Das Zeitalter des Eisens – WoW: Warlords of Draenor ist da!

Lange haben die Fans des MMORPG Primus World of Warcraft warten müssen, aber dann war es heute Nacht endlich soweit. Der Startschuss zur fünften Erweiterung Warlords of Draenor fiel und lies die Horden an Spielen auf den neuen Content los. Gleichzeitig wird WoW den zehnten Geburtstag in wenigen Tagen feiern.

Die Story um das neue Addon ist allerdings auf den ersten Blick etwas konfus und ist erstmal nicht nachvollziehbar. Warum ist die Scherbenwelt – auch als Draenor bekannt – nicht mehr zerstört und wieso flitzen lauter bekannte Orks auf der Mattscheibe herum, die eigentlich größtenteils schon ins virtuelle Gras gebissen haben laut Geschichte? Und welche neuen Features bringt das Addon? Ich habe mich mal schlau gemacht
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Die Story von Warlords of Draenor

Storys rund um Zeitreisen haben den Nachteil, dass sie oftmals sehr unübersichtlich und konfus auf den ersten Blick sind. Wen die Geschichte von Warcraft nicht interessiert sollte den folgenden Abschnitt überspringen.

Warlords of Draenor knüpft direkt an die Geschehnisse aus Mists of Pandaria an. Garrosh Höllenschrei übernahm die Führung der Horde, als Thrall während des Kataklysmus die Führung an ihn abgab. Garrosh war im Gegensatz zu Thrall nie wirklich als Pazifist bekannt und kippte ständig neues Öl ins Feuer wenn es um den schwellenden Krieg mit der Allianz ging. Garrosh wurde von seiner Gier nach Macht korrumpiert und führte dazu, dass er die Macht eines alten, toten Gottes an sich riss. Die restliche Horde und die Allianz gingen gegen den durchgeknallten, ehemaligen Anführer der Horde vor. Somit wurde Garrosh das Haupt Antagonist von Mists of Pandaria und der Endboss der Erweiterung.

Im Endeffekt wurde Garrosh besiegt, wurde allerdings nicht getötet. Er wurde in Ketten gelegt und sollte vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Dazu kam es jedoch nicht, da er vor seiner Verurteilung befreit wurde von seinen eigenen Anhängern und mit Hilfe des schwarzen Prinzen und des Bronze-Drachen Kairozdormu (Bronzene Drachen sind die witzigen Echsen, die ständig durch die Zeit reisen). Mit Hilfe eines mächtigen Artefaktes reist Garrosh zurück nach Draenor – die Heimatwelt der Orks. Allerdings reist er dabei 35 Jahre zurück in die Vergangenheit, noch bevor die Orks in Azeroth durch das Dunkle Portal einfielen und durch Dämonen der Brennenden Legion verderbt wurden.

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Somit bewegt sich Garrosh in einer alternativen Zeitlinie und wie man es im Intro zu Warlords of Draenor sehen kann verhindert er, dass die Orks von der Brennenden Legion verderbt werden. Garrosh überzeugt die legendären Anführer der Orks davon, dass sie nicht das Blut des Dämonen trinken sollen und weiterhin eigenständig bleiben sollen (darunter seinen eigenen Vater, Grommash Höllenschrei). Gemein besiegen sie den General der Brennenden Legion Mannoroth, welcher die Orks mit seiner Gabe besudeln wollte und die Orks zu seinen Dienern machen wollte.

Die Anführer der Orks schlossen sich zusammen und gründeten die Eiserne Horde und machten sich auf den Weg mit gemeinsamen Kräften Azeroth zu erobern.

Wieso aber haben der Bronze-Drache und der Schwarze Prinz Garrosh geholfen zu fliehen? Der Schwarze Prinz, auch als Wrathion bekannt ist der letzte lebende Angehörige des schwarzen Drachenschwarms, dem auch Todesschwinge angehörte. Jedoch wurde Wrathion nicht von den alten Göttern korrumpiert und nimmt seine Aufgabe ernst Azeroth zu schützen. In der Befreifung von Garrosh sieht er eine Chance darin, die kommende Rückkehr der Brennenden Legion Einhalt zu bieten, denn eine Arme aus Orks stellt eine ernstzunehmende Streitmacht dar.

So viel zur etwas konfusen Story.

Die Features von Warlords of Draenor

Wie immer ist das neuste Addon zu World of Warcraft vollgepackt mit neuen Inhalten, Quests und kleinen, aber durchaus feinen Änderungen.

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Neue Levelobergrenze

Stieg die Levelobergrenze in Mists of Pandaria von 85 auf 90, gibt es diesmal ganze 10 Level mehr. Die neue Maximalstufe beträgt Level 100 und sollte in ein paar Tagen bei normaler Spielzeit erreichbar sein.

Keine neuen Skills

Neue Fähigkeiten wird es nicht wirklich geben. Einige Klassen erhalten durch die neuen Level 100 Talente neue Skills, allerdings sind diese meistens passiv. Die Zauberbücher waren ohnehin schon bei vielen Klassen überladen mit Fähigkeiten und das Interface platzte damals schon aus allen Nähten.

Auf neue Skills hat man in Warlords of Draenor verzichtet. Die meisten Klassen kämpfen ohnehin schon mit überfüllten Zauberbüchern. Einige Klassen erhalten jedoch durch das Level 100 Talent unter Umständen eine neue Fähigkeit, jedoch sind diese oftmals einfach nur passiv.

Allerdings wird es mit jedem Stufenaufstieg nun eine passive Verbesserung für die aktuellen Fähigkeiten geben.

Kleine Überarbeitungen am Interface und Überarbeitung der Classic Charaktere

Bereits mit dem Pre-Patch kamen einige kleine Verbesserungen rund ums Inventar und das Interface ins Spiel. So gibt es beispielsweise nun ein eigenes Interface für Spielzeuge, die PvP Seite wurde überarbeitet, die Taschen verfügen über eine eigene Sortierfunktion und ein Lager für Materialien wurde hinzugefügt. Quest-Items werden fortan nicht mehr im Inventar abgelegt und verstopfen somit die wertvollen Taschenplätze nicht mehr. Außerdem wurde die maximale Höhe an Stacks von einigen Items drastisch erhöht. Eine Menge Komfort hält also Einzug in WoW.

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Wegfallende Stats, Sockel, Umschieden und Rüstungen

Blizzard hat mal wieder die Axt geschärft und einen Kahlschlag in Richtung der Stats rausgehauen. Einige Stats sind nämlich aus dem Spiel verschwunden. Waffenkunde, Trefferwertung, Parieren und Ausweichen gibt es nicht mehr. Dafür sind einige neue Stats ins Spiel gekommen wie Vielseitigkeit, Bonusrüstung, Lebensraub und Bewegungsgeschwindigkeit. Mit dem Pre-Patch wurden bereits die Werte angepasst – weniger HP, und weniger Schadenszahlen. Aber auch die NPC Werte wurden natürlich angepasst. Man wollte der Inflation vorbeugen in Sachen Lebenspunkte und ausgeteiltem Schaden: Statt Zahlen in den Hunderttausenden hat man jetzt nur noch Werte im Zehntausender-Bereich

Bei den Juwelen und Sockeln gibt es auch Neuerungen. Nur noch sehr wenige Items sollen überhaupt einen Sockel besitzen und Metagems und Sockelboni verschwinden ebenfalls aus dem Spiel.

Das leidige Thema mit dem Umschieden gehört nun auch der Vergangenheit an, denn diese Mechanik wurde ebenfalls aus dem Spiel entfernt.

Auch bei den Sets wird es eine Neuerung geben. Brauchte man damals für jede Klassen-Rolle ein eigenes Set, benötigt man heute nur noch eins. Denn die Rüstung passt sich der aktivierten Skillung (Primäre Stats wechseln).

Neue PvP Zone ohne Einschränkungen und Prüfung des Gladiators

Am der nordöstlichen Küste des Tanaan-Dschungels wird es eine Open World PvP Zone geben, ohne Einschränkungen in Sachen Mitspieler (wie man es beispielsweise aus Tausendwinter kennt). Allerdings soll es hier kein klares Ende und keinen klaren Anfang geben. Ziele werden je nach aktueller taktischer Situation richten und je näher man an die gegnerische Festung gelangt, desto schwieriger werden die Aufgaben. Das alles wird über Cross-Realm verbunden sein, so dass immer genügend Spieler zur Verfügung stehen sollten.

Die Prüfung des Gladiators richtet sich hingegen an die Arena Spieler. Das System erinnert stark an die Arena Tunier Server: Spieler erhalten einmal die Woche Zugang zu diesem Wettbewerb, bei dem sie mit gleichwertiger Ausrüstung gegeneinander antreten und um Belohnungen kämpfen.

Nach Jahren endlich da – das Housing

Spieler forderten dieses Feature schon seit den ersten Monaten von WoW. Blizzard machte den Spielern wenig Hoffnung, dass das Housing endlich ins Spiel kommen würde. Aber nun ist es soweit und Spieler können sich nicht nur ein Haus bauen, sondern direkt eine komplette Garnison samt eigenen NPCs, Quests und anderen nützlichen Dingen. Doe Garnison selbst ist erweiterbar und bringt auch in Sachen Handwerk Vorteile. Man soll auch mit Freunden untereinander Ressourcen handeln können.

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Aber das alles gilt es selbst herauszufinden.

Raids und Dungeons

Wie immer wird es einen Haufen Instanzen und Raids geben. Zu Anfang werden 7 Dungeons zur Verüfgung stehen, welche auf Normal und Heroisch gespielt werden können und dazu noch 2 Raid.

Neu sind allerdings die variablen Raids. Sobald man mindestens 10 Leute in der Gruppe hat passt sich die Schwierigkeit des Raids an die Anzahl der Mitglieder an bis zu einem Maximum von 25 Spielern. Ausnahme ist hier der ebenfalls relativ neue mystische Modus, bei dem man mindestens 20 Leute in der Gruppe haben muss.

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Alles in allem bietet das Addon neben der neuen Welt Draenor viele Neuerungen die vor allem auf den Komfort abzielen. Warlords of Draenor wird sicherlich wieder einmal für einige Monate fesseln können.

 

Science Fiction Fans müssen sich gedulden

Das Weihnachtsgeschäft steht direkt vor der Tür. In ungefähr einem Monat ist schon wieder Heiligabend und auch die Supermärkte platzen über voller Weihnachtsdekoration und zur Jahreszeit passender Speisen und Süßigkeiten. Gleichzeitig ist die Zeit vor Weihnachten auch die Hauptsaison für die Game Industrie. Von Oktober bis Dezember hauen die Publisher Spiele ohne Ende raus und dazu gehören hauptsächlich hochkarätige Titel. Assassins Creed, das neue World of Warcraft Addon, ein weiterer Teil der Dragon Age Saga – mehr als genug zu tun für Fans von Videospielen möchte man meinen. Wer da wirklich alle Titel spielen möchte wird ganz schnell mal rund 200 bis 300 Euro los.

Es kann aber natürlich auch sein, dass diese Art von Spielen für den ein oder anderen uninteressant sind, da es sich dabei in der Regel um Rollenspiele handelt. Fans von Weltraumspielen gehen leer aus, denn Star Citizen lässt weiterhin auf sich warten. Ich persönlich bin ja auch selbst ein Fan von derartigen Spielen, nur leider gibt der Markt da nicht sonderlich viel her im Moment.

Wirklich interessant sind im Moment nur wenige Titel mit Weltraum bzw. Sci-Fi Setting. Allen voran EVE Online, das beinahe so lange auf dem Markt ist wie der Branchen Primus World of Warcraft. Das Spiel wird immer noch mit Updates und neuem Content versorgt und erfreut sich großer Beliebtheit. Erst vor rund einem Monat erschien das Oceanus Update, welches unter anderem die Grafik des Spiels etwas aufpolierte und weiteren Inhalt für Spieler bringt.

Auch Star Trek Online schlägt ungefähr in die selbe Kerbe und sollte man als Fan von Sci-Fi und Raumschiffen durchaus mal anschauen. Das Spiel ist zwar etwas in die Jahre gekommen, aber es wird immer noch ständig Nachschub an neuem Content geliefert. Und es ist kostenlos spielbar, was ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.

Wo wir gerade bei kostenlos sind. Star Wars: The Old Republic ist zwar nur im weitesten Sinne ein Weltraumspiel, aber vor einigen Monaten wurde per Patch eine Art Dogfight Modus eingeführt. Wie man es von Star Wars aus den Filmen kennt kann man sich hier knallharte Gefechte im Weltraum liefern. Kurzweilig, aber spaßig.

Abseits der großen Titel gibt es aber noch kleinere Spiele, die wirklich nur für Zwischendurch gedacht sind. Bei den Weltraum Browsergames gibt es einige Auswahl, wie auch die Übersicht auf weltraumspiele.com zeigt. Jedoch sollte man seine Erwartungen hier etwas zurückstecken, denn diese Titel reichen von der Qualität her selten an die Triple A Titel heran. Als bestes Beispiel gilt hier wohl Battlestar Galactica, welches euch passend zur Serie die Steuerung über die wendigen, kleinen Kampfschiffe übernehmen lasst. Ihr könnt sogar in die Rolle der ikonischen Zylonen schlüpfen auf Wunsch.

Wem das alles nicht gefällt wird sich wohl in Geduld üben müssen. Star Citizen wird sicherlich den Thron der Weltraumspiele besteigen, aber das Release wird sicherlich noch einige Zeit auf sich warten lassen. Man munkelt hier von frühstens 2016, eher 2017.

Polizei: Schwerer Schlag gegen Boerse.bz

So langsam wird es ernst für Anbieter von illegalen digitalen Angeboten in Deutschland. Nachdem die Hintermänner von diversen Movie-Streaming Plattformen an den Kragen ging trifft es nun die Betreiber der äußerst beliebten Plattform boerse.bz.

Auf boerse.bz finden sich diverse Download Links zu unterschiedlichen Angeboten wie Filme, Software, Videospiele, Ebooks- im Prinzip alles was man digital erwerben kann. Anders als bei Torrents oder ähnlichen Peer-to-Peer Systemen werden die Downloads auf One-Click-Hostern angeboten. Hierbei handelt es sich um Server, auf denen man Daten hochladen kann, auf die andere Personen via direktem Link zugreifen können. Allerdings ist die Download-Geschwindigkeit oft begrenzt, sofern man kein Abonnement beim jeweiligen Hoster besitzt.

In den letzten Jahren löste diese Variante der digitalen und illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten die Torrents im deutschsprachigem Raum ab. Anderes als bei Peer-to-Peer Verbindungen verteilt man die runtergeladenen Inhalte nicht, sondern lädt sie „nur“ herunter. Strafrechtlich gesehen hat dies den Vorteil, dass man hier keine horrenden Strafsummen als Entschädigung zahlen muss. Gerade in den USA wurden hier teilweise drakonische Strafen verhängt, da man über Torrent ja nicht nur runterlädt, sondern auch als Verteiler fungiert. Strafen mit weit über 250.000 US-Dollar waren keine Seltenheit.

Laut der Staatsanwaltschaft Köln hat boerse.bz eine Reichweite von rund 2,7 Millionen Nutzern im deutschsprachigem Raum.

121 Wohnungen durchsucht. Nutzer der Seite ebenfalls in Gefahr?

Wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte wurden rund 400 Beamten in 14 Bundesländern eingesetzt, um 121 Wohnungen nach Beweismitteln zu durchsuchen. Federführend bei dieser Aktion war die Staatsanwaltschaft Köln, welche durch die Hilfe und die Anzeige der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) und der Anwaltskanzlei Waldorf Frommer anfing in der Sache boerse.bz zu ermitteln. Man ging dabei davon aus, dass die Betreiber der Seite durch das illegale bereitstellen von Angeboten mehrere tausend Euro pro Monat an Einnahmen erzielten.

Auch wenn mehrere Personen in die Fänge der Polizei gerieten ist boerse.bz selbst weiterhin erreichbar, da die Seite auf den Seychellen registriert ist und die Daten auf einem Cloudserver ausgelagert sind – außer Reichweite der deutschen Justiz. Ob die Seite weiter betrieben wird bleibt abzuwarten.

Anders als bei Kinox.to, welches auch vor kurzem hoch genommen wurde, sieht die rechtliche Lage hier anders als. Bei Kinox.to handelt es sich um eine Streaming-Plattform und Streaming selbst stellt immer noch eine rechtliche Grauzone dar –  bei boerse.bz sieht die Sache anders aus, denn hier handelt es sich um tatsächliche Downloads, für welche man belangt werden kann.

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Auf boerse.bz findet man eine Sammlung von illegalen Download Links. Es ist fraglich, ob die Seite auch weiterhin im Betrieb bleiben wird.

Laut dem Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke aber noch kein Grund zur Panik. Das Nutzen des Portals sei erstmal nicht strafbar, sofern man nichts runterlädt oder gar hochlädt. Und selbst wenn man doch etwas dort herunterlädt, werden kann man anhand der IP-Adresse laut dem Anwalt nur 7 Tage verfolgt werden. Länger werden unsere Bewegungen im Internet nicht gespeichert.

Ob sich die Strafverfolgung nun tatsächlich auch gegen die Nutzer der Plattform richtet wird angezweifelt, da sich Abmahnungen beim „schlichten“ Downloaden von Inhalten selten lohnen. Man sei laut mehreren Experten eher daran interessiert die großen Fische dingfest zu machen und konzertiere sich wohl eher auf ähnlich große Portale.  Eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht.

Meine Meinung dazu?

Das Urheberrecht ist natürlich ein wichtiges Gesetz und ich verstehe auch, dass der Medienindustrie zumindest theoretisch viel Geld durch die Lappen geht durch Portale wie boerse.bz. Wer sich dort einmal umschaute fand beinahe alles, was man möchte. Betriebssysteme samt Cracks, eBooks, Musik, Videospiele und vieles mehr. Es ist also richtig derartige Angebote vom Netz zu nehmen aus Sicht der Industrie.

Aber ich finde hier zeigt sich wieder einmal wie wunderbar doch Lobby-Arbeit in Deutschland funktioniert. 400 Beamten und Razzien in 14 Bundesländern in 121 Wohnungen – das ist schon eine gewaltige Größenordnung. Ich frage mich bei sowas dann aber immer wieder gerne, wieso denn unsere Strafverfolgung so effizient beim Verteidigen der Urheberrechte ist, während organisierte Verbrecherbanden offen agieren können in diversen Milieus.

Es zeigt einfach nur mal wieder, dass unser Staat besonders effizient ist wenn es um die Rechte der Industrie geht, nicht aber wenn es um die Rechte der Bevölkerung geht. Zumindest habe ich diese subjektive Wahrnehmung in den letzten Jahren gewonnen. Ich würde mir wünschen, dass ähnliche Schläge gegen Schwerverbrecher gelingen und nicht nur weil das Urheberrecht mal wieder in Gefahr war.

Vielleicht liege ich damit auch total falsch, aber zumindest mir kam es so vor, dass sich die Behörden besonders ins Zeug legen, wenn eine Lobby im Hintergrund nach vorne peitscht.

 

Quellen: reddit.com, presseportal.de, wbs-law.de

 

 

Nintendo: Sex Sells neuerdings?

Bildquelle: Playboy

Der erste Teil von Bayonetta war ein von den Kritikern und der Fachpresse hochgelobtes Actionspiel im Stile eines Devil May Cry. Kommerziell war das von Sega und Nintendo vertriebene  Spiel ein voller Erfolg und so bildete sich rund um das Spiel eine treue Anhängerschaft.

Hauptfigur des Spiels ist die namensgebende Hexe Bayonetta, die sich einen Platz neben den großen Namen wie Duke Nukem, Sam Fisher oder Solid Snake erkämpft hat – ein wunderbar ausgearbeiteter Charakter macht’s möglich. Stark, eigentständig und wehrhaft – ein Traum für die Feminismus-Bewegung innerhalb der Spielebranche.

Vor wenigen Tagen erschien nun der sehnlichst erwartete zweite Teil für Nintendos Wii U. Sicherlich gehört zum Erscheinen von neuen Titeln auch das kräftige Rühren der Werbetrommel dazu, allerdings hat Nintendo diesmal einen neuen Weg eingeschlagen.

Denkt man nämlich an Nintendo und deren Spiele kommt einem meistens zuerst folgendes in den Sinn: familienfreundlich, teilweise für Kinder gemacht und natürlich Super Mario. Das alles sind recht unbefleckte, unschuldige und kindgerechte Attribute, die man mit der Firma verbindet.

Cosplay meets Playboy

Umso erstaunlicher ist die nun von Nintendo eingegangene Kooperation, die alles andere als kindgerecht ist. Nintendo ging nämlich eine Kooperation mit dem Playboy ein, um Werbung für Bayonetta 2 zu machen. Playboy und Nintendo? Klingt verrückt, ist aber so. Pamela Horton (Miss Oktober 2012) lies sich dazu im Bayonetta Kostüm im Zusammenhang mit einem  Wettbewerb ablichten.

In einem Tweet bestätigt das Playboy Modell nochmals, dass es sich bei dem Shooting um eine offizielle Bilderserie von Nintendo und Playboy handelt.

Ein interessanter Schritt von Nintendo, aber ein Modell im Cosplay Kostüm vor die Linse zu stellen war sicherlich ein lohnenswerter Schritt für Nintendo, auch wenn man hier wohl ein wenig das eigene Image torpediert. Jedoch wird sich Nintendo sicherlich einigen Gegenwind einfangen mit dieser Aktion, da Bayonetta unter anderem von der (Videospiel) Feministin Aktivistin Anita Sarkeesian als äußerst positives Beispiel für Frauen in Videospielen genannt wurde.

Sarkeesian sorgte mit mehreren YoutTube Videos für Aufsehen, in denen sie die für die negative / altmodische Darstellung von Frauen mehrfach in diversen Titeln anprangerte. Sie wird sicherlich eher ungehalten darüber sein, dass ausgerechnet Bayonetta nun für die Sex Sells Werbetechnik herhalten muss.

 

Landen auf Planetenoberfläche – Star Citizen macht es möglich

Letztes Wochenende von erstmalig die sogenannte CitizenCon stattt. auf welcher Chris Roberts und seine Firma Cloud Imperium ein neues Modul für Star Citizen vorgestellt haben. Das ambitionierte Spiel hält auch weiterhin den Rekord für die höchsten Einnahmen über Crowdfunding für ein Videospiel. Über 50 Millionen US-Dollar haben Fans mittlerweile für das Spiel gezahlt und es werden immer und immer wieder neue sogenannte Stretch Goals hinzugefügt – bei jeder eingenommen Million Dollar wird eine weitere Funktion oder neue Schiffe dem Spiel hinzugefügt. Cloud Imperium beherrscht das System perfekt Leute auch weiterhin zum Zahlen zu animieren.

Auf der CitizenCon wurde erstmal das Planetside Modul vorgestellt, bei der Spieler auf dem Planeten landen kann und ein wenig auf der Basis bzw. in der Stadt spazieren kann. Seitdem es Spiele wie Elite gibt, welches als Pionierarbeit leistete in diesem Genre, wünschen sich Spieler die Möglichkeit selbstständig auf Planetenoberflächen landen zu können. Zwar gab es sowas im Ansatz bereits, aber meistens war dies mit einer längeren Ladezeit oder Cutscene verbunden, in der man die Steuerung nicht übernommen konnte.

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In Star Citizen soll es wohl möglich sein auf Planeten selbständig landen zu können – auf Wunsch mit oder ohne Autopilot.

Im Video sieht man sehr gut, wie detailreich die gezeigte Stadt ist. Chris Roberts und sein Team scheinen die Wünsche der Fans wirklich zu verstehen. Es soll außerdem möglich sein auf den Planeten bzw. in den Raumhäfen und Städten spazieren zu gehen. Laut Roberts sollen sich die Städte im Laufe der Zeit auch verändern können. Als konkretes Beispiel nannte er die Kriminalität: steigt die Kriminalitätsrate auf einem Planeten erkennt man dies deutlich an der Umgebung, da beispielsweise Graffiti an den Wänden zu sehen sein sollen. Alles in allem wirkt die im Video vorgestellte Präsentation beeindruckend, jedoch wird es noch eine Weile dauern bis Backer Zugang zu diesem Modul erhalten, da es sich noch in der Entwicklung befindet.
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Übernimmt sich Cloud Imperium?

Zwar knackt Star Citizen trotz der erreichten 50 Millionen US-Dollar auch weiterhin beinahe wöchentlich weitere Millionenmarken, aber so langsam kommen zumindest in der Fachpresse Zweifel daran auf, ob Cloud Imperium sich nicht mit Star Citizen mittlerweile übernimmt. Ständig gibt es neue Stretch Goals, die neue Funktionen ins Spiel integrieren sollen oder neue Raumschiffe integrieren sollen. Schaut man sich einmal die bereits finanzierten Stretch Goals und die „Grundfunktionen“ des Spiels an merkt man sehr schnell, das bei Star Citizen nicht gekleckert, sondern geklotzt wird.

Auch wenn Zweifel sicherlich angebracht sind mittlerweile hat Star Citizen dennoch das Potential gleich mehrere Genres gleichzeitig zu revolutionieren. Ich persönlich würde mich sehr darüber freuen, wenn dem Team ein Hit gelingt mit dem Spiel. Dennoch denke ich, dass es noch sehr lange dauern wird, bis man endlich das fertige Produkt in den Händen hat und den Weltraum unsicher machen kann.  Bis dahin werden sicherlich noch unzählige weitere Stretch Goals erreicht werden. Der Druck und die Erwartungen der Fans sind extrem hoch gegenüber Star Citizen – bleibt abzuwarten, ob das Spiel wirklich dem Hype gerecht wird.

Spielsucht oder Hobby?

Die Diskussion ist beinahe so alt wie das Internet selbst: Sind Spiele nur ein Hobby oder ist es eine Sucht? Vor allem Online-Rollenspiele werden oft so dargestellt, als wären sie eine Art virtuelle Droge und sie werden in beinahe jeder TV-Dokumentation demonisiert und in eine Ecke mit der Glücksspielsucht gestellt. Aber Computerspiele gerade häufig in die Schussbahn von Politik und den seriösen Medien und TV-Dokumentionen – spätestens dann, wenn wieder einmal ein Jugendlicher etwas sehr schlimmes macht. Dabei werden aber allzu oft die positiven Aspekte solcher Online-Rollenspiele ausgeblendet. Eine wirklich neutrale Berichterstattung findet nur in den seltensten Fällen statt.

Rollenspiele werden grundsätzlich dargestellt, dass sie stundenlang an den PC fesseln und das man ohne großen Zeitaufwand keinerlei Fortschritte erzielt. Diese Argumentation begegnet einem ständig und sie ist auch prinzipiell richtig. Diese Spiele basieren darauf, dass man Zeit investiert seinen Charakter zu verbessern oder zu leveln. Es gibt sicherlich einige Fälle, bei denen Spieler schlicht die Kontrolle verlieren und Ewigkeiten vor dem PC verbringen und sich sozial komplett zurück ziehen und quasi verwahrlosen oder sogar die Schule / Beruf / Studium schleifen lassen. Eine gewisse Gefahr besteht also immer bei derartigen Spielen und dies wurde auch unlängst und in aller Ausführlichkeit diskutiert in den diversen Medien.

Positive Askpekte der Online Rollenspiele

Aber warum werden nie die positiven Aspekte mal näher beleuchtet? Online-Rollenspiele können das soziale Miteinander virtuell sehr stark fördern . Teammanagement, schnelle Konfliktlösung und generelles Gruppenverhalten werden in den meisten Fällen gefördert. Bestes Beispiel hierfür sind die Raids in der ersten World of Warcraft Fassung ohne die Addons. Für einen Raid benötigte man 40 Spieler und natürlich einige Leute auf der Ersatzbank. Somit stellte ein Raid allein aus organisatorischer Sicht einen relativ großen Aufwand dar. Manche Gilden wurden durchaus ein wenig wie Betriebe organisiert: es gab die Chefetage, Vorarbeiter, Schichtleiter und normale Mitarbeiter. Wer hier nicht über genügend Sozialkompetenz verfügte (verantwortliches Handeln, Vorbereitung und auch mal anderen den Vorrang lassen) hat ganz schnell in die Röhre geschaut. Man musste und muss also recht gesellig für derartige Spiele sein – keine Spur von sozialer Isolation – zumindest virtuell nicht.

Das Spiel mit dem Glück

Glücksspiele und die dazugehörige Sucht werden auch oft thematisiert in den Medien. Jedoch bezieht man sich hier oftmals einfach nur auf Spielhallen und ähnliche Einrichtungen. Da wir aber in modernen Zeiten leben, haben die Glücksspielautomaten mittlerweile auch den Weg ins Internet gefunden, wie es auf www.platincasino.com/de/spielautomaten zu sehen ist. Einarmiger Bandit, Kartenspiele…alle möglichen Glücksspiele gibt es in den weiten des Internet zu finden. Meistens braucht man kein Geld zu investieren, aber es gibt auch Seiten die gegen Einsatz von echtem Geld Gewinnchancen in Aussicht stellen. Meiner Meinung nach geht davon eine sehr große Gefahr aus, da hier die Schwellen noch viel niedriger sind als im echten Leben. Immerhin hat man das Geld in der Hand, wenn man es in den Automaten wirft. Im Internet ist dies allerdings anders, da man hier nur mit virtuellem Geld hantiert. So kann man sehr schnell große Summen ausgeben, da man kein Gefühl für das Geld hat.

Egal ob es sich um Online-Rollenspiel-Sucht oder um Glücksspielsucht handelt. man sollte in beiden Fällen auf sich aufpassen und wie alles im Leben gilt auch hier: man sollte in Maßen genießen. Das erhält den Spielspaß und schützt auch die eigene (geistige) Gesundheit.