Lesetipp: Antwort auf SPIEGEL Artikel

Computerspiele und deren Konsumenten kämpfen noch immer mit großen Vorurteilen. Immer noch gelten Ballerspiele als kritischer Indikator für potentiell gewaltbereite Menschen. Computerspielen wird immer noch nachgesagt, dass sie zu sozialer Isolierung führen und Menschen sich darin verlieren. Das mag zwar alles stellenweise vorkommen, aber das ist eher eine kleine Minderheit an Menschen, bei denen Spiele derartig gravierende Effekte auslösen.

Nun räumte sogar die Forschung mit einigen der Vorurteilen auf und bestätigt, dass Computerspiele eben nicht so schädlich sind wie die Medien und andere Menschen gerne behaupten. So sollen sie menschliche Beziehungen stärken, glücklich machen und sogar Krankheiten entgegenwirken oder heilen können. Der Spiegel verfasste daraufhin eine Titelgeschichte,  auf die auch prompt eine Antwort des Bloggers Christian Huberts.

In seinem Artikel befasst er sich auf äußerst interessante Art mit der Titelstory des SPIEGEL. Absolut lesenswert!

Hier geht’s zum Text:  SPIEGEL macht blöd. Warum auch positive Computerspiel-Artikel nicht besser sind als ihr Ruf

Anmerkung: In der ursprünglichen Version dieses Blogposts wurde irrtümlich Rainer Sigl als Autor des verlinkten Textes genannt. Wir haben den Fehler korrigiert.

The Elder Scrolls Online laut Forbes ein Fehlschuss

Dieses Wochenende fand der erste Stresstest für ZeniMax / Bethesdas ambitioniertes Projekt The Elder Scrolls Online statt und macht laut den Entwicklern große Schritte in Richtung Vollendung. The Elder Scrolls ist eine starke und zugkräftige Marke die hinter dem MMO steht, wobei mittlerweile nach meinem subjektiven Empfinden schlicht eine Übersättigung am MMO Markt derzeit herscht. Selbst der Klassenprimus World of Warcraft verlor zuletzt massiv Spieler. Dennoch setzt ZeniMax bei The Elder Scrolls Online auf ein Abo-System – sprich monatliche Gebühren um Spielen zu können. Dies rief einige Kritiker auf den Plan, da die komplette Branche derzeit eher auf Free-to-Play Modelle umstellt.

Jedoch wurde Bethesda für diese Entscheidung von Ryan Dancey (Pathfinder Online) in Schutz genommen und behauptete, dass derartige Abo-Modelle durchaus noch ihren Platz hätten und durchaus rentabel zu sein scheinen – dabei wirft er eine Umsatz von rund 100 Millionen US-Dollar für alle MMO monatlich in den Raum. Ein weiteres Argument von ihm ist, dass man durch die Abonnentenzahlen einen nützlichen Richtwert erhalten würde, durch den man zukünftige Inhalte usw. besser planen könne. Desweiteren führte er auf, dass das Free-to-Play System inkl Mikrotransaktionen nur für den asiatischen Raum sinnvoll sei und im westlichen Teil eher ein Hybrid-System aus Abo und Free-to-Play funktionieren würde. Als Beispiel hierfür nannte er das erfolgreiche System von Herr der Ringe Online.

Forbes stimmt dem nicht zu

Paul Tassi vom Wirtschaftsmagazin Forbes hingegen stimmt dem Ganzen nicht zu und sieht sogar ein großes Risiko für Bethesda auf Grund des Abo-Modells. Der Autor kommt dabei zu dem Schluss, dass erfolgreiche und etablierte Spiele mit Abo-Modellen bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt seien und die Spieler sich mehr oder weniger daran gewöhnt hätten, für solche „alten“ Spiele zu zahlen. Außerdem seien mittlerweile bereits mehrere Titel mit dem klassischen Bezahlsystem gescheitert und hätten in der Zwischenzeit auf Free-to-Play oder eben Hybrid-Systeme umgestellt.

Jedoch bemerkte er, dass gerade Free-to-Play derzeit immer mehr Anteile belegt und an Marktmacht und Einfluss gewinne. Und deswegen sei eine Abo-Hürde für viele potentielle Kunden eher abschreckend. Da auch Konsolen-Spieler ein Abo abschließen müssten, sehe er ebenfalls als sei kritisch an, da Konsolen-Spieler es schlicht nicht gewohnt sind Abonnements abzuschließen.

Zeichnet sich ein großer Fehlschlag ab?

Tassi sei sich bewusst, dass ein Abo-Modell für die Entwickler optimal sei, da man von dauerhafter Unterstützung ausgehen könne, aber auf dem derzeitigen Markt sei dies eben kritisch. The Elder Scrolls Online müsse schon ein Ausnahmespiel sein, um mit dieser Art der Finanzierung erfolgreich zu sein. Die Tatsache das Elder Scrolls Online kein Kracher werden wird plus dem Festhalten an der Abo-Finanzierung könne laut Tassi ein großer Fehlschlag für Bethesda und ZeniMax werden. Desweiteren schätzt er sogar, dass ein Free-To-Play Modell bei diesem Titel recht riskant sei.

The Elder Scrolls Online erscheint im April für PC. Die Versionen für Playstation 4 und Xbox One sollen dann im Juni diesen Jahres folgen. Die derzeitigen Preise für ein 1-monatiges Abo betragen 12,99€.

Dreharbeiten zu World of Warcraft Film haben begonnen

Die Dreharbeiten zu einem der wohl am meisten erwarteten Filme zu einem Spiel haben nun wohl allem Anschein nach offiziell begonnen. Verkündet wurde das ganze via Twitter über den Account @WoWMovieInfo. Die Produktion der World of Warcraft Verfilmung übernimmt dabei Legendary Pictures, welche unter anderem für den spektakulären Film 300 verantwortlich sind. Geplantes Erscheinungsdatum für den Film ist aller Voraussicht nach Dezember 2015.

 

Sonderlich viele Infos zur Story gibt es bisher leider noch nicht. Sah es zuerst so aus als ob sich alles um Khadgar und Medivh dreht,  wurde dies jedoch mittlerweile dementiert. Da das ursprüngliche Skript zu starkt auf die Allianz-Fraktion fixiert war räumte man wohl nun auch der Horde ihren verdienten Anteil ein. Wie gesagt viele Details gibt es noch nicht, aber der aktuelle Stand der Dinge ist, dass sich die Geschichte wohl rund um Anduin Lothar und Duratan (Vater von Thrall) spielt. Man weiß allerdings nicht, ob diese beiden Charaktere vielleicht sogar die Hauptrollen haben werden. Thematisch würde damit die Story während der ursprünglichen Warcraft Spiele ansetzen und den Angriff der Orks auf Azeroth thematisieren. Allerdings ist noch nichts offiziell bestätigt und die Gerüchteküche brodelt weiter fleißig vor sich hin.

Die Besetzung des World of Warcraft Films

Jedoch stehen schon einige Besetzungen der Rollen fest, bei denen sich die einen oder anderen bekannten Schauspieler befinden. Ben Foster (X-Men), Travis Fimmel (TV-Serie: Vikings), Toby Kebbell (Prince of Persia), Rob Kazinsky (TV-Serie: True Blood), Paula Patton (Mission Impossible – Ghost Protocol) und Dominic Cooper (Captain America). 

Über die nächsten Monate werden sicherlich weitere Infos zum World of Warcraft Film kommen, aber bis dahin heißt es geduldig sein.

Kurios: Twitter Nutzer bekennt sich als Origin / Steam Hacker und wird aus dem Internet getilgt

So schnell kann es gehen, wenn man versucht über Twitter ein wenig Ruhm zu ernten – man verliert kurzerhand die virtuelle Existenz. Hintergrund des ganzen sind die Hacker Angriffe auf die digitalen Vertriebsplattformen Steam und Origin. Beide Portale wurden mehrfach von unbekannten attackiert und lahm gelegt, so dass deren Funktion gar nicht oder nur noch teilweise nutzbar gewesen ist. Bisher ein recht einzigartiger Moment, da Steam und Origin normal gegen jegliche Angriffe gut gesichert sind. Dennoch gelang es dem oder den Hackern die Seiten bzw. Plattformen für einige Stunden komplett lahmzulegen.

Hacker sind oftmals sehr stolz auf ihre Aktionen, da sie oftmals gar nicht virtuell oder materiell bereichern wollen. Meistens steht nur der Ruf im Vordergrund und die Tatsache etwas „geniales“ geleistet zu haben. Sicherlich gibt es dort auch noch die andere Version, die tatsächlich nur an den eigenen Reichtum denkt. Bei dem DDoS Angriff auf Steam und Origin handelt es sich aber wohl einfach nur um Prestige oder um eine Botschaft zu senden. Wer sich da versucht mit fremden Federn zu schmücken könnte unter Umständen Probleme bekommen, wie es nun offenbar der Twitter-User DERP zu spüren bekam.

Lügen rächt sich irgendwann

Wie mehrere Portale berichtet haben, bekannte sich DERP zumindest auf die Angriffe auf EAs Login Server (Origin). Er behauptete er sei einer der Haupt-Initiatoren der Idee und Ausführung gewesen, was wohl ein großer Fehler war. Nach Berichten soll DERP nämlich gar nichts damit zu tun gehabt haben und versuchte nun einfach den Ruhm zu kassieren. Natürlich lies eine Antwort nicht lange auf sich warten, denn der Nutzer hinter dem Twitter-Account wurde kurzer Hand aus dem Internet gelöscht – im wahrsten Sinne des Wortes. Diverse Accounts wurden gelöscht, unter anderem bei YouTube, Google, Facebook, Picasa und XFire. Zudem wurde auch noch sein realer Name veröffentlicht. Freundlicherweise „erlaubten“ die Gruppe oder die Person, dass DERP seinen Twitter-Account behalten darf.

Ziemlich kuriose Geschichte die uns zeigt, dass man sich besser nicht mit Hackern anlegen sollte. Zumindest nicht auf eine derartige Art.

 

 

Alkohol doch eine Lösung? Tales of Borderlands war eine „Schnapsidee“

Während der Video Game Awards 2013 haben Telltale Games (The Walking Dead und Gearbox (Borderlands) das Spiel Tales of Borderlands vorgestellt. Im Prinzip eine Kreuzung aus den beiden sehr erfolgreichen Spielen Borderlands und The Walking Dead. Eine ziemlich ungewöhnliche Kooperation, wenn man bedenkt das beide Spielstudios im Prinzip nichts miteinander zu tun haben. Dabei sieht man Pandora aus einer gänzlich neuen Perspektive und würde auch aus alte Bekannte aus Borderlands treffen.

Aber wie kam es nun dazu, dass diese beiden recht ungleichen Teams (Adventure und EgoShooter) nun zusammen arbeiten? Laut einem IGN Artikel kam die Idee zu dem Episoden Adventure bereits bei den vorherigen Video Games Awards in 2012. Vice President Steve Allison  von Telltale Games sagte, man hätte bei den Awards direkt neben Gearbox gesessen und zusammen ein paar Cocktails getrunken. Er wisse zwar nicht mehr, wie genau man auf das Thema gekommen sei, aber man beschloss es weiter zu verfolgen.

Ziemlich sympathische Story wie ich finde, gerade wenn man bedenkt das hinter den meisten Spielen und Projekten heute knallharte Kalkulationen und Aktiengesellschaften stehen. Tales of Borderlands soll 2014 für PC, mobile Geräte und Konsolen erscheinen.

Nintendo – Analyst Michael Pachter kritisiert Nintendo Chef scharf

Im letzten Jahr geriert Nintendo immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritiker, dank es eher weniger erfolgreichen Starts der Wii U. Grund dafür sind mehrere Dinge, wie beispielsweise ein eher stiefmütterlicher Umgang mit Third Party Entwicklern, fehlenden Software Angeboten während des Starts der Wii U und dass die Konsole technisch gesehen der Konkurrenz unterlegen ist. Nun ist es wohl mal wieder Zeit gewesen, dass sich der oftmals selbst in der Kritik stehende Analyst Michael Pachter zu Wort meldet und selbst scharfe Kritik an Nintendo und dessen Präsident übt.

Smartphones und mobilen Markt verschlafen

Im Zuge des „Game Monetization USA Summit“ in San Francisco äußerte sich Pachter zum Thema Nintendo und verstehe nicht, weshalb Satoru Iwata immer noch Chef von Nintendo sei. Er wirft Iwata vor für den gescheiterten Start der Wii U verantwortlich zu sein und außerdem, dass er den Smartphone- und Tablet-Markt vollkommen ungenutzt lassen würde. Dabei gab der Analyst sogar noch einige Vorschläge, wie sich Nintendo ein wenig aus der vermeintlichen Schieflage befreien könne: man solle einige GBA Titel kostenlos für die mobilen Plattformen zur Verfügung stellen und darüber hinaus noch einige NDS Titel für unter 5 Dollar anbieten. Dies würde dazu führen, dass man zum einen seine Marktpräsenz wieder stärken würde und der anderen Seite natürlich zusätzliche Einnahmen generieren würde. Darüber hinaus prophezeit Pachter zukünftig lediglich 30 Millionen Verkaufte Einheiten der Wii U verkauft werden könnten. Laut seinen Schätzungen wird sich die Playstation 4 rund 100 bis 120 Millionen mal verkaufen, während die Xbox One 90 bis 110 Millionen mal über die Ladentheken wandern soll. Pachter begründet seine Schätzungen mit den preislichen Unterschieden der Konsolen, da hier Sony die Nase vorn hat.

Comeback?

Interessante Nebenbemerkung: Michael Pachter geht davon aus, dass die neue Konsolengeneration gleichzeitig auch die letzte gewesen sein wird. Er glaube, dass der PC wieder viel stärker in den Mittelpunkt rücken wird und sein Comeback feiern wird.  Er sehe den PC als neuen Hub und erwarte das keine neuen Konsolen mehr kommen würden, sondern regelmäßige Updates der Modele.

Auch wenn die Aussagen von Michael Pachter häufig sehr kritisch gesehen werden, könnte er im Falle von Nintendo richtig liegen. Der große japanische Konzern scheint definitiv den Anschluss verloren zu haben im Moment.

 

„I don’t know why Iwata is still employed,“ Pachter said, given that he refuses to take advantage of this opportunity while the handheld market continues to shrink and the Wii U has failed so far to catch on in a big way“

Michael Pachter

Quelle: Gameindustriy.biz  | Autor: Steve Peterson