Hot Games – Cool PC | Teil I
Das PC Gehäuse kühlen

In diesem Hardware Special erkläre ich euch, wie ihr auch bei leistungsfressenden Games euren PC schön kühl halten könnt. Die richtige Gehäuse-Kühlung ist immer ein wichtiges Thema. Erst recht für diejenigen, die ihren Computer übertakten oder dies vor haben. Denn gerade beim Übertakten werden die betroffenen Bauteile, wie z.B. die CPU oder der Arbeitsspeicher noch wärmer, als sie es ohnehin schon tun. Bevor der Computer also den Hitzetod stirbt und zum Abschied letzte Rauchzeichen von sich gibt, sollte man sich also ein paar Grundlegende Gedanken über das richtige Cooling machen.

Reicht ein Lüfter? Oder müssen es mindestens drei sein? Und was hat der Standort des PCs mit Gehäusekühlung zu tun. Und vor allem: Wie ordne ich die Lüfter an, damit es möglichst kühl im PC Gehäuse bleibt. Und zwar auch dann, wenn ich den PC übertakte.

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Ein paar grundsätzliche Fakten über PC Lüfter

Wichtiger Tipp gleich am Anfang. Denn hat man einen Gehäuse Lüfter in der Hand, fragen sich viele: „In welche Richtung bläst so ein Lüfter eigentlich?“ Die Antwort ist relativ einfach. Die Luft wird in die Richtung geblasen, auf welcher der Lüfter seine Motor-Aufhängung hat. Also das Gerippe auf der „Rückseite“, an welcher der Motor befestigt ist.

Welche Größe ein Gehäuse Lüfter hat bzw haben kann, das hängt vom Gehäuse* ab. Dieses gibt aufgrund der vorhanden Bohrungen die verwendbaren Lüftergrößen vor. Wer also nicht selbst zum Dremel greifen will, ist hier also durchaus festgelegt. Durchgesetzt haben sich in der Regel 120mm Lüfter*.

Durchsatz und Drehzahl des Lüfters

In Shops wird gern die Lautstärke eines Lüfters angegeben. Und viele nutzen den Dezibel-Wert auch als wichtiges Kaufkriterium (teilweise auch als alleiniger Kaufgrund). Dennoch ist der angebende db-Wert meist vollkommen nebensächlich. Denn meist unterscheiden sich hier die Messverfahren der Hersteller deutlich. Was letztendlich bedeutet, dass dieser Wert allenfalls ein Vergleichswert bei Lüftern* des gleichen Herstellers sein kann. Deutlich wichtiger sind andere technische Details eines PC Lüfters.

Die wohl wichtigste Kenngröße eines Lüfters ist sein Durchsatz. Also die Menge Luft, die ein Lüfter innerhalb einer bestimmten Zeit bewegt. Denn nichts anderes macht ein Lüfter: Er bewegt vorhandene Luft – macht sie aber nicht kälter oder wärmer. Üblicherweise wird der Durchsatz eines PC Lüfters in m³/h (Kubikmeter pro Stunde) angegeben. Ein Lüfter mit einem Durchsatz von 80 m³/h bewegt also in einer Stunde 80 Kubikmeter Luft. Besonders wichtig wird dieser Wert später noch, wenn es darum geht verschiedene Lüfter im Gehäuse richtig anzuordnen. Von daher sollte man den Durchsatz seiner Lüfter kennen.

Die zweite wichtige Kennzahl eines Lüfters ist seine maximale Drehzahl. Diese wird üblicherweise in UPM oder RPM (Umdrehungen pro Minute / Rounds per Minute) angegeben. Je größer der Wert, desto schneller dreht sich der Lüfter.

Bringt man die Größe von Lüftern und ihre Drehzahl in einen Zusammenhang, ergibt sich folgende Faustregel:

[blockquote_box]Erstens: Je schneller ein Lüfter dreht, desto mehr Luft bewegt er.

Zweitens: Je größer ein Lüfter ist, desto langsamer kann er drehen um die gleiche Menge Luft zu bewegen, wie ein kleinerer Lüfter.

Drittens: Je langsamer ein Lüfter dreht, desto leiser ist er auch.[/blockquote_box]

Ein PC Lüfter sollte dementsprechend 120mm groß sein, einen Luftdurchsatz von mindestens 60 m³/h haben und dies bei höchstens 1500 UPM erreichen. Zusätzlich für Ruhe sorgen besonders geformte Rotorblätter und hochwertige Drehlager. All das sind die Punkte, die einen leisen und effizient arbeitenden Lüfter von einem lauten Lüfter unterscheiden.

Das Gehäuse und die Wärme

Der Luftstrom im Gehäuse

Es gibt PC Gehäuse, die über ein eigenes Belüftungskonzept verfügen. Dies ist aber nicht die Regel. In Standard Gehäusen gibt es eine Art von Airflow, mit der man im Grund wenig falsch machen kann: Vorne unten kalte Luft rein und oben hinten warme Luft raus.

Das hat dann den Vorteil, dass die Luft einmal quer durch das Gehäuse strömt. Vorbei an Festplatten, der Grafikkarte und dem Prozessor. Vom Grundprinzip her erreicht man diesen Luftstrom, indem man vorn/unten und hinten/oben jeweils Lüfter installiert. Wobei der vordere Lüfter kalte Luft in das Gehäuse bläst, während der hintere Lüfter warme Luft absaugt. Bei weniger stark geforderter Hardware kann man unter Umständen sogar auf den vorderen Lüfter verzichten. Denn kalte Luft wird ohnehin durch den entstehenden Luftstrom in das Gehäuse gesaugt.

Allerdings kann man den Luftstrom im Gehäuse durch geschickte Wahl und Anordnung der Lüfter noch deutlich optimieren. Und zwar in dem ich entweder einen Überdruck im Gehäuse erzeuge oder einen Unterdruck. Beide Methoden haben jeweils Vorteile. Allerdings bringen auch beide Methoden ihre eigenen Nachteile mit. Wie man das eine oder das andere hin bekommt hier kurz erklärt.

Überdruck oder Unterdruck

Wie stark die Kühlleistung eines Lüfterkonzepts letztendlich ausfällt, hängt in erster Linie davon ab, wie das Verhältnis von zugeführter kalter und abgeführter warmer Luft ist. Bei der Überdruck Methode führe ich mehr kühle Luft hinzu, als dass ich warme Luft absauge. Umgekehrt sauge ich bei der Unterdruck-Methode mehr warme Luft ab, als dass ich frische Luft hineinblase.

Die Überdruck Methode

Hier mal zwei Bilder, wie man sein Gehäuse mittels der Überdruck Methode kühlen kann. Bild 1 zeigt das Prinzip mit zwei Lüftern und Bild 2 mit drei Lüftern*. Die Lüfter sind jeweils grün dargestellt. Blaue Pfeile zeigen die Richtung der kalten Luft und rote Pfeile die der warmen Luft. Zudem ist jeweils der Durchsatz der einzelnen Lüfte dazu geschrieben. Dieser Wert ist hier nur beispielhaft und soll das Verhältnis zwischen zu- und abgeführter Luft zeigen.

Überdruck erzeugt mit 2 Lüftern
Überdruck erzeugt mit 2 Lüftern
Überdruck erzeugt mit 3 Lüftern
Überdruck erzeugt mit 3 Lüftern
Die Vorteile dieser Methode
  • vergleichsweise wenig Staub im Gehäuse
  • mittlere Kühlleistung
  • jede Gehäuseöffnung und jede Ritze dient der passiven Wärmeabfuhr
  • Grafikkarten ohne Direct Heat Exaust (DHE) werden besser gekühlt
Die Nachteile der Überdruck-Methode
  • kein Kamineffekt
  • der Airflow wird von den Gehäuseöffnungen bestimmt
  • die Kühlleistung von Downblow-CPU-Kühlern wird gestört
  • Grafikkarten mit DHE können den Effekt stören

Die Unterdruck-Methode

Etwas schwieriger zu bewerkstelligen, ist die Unterdruck Methode! Denn diese hängt ganz stark von der Art des Gehäuses ab. Denn dieses muss relativ dicht sein. Mesh-Design oder sehr viele vorhandene Gehäuseöffnungen stehen der Wirkung dieses Effekts nämlich entgegen, da so kein Unterdruck aufgebaut werden kann und der Effekt verpufft. Hier wieder zwei Bilder des Prinzips. Wieder mit zwei bzw drei Bildern. Für die Darstellung gilt das gleiche wie oben. Im Unterschied zur Überdruck Methode sieht man, dass die absaugenden (einzeln oder zusammen) Lüfter hier einen höheren Durchsatz haben, als die zuführenden Lüfter. Dies ist Voraussetzung für den Effekt.

Unterdruck mit 2 Lüftern
Unterdruck mit 2 Lüftern
Unterdruck mit 3 Lüftern
Unterdruck mit 3 Lüftern
Die Vorteile der Unterdruckmethode
  • Hohe Kühlleistung
  • Kamineffket
  • direkter Airflow
  • Unterstützt die Kühlleistung von Downblowern
  • Funktioniert mit allen DHE Grafikkarten
Die Nachteile der Unterdruck Methode
  • ohne Staubfilter sammelt sich sehr viel Staub im Gehäuse
  • Grafikkarten ohne DHE werden u.U. nur unzureichend unterstützt

 

Die Wahl des Gehäuses

Mainboard mit Downblow Lüfter
Mainboard mit Downblow (Boxed) Lüfter

Das perfekte Gehäuse gibt es sich nicht! Vieles hängt auch von Deinem eigenen Geschmack ab. Grundsätzlich gilt aber, dass alles im Gehäuse, was den Luftstrom stört vermieden werden sollte. Plant man zum Beispiel den Einbau einer langen High-End Grafikkarte*, dann sollte man ein möglichst tiefes Gehäuse* nutzen. Denn die Grafikkarte teilt ansonsten den Luftstrom, was zu einer ineffizienten Kühlung des gesamten Computers führen kann. Auch stören viele Kabel im Gehäuse den Airflow. Dementsprechend sollte das Gehäuse die Möglichkeit bieten, das Innere in einen Aufgeräumten Zustand zu versetzen. Das Stichwort lautet hier Kabelmanagement.

Und wie oben schon angesprochen, sollte der Einbau möglichst großer Lüfter möglich sein, die sich sinnvoll platzieren lassen. So sollten Lüfte vor allem vorne und hinten, sowie im Gehäusedeckel bzw im Boden platziert werden können. Ein Seitenwand-Lüfter ist übrigens Unsinn . Der Einsatz in der Seitenwand macht eigentlich nur in einem einzigen Fall Sinn: Und zwar dann, wenn man einen Downblow-Boxed Lüfter nutzt und keinen Turmkühler. Warum das so ist, darum geht es dann auch in Teil II dieser Artikelserie

Netzteil oben oder unten?

Ein oben eingebautes Netzteil ist eigentlich mittlerweile eher eine Seltenheit und kommt im Grunde nur in älteren Gehäusen vor, die sich an die ATX Vorgaben halten. Bei modernen Gehäusen wird das Netzteil fast immer unten eingebaut, was ein paar sehr gewichtige Vorteile bringt. So wird das Netzteil am Boden nicht mit der Abwärme anderer Hardwareteile belastet und kann so wesentlich effizienter und auch leiser arbeiten. Das Verlängert zudem auch die Lebensdauer des Netzteiles. Und schöner aussehen tut es auch noch, da die Netzteil Kabel nicht in der Luft hängen.

In Teil II der Serie wird es dann darum gehen, wie wir unsere CPU ordentlich kühl halten und welche Fehler man dabei machen kann.
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Verzicht auf ATX Blende bringt den Mainboard Tod

Jeder, der schon einmal ein Computer Mainboard getauscht hat kennt das Teil. Und vielleicht hat er es sogar schon einmal verflucht, weil er sich beim Wechsel ein wenig die Finger geschrappt hat. Die ATX Blende oder wie das Teil richtig heist, das I/O-Shield liegt jedem Mainboard beim Kauf bei. Viele halten das I/O Shield sogar für so unwesentlich, dass sie ganz auf den Einbau verzichten. Und genau das kann ein bedeutsamer Fehler sein. Denn dem Teil kommt eine ganz wesentlich Aufgabe zu, das Mainboard vor Schaden zu bewahren. Staubschutz? Auch! Aber das ist nicht die eigentlich Aufgabe des I/O-Shields.

Was sofort erkennbar und somit offensichtlich ist, ist dass das I/O Shield die Freiräume zwischen den Mainboard Anschlüssen auf der Gehäuserückseite schließt. So wird das versehentliche Eindringen von kleinen Gegenständen in das Gehäuse verhindert. Und jeder weiß, dass eine lose im PC herumfliegende Schraube gerne mal für einen Kurzschluss sorgt. Und da die Anordung der Anschlüsse von Mainboard zu Mainboard unterschiedlich sind und jeder Hersteller hier sein eigenes Süppchen kocht, liegen die I/O Shields dem Mainboard auch entsprechend bei.

Ganz schön geladen

Allerdings ist nicht der Lückenschluss zwischen den Anschlüssen die Hauptaufgabe des Shields. Was die wenigesten wissen ist, dass das I/O Shield den Computer primär vor elektomagnetischer Strahlung und elektrostatischen Entladungen schützt. Und erst die sekundäre Aufgabe ist es, das Gehäuse vor dem Eindringen von Staub und Kleinteilen zu schützen.

Deswegen finden sich an den Öffnungen für die Mainboard Anschlüsse am I/O Shield auch kleine herausgestanzte Kontaktklammern. Richtig montiert berühren diese Klammern die Mainboard Anschlüsse. Der Grund ist einfach: Am Computer angeschlossene Periepherie Geräte können elektrostatisch geladen sein bzw auch Potentialunterschiede zum Mainboard aufweisen.

Diese Ladung muss beim Anschließen an den Computer abgeleitet werden. Dadurch, dass die Anschlüsse des Mainboards nun durch das I/O Shield mit dem Gehäuse in Kontakt und somit verbunden sind, geschieht die Ableitung über das PC-Gehäuse. Verzichtet man auf das I/O Shield kann das Mainboard also beim Anschließen eines Kabels durch eine Entladung beschädigt werden. Und das bedeutet den Tod des Mainboards. Und genau aus dem gleichen Grund sind PC Gehäuse auch aus Metall und nicht aus Kunststoff.

Project: DeLorean – Microsoft sagt Cloud Gaming-Lag den Kampf an

Das Cloud-Gaming hat sich bei uns immer noch nicht wirklich durchgesetzt, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis es in Deutschland auch so weit ist. Die Technik gibt es schon länger und es gab bereits mehrere Anläufe selbige auf den Markt zu bringen, bisher allerdings halbwegs ergebnislos. Beim Cloud Gaming wird das Spiel auf externen Servern berechnet – Bild und Ton landen dann auf dem heimischen PC oder der Konsole bzw. auf dem mobilem Gerät. Das Spielergebnis ist das selbe, denn normalerweise haben Eingaben nur minimalste Verzögerungen, bis sie am Server ankommen. Dennoch gibt es eine Verzögerung bzw. einen Lag dabei und genau daran arbeitet Microsoft nun.

Gerade bei Ego-Shootern sind Latzen von über 100ms ein Problem, da es hier oftmals tatsächlich um Millisekunden dreht beim Gameplay. Natürlich liegen diese Lags nicht nur am Cloud-Gaming selbst, sondern auch an der eigenen Verbindung. Je nach Bandbreite entstehen so Verzögerungen, die den Spielgenuss teilweise dramatisch beeinflussen können.

Die Kristallkugel im Gepäck

Mircosoft entwickelt deswegen unter dem Namen „Project: DeLorean“ in der Research-Abteilung des US-Amerikanischen Unternehmens. DeLorean soll dafür Sorgen, dass Lags nicht mehr ins Gewicht fallen und setzt dabei auf eine interessante Technik. Die dabei eingesetzte Methode erinnert dabei ein wenig an Zukunftsvorhersagen – daher wohl auch der Name DeLorean (Die Zeitmaschine in den „Zurück in die Zukunft“-Filme war ein DeLorean).

Project DeLorean analysiert die Spielweise des Nutzers dauerhaft und versucht quasi ein Verhaltensmuster zu erkennen. Weicht ein Spieler bei Beschuss in einem Ego-Shooter stets nach links aus, wird sich das System dies merken. Somit wird die zu erwartende Aktion vorgerendert und an den Spieler weitergegeben. Somit sollen sich Laut Microsoft Latzen von bis zu 250ms kompensieren können. Getestet wurde Project DeLorean mit Doom 3 und Fable 3 – erste Tests sollen vielversprechend gewesen sein.

Jedoch ist das System noch längst nicht marktreif und es ist auch noch nicht abzusehen, wann es wirklich live gehen wird.

 

Tacens Mars Gaming MH1 Headset im Test

Vor einigen Tagen haben wir bereits die Tacens Mars Gamging MM1 Maus getestet. Nun folgt der Test zum ebenfalls aus Europa kommendem Tacens Mars Gamging MH1 Headset. Wie auch die Maus handelt es sich hierbei um ein recht günstiges Headset, welches für unter 30 Euro erhältlich ist. Also wird sich unser Test erneut mit der Fragestellung widmen, ob denn günstig unbedingt auch billig sein muss. Wie auch die Maus versucht Tacens mit der Mars Gaming-Serie ihre Produkte im unteren / mittleren Preisbereich zu etablieren. Ob dies mit dem Headset klappt versuchen wir nun im Test zu klären

Das Headset wurde uns wie auch die Maus bereits von www.field-store.de freundlicherweise zur Verfügung gestellt!

Tacens Mars Gaming MH1

Ausstattung

Wie auch schon bei der Mars Gaming MM1 Maus findet man beim Mars Gaming MH1 Headset nicht sonderlich viel in der erneut recht schick gestalteten Verpackung. Außerdem Headset ist nichts weiter in der Box, auch keinerlei Dokumentationen oder Treiber. Beides wird auch nicht benötigt, da man das Stereo-Headset einfach mit dem PC verbindet und direkt loslegen kann. Kompatibel ist es mit jedem Gerät, dass über einen 3,5mm Ein- und Ausgang verfügt.

Viel mehr gibt es zur Austattung an diesem Punkt auch nicht zu sagen und geht auch in Ordnung für den geringen Preis. Auch wenn man sie eigentlich nicht braucht wäre zumindest eine Quick-Start Installationsanleitung angemessen gewesen, da längst nicht jeder weiß, wie man denn ein solches Gerät anschließt und verwendet.

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Optik, Ergonomie und Materialien

Beim Mars Gaming MH1 Headset sieht man die Bestimmung sofort. Die Optik und Farbgebung zeigt sofort an, dass es sich hierbei um ein Gaming Headset handelt, ohne das man die Produktbeschreibung vorher gelesen haben muss dazu. Das feurige Rot der Lautsprecher Stoffbezüge und am Kopfbügel setzen Akzente, die ins Auge springen und auch das eher schlichte Mars-Logo auf den äußeren Seiten des Headsets ist ein kleinerer Blickfang. Auf der Oberseite des Kopfhörers ist das Firmenlogo Tacens in das PU-Lederimitat eingestanzt – zwar nur ein kleines Detail, aber es vermittelt dem Headset eine gewisse Wertigkeit.

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Lässt man die Größe der Lautsprecher außer Acht kann das Headset vom Design her auf jeden Fall mit dem Rest der Gaming Headset mithalten und ist eines der hübscher gestalteten Headsets dieser Preisklasse.

Bei den verwendeten Materialien gibt es keine großartigen Überraschungen. Wie überall kommt viel Plastik zum Einsatz, jedoch ist das Headset erstaunlich biegsam – ohne dabei zu knacken oder knarzen. Gerade wenn man das Headset oft transportiert ist damit gewährleistet, dass auf die Schnelle nichts bricht. Das verwendete Plastik wird dabei wie auch bei der Mars Gaming MM1 Maus  wenig Gummiartig. Billig wirkt es nicht, aber auch nicht hochwertig. Die Lautsprecherpolster und der Kopfbügel sind mit Kunstleder umspannt und erstaunlich gut gepolstert.

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Beim Mikrofonarm handelt es sich um einen rund 1cm breiten Bügel, der nicht biegbar ist. Das 2 Meter lange 3,5mm Klinken Kabel ist recht dick ummantelt und sollte halbwegs bruchsicher sein. Der Lautstärkeregler befindet sich am Kabel und ist ebenfalls aus Plastik, jedoch gibt das Rädchen zum Einstellen etwas zu wenig Feedback beim Drehen – jedoch durchaus akzeptabel in dieser Preisklasse.

In Punkto Ergonomie setzt sich das Mars Gaming MH1 ein wenig zwischen die Stühle. Das Konzept scheint ohrumschließend zu sein, aber dafür sind die Polster rund um die Lautsprecher zu klein geraten. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kopfhörer nicht auf der Oberseite des Headsets anliegen, sondern die Druckpunkte und somit der Anpressdruck unter den Ohrläppchen sitzt. Die Kopfhörer sind dabei leicht kippbar und können angepasst werden und machen das Headset somit noch einen Tick ergonomischer.

Natürlich ist das Headset verstellbar in der Größe über das durchgängig benutzte Schienensystem am Bügel. Kleine und mittlere Köpfe sollten keine Probleme haben, bei größerem Kopfumfang könnte es jedoch schwierig werden vermutlich.

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Es ist eine Frage des Geschmacks, denn manchen Leuten tun die Ohren sehr schnell weh, wenn das Headset aufsitzt. Somit wäre dies ein Pluspunkt für das Mars Gaming MH1 Headset

Durch das leichte Gewicht von rund 220 Gramm und der gelungenen Kopfbügel-Polsterung ist das Mars Gaming MH1 Headset auch bei längeren Sessions noch angenehm zu tragen. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist der Lautstärke-Regler am Kabel. Man hat kaum ein Gefühl dafür, ob sich das Rädchen zum Einstellen gerade bewegt. Außerdem verfügt das Headset über keine Stummschalt-Taste. Beides ist bei dem Preis aber vertretbar und fällt auch nicht so schwer ins Gewicht.

 

Technik

Wie auch bei den diversen Headsets von Creative innerhalb dieser Preisklasse werden 40mm Neodymium Lautsprecher verwendet. Bekanntester Vertreter dieses Lautsprechersystems ist der Preisklassen-Sieger Creative Fatal1ty.

Die Lautsprecher selbst sind generell in Ordnung. Höhen und Tiefen werden anständig wiedergegeben, ohne dabei große Akzente zu setzen. Der Bass ist nicht wirklich wuchtig, aber das geht in Ordnung für diese Preisklasse. Beim Sound gibt es also nichts zu meckern, wenn auch die Betonung der mittleren Töne bei Musik etwas zu stark ausfiel meiner Meinung nach – aber das ist meckern auf hohem Niveau.

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Der Bügel des Mikrofon ist um beinahe 180 Grad drehbar, jedoch nicht verbiegbar oder ähnliches. Das verbaute Mikrofon verfügt über Rauschunterdrückung. Getestet haben wir das Headset in diversen Kommunikationsprogrammen (vorrangig Teamspeak 3). Die vom Headset übertragene Sprache war stets deutlich und gut hörbar, wenn auch teilweise etwas zu tief im Ton. Auch bei Gesprächen in Spielen waren die Chat-Partner gut und deutlich zu hören über die Lautsprecher. Das Headset sticht hier nicht heraus, aber erfüllt seinen Zweck ohne echte Schwächen.

 

Mein Fazit zum Mars Gaming MH1 Headset

Tacens beweist mit dem Mars Gaming MH1 Headset erneut, dass günstige Produkte relativ gute Qualität bringen können. Zwar ist das Headset in keiner der Kategorien herausragend gut, aber eben auch nicht schlecht.

Während der Spiele hatte ich nie Probleme die anderen Leute zu verstehen und auch der Sound der Spiele selbst wurde ordentlich wiedergegeben – somit erfüllt das Mars Gaming MM1 Headset genau seinen Zweck. Kombiniert mit dem Tragekomfort und für diese Preisklasse wirklich sehr gut gepolsterten Ohrmuscheln und dem Kopfbügel ergibt sich ein rundes Gesamtbild. Zwar ist die Optik natürlich ein subjektiver Faktor, aber das Mars Gaming MH1 wirkt durch die verwendeten Materialien und die Design-Akzente hochwertiger als der geringe Preis vermuten lässt.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt den ich für mich persönlich entdecken konnte ist der Fakt, dass das Headset über keine Stummschalt-Taste verfügt. Aber funktionell betrachtet fällt das trotzdem nicht wirklich ins Gewicht.

Alles in allem hat Tacens für diesen Preis ein überzeugendes Headset mit kleineren Macken geliefert und ich kann erneut eine Empfehlung für Sparfüchse aussprechen. Mit dem Mars Gaming MH1 Headset kann man nichts falsch machen, den es bietet alles was ein Stereo-Headset heutzutage bieten kann und muss.

Datenblatt:

  • Mikrofon mit Rauschuntedrückung (Mikrofon-Arm ca 180 Grad drehbar)
  • ca. 1cm dicke Polsterung an Bügel und Ohrmuscheln (Kunstleder bespannt)
  • 2 Meter geflochtenes 3,5mm Klinke Kabel(vergoldet)
  • Lift Off Distance ca. 5mm
  • Maße: ca. 17 x 8 cm (Länge x Breite )
  • Gewicht: ca. 220g
  • 40mm Neodymium Lautsprecher
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Frequenz: 20~20kHz

 

Das Headset wurde uns freundlicherweise von www.field-store.de zur Verfügung gestellt. 

 

Tacens Mars Gaming MM1 Maus im Test

Gamer greifen oft und gern sehr tief in die Tasche für passende Gaming-Peripherie. Gerade bei Mäusen oder Tastaturen gehen die Preise für hochwertige Produkte teilweise über 100 Euro. Ein teurer Spaß also und längst nicht jeder ist dazu bereit so viel Geld in derartige Geräte zu investieren. Genau deswegen hat sich mittlerweile eine Nische im niedrigeren Preisbereich entwickelt. Vor kurzem trudelte ein Testmuster der Mars Gaming MM1 Maus bei uns ein und wir haben einmal getestet, ob günstig direkt auch minderwertig bedeutet. In unserem Test versuchen wir zu klären was der günstige Nager leistet und ob er zum Spielen geeignet ist und ob eine Maus mit einem Preis von unter 30 Euro überzeugen kann.

Mars Gaming MM1

Ausstattung

Wie eingangs erwähnt ist die Tacens Mars Gaming MM1 für unter 30 Euro erhältlich, man sollte also seine Erwartungen von Anfang an nicht zu hoch stecken. Neben der Maus selbst gibt es keinerlei Zubehör oder Dokumentationen für die Maus, was auch gar nicht nötig ist. Treiber benötigt die Gaming Maus nicht und auch die Installation ist denkbar einfach: USB-Kabel verbinden uns schon wird die Maus direkt von jedem Windows- / Linux PC und Mac erkannt.

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Beschreibungen und ähnliches sucht man vergebens, was aber wie gesagt letztendlich egal ist. Sonderlich viel mehr Ausstattung liegt anderen Mäusen aus nicht bei. Alle wichtigen Informationen stehen ohnehin auf der Rückseite der Verpackung.

Es soll ja Leute geben, die die Verpackungen gerne ins Regal stellen und aufbewahren. Die Verpackung der MM1 Maus kann sich dort auf jeden Fall sehen lassen.

Optik, Ergonomie und Materialien

Auf den ersten Blick erinnerte mich die Maus ein wenig an den aktuellen Lamborghini Aventador und folgt damit dem Mantra anderer Gaming-Mäuße – aggressive Optik. Das Design ist Mars Gaming auf jeden Fall gelungen meiner Meinung nach, wobei dies natürlich pure Geschmackssache ist. Jedoch würde man auf den ersten Blick nicht vermuten, dass es sich hierbei um eine günstige Gaming Maus handelt.

Die Mars Gaming MM1 Maus besteht natürlich äußerlich komplett aus diversen Plastikmaterialien. Der komplette Rücken der Maus inkl. rechter und linker Maustaste besteht dabei aus einem Plastik, dass an eine Art Gummi erinnert. Es fühlt sich relativ hochwertig an und man hat das Gefühl, man habe die Maus gut im Griff.

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Ausgestattet ist die Maus mit 6 Tasten: Mausrad, 2 Seitentasten, linke und rechte Maustaste und einen DPI-Umschalter. Die Druckpunkte aller Tasten sind in Ordnung, jedoch ist die Maus beim Klicken verhältnismäßig laut – aber das ist Meckern auf hohen Niveau. Das drehen des Mausrad gibt ein gutes Feedback, allerdings ist das Mausrad meiner Meinung nach nicht sonderlich hochwertig verarbeitet und es lässt sich schwer einschätzen, wie lange es durchhalten wird.

Das geflochtene  USB-Kabel mit vergoldetem Stecker ist 2 Meter lang und somit lang genug für (fast) jeden Schreibtisch. Wie sich das Kabel auf lange Zeit schlägt ist schwer abzuschätzen, aber die geflochtene Verarbeitung des Kabels sorgt normalerweise für Langlebigkeit und Schutz vor Abrieb.

Auf der Unterseite der Maus befinden sich 4 Teflon-Füße. Getestet habe ich die Maus dabei auf einem Mauspad und einem Holztisch. Beim Bewegen der Maus spürt man zumindest auf dem Mauspad einen Widerstand – sie gleitet gefühlt etwas schwerfällig. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn das Handling der Maus ist durchaus in Ordnung. Das Gewicht mit ca. 100g ist auch in Ordnung – die Maus ist nicht zu schwer und nicht zu leicht.

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Unterhalb des Mausrads befindet sich ein Knopf zum Umschalten des DPI-Wertes. Abhängig vom ausgewählten Wert verändert sich die Beleuchtung des Mausrades und des Knopfes selbst. Auf dem Rücken der Maus befindet sich ein beleuchteter Schriftzug des Mars Logos. Auch das hat mich wiederum überrascht, da ich derartige optische Eyecatcher nur von den teuren Mäusen gewöhnt bin.

Aber einen Kritikpunkt gibt es dann doch. An den Seiten wird eine Art angerautes Plastik verwendet. Zwar ist dies griffig und verhindert das Abrutschen mit dem Daumen, aber es wirkt halbwegs billig. Dennoch erfüllt es seinen Zweck, dann man hat die Maus gut im Griff. Auch die beiden Tasten an der Seite sind relativ gut erreichbar.

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Durch die symmetrische Bauweise der Mars Gaming MM1 Maus ist das Eingabegerät auch für Linkshänder geeignet, jedoch sind dann die Seitentasten nur noch bedingt bedienbar über die linke Hand. Für Rechtshänder sind aber alle Tasten gut erreichbar.

An den Seiten befinden sich kleine Kanten, auf denen man theoretisch den Daumen und den kleinen Finger ablegen bzw. stützen kann. Ein kleiner Kniff der dafür sorgt, dass die Hand auch bei längerem Spielen nicht ermüdet.

Meine Hand ist klein bis mittelgroß, aber ich denke das auch Menschen mit großen Händen wunderbar mit der Maus zurecht kommen würden.

 

Technik

In der Mars Gaming MM1 Maus ist ein optischer Sensor verbaut und arbeitet mit Abtastrate von 400 bis maximal 3200 DPI bei einer 1000Hz Polling-Rate. Durch Knopfdruck kann man hierbei umschalten zwischen 400 / 800 / 1600 und 3200 DPI während des Spielens. Derartige Funktionen sind äußerst nützlich, gerade wenn man Ego-Shooter spielt. In der Praxis funktionierte das Umschalten reibungslos. Da das Mausrad und der DPI Knopf selbst beleuchtet ist bekommt man sogar ein optisches Feedback für den jeweiligen DPI Modus. Hat man sich erstmal eingeprägt für welchen DPI-Wert die Farben jeweils stehen erkennt man auf einen Blick in welchem Modus man sich befindet.

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Bei optischen Mäusen wird oftmals die Lift-Off-Distance bemängelt. Hierbei handelt es sich um einen Effekt, der mit dem optischen Laser verbunden ist. Hebt man die Maus vom Schreibtisch ab registrieren die Mäuse dennoch die Bewegung. Daraus resultiert, dass beispielsweise beim Umsetzen der Maus beim Scrollen und dem damit verbundenem Anheben der Cursor leicht verzieht. Meistens verzieht der Cursor dabei nach oben hin weg. Gerade bei billigeren Mäusen ist es oftmals ein Problem, da die Lift-Off-Distance recht hoch ist und der Mauszeiger dabei total verzieht. Bei der Mars Gaming MM1 hatte ich dieses Problem nicht, denn es war kaum auffällig. Die Distanz zwischen Sensor und Oberfläche betrug dabei rund 5mm – durchschnittlich.

Auch das Abtasten selbst funktionierte auf beiden Oberflächen (Holztisch und Mauspad) ohne Probleme. Die Maus lässt sich gut bedienen und arbeitet präzise.

Treiber benötigt die Maus keine. Von der technischen Seite gibt es bei der Mars Gaming MM1 nichts zu meckern, auch wenn teurere Mäuse noch eine Spur präziser arbeiten. Aber für den Preis ist das mehr als angemessen, was Mars Gaming hier bietet.

Mein Fazit zur Mars Gaming MM1 Maus

Rein subjektiv gesehen habe ich mich mit dem Test zur Mars Gaming MM1 Maus etwas schwer getan. Das liegt aber einfach daran, dass ich eben die Eingabegeräte aus der höheren Preiskategorie gewöhnt bin und privat nutze. Also musste die Maus des spanischen Herstellers Tacens erstmal einige Barrieren bei mir überwinden.

Optisch gesehen sagte mir die Maus jedoch auf den ersten Blick zu, da man sich beim Design wirklich Mühe gegeben hat. Die verwendeten Materialien schwanken dabei zwischen hochwertig und günstig. Dennoch ist die Maus gut verarbeitet und wirkt auf keinen Fall billig. Man hat jedenfalls nicht das Gefühl eine billige Maus in der Hand zu halten.

Beim Handling überraschte mich die Mars Gaming MM1 Maus dann doch sehr, da die Maus tatsächlich sehr präzise reagierte und gerade in den Ego-Shootern eine gute Form machte. Auch hier muss man stellenweise Abstriche bei der Performance machen, diese fallen aber kaum ins Gewicht.

Die Ergonomie der Maus fällt ebenfalls gut aus – selbst nach längeren Sessions hatte ich keine großartigen Ermüdungserscheinungen meiner Hand festgestellt.

Bedenkt man nun den geringen Preis der Maus ist die Mars Gaming MM1 Maus auf jeden Fall eine Überraschung. In der Praxis schlägt sie sich viel besser als erwartet und sieht nicht billig aus.

Deswegen lautet mein Fazit: Wer nicht viel für eine Maus ausgeben möchte könnte mit der MM1 auf jeden Fall glücklich werden, wenn man die Abstriche beim verwendeten Material verschmerzen kann. In der unteren Preisklasse wird man nur schwer eine bessere Maus finden. Gegenüber der oberen Preisklasse zieht die Mars Gaming MM1 jedoch den kürzeren.

Sparfüchse können hier bedenkenlos zuschlagen, denn die Maus ist auf jeden Fall fürs Gaming geeignet.

 

Datenblatt:

  • Optischer Sensor mit bis zu 3200 DPI
  • 1000Hz Polling-Rate
  • 2 Meter geflochtenes USB-Kabel (vergoldet)
  • 6 Tasten
  • Mausrad und DPI Knopf beleuchtet
  • 4 Teflon Gleitfüße
  • Lift Off Distance ca. 5mm
  • Maße: ca. 11x7cm (Länge x Breite)
  • Gewicht: ca. 100g

 

Die Maus wurde uns freundlicherweise von www.field-store.de zur Verfügung gestellt. 

 

Roccat Sova – Gaming Peripherie für die Couch

Eines der größten Argumente von Konsolenspielern ist oftmals der Fakt, dass man bequem vom Sofa aus mit dem Controller spielen kann, während die PC-Spieler meistens am Schreibtisch sitzen müssen oder einen sperrigen Laptop auf dem Schoss haben. Deswegen wird der ein oder andere Fan des PCs sicherlich schon hin und wieder neidisch auf die Konsoleros gewesen sein. Aber dank Roccat könnte sich dies nun schon sehr bald ändern, denn Roccat hat eine sehr interessante Studie vor einigen Wochen auf der E3 in den USA vorgestellt. PC-Spieler sind unter Garantie verzückt vom Roccat Sova Designkonzept.

Bei dem Roccat Sova Pad handelt es sich um eine Kombination aus Keyboard und Mauspad, welches man drahtlos mit jeder Konsole und jedem PC verbinden kann, der mit Windows, SteamOS oder Android läuft. Die Tastatur besteht aus Cherry-MX Switches und ist fest in den Aluminium-Rahmen integriert, wie auch das Mauspad selbst. Das Mauspad lässt sich dabei durch eine Schiene auf der Rückseite nach links und rechts verschieben, so dass es an die ergonomischen Wünsche des jeweiligen Nutzers angepasst werden kann – Roccat denkt wirklich mit. Ein weiterer Vorteil dieser Schiene ist, dass man beispielsweise über einen 3D-Drucker eigene Halterungen für Handys oder Getränke beispielsweise anbringen könnte – dem modularen System sei dank.

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An den Seiten befinden sich Anschlüsse für USB, welche nicht wie sonst üblich direkt an der Kante des Gehäuses sitzen, sondern in einem „ausgehöhltem“ Bereich sitzen. Dies gewährleistet, dass man ein USB Kabel nicht aus versehen rauszieht oder umbiegt – passiert recht häufig, wenn man einen Laptop auf dem Schoss hat. Auf der Unterseite des Roccat Sova befinden sich gepolsterte Pads, damit auch nach Stunden der Nutzung die Oberschenkel nicht weh tun und man auch keine Wärmebelastung erleidet. Der Akku des Roccat Sova soll für rund 12 Stunden halten – mehr als ausreichend. Die auf dem PC oder der Konsole installierten Treiber für die Maus soll außerdem problemslos übernommen werden, sofern diese mit dem Pad verbunden ist.

Es wurde Zeit – Adios Schreibtisch!

Meiner Meinung nach hat Roccat hier einen richtigen Riecher für den nächsten großen Trend im PC Gaming Bereich der nahen Zukunft. Valve versucht mit SteamOS und dem Steam Big Picture Konzept den PC als Mittelpunkt des Wohnzimmers zu etablieren – ein Kampf um die Vorherrschaft auf der Couch wird demnächst zwischen dem Rechenknecht und den Konsolen entbrennen. Statt auf einem verhältnismäßig kleinem Monitor zu spielen könnte man nun einfach bequem am großen TV zocken.

Roccat könnte hier also ein kleiner Geniestreich gelingen. Normal halte ich mich bei solchen Neuheiten und Trends eigentlich oftmals zurück, aber im Falle des Roccat Sova fällt mir nur eins ein: Ich will dieses Ding unbedingt haben! Das Konzept könnte voll aufgehen und PC-Gamer könnten endlich vom Schreibtisch befreit werden. Erscheinen soll das Pad allerdings erst in 2015 – bis dahin geht Roccat noch auf das Feedback und die Wünsche der Community ein.

Wer will kann die Konzept-Studie auf der diesjährigen Gamescom mal etwas näher unter die Lupe nehmen. Roccat wird dort noch weitere Produkte erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Neben 25 Gaming-Stations wird es auch extra für das Roccat Sova eine spezielle Couch-Area geben.