Polizei führt Razzia bei Funcom (The Secret World) durch

Diesen Morgen geisterte durch einschlägige Kanäle die Nachricht, dass beim norwegischen Entwickler Funcom (The Secret World, Age of Conan) eine Razzia durchgeführt wurde. Wie mittlerweile bestätigt worden ist entspricht dies der Wahrheit. Dabei geht es um diverse Unregelmäßigkeiten bei den Aktien von Funcom.

Die Razzia in den Büros von Funcom wurde dabei von Økokrim durchgeführt, welche eine norwegische Behörde zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität ist. Funcom selbst bestätigte dabei inoffiziell, dass man eng mit Økokrim kooperieren würde. Die Behörde bestätigte das Ermittlungen gegen Funcom eingeleistet wurde, da Unregelmäßigkeiten auftraten. Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Zeitraum vor und nach dem Release von The Secret World. Laut Økokrim  wurden Firmendaten weder erfasst, noch an die offiziellen Behörden weitergeleitet und damit handelt es sich um einen Verstoß gegen „Securities Trading Act“. Es soll nun geklärt werden, ob Funcom diese Information absichtlich zurück gehalten hat, oder ob es sich hierbei um ein „Versehen“ gehandelt hat.

Welche Konsequenzen dies für Funcom oder deren Spiele hat ist noch nicht absehbar.

Quelle: vg247.com

Kurios: Mann rettet Xbox aus brennendem Haus

Ich nehme an die meisten haben bereits die Erfahrung gemacht, dass irgend jemand einem schon mal vorgeworfen hat zu viel Zeit mit dem Zocken zu verbringen. Besonders in Beziehungen ist dieser Vorwurf unter Garantie ständig zu hören. Nun mag man denken, dass stundenlanges Zocken bereits übertrieben sein mag, aber ein Mann aus den USA hat nun wohl endgültig den Vogel abgeschossen.

Zocken mehr als nur ein Hobby – das dachte sich wohl der Mann aus Kansas. Als er eines Morgens aufwachte und sein Haus in Flammen stehen sah rannte er wie der Teufel, um dem Inferno zu entkommen. Nach gelungener Flucht bemerkte er aber wohl, dass noch weitere Leben in Gefahr sind und stürzte sich wieder ins Haus, das mittlerweile lichterloh in Flammen stand. Zwar zog er sich dabei eine Rauchvergiftung zu, aber er war erfolgreich und konnte die Leben retten – allerdings nur in Form von Speicherständen auf seiner Konsole. Richtig: der Mann rannte zurück in das brennende Haus, nur um seine Konsole vor den Flammen zu retten. Man muss eben Prioritäten setzen im Leben anscheinend – außer der Rauchvergiftung geschah dem Mann glücklicherweise nichts. Ursache für das Feuer sei wohl ein defekter Stromkasten gewesen.

Ich finde, dass Microsoft dem netten Herren ruhig eine Entschädigung für seine heroische Tat zahlen könnte. Immerhin rettete ihr unter Einsatz seines Lebens eine Microsoft Xbox vor dem Feuertod – der Schaden wird auf rund 80.000 US-Dollar geschätzt.

Ein gutes hat die Geschichte aber für Zocker, denn nun kann man immer an diesen Kerl erinnern. In jeder meiner Partnerschaften hörte ich mehr als einmal den Satz „Du spielst zu viel“. Nun kann ich sagen, dass das noch im normalen Rahmen sei – immerhin renne ich nicht in ein brennendes Haus um meine Konsole zu retten.

 

Quelle: ABC15.com

Kreditwürdigkeit von Sony herabgestuft

Spätestens seit der Krise in der Eurozone ist die Ratingagentur  Moody’s vielen mehr oder weniger ein Begriff und wie auch Griechenland wird wohl nun auch Sony sorgenvoll auf die neusten Ergebnisse der Agentur blicken. Denn trotz 4 Millionen verkauften Einheiten der Playstation 4 senkte Moody’s die Kreditwürdigkeit von Sony auf Ramschniveau herab (von Baa3 auf Ba1).

Zwar bescheinigte die Agentur Sony einen stabile Zukunftsprognose, allerdings dürfte dies derzeit Investoren abschrecken. Das Ramschniveau Rating ist nämlich eine direkte Empfehlung die Finger von Investitionen in das japanische Unternehmen zu tätigen. Für Sony bedeutet dies natürlich auch, dass es nun schwerer wird günstige Kredite zu erhalten.

Laut Moody’s sieht die Agentur vor allem in Sonys TV und PC Sparten große Probleme, da hier eine große Konkurrenz auf dem Markt herrsche und sich Technologie rapide verändere und Produkte schneller veralten würden. Bereits im Oktober letzten Jahres senkte das japanische Unternehmen die Gewinnerwartungen, da viele Sparten am Schwächeln seien. Zwar habe Sony in der Vergangenheit viele Teile des Unternehmens stabilisiert und profitabler gemacht, aber dies reichte noch nicht aus.

 

 

Minecraft Let’s Player will bis ans Ende der virtuellen Welt wandern

Es gibt ja immer wieder äußerst skurrile Projekte im Bezug auf Mincraft. Mittlerweile hat man aus der Welt von Minecraft schon sehr viele sehr ambitionierte und größenwahnsinnige Projekte gesehen. Sei es der Nachbau von Stormwind aus WoW, die USS Enterprise aus der beliebten Star Trek Serie, oder der Nachbau ganzer real existierender Städte. Eines der wohl am beeindruckendsten Projekte war für mich persönlich der Nachbau eines Taschenrechners im Spiel – sehr komplex und unter Garantie ein sehr aufwändiger Spaß.

Der englischsprachige Let’s Player Kurt J. Mac betreibt ebenfalls ein sehr ehrgeiziges Projekt, welches allerdings nichts mit dem Bau von aufwendigen Konstruktionen zu tun hat, aber dafür umso zeitaufwendiger ist. Der Spieler setzte es sich nämlich im Jahr 2011 zum Ziel bis zum Ende von Minecraft zu wandern, den sogenannten Far Lands. Diese liegen allerdings 12.000 Km entfernt und deswegen ist der nette Mann auch schon seit Jahren unterwegs dahin.

Erlös wird gespendet

Das die Reise von Kurt wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern wird sollte jedem eigentlich klar sein. Meiner Meinung nach ein sehr witziges, wenn auch verrücktes Projekt! Die Erlöse aus den Einnahmen sollen laut seinem Twitter Account für gute Zwecke genutzt werden und auch die Summe kann sich sehen lassen: rund 250.000 US-Dollar.

Die Aktion ist somit genauso sympathisch wie der Spieler selbst. Wer will, kann sich seinen YouTube Channel hier anschauen.

Gamesload – Telekom will Dienst schließen

Ein wohl langer überfälliger Schritt wird nun innerhalb der nächsten Monate in die Tat umgesetzt: die digitale Vertriebsplattform Gamesload soll vom Eigentümer Telekom geschlossen beziehungsweise verkauft werden, wie das Handelsblatt berichtet. Neben Gamesload sollen auch noch weitere Download-Angebote wie Musicload oder Softwareload geschlossen werden von der deutschen Telekom. Lediglich an  Videoload will man festhalten, da diese im Gegensatz zu den anderen Portalen weiterhin Zuwachs im zweistelligen Bereich verzeichnet – dies liegt unter anderem daran, dass der Service in den Internet-TV Dienst Entertain eingliedert ist.

Laut dem Chief Product und Innovation Officer der Telekom (Thomas Kiessling) sollen Musicload und Gamesload geschäftlich sehr unter Druck sein und eine Fortführung mache keinen Sinn mehr. Derzeit sei man auf der Suche nach Partnern, die an der Weiterführung der Dienste interessiert sind. Sollten keine Käufer gefunden werden, werden die Angebote in mehreren Monaten abgeschaltet, um den Kunden genügend Zeit zu geben. Von der Schließung wären rund 50 Mitarbeiter betroffen.

Portal abgeschaltet samt den gekauften Spielen

Bedenkt man die Dominanz von Steam und Origin war das Ende von Gamesload sicherlich absehbar. Allerdings kam mir bei dieser Angelegenheit direkt wieder der Kommentar eines Foren-Users in den Sinn, der die Kopplung des Kopierschutzes an Dienste wie Steam kritisierte vor einigen Jahren. Er warf die Frage in den Raum, was denn mit den gekauften Spielen passiere, wenn so ein Dienst einmal pleite geht? Das gekaufte Eigentum verschwindet nämlich gleich mit in der Versenkung und man wird auch unter Garantie sein Geld nicht wiederbekommen. Man kann also nur hoffen, dass gerade Steam niemals abgeschaltet wird. Dies sind die Nachteile von digitalen Käufen – niemand kann garantieren wie lange der Dienst erhalten bleibt.

Castle Doctrine Entwickler sieht Sales / Rabattaktionen kritisch

Viele von euch kennen sicherlich folgende Situation: beim Durchsuchen der Angebote auf einer beliebigen digitalen Vertriebsplattform stolpert ihr über einen halbwegs interessanten Titel, der im besten Falle sogar im Mutliplayer spielbar ist. Da das Spiel nicht unbedingt total überzeugend erscheint ergeben sich oft oft Unterhaltungen mit Freunden, ob man sich denn das Spiel gemeinsam kaufen solle oder nicht. Und fast immer ist das Ergebnis, dass man den Kauf verschiebt bis das jeweilige Spiel in einem Sale günstiger angeboten wird. Selbiges passiert auch immer öfter bei anderen Spielen – man wartet einfach die nächste Rabattaktion ab und schlägt dann zu.

Genau darüber lässt sich derzeit Jason Rohrer in seinem Blog Eintrag aus. Rohrer ist Entwickler des Spiels Castle Doctrine und ist davon überzeugt, dass diese Sales negative Auswirkungen für Entwickler und Spieler selbst haben. Es erzeuge eine „culture of waiting“, also eine Kultur des Abwartens. Dies führe laut Rohrer zu schlechtem Verkaufsstarts und enttäusche Käufer.

Käufer warten auf Rabatte

Oftmals werden die Rabatte zu einem späteren Zeitpunkt nochmals erhöht. Dies führe dazu das Käufer nicht einmal mehr bei 20% Rabatt zuschlagen, sondern teilweise auf 40%, 60% oder sogar 75% warten würden. Für ihn als Entwickler sei dies kritisch, da die Entwicklungskosten abgedeckt werden müssten und so die finanziellen Polster sehr schnell dünn werden. Auch Fans der Spiele die Monate oder gar Jahre auf ein Spiel warteten würden enttäuscht werden, wenn sie das Spiel zum vollen Preis erwerben – denn der nächste Sale sei direkt um die Ecke und es sei laut Rohrer dumm den kompletten Preis zu zahlen mit diesem Wissen.

Was Preisgestaltung und Sales bei Castle Doctrine betrifft geht Rohrer seinen eigenen Weg. Die derzeitige Apha-Version soll für 8$ kaufbar sein. Zum Zeitpunkt des Release wird es für 12$ angeboten. Nach einer Woche soll der Preis auf 16$ Dollar erhöht werden und danach nie wieder verändert werden. Sehr konsequent.

Wie man sieht haben Sales also auch eine Kehrseite. Man darf auch nicht vergessen, dass Sales überhaupt erst Verkäufe richtig in Schwung bringen. Selbst ich kaufte schon Spiele, die ich einfach nur wegen dem Rabatt attraktiv fand – vorher hätte ich keinen Cent ausgegeben. Es ist also nicht alles nur negativ an Sales.