Trackpads statt Analogstick – der Steam Controller

Nach SteamOS und der Ankündigung von Steam Machines wurde Ende letzter Woche nun auch noch der passende Steam Controller vorgestellt und verfolgt dabei einen sehr interessanten Ansatz. Beim Steam Controller verzichtet man auf das klassische digitale Steuerkreuz und auf die analogen Sticks. An deren Stelle kommen zwei Touchpads zum Einsatz – eine ziemlich mutiges Design, da Game Controller seit mindestens 15 Jahren den gleichen Aufbau haben.

Die Entwicklung des Steam Controllers beruht auf der Idee, jedes Spiel auf Steam mittels eines neuen Eingabegerätes bedienbar zu machen – und das von der Couch im Wohnzimmer aus. Klassische Controller eigenen sich ja bekanntlich nicht für beispielsweise Strategiespiele und ähnliches, deswegen setzte man wohl auch auf die Trackpads. Die sollen übrigens laut Valve sehr präzise arbeiten und der Bedienung mit einer Maus ähneln.

Interessant ist auch, dass der Steam Controller sogar mit alten Spielen kompatibel sein soll, da er einfach dem Spiel als Maus und Tastatur erkannt wird. Die Spiele und vor allem Shooter sollen von der Positionierung und der hohen Auflösung des Controllers profitieren, aber auch andere Genres sollen dabei komfortabel zu bedienen sein. Valve nannte hier als Beispiel den Euro Truck Simulator 2, welcher wunderbar mit dem Steam Controller funktionieren soll.

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Das Problem mit dem haptischen Feedback

Was einem als Gamer sofort einfällt, wenn er Touchpads sieht ist wahrscheinlich das Feedback des Controllers bei Eingabe. Bewegt man einen Analogstick spürt man das und man hat ein Gefühl dafür, wie weit man ihn bewegt hat. Deswegen fehlte den Testen laut Valve die körperliche Wahrnehmung der Steuerung. Und aus diesem Grund verwendet der Steam Controller „eine neue Generation von super-präzisen, dual-linearen Aktuatoren zum haptischen Feedback„. Damit sollen Spielentwickler außerdem in der Lage sein erstmals Informationen wie Wegbegrenzungen, Texturen, Schwellen, Aktionsrückkopplungen oder Geschwindigkeit dem Spieler näher zu bringen. Klingt nach einem interessanten Konzept.

Der Steam Controller ist aufgrund seiner symmetrischen Bauweise auch für Linkshänder geeignet und kann auch entsprechend eingestellt werden. Über insgesamt 16 Knöpfe verfügt der Controller und in der Mitte befindet sich ebenfalls noch ein Touchscreen. Auf der Rückseite befinden sich ebenfalls noch 2 Wippen, ähnlich den Schulter-Buttons – gute Idee! Laut Valve legt man besonderen Wert auf Offenheit und so soll die Steam Community Zugang zu einem Anordnungsprogramm bekommt um so Konfigurationen des Controllers untereinander zu teilen. Außerdem soll der Controller „hackbar“ sein, so dass jeder Zugang zu allen Informationen rund um den Controller hat und bei der Gestaltung teilhaben kann –  „von der industriellen Formgebung bis hin zur Elektromechanik„.

Der Controller wird auf jeden Fall viele interessante Möglichkeiten für die Entwickler bringen.

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Postives Feedback von Entwicklern

Die ersten Stimmen von Spiel-Entwicklern fallen auch durchweg positiv aus – einige konnten offenbar bereits den neuen Steam Controller testen. Die Steuerung soll tatsächlich extrem präzise sein sollen und auch das haptische Feedback sei gelungen. Andere wiederum vermissen das mechanische Feedback der gängigen Controller. Die Mehrheit der Leute äußern sich allerdings sehr positiv darüber. Teilnehmer der Steam Machines Beta erhalten übrigens ebenfalls einen Steam Controller.

Ich muss gestehen, dass ich bei dieser Ankündigung erstmal skeptisch war und eigentlich immer noch bin. Man ist einfach zu sehr an die analogen Sticks von Controllern gewöhnt. Aber ich glaube Valve hat sich hier tatsächlich Gedanken gemacht und eine sehr lange Zeit mit dem Entwickeln verbracht, denn es wirkt alles durchdacht und könnte funktionieren. Ich befürchte allerdings, dass Steam Machines inkl. dem Steam Controller alles andere als ein Schnäppchen werden und sicherlich teurer als die Next-Gen Konsolen werden. Die Spezifikationen der Steam Machines Prototypen sollen Ende dieser Woche bekannt gemacht werden.  Alles in allem ist es ein sehr cleverer Schachzug von Valve ein derartiges System auf den Markt zu bringen, vor allem da man hier tatsächliche Innovationen erkennen kann und ich glaube hier gibt es eine Menge Potential.

Neugierig bin ich auf jeden Fall und da geht es bestimmt vielen so. Persönlich kann ich mir aber nur schwer vorstellen, wie ich mit einem Controller Games wie Rome II oder Civilization spielen soll.

Nun stellt sich mir aber die Frage, ob denn Steam Machines inkl.  Steam Controller bezahlbar bleibt.

Valves nächster Streich: Steam Machines

Nachdem Valve vor 2 Tagen SteamOS angekündigt hat folgt nun die passende Hardware dazu: Steam Machines. Pünktlich um 19 Uhr am gestrigen Abend wurde die offizielle Seite dazu freigeschaltet – inklusive lauter Informationen dazu.

Während SteamOS das kommende Gamer Betriebssystem darstellt, sollen Steam Machines die passende Hardware bieten. Es handelt sich dabei nämlich um von Valve / Steam entwicklete PCs die speziell auf die Bedürfnisse von SteamOS und Gaming zugeschnitten sein sollen. Preis und Ausstattung sind allerdings nicht bekannt. Allerdings wurde auf der offiziellen Seite hervorgehoben, dass die Steam Machines aufrüstbar sein sollen und offen gestaltet sind. Erscheinen sollen die Geräte im Laufe des Jahres 2014.

Steam Machine Beta

Die Hardware-Spezifikationen sind bisher noch unbekannt, aber die Geräte werden von Valve als Hochleistungsprototypen bezeichnet – man kann also von potenter Rechenleistung ausgehen. Da man hier wohl versucht in direkte Konkurrenz mit den Konsolen zu treten wird man wohl nur High-End verbauen in den Steam Machines.

Im selben Zug mit der Ankündigung gestern hat Steam auch eine Beta für die „Maschinen“ angekündigt. 300 glückliche werden die PCs vorab testen dürfen, allerdings muss man dafür einige Kriterien erfüllen. So muss man über mindestens 10 Freunde auf Steam verfügen, ein Spiel per Gamepad im Big-Picture Modus gespielt haben, einer bestimmten Gruppe auf Steam beitreten und das eigene Steam-Profil öffentlich schalten. Sind diese für die Qualifikation erforderlichen Punkte erfüllt ist man im Topf für die Auslosung, die am 25.Oktober 2014 stattfindet.

Gespannt bin ich sehr darauf, wie sich diese neue Marschrichtung von Valve auswirken wird. Multimedia PCs gab es schon länger und stehen sicherlich in einigen Wohnzimmern, aber  fürs Gaming sind diese in der Regel schlicht unbrauchbar. Das Feedback aus der Branche war bisher mehr als positiv und deckt sich auch jüngst mit den Aussagen eines Nvidia Mitarbeiters, dass der PC den Konsolen technisch weit überlegen sei – auch wegen gigantischen Investitionssummen in der Grafikkarten-Entwicklung.

Spannend bleibt die Frage, wie denn die Steam Machines technisch ausgerüstet sind und vor allem was sie kosten sollen. Um sie als Konkurrenzprodukt zu den Konsolen zu platzieren muss der Preis um die 400 Euro liegen. Zusammen mit SteamOS könnte das nächste Jahr für Gamer sehr aufregend werden. Neuer Wind tut der gesamten Branche gut und Steam / Valve waren schon immer ein Standbein der gesamten Branche. Ich freue mich darauf.

Heroes of the Storm – World of Warcraft Addon?

Heroes of the Storm – könnte dies der Name des kommenden fünften Addons zu World of Warcraft sein? Die Gerüchte dazu verdichten sich, da die Blizzcon in ca. 2 Monaten stattfindet und die Marke „Heroes of the Storm“ nun in Neuseeland von Blizzard registriert worden ist. Neues Futter für Spekulationen, aber mit eine Ankündigung auf der Blizzcon dieses Jahr hatte man sowieso gerechnet. Der Eintrag ist auf der  Website der neuseeländischen Behörde für Markenschutz aufgetaucht (die leider derzeit nicht erreichbar ist, wegen zu vielen Zugriffen)

Hierbei handelt es sich diesmal nicht nur um ein Gerücht, denn der Name wurde offiziell in Neuseeland von Blizzard Entertainment Inc. angemeldet. Zeitlich passt dies auch, denn damals bei den bisherigen Addons wurden die Namen ebenfalls rund 2 Monate von der Blizzcon registriert. Der Eintrag wird unter Computer Game Software inkl. eines ausdrücklichen Hinweises auf physikalische Datenträger. Damit kann ein Zusammenhang mit den Online-Titeln Hearthstone und Blizzard-All-Stars ausgeschlossen werden und alles deutet auf ein World of Warcraft Addon hin.

Es wird sich hier sehr wahrscheinlich nicht um ein Gerücht handeln da Blizzard wie bereits erwähnt auch in der Vergangenheit so vorgegangen ist und die Namen der Addons beinahe direkt vor einer Blizzcon gesichert hat. Über das Setting ist allerdings weiterhin noch nichts bekannt und unter „Heroes of the Storm“ kann man sich nicht viel vorstellen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der Name auf den smaragdgrünern Traum als Setting hindeutet.

Bei mmo-champion gibt es mehr Infos.

Mikrotransaktionen in GTA V?

Wieder einmal gibt es neue Gerüchte rund um Rockstars Megaseller – diesmal geht es allerdings nicht um die PC Version von GTA V. Auf der beliebten Plattform reddit.com tauchte jüngst ein Beitrag zu möglichen Mikotransaktionen im kommenden GTA V Online (quasi ein kostenloses Mulitplayer Addon für bis zu 16 Spieler – erscheint am 1.Oktober).

Einer der Nutzer hat sich die offizielle Website von Rockstar Games genauer angeschaut und ist dabei auf einen interessanten Schnipsel innerhalb einer XML-Datei gestoßen. In diesem kurzen Text deutet alles darauf hin, dass GTA V wohl auch auf Mikrotransaktionen setzen wird (Echtgeld gegen virtuelle Gegenstände).

Genauer ist die Rede von 100.000, 200.000, 500.000 und 1.250.000 US-Dollar Ingame-Währung, welche man anscheinend gegen Geld erwerben kann bei Rockstar Games.

Im Original lautet der in der XML-Datei gefundene Text wie folgt:

Cash is king in this town. Solve your money problems and help get what you want across Los Santos and Blaine County with the purchase of cash packs for Grand Theft Auto Online. All purchased cash is automatically deposited into your character’s bank account. Spend wisely, cash therapy is fleeting.

Die Entwickler hatten bisher keinerlei Andeutungen gemacht bezüglich eines derartigen Systems. Generell sind derartige Mikrotransaktionen eher unbeliebt bei Spielern und auch GTA V verkauft sich mehr als gut (mittlerweile über 1 Milliarde US-Dollar Umsatz). Ein offizielles Statement gibt es noch nicht dazu.

Ich hoffe, dass dies nicht so kommen wird da GTA V bereits ein Vollpreis Spiel ist und ich nicht doppelt zur Kasse gebeten werden möchte.

Steam entwickelt eigenes Gamer Betriebssystem: SteamOS

Die Macher von Steam (Valve) kündigten heute um 19 Uhr ihr neustes Projekt an: SteamOS. Dabei handelt es sich en auf Linux basierendes Betriebssystem, das speziell auf Gamer zugeschnitten sein soll und quasi den PC als direkten Konkurrenten für die Konsolen positioniert.

Steam versucht nun schon seit einigen Wochen das Wohnzimmer für den PC zu erobern. Man wolle versuchen Steam auch auf das Fernsehgerät im Wohnzimmer zu bringen und nicht nur auf den heimischen PC Monitor auf dem Schreibtisch. Deswegen entschied man sich dazu Steam in ein eigenes Betriebssystem einzubetten, um den Nutzern einen Mehrwert bieten zu können. SteamOS sei eine angepasste Version von Linux, die für Spiele optimiert worden ist bzw. für das Spielen auf großen Monitoren / Fernsehgeräten. Spielentwickler sollen ebenfalls bereits an der Entwicklung beteiligt sein.

PC soll Gaming und Mulimedia-Zentrum werden – im Wohnzimmer

SteamOS ist dabei ein großer Baustein zu Valves neuem Konzept den PC weg vom Schreibtisch ins Wohnzimmer zu bringen. Besonders interessant dabei ist, dass Steam bzw. SteamOS nicht einzig und allein auf Spiele fixiert sein wird. Man versteht sich als „Many-to-Many“ Unterhaltungsplattform, bei der die Nutzer ihre Erfahrung gegenseitig gestalten können. Außerdem wird SteamOS neben Spielen auch noch Musik, Filme und Fernsehen anbieten.

Diese Entwicklung ist äußerst interessant, da hier Valve hier das größte Manko des PC versucht zu umgehen: er ist kein Multimedia-Zentrum im Wohnzimmer – das sind nämlich die Konsolen. Gespannt bin ich sehr darauf was hier angeboten werden wird, da im Gegensatz zu den Konsolen die Fähigkeiten eines PC viel breiter gefächert sind und auch ein vielfaches an Leistung abrufbar ist (hängt natürlich vom System ab). Streaming auf den Fernseher vom PC aus klingt sehr vielversprechend.

Ich freue mich sehr darüber und werde SteamOS bestimmt eine Chance geben. Und ich bin gespannt, welche anderen 2 Neuankündigungen von Valve diese Woche noch folgen werden.

Da Windows 8 unter Spielern äußerst unbeliebt ist und man wohl auch in Zukunft Windows auch auf mobile Geräte ausrichten wird könnte Microsoft unter Umständen einen großen Konkurrenten bekommen.

Warhammer Online schließt seine Pforten

Warhammer Online war damals in den Jahren vor dem Release der große Kandidat, der das allmächtige World of Warcraft ablösen sollte (bei den Spielerzahlen). Getrieben von einem gewaltigen Hype (WAR is coming!) und einer noch größeren Werbekampagne setzten der Entwickler Mythic (Dark Age of Camelot) und EA Games auf total Offensive. Warhammer Online setzte dabei den Fokus auf PvP oder besser gesagt RvR (Realm versus Realm): den Krieg zwischen den verschiedenen Völkern der genialen Warhammer Lizenz.

Die Zeichen standen damals gut, dass Warhammer ein voller Erfolg werden könnte. Als die Server am 18.September 2008 hochfuhren hielten die Server dem Ansturm der Spieler kaum stand. Wenige Tage danach stellte sich auch bereits die Ernüchterung bei vielen ein – Warhammer Online war doch nicht das, was man sich erhofft hatte. Überall fand man Bugs oder, noch schlimmer, Fehler in den Gameplay-Mechaniken. Den Entwicklern gelang es auch über die folgenden Wochen und Monate nicht diese Fehler auszubügeln. Zugegebenermaßen hat Warhammer Online viele neue Konzepte entwickelt, die man auch heute in neueren MMOs noch wiederfinden kann. Und auch der Kampf um Festungen und Gebiete hat mir persönlich viel Spaß gemacht, aber konnte eben nicht lange genug motivieren.

Man verlor immer mehr und mehr Spieler, so dass irgendwann teilweise nur noch unter 100 000 Spieler Warhammer Online abonniert hatten. Der Puplisher versuchte es mit einem Free-to-Play Model, aber auch das wirkte nicht. Das Interesse war zu gering und nun zog man endgültig die Reißleine.

Vor einigen Tagen erschien auf der Hauptseite von Warhammer Online eine Info, dass man den Spielbetrieb am 18.12.2013 einstellen werde. Laut der Botschaft haben Mythic und Games Workshop beide zugestimmt, den auslaufenden Lizenzvertrag nicht zu erneuern.

Ich habe Warhammer Online damals sehr gemocht und mir gefiel auch das Universum, aber länger als 2 Monate habe auch ich es nicht gespielt. Nach Warhammer Online hat es nie wieder ein MMO geschafft und derartig gigantischen Hype vorab zu generieren. Nun wird Warhammer Online also bald verschwunden sein und ich denke so schnell werden wir kein MMO im Warhammer Universum mehr sehen. Konkurrenz belebt das Geschäft – genau deswegen ist es schade, dass ein weiteres MMO nun von der Bildfläche verschwindet. Die Ideen von Warhammer Online waren gut, aber es wirkte immer als ob es nie fertig entwickelt worden wäre.

Aber nun ist Schluss nach 5 Jahren. Ciao Warhammer Online