Megadeal: Google / YouTube kauft Twitch

Gemunkelt wurde schon sehr lange darüber, dass Google und dessen Tochterunternehmen YouTube die US-Amerikanische Live Streaming Plattform Twitch ins Visier genommen hat. Ab Mai diesen Jahres verdichteten sich die Gerüchte um einen möglichen Kauf der Plattform durch Google immer mehr. Nun gab es gestern wohl den Durchbruch laut VentureBeat: Google hat Twitch für 1 Milliarde US-Dollar gekauft. Eine gewaltige Summer, aber für den Suchmaschinen Giganten wohl eher Peanuts. Twitch soll laut VentureBeat an YouTube angegliedert werden, aber weitesgehend selbstständig bleiben.

Twitch existiert seit Mitte 2011 und ging als Zweitprojekt des Streaming Portals Justin.tv hervor, da die Gründer des Projekts die Gaming Streams auf eine separate Plattform ausgliedern wollten. Dies war eine grandiose Idee, wie sich herausstellte. Twitch erreicht laut eigenen Angaben monatlich rund 50 Millionen Nutzer und belegt zu Spitzenzeiten den 4.Rang des gesamten Internet Traffic in den USA mit 1,8% – nur Google, Netflix und Apple landen noch vor Twitch.

Der große Wurf für Google?

Die Zusammensetzung aus Nutzerreichweite und dem durchschnittlichen Alter der Zuschauer (18-35 Jahre, männlich) dürfte Twitch für Google äußerst interessant  gemacht haben, da es sich hierbei um die begehrteste Zielgruppe für Werbung und Marketing handelt – und Google verdient ja bekanntlich sein Geld hauptsächlich mit personalisierter Werbung.

Streamer, die besonders guten Content liefern und viele Zuschauer im Durchschnitt haben erhalten die Möglichkeit Mitglied des Partner Programm von Twitch zu werden. Schon seit längerem ist bekannt, dass Streamer (im Partnerprogramm) mehr verdienen als YouTube Partner. Inwiefern sich dies ändern wird ist natürlich noch unklar, genauso welche Rolle nun Google Adsense übernehmen wird und ob sich die Reglungen zur  Monetarisierung ändern werden.

Im deutschen Sprachraum ist Twitch zwar bereits halbwegs verbreitet, aber noch längst nicht so beliebt wie in den USA. In 2006 gelangt Google mit dem Kauf von YouTube der große Wurf, nun wird sich zeigen ob sich dies mit Twitch wiederholen wird. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Twitch auf jeden Fall an Google und YouTube angepasst werden wird, technisch und sicherlich auch optisch.

Es bleibt nur zu hoffen, dass den Nutzern nicht abermals ein Google+ Zwang auferlegt wird. Zu den Investoren von Twitch gehört unter anderem auch Take-Two Interactive Software.

Persönlich habe ich Twitch auch schon des öfteren genutzt, leider sind die Angebote deutscher Streamer überschaubar – das wird sich wohl in Zukunft ändern.

Klage gegen Sony erfolgreich

sony

2011 war ein ziemlich mieses Jahr für Sony. Der japanische Gigant wurde von Hackern erfolgreich angegriffen, was nun abermals folgenschwere Konsequenzen nach sich zieht. Betroffen von dem Hacker-Angriff waren das Playstation Network und der Video- und Musikservice Qriocity. Die Hacker gelangten an sensible Daten von rund 77 Millionen Nutzern weltweit, darunter Adressen, Namen, Passwörter und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Informationen zu den Kreditkarten der Nutzer. Beide Dienste gingen danach teilweise wochenlang vom Netz – der Supergau für den Videospiel- und Konsolenhersteller. Die britische Behörden verhängten daraufhin eine Strafzahlung, da man ihrerer Ansicht nach (fahrlässig) dafür verantwortlich sei, dass durch einen Hack derartig viele Zahlungsinformationen von Kunden gestohlen werden konnten. Die Höhe der Strafe betrug  250 000 Britische Pfund (315 000 Euro)

Hohe Ausgleichszahlung ausgehandelt

Als Wiedergutmachung verschenkte Sony in der Folgezeit kostenlos Spiele an die Nutzer von PS3 und PSP. Außerdem verschenkte Sony konstenlose Abonnements für Playstation Plus und Music Unlimited.
Doch einigen war dies nicht genug, denn mehrere Nutzer starteten in der jüngsten Vergangenheit eine Sammelklage gegen den japanischen Großkonzern und hatten nun damit Erfolg, wie Polygon meldet. Sony sagte den Klägern für den Diebstahl ihrer Daten einen Ausgleich von 15 Millionen US-Dollar zu. Ein Richter muss das ganze noch abnicken, um die Verhältnismäßigkeit der Summe zu bestätigen. Die Anhörung hierfür ist für den 1. Mai 2015 angesetzt. 

Für Sony war dieser Angriff durch Hacker somit ein noch größerer finanzieller Schaden als ohnehin schon. Das Unternehmen kann einem beinahe schon leid tun.

 

 

PC GTA V Release im November?

Seit dem 17. September 2013 vergnügen sich die Konsoleros mittlerweile mit dem von Kritiken mit Bestnoten versehen GTA V – und die PC Fan-Gemeinschaft schaut weiterhin in die Röhre. Noch immer weigert sich der Entwickler Rockstar Games irgendwelche Informationen in Richtung PC Release GTA V zu geben. Also bleibt den Freunden der virtuellen Unterhaltung nichts anderes übrig als auf die fröhliche Schnitzeljagd nach irgendwelchen kleinsten Informationen zu gehen, um endlich das Geheimnis des PC Release GTA V zu lüften. Anheitzer für etwaige Spekulationen bieten immer und immer wieder Online Shops.

GTA V Logo

So geschehen erst letzte Woche, als ein dänischer Online-Händler den 14. November 2014 als Datum für GTA V gelistet hat. Wie schon so oft machte dies schnell die Runde und das Datum wurde durch einen offensichtlichen Platzhalter ersetzt (31. Dezember 2014). Nun taucht ein ähnliches Datum erneut auf und erneut kommt die Gerüchteküche ordentlich in Schwung.

PC GTA V Release – ist es bald soweit?

Der britische Online-Händler hat nun das PC GTA V Relase Datum in seinem Shop eingetragen und nennt erneut den November, genauer den 7. November 2014. Es ist nun das zweite mal, dass Anfang November als Erscheinungsdatum von zwei unabhängigen Shops gelistet worden ist. Wie viel Wahrheitsgehalt hinter diesen Informationen steckt bleibt abzuwarten, denn Rockstar Games äußerst sich weiterhin nicht. Ein mögliches Release direkt zum Weihnachtsgeschäft wäre aber durchaus nachvollziehbar.

Jedoch sollte man dabei auch bedenken, dass auf Grund der andauernden Schnitzeljagd nach dem PC GTA V Release Datum den ein oder anderen Trittbrettfahrer anziehen könnte – derartige Informationen ziehen ein großes mediales Echo nach sich und sind eine klasse Werbung. Der Shop von Gameseek wird sicherlich heute einen neuen Besucherrekord aufstellen.

Die demnächst startende Gamescom in Köln ist ebenfalls noch eine große Hoffnung für Fans, denn das Großevent könnte die perfekte Bühne für eine Ankündigung seitens Rockstar Games sein. Gegenüber den bereits erschienen Fassungen soll die PC und Next-Gen Version von GTA V über verbesserte Grafik, mehr Verkehr und größerer Sichtweite auftrumpfen. Alle bereits erschienen Updates sollen außerdem mit dabei sein. Die PC-Version kommt außerdem noch mit einem Videoeditor.

Es wird langsam Zeit liebes Team von Rockstar Games…

 

 

Quelle: Gameseek

Die Gamescom 2014 startet bald

Bald ist es wieder soweit: vom 13. bis 17. August öffnen sich die Pforten der Gamescom in Köln wieder einmal und beendet somit hoffentlich das Sommerloch in Sachen Videospiele. Erneut  haben sich unzählige namhafte Hersteller angekündigt und werden ihre neusten Produkte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Mit über 300.000 Besuchern im letzten Jahr gehört die Gamescom zu einer der größten Messen innerhalb von Deutschland und auch zu den größten Videospiel-Messen weltweit. Die Spielestudios nutzen dabei immer öfter die Gelegenheit neue Spiele auf der Gamescom erstmals der Welt vorzustellen. Die Gerüchteküche brodelt bereits fleißig vor sich hin und so ist eine offizielle Ankündigung von Dishonored laut einigern Insidern sehr wahrscheinlich. Angeblich solle das Spiel Dishonored 2: Darkness of Tyvia heißen und der Charakter Emily aus dem ersten Teil die Hauptprotagonistin werden. Dabei handelt es sich allerdings nur um Gerüchte. Vermutlich wird man auch erstmals einen genaueren Blick auf die kommende World of Warcraft Erweiterung Warlords of Draenor werfen können und selbst spielen können und auf Fans von Cosplay werden unter Garantie wieder einmal das ein oder andere geniale Kostüm auspacken und zur Schau tragen. Die Messe-Babes werden sicherlich auch wieder einmal ein Highlight der Messe sein.

Foto: Koelnmesse
Foto: Koelnmesse

Alle großen Hersteller dabei

Sony, Nintendo, Microsoft und die unzähligen großen Entwicklerstudios werden auch dieses Jahr wieder vor Ort sein und alte und neue Titel vorstellen und werden diese für Besucher zugänglich machen. Wer noch Tickets möchte sollte sich jedoch besser beeilen, denn die Kontingente sind beinahe erschöpft. Laut Veranstalter seien die Tickets für den Samstag bereits vergriffen und nur noch einzeln erhältlich. Zwar könne man noch Tickets an der Tageskasse erwerben, aber dies sei mit lange Wartezeiten und ohne Garantie auf Einlass verbunden. Wer also auf einen gemütlichen Rundgang über das Messegelände hoffte wird wohl leider enttäuscht, denn es wird wieder ein gewaltiger Ansturm herrschen mit großer Wahrscheinlich. Abseits der Videospiele werden auch einige Hardware-Hersteller erneut vor Ort sein und Produkte vorstellen. Es sollte also für beinahe jeden etwas dabei sein. Spannend wird es wohl auch dieses Jahr wieder werden auf der Gamescom. Ich freue mich vor allem auf die Neuankündigungen.

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Studie listet Top 10 der umsatzstärksten MMOG 2013

Das US-Amerikanische Analysten Team von SuperData Research hat vor kurzem eine Liste mit den Top 10 der umsatzstärksten MMOG veröffentlicht. Teil dieser Liste sind ausschließlich MMOs mit Abo-Modellen oder optionalen Abo-Modellen. Wirklich große Überraschungen gab es dabei allerdings nicht, denn World of Warcraft sitzt nun im mittlerweile zehnten Jahr auf dem Thron der MMO.

Laut der Marktforschungs-Plattform wurden die Daten für die Zahlen aus unterschiedlichen Quellen bezogen. Heran gezogen wurden hierfür die Informationen der Entwickler, Puplisher, Online-Bezahlsystemen und eine Auswertung von rund 40 Millionen Spielern und deren digitalen Einkäufen. Somit fällt die Statistik äußerst aussagekräftig aus.

Das World of Warcraft auf dem ersten Platz in dem Ranking landet dürfte für wenig Überraschung sorgen. Jedoch sind die Summen, die das Unternehmen mit dem Spiel generiert beinahe unfassbar: im Jahr 2013 betrug der Umsatz von World of Warcraft über eine Milliarde US-Dollar und belegt somit einen Marktanteil von satten 36%. Betrachtet man nun die Zahlen der folgenden Plätze im Ranking, sieht man wie dominant doch World of Warcraft auf dem Markt eigentlich ist. Die Marktanteile liegen im einstelligen Bereich, erreichen aber stellenweise die 1/4 Milliarde US-Dollar Marke. Insgesamt haben diese Top 10 der MMOG einen Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Ich denke nun versteht man, weshalb es zeitweise eine wahrhaftige Flut an MMOs gab.

warlords

Gerade die Titel von NCsoft sind auf dem asiatischen Raum äußerst erfolgreich. Zusammen genommen beträgt der Umsatz des südkoreanischen Unternehmens 471 Millionen US-Dollar.

Laut SuperData seit der Markt in diesem Segment allerdings rückläufig seit 2011, man rechne aber mit einer Stabilisierung innerhalb der nächsten Jahre. Außerdem rechne man bei der Marktforschungsplattform damit, dass die Free2Play Alternativen eine Sättigung erreichen werden.

Auch das wegen seinem Abo-Modell heftig kritisierte MMO The Elder Scrolls Online, welches erst dieses Jahr erschien, soll mit rund 770.000 Abonnenten ein finanzieller Erfolg sein.

Die Top 10 der umsatzstärksten MMOs mit Abo 2013 – Quelle: SuperData

  • Spieltitel (Publisher): Umsatz (Marktanteil in Prozent)
  1. World of Warcraft (Activision/ Blizzard): $1,041 Millionen (36%)
  2. Lineage 1 (NCsoft):  $253 Millionen (9%)
  3. Terra (NHN): $236 Millionen (8%)
  4. Star Wars: The old Republic (EA): $165 Millionen (6%)
  5. Der Herr der Ringe Online (Turbine): $104 Millionen (4%)
  6. EVE Online (CCP): $93 Millionen (3%)
  7. Aion (NCsoft): $88 Millionen (3%)
  8. Lineage 2(NCsoft): $65 Millionen (2%)
  9. Blade&Soul (NCsoft): $65 Millionen (2%)
  10. Rift (Trion): $36 Millionen (1%)

Quelle: SuperData

Crytek verliert Lead Graphics Engineer

Crytek kommt aus den negativen Schlagzeilen einfach nicht heraus. Nachdem vor einigen Wochen Gerüchte um den Konkurs der Firma laut wurden und wiederum andere Gerüchte besagten, dass bei einer Tochterfirma von Crytek Gehaltszahlungen ausblieben folgt nun der nächste schwere Schlag für Deutschlands Vorzeige-Entwickler. Der Portugiese Tiago Sousa ist seit 2003 im Unternehmen tätig und gilt als einer der Väter, die für die Grafik-Engine hinter Crysis und Far Cry verantwortlich sind. Sousa hatte den Posten des Lead Graphics Engineer bei Crytek und war somit maßgeblich am Erfolg der Firma beteiligt. 

Zusammen mit Studenten der Universität Saragossa entwickelte er das sogenannte SMAA ( Subpixel Morphological Antialaising). Durch seine Hilfe setzte die Cryengine (Far Cry und Crysis) oftmals Maßstäbe in Sachen Grafik. Für Crytek wird der Fortgang des talentierten Programmierers sicherlich nur schwer zu kompensieren sein.

In einem Tweet kündigte er bereits an, wo der zukünftig arbeiten wird.  Sein neue Arbeitgeber is kein geringeres Unternehmen als id Software, das derzeit an Doom werkelt. Damit tritt er in die Fußstapfen von John Carmack, der in den 90ern mit der Engine hinter Doom und Quake die Videospiele revolutionierte.