos kommen wird.

Das ein Warcraft Film ein Kassenschlager wird steht wohl außer Zweifel. Die Treuen Fans von World of Warcraft werden sich das wohl nicht entgehen lassen, der Erfolg ist also wohl quasi vorprogrammiert.

Playstation 4 Hardware VS PC Hardware

Auf der Seite PC Games Harwarde ist ein recht interessanter Beitrag zu den technischen Eckdaten der in diesem Jahr erscheinenden Playstation 4 erschienen.

In letzter Zeit haben sich viele Spiele-Entwickler zu Wort gemeldet und die Technik der Konsole in höchsten Tönen gelobt. Vieles davon mag zwar stimmen, aber es hatte oftmals den faden Beigeschmack von bezahlter Schleichwerbung. Es war einfach für einen PC-Enthusiasten unvorstellbar, dass eine Konsole bessere Leistung erzielt. Und so spalteten sich schon seit Jahren die Lager in Pro-Konsole und Pro-PC auf. Man kann sich also vorstellen, was Aussagen von Entwicklern im Bezug auf die größere Leistungsfähigkeit gegenüber PCs ausgelöst haben in der Gemeine der PC-Anhänger.

Bevor ich jetzt hier aber mit technischen Details um mich werfe, sollte man lieber einfach den Beitrag von PC Games Hardware darüber lesen. Sehr informativ!

Kurz zusammen gefasst kann man wohl sagen, dass die Konsole auch den PC-Spiele Markt beflügeln wird, da man sich nicht mehr mit schlecht optimierten Konsolen-Portierungen rumschlagen muss. Unvergessen bleibt da mir die grausige Umsetzung von GTA IV in Erinnerung, die gerade am Anfang wirklich ein echter Hardware-Killer war. Da jetzt  die neue PS4-APU wie auch aktuelle Computer auf der x86-Architektur basiert, ist dies definitiv ein riesen Vorteil für PC-Gamer.

Ich persönlich denke, dass hier größtenteils nur mal wieder kräftig Marketing betrieben wurde. Die Konsole ist schon sehr leistungsfähig und hat (noch) einige Vorteile gegenüber dem PC dank der neuen Architektur, aber das war ja jetzt schon seit dem SNES so. Wahrscheinlich wird der PC in einem halben Jahr schon wieder leistungstechnisch davon gezogen sein und die Enthusiasten werden wieder nur müde lächeln, wenn es um das Thema „Konsole gegen PC“ geht. Abwarten und über bessere PC Portierungen freuen heißt da wohl die Devise – und auf die neue Xbox warten, denn hier sind noch fast gar keine Details bekannt (eine erste Vorstellung soll im Mai 2013 erfolgen).

The Bureau: XCOM Declassified angekündigt

Nach Wochenlangen hin und her inkl. diverser Verschwörungstheorien ist nun offiziell der Taktik-Shooter im XCOM-Universum von 2k Games angekündigt worden. Nach wochenlangen Versteckspielen und Gerüchten über Einstellung des Projekts, gab es nun entgültig eine Entwarnung: The Bureau: XCOM Declassified soll am 20. August für PC, Playstation 3 und Xbox360 erscheinen.

Der Taktik-Shooter soll sich an Spielen wie Rainbow Six und Full Spectrum Warrior orientieren, was sich meiner Meinung nach sehr interessant anhört. Der stumpfe Ego-Shooter Einheitsbrei wurde nämlich langsam wirklich richtig öde. Pausieren kann man das Kampfgeschehen allerdings nicht, wie in den Strategie Ablegern der XCOM Serie (die grandiose Neuauflage sollte man sich übrigens nicht entgehen lassen XCOM: Enemy Unkown).

XCOM als Shooter

Im Spiel dreht sich alles um die Entstehung der XCOM Organisation (im Grunde Alien-Jäger der Regierung) und ist in den 60er Jahren angesiedelt. Man übernimmt die Rolle des Agenten William Carter, der ein kleinen Trupp anführt. Taktisches Vorgehen ist hier gefragt, denn die Teamkollegen können dauerhaft sterben. Diesen Trupp kann man übrigens mit Waffen und Objekten ausrüsten und ich denke auch, dass sie Erfahrung sammeln und quasi im Level aufsteigen werden können.

Es könnte ein sehr interessantes Spiel werden und steht deswegen definitiv auf meiner Beobachtungsliste.

http://youtu.be/Fs02aHKLaEQ

Telekom drosselt DSL-Speed

Vor einigen Monaten gab es bereits Gerüchte darüber, dass die deutsche Telekom die Geschwindigkeit nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens drosseln will – ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen. Dieses Gerücht wurde nun eine Tatsache, wie der große Dienstleister heute bestätigte. Die Drosselungen dabei sind wirklich massiv, da es auf 384 Kbit/s limitiert werden soll, sobald man das Datenvolumen ausgeschöpft hat. Willkommen zurück in der Steinzeit des Internets. Natürlich lassen sich gegen bestimmte Buchungen diese Grenzwerte anheben.

Wie vergraule ich Kunden

Als Begründung für diesen Schritt wurde auf der offiziellen Homepage genannt, dass der Datenverkehr im Internet einfach zu groß geworden sei, um flächendeckend hohe Qualität bei niedrigem Niveau zu gewährleisten. Auch wurde hier eine Milchmädchenrechnung aufeglistet, die zeigt dass ein normaler Nutzer diese Datenvolumen nicht voll ausschöpfen würde. Die sieht wie folgt aus:

„Das geringste integrierte Datenvolumen wird 75 GB betragen. Neben dem Surfen im Netz und dem Bearbeiten von Mails ist dieses Volumen beispielsweise ausreichend für zehn Filme in normaler Auflösung plus drei HD-Filme, plus 60 Stunden Internetradio, plus 400 Fotos und 16 StundenOnline-Gaming.“

Das ist schon etwas fern von der Realität, denn der normale Nutzer wird viel mehr verbrauchen. Nur ein kleines Beispiel: Heute läuft im Spielemarkt fast alles über den digitalen Markt, also muss man sich die Spiele auf Plattformen wie Steam und Origin herunterladen. Ein Spiel erreicht inkl. Patches mittlerweile locker die 30gb Hürde, also reicht es eben nicht mehr für sorgenlosen Spaß im Internet dank Drosselung. Ich habe auch beispielsweise vor kurzem Planetside 2 mal wieder gestartet und musste zusätzlich zur Installation noch einen 7gb Patch laden.  Also hätte ich jetzt bereits schon die Hälfte des Volumes verbraucht, ohne großartig etwas zu machen. Sofern andere Anbieter nicht nachziehen, wird die Telekom massenweise Kunden verlieren – gerade als Spieler ist so etwas unvorstellbar und die Telekom wird sich die Aufhebung der Drosselung sicherlich sehr gut zahlen lassen.

Ab dem 2.Mai 2013 werden die Leistungsbeschreibungen für neue Verträge angepasst und betrifft Call& Surf und Entertain-Verträge (das Internet-Fernsehen wird nicht vom Datenvolumen abgezogen immerhin). Die technische Umsetzung der Drosselung soll nicht vor 2016 erfolgen.

Hier noch die Übersicht der Staffelung

  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Bestehende Verträge sollen (bisher) davon ausgenommen sein. Als Zocker sollte man sich wohl bei einem neuen Vertrag besser einen anderen Anbieter suchen. In diesem Sinne: Goodbye Flaterate…vielleicht gibt es ja bald auch wieder die Mintuen-Abrechnung wie vor über 10 Jahren. Man sollte sich besser darauf einstellen.