Dark Souls mit einer Gitarre spielen?

Die Spiele der Dark Souls Reihe stehen vor allem für eins: grenzenlosen Frust. In kaum einem anderen Spiel wird man öfter sterben als in Dark Souls. Das Game ist bockschwer und vergibt keine Fehler, aber belohnt den Spieler bei Erfolg umso mehr. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen nimmt Dark Souls den Spieler auch nicht an der Hand und leitet ihn durch die Spielwelt – man muss alles selbst herausfinden. Die Kombination übt eine einzigartige Faszination aus und verhalf der Serie zu großen Erfolgen in den letzten Jahren.

Viele Spieler sind bereits mit der normalen Bedienung stellenweise überfordert, da das Spiel größtenteils unfassbar schwer ist. Nur mit  viel Übung meistert man zwar die Bedienung mit dem Controller, aber manche Leute suchen eben eine noch größere Herausforderung. Das Spiel in rekordverdächtiger Zeit durchzuspielen wirkt vergleichsweise einfach gegenüber dem, was der YouTube Nutzer gbbearzly nun gemacht hat.

Rockband Gitarre machts möglich

Die meisten Spieler sind glücklich, wenn sie das Spiel überhaupt erst durchspielen können. Aber gbbearzly ging einen Schritt weiter und spielte das Spiel mit einer Gitarre durch. Ja richtig gelesen – mit einer Gitarre. Dabei handelt es sich um eine Gitarre zum Spiel Rock Band. Mit einer eigens dafür angelegten Konfiguration meisterte er das im Jahre 2011 für PS3, Xbox 360 und PC erschienene Dark Souls. Wie genau seine Tastenbelegung für das Spiel aussieht sieht man auf dem Bild hier.

Als Beweis dafür, dass es mit der Gitarre klappt hat er auf YouTube ein Video als Beweis hochgeladen. Dort zu sehen ist, wie er gegen Ornstein und Smough kämpft, welche als mitunter die schwersten Bosse im Spiel gelten. Die Gaming-Community freut sich bereits tierisch über diese Aktion und tüftelt schon an anderen kuriosen Eingabegeräten, mit denen man Dark Souls meistern könnte. Es ist auf jeden Fall eine witzige Aktion und könnte unter Umständen die Jagd nach neuen Methoden Spiele zu meistern eröffnen.

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Quelle: reddit.com

Gaming-Community: Ein Umdenken ist erforderlich

Es gibt eine grundlegende Regel, die man stets beachten sollte wenn man auf YouTube unterwegs ist: niemals die Kommentare lesen.

Sicherlich gibt es viele sinnvolle und interessante Kommentare dort, was man nicht bestreiten kann. Aber in der Regel fallen dort vor allem die Trolle und Provokateure auf. Je sensibler das Thema ist, desto mehr legen sie sich ins Zeug. Gerade in der Gaming-Szene kämpft man oft mit dem Problem, dass einige Leute einfach über die Stränge schlagen und weit unter der Gürtellinie mit ihren Kommentaren laden.

Femismus trifft auf Gaming-Machos

Was allerdings mit einer YouTuberin und Feminismus-Aktivistin geschah geht nochmal weit über das hinaus, was man ansonsten vom Internet gewöhnt ist. Anita Sarkeesian führte eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne durch, um Geld für Videos zum Theme Sexismus in Videospielen zu erstellen. Angesetzt hierfür waren nur wenige Tausend Dollar, letztendlich kam eine Summe im 6-stelligen Bereich heraus. Sarkeesian veröffentlichte daraufhin eine Reihe von Videos auf YouTube und beschäftige sich auf kritische Art mit Frauen in Videospielen.

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Anita Sarkeesian kämpft mit massiven Mord-Drohnungen gegen sich selbst und ihre Familie

 

Die Videos selbst polarisierten stark, da sich die Feministin laut Aussagen einiger Zuschauer viel zu einseitig mit der Thematik beschäftigte und bewusst provozierte an einigen Stellen. Auf der anderen Seite liefert sie einige Fakten, dass Frauen oftmals in einer sehr altmodischen Art in Spielen dargestellt werden.  Das Thema ist sehr sensibel und spaltete natürlich die Zuschauerschaft.

Die Kommentar-Funktion unter ihren Videos wurde direkt nach dem Start gesperrt, da sie heftigen Gegenwind erhielt. Leider blieb es nicht nur bei niveaulosen Kommentaren – eine kleine Hetzjagd startete im Netz. So gab es beispielsweise Flash-Spiele, bei denen man Sarkeesian zusammen schlagen konnte und ähnliche Ausfälle. Jedoch lies sich die Betreiberin von Feminist Frequency nicht beirren und machte weiter mit ihrem Projekt und veröffentlichte weiterhin Videos zum Thema Frauen in Videospielen. Leider blieb es nicht mehr nur bei Anfeindungen gegen die mutige Feministin – es trudelten reihenweise Morddrohungen gegen sie und ihre Familie ein und auch die Adressen worden veröffentlicht.

Spielentwickler solidarisieren sich und YouTube Megastar zieht indirekt mit

Die Betreiberin hat sich davon nicht beirren lassen und verfolgt auch weiterhin ihren Kurs. Zwischenzeitlich solidarisierten sich rund 1300 Spielentwickler gegen derartige Ausfälle innerhalb der Gaming-Community. In einem offenem Brief wenden sich die 1300 Unterzeichner direkt an die Gaming-Community und bitten um ein Umdenken bzw. eine Änderung des Verhaltens. Man soll Gewaltverherrlichung, Bedrohung, Mobbing und Beleidigungen nicht weiter tolerieren und gemeinsam dagegen angehen.

PewDiePie ist mit 30 Millionen Abonnenten die und über 5 Milliarden Videoaufrufen die unangefochtene Nummer eins auf YouTube und wählte nun einen relativ drastischen Schritt – wohl ebenfalls eine Reaktion auf die Ereignisse rund um Feminist Frequency. PewDiePie kündigte in seinem Video an, die Kommentarfunktion für immer zu deaktivieren. Die Begründung dafür ist realtiv einfach: die Kommentare ärgerten ihn schon seit einiger Zeit, da sie laut seiner Aussage größtenteils aus Werbung, Anfeindungen und Provokationen bestünden würden. Fortan würde für ihn die Kommunikation auf Twitter und Reddit im Vordergrund stehen.

Alles in allem sind dies nachvollziehbare Schritte dieser Menschen. Ein Umdenken innerhalb der Gaming-Community wäre wirklich wünschenswert, da man leider viel zu oft diverse Fehltritte einzelner Personen erlebt. Es wäre schön, wenn man endlich aktiv dagegen vorgehen würde. Ich persönlich befürchte allerdings, dass dies alles ein wenig utopisch ist.

GTA 5: Hacker vergewaltigt Spieler im Multiplayer

So gut wie jedes Multiplayer Spiel hat mit Hackern zu kämpfen, auch wenn die meisten Entwickler es schaffen derartige Zeitgenossen aus den Spielen auszuschließen nach einer gewissen Zeit.  Hacker greifen meistens zu unfairen Methoden, um sich Vorteile gegenüber anderen Spielern zu ergattern. Beispiele hierfür sind der diverse Aimbots und Wallhacks mit deren Hilfe man Gegner einfacher anvisieren kann oder gar durch Wände sehen kann – sehr vorteilhaft.

Die schlimmere Form stellt hingegen das hacken von Accounts dar. Gerade in MMORPGs ist dies äußert schmerzlich, da man oftmals sehr viel Zeit und Mühe in seinen Charakter gesteckt hat.

Zugegebenermaßen sind einige der Hacker äußerst kreativ bei ihren Hacks und teilweise sogar amüsant. Gerade in Arma 2 DayZ tummelten sich viele Hacker die allerlei Schabernack trieben, jedoch ohne großartig die Spiele negativ zu beeinflussen. Den Vogel schießt nun allerdings ein Hacker in GTA 5 ab, der alles bisher da gewesene in den Schatten stellt und mit seiner Aktion einige Fragen aufwirft.

Sexueller Missbrauch via Hack

Der Nutzer mit dem bezeichnentem Namen „DEEPER_IN_DA_ASS“ fand eine Lücke im Code von GTA 5 und nutzt diese aus. Durch genau diese Lücke im Code ist der Hacker unsterblich, was aber noch das kleinere der beiden Übel ist. Durch die selbe Lücke ist es diesem Nutzer möglich die Charaktere anderer Spieler sexuell zu missbrauchen, ohne das sich diese dagegen wehren können. Wie in mehreren Foren gemeldet wird lässt der Hacker die Spieler nach dem Missbrauch noch für sich tanzen. Diese Art von Hack übertrifft alles bisher da gewesene um Längen und macht sprachlos.

Das Thema schlägt bereits große Wellen in den Medien. Wieder einmal wird der große, negative Einfluss von Videospielen auf Menschen in den Vordergrund gestellt. In diesem Fall mag dies auch gerechtfertigt sein – kein Mensch mit klarem Verstand entwirft einen derartig erniedrigenden Hack.

Ich hoffe der Entwickler hinter dem Spiel (Rockstar) wird schnellstens eine Lösung dafür finden. So etwas gehört nicht in ein Spiel.  Wer sich die äußerst abstoßenden Bilder anschauen möchte kann dies hier tun.

„Exklusiv für“ – die neue Unart von Sony und Microsoft

Kommentar

Die Gamescom 2014 hat ihren ersten Tag nun hinter sich gebracht. Hier und da gab es bereits schon neue und sehr spannende Ankündigungen – alles live über Stream ins Internet übertragen. Bis hierhin ist noch alles typisch Gamescom. Doch dann kamen die beiden großen Pressekonferenzen von Sony und Microsoft – Hersteller von Playstation 4 und Xbox One. Bereits zur E3 zeichnete sich ein Trend ab, der nun fortgeführt wurde ein wohl sein trauriges Finale fand: „exlusive on…“.

Meine Meinung zu der neuen Unsitte

Microsoft schoss den Vogel ab und verkündete eine für viele wohl sehr traurige Nachricht. Das erst auf der E3 2014 angekündigte Rise of the Tomb Raider wird exklusiv für die Xbox One erscheinen. Playstation 4 und PC werden nicht bedient. Eine sehr  fragwürdige Entscheidung, für die Microsoft sicherlich den ein oder anderen Dollar hat springen lassen. Ich persönlich war sehr stark enttäuscht von dieser Neuigkeit – versucht Microsoft mich wirklich davon zu überzeugen, dass ich mir eine Xbox One kaufe durch eine solche Aktion? Nein, das funktioniert auf keinen Fall so.

Tomb Raider war schon immer ein Multi-Plattform Titel. Die Titel erschienen immer auf PC und den jeweiligen Playstation und Xbox Versionen – und das über mehr als 10 Jahre hinweg. Natürlich hat das Spiel Fans in jedem der Lager. Wenn ich mich nun in die Lage von Microsoft versetze ist es schon schlau sich dann so eine über Jahre hinweg etablierte Marke exklusiv für die eigene Konsole zu sichern. Exklusive Marken waren schon immer ein Kaufgrund. Ich kenne bestimmt über 10 Leute die sich Nintendo Konsolen ausschließlich wegen den Zelda Spielen kaufen. Aber eine bereits existierende Marke den anderen System vorenthalten? Das ist meiner Meinung nach einfach dreist.

Microsofts Entscheidung kann ich nachvollziehen. Aber was ist mit dem Publisher Square Enix und dem Entwicklerteam Crytal Dynamics? Die Fans haben der Marke über Jahre die Treue gehalten und sollen nun so etwas vor die Nase gesetzt bekommen? Ohne Playstation und PC wäre Tomb Raider unter Garantie nicht die Nobelmarke, die sie heute ist.

Na dann spiel doch den Vorgänger, Mensch!

Auf der offiziellen Seite von Tomb Raider äußerte sich anschließend noch einer der Entwickler und verwies darauf, dass man sich nicht von den Fans entfernen würde mit de Xbox One Exklusivität für Rise of the Tomb Raider. Man hätte ja noch  Lara Croft and the Temple of Osiris und die Tomb Raider: Definitive Edition im Angebot für Playstation 4 und PC. Auf gut Deutsch gesagt heißt das nichts anderes als „Beklagt euch nicht: spielt halt den Vorgänger oder den Ableger von Tomb Raider.“

Crystal Dynamics war eigentlich immer einer meiner liebsten Entwickler, umso trauriger finde ich diese Ankündigung. Microsoft und Square Enix haben sicherlich einen fetten Deal abgeschlossen für den exklusiven Titel. Ob sich die Verkäufe der Xbox One und von Tomb Raider dadurch verbessern lassen bezweifele ich stark. Selbst wenn dem so wäre, der hierdurch erlittene Schaden am Image wiegt das nicht auf. Der Shitstorm innerhalb der Gaming-Community zieht bereits auf – zurecht meiner Meinung nach.

Inhalte selbst liefern? Nö, lieber aufkaufen!

Ich vermisse ein wenig die Zeit, als die Hersteller von Konsolen uns noch mit Technik und Titeln aus dem eigenen Haus zum Kauf animierten. Das scheint aber nicht mehr aktuell zu sein. Im Jahre 2014 kauft man sich große Marken oder innovative Entwickler einfach auf und haut den fetten „exklusive on“-Stempel drauf. Rise of the Tomb Raider könnte unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt auf den anderen Plattformen erscheinen – hoffentlich.

Wieder ein Grund mehr für mich niemals eine Xbox One zu kaufen. Und was ist eigentlich aus Microsofts Versprechen geworden, sich wieder mehr um den PC Gaming Markt zu kümmern? Schall und Rauch.

Ich hoffe, dass dieser Trend bald endet. Mir reicht es und damit bekommt man sicherlich keine neuen Käufer.

Call of Duty: Vater zeigt seinen Kids wirklichen Krieg

Der deutsche Jugendschutz in Sachen Videospiele gilt an einer der strengsten weltweit. Spiele werden vor dem Erscheinen sehr genau unter die Lupe genommen, so dass bedenkliche Spiele keinesfalls in die Hände von minderjährigen gelangen können – was auch sehr sinnvoll ist. Es gibt diverse Titel in der Vergangenheit, die schlicht viel zu brutal sind oder seltsame Werte transportieren. Die Hauptverantwortung liegt dennoch immer bei den Eltern. Auch ich kann mich noch sehr gut an die Diskussionen mit meinen Eltern über Videospiele mit hohem Gehaltgrad erinnern, als ich noch ein Teenager war. Eltern müssen sich mit dem Thema Gewalt in Videospielen auseinandersetzen – zwar sind Videospiele keine Bruststätte für Amokläufer, aber dennoch haben sie definitiv (teilweise negativen) Einfluss auf Kids.

Die Call of Duty Serie ist jedes Jahr ein Topseller auf allen Systemen und auch oft Gesprächsthema in deutschen Klassenzimmern. Call of Duty war nie sonderlich zögerlich bei der Darstellung von Gewalt oder von merkwürdigen Charakteren, die gerne mal moralische Grenzen weit überschreiten. Man erinnere sich an die Flughafen Szene in einem der Ableger – Amoklaufen in einem Flughafen-Terminal. Zwar fehlt diese Szene in der deutschen Version, aber es zeigt in welche Richtung Call of Duty bei der Story geht. Das Spiel gehört also nicht in die Hände von 10jährigen Kindern.

Was ist Krieg wirklich?

Genau das dachte sich auch der schwedische Journalist und Dozent an einer Universität Carl-Magnus Helgegren und erläuterte seine Herangehensweise in einem Interview gegenüber thelocal.se.

Seine beiden Söhne sind 10 und 11 Jahre alt und bettelten ihren Vater ständig an auch Call of Duty spielen zu dürfen. Eine Situation die wahrscheinlich viele Eltern kennen. Seine Söhne erzählten ihm von dem Spiel, von den Waffen und den Missionen.

Helegren selbst arbeitete in seinen jüngeren Jahren in den Krisengebieten des mittleren Ostens als freiberuflicher Journalist und erlebte jene Waffen und Missionen hautnah – keine schönen Erinnerungen. Bevor er seine Entscheidung traf dort zu arbeiten kannte er den Krieg nur aus dem TV. Der Krieg in der Realität unterscheidet sich natürlich drastisch von dem, was wir aus TV und Spielen kennen.

Näher kommt man als Tourist nicht an den Krieg heran

Normal sollte man nun erwarten, dass der Vater auf Grund seiner eigenen Erfahrungen seinen Jungs das Spiel verbieten würde. In seinem Fall wäre es sogar doppelt nachvollziehbar, den er weiß was Krieg wirklich ist. Doch Helegren entschied sich für einen anderen Weg und machte mit seinen Kids einen Deal: Er würde mit seiner Familie in eine Stadt reisen, die von einem Krieg betroffen ist und seine Kinder würden Interviews mit Soldaten und Betroffenen führen und ein Flüchtlingslager aufsuchen. Bei ihrerer Rückkehr können sie dann jedes Spiel spielen, dass sie sich wünschten.

Eine sehr drastische Maßnahme und man könnte an diesem Punkt einbringen, dass sowas 10-11jährige Kinder stark traumatisieren könnte. Mit seiner Familie reiste er daraufhin nach Israel und die palästinischen Grenzgebiete – ein echtes Kriegsgebiet. Dort sahen die Kinder alle Effekte eines Krieges mit eigenen Augen: Drogenhandel direkt neben einer Schule, Kinder die von Gewehrkolben verursachte Wunden flicken lassen und erschütterte Familien. Er selbst beschrieb den 10 Tage andauernden Trip als stellenweise „tought“ – hart.

Auch die politische Situation Israels versuchte er seinen Kindern zu vermitteln und das die Sichtweisen von Israel als Land  und den israelischen Menschen teilweise unterscheiden würde. Ich wüsste nicht, wie ich einem 10jährigen Kind versuchen würde, so etwas wie den Israel / Gaza Konflikt zu vermitteln.

Bei der Rückkehr nach Schweden fragte er seine Kinder erneut, ob sie denn weiterhin derartige Spiele konsumieren wollen. Diese verweigerten es, was man auch nachvollziehen kann. Die sehr unkonventionelle Erziehungsmaßnahme zeigte also Wirkung, denn die Kinder konnten sich ihre eigene Meinung über den Krieg bilden.

Europa habe naive Sicht auf den Krieg

Laut dem schwedischen Journalisten hagelte es eine Menge Kritik gegenüber diese Aktion, da es natürlich sehr gefährlich für die Kinder sei in einer derartigen Region zu sein und man sie damit traumatisieren könne. Der Journalist merkte dabei an, dass diese Aussagen meist von Erwachsenen ohne Kindern kamen. Die überwiegender Mehrheit der Zuschriften fielen jedoch positiv aus gegenüber seiner Erziehungsmaßnahme.

In Europa hätten wir das Glück, dass der Krieg für uns etwas abstraktes und weit entferntes sei. Wir leben im Luxus, haben gute soziale Netze / Dienste und wären abgesichert. Krieg fände nur im Fernsehen und Videospielen statt und meist in geschönter Form. Deswegen hätten wir die Verantwortung und selbst weiterzubilden und nicht stumpfe Zombies zu werden, die Videospiele konsumieren und Hamburger essen würden.

Viele Eltern wären zu konfliktscheu und Videospiele hätten schon immer den Ruf gehabt ein guter Babysitter zu sein. Außerdem wären Eltern oftmals zu passiv und nachsichtig – die Kinder würden zu sehr geschont werden und somit quasi von der Realität abgeschirmt.

Kinder für derartige Dinge zu sensibilisieren ist auf jeden Fall richtig, aber muss man deswegen direkt in ein Kriegsgebiet reisen und 10jährigen Jungs so etwas hautnah zeigen? Ich würde es nicht machen, wenn ich denn Kinder hätte. Seine Aktion fand sehr viel Zuspruch.

Sein letzter Satz im Interview stimmt sehr nachdenklich:

 

„Sweden is a nation which hasn’t been at war for centuries. Our notion of war is naive. While our Swedish children play war and shoot digital missiles, Palestinian children are being blown up by soldiers in Gaza“

Carl-Magnus Helgegren Quelle: thelocal.se

 

Auf seinem Blog hat er seine Eindrücke zusammengefasst und einige Bilder dazu veröffentlicht. Wer möchte kann es sich hier anschauen.

John Romero – Free2Play hat hunderte Studios auf dem Gewissen

John Romero zählt zu einem der einflussreichsten Entwickler in der Pionierzeit der Videospiele. Zusammen mit John Carmack war er maßgeblich an der Produktion von Spielen wie Doom (1993) und Quake (1996) beteiligt, womit er eine Ära begründete und die ersten Meilensteine für unsere heutigen Videospiele legte. Gegenüber gamesindustry.biz äußerte er sich nun über den aktuellen Trend des Free2Play und weshalb dieser bedrohlich für Triple A Studious (Entwickler von besonders hochwertigen Spielen) und Konsolen sei.

Im Interview plaudert Romero dabei ein wenig aus dem Nähkästchen und erläutert wie sehr sich die Szene und die Entwicklung gegenüber den 80er Jahren verändert hätte. Die Entwicklung von Videospielen heutzutage hätte sich grundlegend verändert, allein aus dem Grund das heutige PCs Multi-Tasking fähig sein. Er erinnere sich daran, dass er damals einen Notizblock nutzen musste, da sein Apple II damals keine 2 Anwendungen zeitgleich laufen lassen konnte (Programmier-Tool und Text Editor beispielsweise).

John Romero gilt als einer der einflussreichsten Entwickler von Videospielen in der Vergangenheit.
John Romero gilt als einer der einflussreichsten Entwickler von Videospielen in der Vergangenheit.

Er sieht aber auch Vorteile gegenüber der heutigen Zeit. Während man heute SDK Kits, Simulatoren und sonstige teils teuren Programme benötige konnte man beim Apple II direkt drauf los programmieren und durch simple Eingabe des Run-Befehls direkt die Ergebnisse des neuen Codes sehen. Es war also viel einfacher zu erlernen und zugänglicher für jedermann.

Dabei vergleich er die damalige Zeit mit dem heutigen Stand der Indie-Entwickler. Aber mit dem gravierenden Unterschied, dass es in den 80ern und 90ern viel schwieriger gewesen sei Marketing zu betreiben. Er beschreibt dabei eine große klaffende Lücke zwischen seinen Spielen und den Verkaufsläden. Puplisher entpuppten sich dabei als Türsteher, die man erstmal überwinden musste.

Heute wäre es einfacher, da durch das Internet viele neue Möglichkeiten in Sachen Marketing möglich sind und somit ein einfacherer Einstieg möglich sei. Als Beispiel nannte er hier Minecraft, welches über diverse Plattformen vertrieben wurde eigenständig.

Free2Play als Jobvernichter

In dem Interview ging Romero auch darauf ein, welch gravierende Auswirkung der Free2Play Trend auf die Konsolen und die Triple-A Entwickler habe. Durch die vordergründig kostenlosen Spiele sei ein wahrer Preiskampf entfacht, den die Konsolen einfach nicht mithalten können – dort ist Free2Play immer noch nicht etabliert. Hinzu kommt laut Romero noch der Fakt, dass heutzutage auf Steam Spiele für 5 Dollar zu haben sind. Diese 2 Faktoren würden die Konsolen einfach ausstechen und somit dezimieren und Jobs bei den Premium Entwicklern zerstören.

Dabei ging die Entwickler Legende nochmal auf die Vertriebsstrategie von Doom und Quake ein. Man konnte damals die komplette erste Episode des Spiels spielen ohne auch nur einen Cent zu zahlen. Wollte man auch den Rest des Spiels haben musste man schlussendlich das Produkt kaufen. Für Romero stellt dies das ultimativ faire Modell dar. Zwar unterscheide sich Free2Play von diesem System, aber es bestehen Parallelen.

Bei Free2Play unterscheidet er zwischen 2 Kategorien: gerecht und schmutzig. Die Entwickler würden mit der Zeit lernen, das System immer besser umzusetzen und er sieht deutliche Fortschritte. Eine Faustregel liefert Romero auch gleich mit: Die Entwickler sollten versuchen, dass die Spieler ihnen Geld geben zu wollen für ihre Produkte. Sollten sie aber dazu gezwungen sein Geld zahlen zu müssen (beispielsweise um im Spiel überhaupt bestehen zu können), dann läuft etwas falsch.

Generell würde die Akzeptanz gegenüber Free2Play immer größer werden, da die Modelle  immer fairer werden.

Trotz allem sieht Romero in dieser Entwicklung eine Gefahr für die Triple A Studios, da diese beim Preiskampf einfach nicht mithalten können. Warum zahlen, wenn man es auch „umsonst“ haben kann oder einfach auf den nächsten Steam sale warten kann?